Anpassung des Einstellungstestes für die klassische Ausbildung zum Industriekaufmann an das duale Studium zum BA in Business Administration


Projektarbeit, 2010
23 Seiten, Note: 1.7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Über die Bedeutung des Auswahlverfahrens für das duale Studium
2.1 Begriff Einstellungsverfahren
2.2 Begriff Einstellungstest
2.3 Anforderungsprofil: Industriekaufmann/ Industriekauffrau
2.4 Anforderungsprofil: Duales Studium zum Bachelor of Arts in Business Administration mit integrierter Ausbildung zum/ zur Industriekaufmann/ Industriekauffrau
2.5 Auftragsziel dieser Projektarbeit

3 Über die methodische Zielsetzung und das empirische Vorgehen
3.1 Ermittlung der relevanten Aufgabenmodule
3.2 Erstellung der Stellenausschreibung
3.3 Konzept des Einstellungstestes
3.4 Konstruktion des Einstellungstestes
3.5 Praxisrelevanz

4 Zusammenfassung

Quellenverzeichnis

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abb.1: Chronologische Übersicht über das Einstellungsverfahren der „ABC“ GmbH

Abb.2: Chronologische Übersicht über das empirisch-methodische Vorgehen

Abb.3: Auswertung der anonymen Bewerberbefragung

1 Einleitung

Unternehmen laden Bewerber[1] zu sogenannten Einstellungstests ein. Die Schulnoten haben oft eine geringe Aussagefähigkeit darüber, ob der Bewerber die Ausbildung aufgrund seiner bisherigen Kenntnisse und Fertigkeiten meistern kann, da die schulischen Anforderungen häufig nicht äquivalent mit jenen im Betrieb sind. Mit Hilfe festgelegter Testverfahren können Unternehmen die Bewerber mit derselben Methode prüfen, um eine bessere Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Mit welchen Aufgaben sie konkret rechnen müssen, hängt vom einzelnen Unternehmen und von der angestrebten Ausbildung ab.[2] Es ist wichtig, dass die für die Ausbildungsanforderung relevanten Bereiche getestet werden, um Fehlbesetzungen zu verhindern. Daher sind international tätige Unternehmen, wie auch das Unternehmen „ABC“, darauf ausgerichtet, daraus resultierende Fehlinvestitionen zu vermeiden.

Seit dem 1. Oktober 2007 hat die „ABC“ GmbH die Ausbildung zum Industriekaufmann durch das duale Studium zum Industriekaufmann mit Bachelor of Arts in Business Administration ersetzt.

Der bisherige Einstellungstest entspricht daher nicht den Leistungskriterien des Ausbildungsprofils für das duale Studium und kann deshalb nicht mehr zur Findung geeigneter Kandidaten für das duale Studium eingesetzt werden. Es stellt sich die Frage, welche Bereiche für das neue Ausbildungsprofil im neuen modifizierten Einstellungstest relevant sind.

Der Gegenstand dieser Projektarbeit ist es, zu erforschen, welche Themenbereiche beibehalten oder modifiziert und welche Module neu entwickelt werden müssen.

2 Über die Bedeutung des Einstellungsverfahrens

Unternehmen sind daran interessiert, ihre personalwirtschaftlichen Entscheidungen immer unter den Bedingungen möglichst großer Sicherheit zu treffen. Mit der Einstellung von neuen Mitarbeitern ist eine erhebliche Investition verbunden, die lange wirkende Bedingungen und Bindungen schafft. Der Erfolg eines Unternehmens ist auch von der Trefflichkeit der Auswahl und Einstellungsentscheidung abhängig. Damit die dem Unternehmen vorliegenden Informationen über einen Bewerber dem Anspruch angemessen erscheinen, muss sein Bild noch vervollständigt werden.

Die Personalwirtschaft verfolgt zwei grundlegende, wirtschaftliche Hauptziele:

1. Das ökonomische Ziel: Das Personal wird so eingestellt und eingesetzt, dass die Unternehmung ihre wirtschaftlichen Ziele erreichen kann.
2. Das soziale Ziel: Die Ansprüche der Mitarbeiter müssen den individuellen, wirtschaftlichen und sozialen Bedürfnissen und Erwartungen gerecht werden.

Resultierend aus diesen Zielen finden in Unternehmungen geeignete Auswahlverfahren statt, um die Unternehmens- und Ausbildungsanforderungen mit den Eigenschaften des Bewerbers abzustimmen. Die Hauptaufgabe der Personalwirtschaft ist die Gewährleistung von Beschaffung und Einsatz des erforderlichen Personals in quantitativer und qualitativer Hinsicht zu rechten Zeit am rechten Ort.[3]

2.1 Begriff Einstellungsverfahren

Einstellungsverfahren sind Methoden, die zum Zeitpunkt der Bewerberauswahl über die künftigen beruflichen Leistungen einer Person Auskunft geben sollen.

Allgemein erfolgt die Personalauswahl wie folgt:

Nach Bedarfsermittlung und Genehmigung der Geschäftsführung sowie Entscheidung für eine Ausschreibung wird erforderliches Personal angeworben. Wenn die Bewerbungsunterlagen, nach Personalanwerbung, analysiert wurden und sie einen guten Eindruck hinterlassen haben, folgt meist die Einladung zum Einstellungstest (Grobauswahl). Im anderen Falle erfolgt ein Absageschreiben. Bei erfolgreicher Teilnahme des Einstellungstestes werden die besten Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch, oder alternativ zu einem Assessment Center eingeladen, in denen sich die Bewerber mit Befragungen oder im Assessment Center mit der Lösung von praxisnahen Simulationen beschäftigen müssen (Feinauswahl).

