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Das "Andreas Hofer Grabmal" in der Innsbrucker Hofkirche. Die Rolle des österreichischen Kaisers bei Planung und Rückführung der Gebeine

Titre: Das "Andreas Hofer Grabmal" in der Innsbrucker Hofkirche. Die Rolle des österreichischen Kaisers bei Planung und Rückführung der Gebeine

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2011 , 13 Pages

Autor:in: Alexander Erhard (Auteur)

Histoire - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

„Mander s'sch Zeit!“ Der Leitspruch Andreas Hofers, der nicht bewiesenermaßen über
dessen Lippen ging, ist allgegenwärtig. Das Thema Andreas Hofer und der ungerechte
Frieden von Schönbrunn beherrscht so manches Stammtischgespräch in Tirol. Der
Festumzug 2009 zum 200-jährigen Jubiläum von „Anno Neun“ ist ein leuchtendes Beispiel
dafür. Tausende treue Tiroler Schützen marschierten vom Tiroler Widerstandsdenkmal am
Bergisel quer durch die Innsbrucker Stadt. Die Präsenz des Tiroler Nationalhelden war und
ist dermaßen stark gegeben, dass das kleine Grabmal in der Innsbrucker Hofkirche fast zu
einem unwichtigen Detail in der glamourösen Welt der Hofer'schen Verehrung verkommt
und doch spiegelt sich in diesem Grab die ganze politische Geschichte jener Zeit wieder.
Die Recherche in der verwendete Literatur eröffnete mir ein komplett neuer Blickpunkt auf
das schwierige Verhältnis des Landes Tirol mit der kaiserlichen Familie in Wien.
Das Grabmal lässt den Kampf Hofers gegen die napoleonische beziehungsweise
bayrische Besetzung vergessen und verlagert den Konflikt in die Gesellschaft des eigenen
Kaiserreiches. Ein interessanter Aspekt in einer vom heldenhaften Kampf des Andreas
Hofer dominierten Quellenlage.
Ich konzipierte meine Arbeit zwar nach einem anderen Schema, welches mehr
verschiedene Aspekte der Taten nach Hofers Tod beleuchten würde, allerdings merkte ich
früh, dass die Würze des Themas im Detail liegt, und ich dem Grabmal in der Innsbrucker
Hofkirche meine komplette Aufmerksamkeit zukommen lassen musste, damit die brisante
Thematik auch den Rahmen erhält, den sie verdient.
Ich hoffe, dass ich in meiner Arbeit einen guten Überblick über die Rückführung des
Leichnams des Sandwirts geben und einen Einblick in die Kunstgeschichte der frühen
Hofer-Huldigung und den Widerstand dagegen auf Seiten des kaiserlichen Hofes in Wien.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Tod und Bestattung des Andreas Hofer

2.1. Die Rückführung des Leichnams

3. Das Grabmal in der Hofkirche

3.1. Die Planung des Grabmals

3.2. Die Errichtung des Grabmals

4. Interessante Aspekte

4.1. Der politische Diskurs rund um die Entstehung des Grabmals

4.2. Die Tracht der Andreas-Hofer-Statue und der Blick zum Kaiser

5. Persönliche Conclusio

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Grabmal des Tiroler Nationalhelden Andreas Hofer in der Innsbrucker Hofkirche. Dabei liegt der Fokus auf der geheimen Rückführung der Gebeine aus Mantua, dem langwierigen und politisch kontrollierten Planungsprozess des Grabmals sowie der ambivalenten Rolle des österreichischen Kaiserhauses, das den Heldenkult zwar zuliess, aber politisch neutralisieren wollte.

  • Historische Aufarbeitung der Exhumierung und Überführung der sterblichen Überreste.
  • Analyse des Wettbewerbs und der künstlerischen Entwürfe für das Grabmal.
  • Untersuchung der staatlichen Einflussnahme durch den kaiserlichen Hof und Fürst Metternich.
  • Bedeutung der Ikonografie (Tracht, Haltung) für die politische Symbolik.
  • Einordnung des Grabmals in das Spannungsfeld zwischen Tiroler Regionalidentität und Wiener Zentralismus.

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Planung des Grabmals

Vier Monate nach der Beisetzung Andreas Hofers erging am 16.Juli 1823 ein kaiserlicher Kabinettsbefehl auf Erstellung von Entwürfen eines Grabmals für Andreas Hofer. Schon allein dies ist ungewöhnlich, da es in der Ära Fürst Metternichs geschah, was eine Glorifizierung jeglicher regionaler und nationaler Tendenzen zur Besonderheit machte. Die Ausschreibung erging an alle Kreisämter, doch das Echo bedeutender Künstler bzw. Bildhauer war äußerst leise.

Am 23. Juni 1824 sandte die Akademie in Wien ein Schreiben an die Künstler Johann Schaller, Josef Klieber, Leopold Kießling, Andreas Schroth und Franz Bauer, in dem diese aufgefordert wurden, Entwürfe für das Hofer Grabmal einzusenden. Am Ende der Bewerbungsfrist gab es schließlich 28 Entwürfe von 17 Konkurrenten (fünf davon kamen aus Tirol) eines Grabmal für Andreas Hofer, doch die Jury rund um Kaiser Franz I. und Fürst Metternich konnte sich für keinen davon begeistern.

Am 19. Oktober 1824 stimmte die akademische Jury über die eingereichten Entwürfe ab, doch die Professoren konnten sich nicht einigen, und so wurde beschlossen, von dem Modell „[...]des Professors der Kunstakademie von Venedig Luigi Zandomeneghi, der Andreas Hofer als antiken Heros darstellte, der im Begriff ist, den Schlag zur Verteidigung des zu seinen Füßen sitzenden Vaterlandes zu tun, die Hauptszene zu nehmen und als Sockelrelief den Entwurf von Giuseppe Fabris, die Eidesablegung der Tiroler auf Hofers Fahne.“ Dieser Beschluss barg aber große Schwierigkeiten, da die Figuren des Reliefs in Tiroler Trachten dargestellt waren, die Hauptgruppe dagegen im klassischen Stil. Das Kunstempfinden jener Zeit verlangte aber, dass beide Gruppen im gleichen Stil abgebildet werden mussten und so entstand ein weitere Streitpunkt, den die Jury nicht entschärfen konnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwärtigkeit Andreas Hofers im Tiroler Bewusstsein und stellt das Grabmal in der Hofkirche als oft übersehenes, aber politisch hochgradig aufgeladenes Symbol dar.

2. Tod und Bestattung des Andreas Hofer: Dieses Kapitel beschreibt das Leben Hofers, seine Hinrichtung in Mantua sowie die konspirative Rückführung seiner sterblichen Überreste nach Innsbruck.

3. Das Grabmal in der Hofkirche: Hier wird der langwierige Prozess der künstlerischen Wettbewerbsausschreibung, die schwierige Entscheidungsfindung der Jury und schliesslich die Errichtung des Monuments durch Johann Nepomuk Schaller und Josef Klieber dokumentiert.

4. Interessante Aspekte: Das Kapitel analysiert die politische Kontrolle des Wiener Hofes über das Denkmal sowie die innovative Verwendung der Tiroler Tracht und die symbolische Platzierung des Grabmals im dynastischen Kontext der Habsburger.

5. Persönliche Conclusio: Die Conclusio fasst die Diskrepanz zwischen dem Wunsch der Tiroler Bevölkerung nach Verehrung und der zögerlichen, kontrollierten Haltung der kaiserlichen Regierung in Wien zusammen.

Schlüsselwörter

Andreas Hofer, Innsbrucker Hofkirche, Grabmal, Tiroler Freiheitskampf, Kaiser Franz I., Fürst Metternich, Johann Nepomuk Schaller, Josef Klieber, Mantua, Rückführung, Denkmalskunst, Vormärz, Wiener Zentralismus, Tiroler Nationaltracht, Patriotismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehungsgeschichte des Andreas-Hofer-Grabmals in der Innsbrucker Hofkirche und den damit verbundenen politischen sowie kunsthistorischen Hintergründen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Rückführung der Gebeine Hofers, die staatlich gelenkte Planung des Denkmals sowie die konfliktreiche Beziehung zwischen Tirol und dem Wiener Kaiserhaus im frühen 19. Jahrhundert.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Grabmal trotz seiner scheinbaren Bedeutungslosigkeit im Schatten des Heldenkults als politisches Instrument zur Kontrolle nationaler Tendenzen durch das Kaiserreich genutzt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine detaillierte Auswertung von Fachliteratur, zeitgenössischen Berichten und historischen Dokumenten, um den Prozess der Grabmalerstellung zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Schilderung der historischen Umstände des Todes und der Bestattung, den chronologischen Ablauf der künstlerischen Wettbewerbe sowie eine Analyse der politischen Symbolik des finalen Denkmals.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Andreas Hofer, Hofkirche, Kaiserhaus, Metternich, Denkmalsplanung und Tiroler Identität.

Warum war der Rückführungsprozess der Gebeine politisch so heikel?

Die Regierung in Wien fürchtete, dass eine feierliche Bestattung zu Aufständen führen und das Bild Hofers als Märtyrer der Freiheit festigen könnte, was den eigenen Machtanspruch in Tirol gefährdet hätte.

Welche Rolle spielte Fürst Metternich bei der Gestaltung des Denkmals?

Metternich übte massiven Einfluss auf die Ikonografie aus, indem er unter anderem die Entfernung religiöser Symbole und eine bestimmte Tracht für Hofer anordnete, um eine zu starke Identifikation mit kaiserlichen Ikonen oder einen gefährlichen Heldenkult zu vermeiden.

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Résumé des informations

Titre
Das "Andreas Hofer Grabmal" in der Innsbrucker Hofkirche. Die Rolle des österreichischen Kaisers bei Planung und Rückführung der Gebeine
Université
University of Innsbruck
Auteur
Alexander Erhard (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
13
N° de catalogue
V183368
ISBN (ebook)
9783656076926
ISBN (Livre)
9783656077480
Langue
allemand
mots-clé
andreas hofer grabmal innsbrucker hofkirche fokussierung rückführung gebeine hofers planung grabmals rolle kaisers
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alexander Erhard (Auteur), 2011, Das "Andreas Hofer Grabmal" in der Innsbrucker Hofkirche. Die Rolle des österreichischen Kaisers bei Planung und Rückführung der Gebeine, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183368
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Extrait de  13  pages
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