Ist der Test aus Sicht des Unternehmens erfolgreich bestanden, so wird der Bewerber ärztlich vom Betriebsarzt für die physische Eignung untersucht. Der Betriebsrat, falls vorhanden, muss der Einstellung zustimmen. Dann erfolgt die vorläufige Einstellung, indem der Arbeitsvertrag abgeschlossen wird und der Bewerber die Probezeit durchläuft. Die endgültige Einstellung ist nach Bewährung des Bewerbers in der Probezeit vollendet.[4]

Das Verfahren der Personalauswahl der Firma „ABC“ GmbH für das duale Studium wird in Abbildung 1 erläutert:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1: Chronologische Übersicht über das Einstellungsverfahren der „ABC“ GmbH

Quelle: Eigener Entwurf

2.2 Begriff Einstellungstest

Einstellungstests bieten den Unternehmen ein Instrumentarium, mit denen die Bewerberauswahl auf eine objektivere sowie von Ihnen selbst zu kontrollierende Basis gebracht wird, da Schulnoten unterschiedlicher Schulen, aufgrund von eventuell vorhandenen Präferenzen seitens der Lehrer zu den Schülern, nicht miteinander vergleichbar sind.[5] Durch verschiedene Auswahlkriterien, die im Einstellungstest durch unterschiedliche Module abgefragt werden, bestimmen die Unternehmen, welcher Bewerber die optimalen Voraussetzungen mit sich bringt, die dem Unternehmens- und dem Beschäftigungsprofil am wahrscheinlichsten entsprechen. Ziel ist es, die Bewerber mit Stress- und Konfliktsituationen zu konfrontieren, um ihr Leistungs- und Ausdauervermögen zu testen und bewerten zu können.

Die Inhalte des Einstellungstestes sollten nicht von den Anforderungen der Ausbildung abweichen, da sonst die Findung geeigneter Bewerberkandidaten nicht mehr gewährleistet ist.

2.3 Anforderungsprofil: Industriekaufmann/ Industriekauffrau

Industriekaufleute werden für die Planung, Durchführung und Kontrolle verschiedenster kaufmännischer Tätigkeiten in nahezu allen Wirtschaftsbereichen eingesetzt. Nach Beendigung der Ausbildung sollten sie für jeden kaufmännischen Bereich eines Unternehmens einsetzbar sein. Um betriebswirtschaftliche Abläufe einer Unternehmung erfolgreich steuern zu können, sollten folgende Eigenschaften[6] des Bewerbers vorhanden sein:

- Flexibilität:

Industriekaufleute werden in unterschiedlichen Abteilungen eingesetzt und müssen deshalb unterschiedliche Tätigkeiten nacheinander und/ oder sogar parallel ausführen und außerdem im Vertrieb auf verschiedenste Kundenwünsche eingehen können.

- Kommunikationsfähigkeit:

Für den professionellen Umgang mit Kunden (Kundenbetreuung), Lieferanten und internen Mitarbeitern ist die Fähigkeit gut zu kommunizieren essentiell.

- Mathematikkenntnisse:

Mathematisches Verständnis hilft bei der Erstellung von Kalkulationen und Preislisten.

- Interesse am wirtschaftlichen Geschehen:

Industriekaufleute sollten sich für ihr Tätigkeitsfeld interessieren, um effektiv arbeiten und betriebliche Zusammenhänge besser erkennen zu können.

- Englischkenntnisse:

Für den Umgang mit internationalen Geschäftspartnern sind gute Englischkenntnisse Voraussetzung.

- Deutschkenntnisse:

Industriekaufleute müssen einen sicheren Umgang, schriftlich sowie verbal, mit der Landessprache, in dem das Unternehmen seinen Sitz hat, pflegen können, um mit anderen Personen am jeweiligen Unternehmensstandort sprechen zu können (hier: Deutsch).

- PC-/EDV-Kenntnisse:

Die Geschäftskorrespondenz erfolgt heutzutage ausschließlich über den Computer.

2.4 Anforderungsprofil: Duales Studium zum Bachelor of Arts in Business

Administration mit integrierter Ausbildung zum/ zur Industriekaufmann/

Industriekauffrau

Im oben genanntem dualem Studium werden, neben den Anforderungen aus der Ausbildung zum Industriekaufmann, aufgrund der Kompaktheit des Studiums weitere Eigenschaften vorausgesetzt:

- Belastbarkeit:

Die Belastung der Studierenden ist aufgrund der Kompaktheit des Studiums sehr hoch. Darüber hinaus muss der Studierende parallel die Ausbildung zum Industriekaufmann absolvieren. Die Stundenanzahl an der Fachhochschule liegt deutlich höher als an anderen Hochschulen im Rahmen eines klassischen Studiums.

- Hohe Leistungsbereitschaft und Engagement:

Es gibt keine Semesterferien wie bei traditionell Studierenden. Die Vorbereitungszeiten für Prüfungen sind - aufgrund der kurzen Studiendauer - sehr kurz gehalten. Die Studiendauer ist als Regelstudiendauer vorgegeben und Leistungsnachweise müssen in der Regelzeit erbracht werden.[7]

- Organisationsfähigkeit:

Aufgrund des Lernumfangs im dualen Studium muss die geringe, verfügbare Zeit des Studierenden effektiv mit dem Studienlernstoff abgestimmt sein. Da Ausbildung und Studium in nur drei Jahren abzuleisten sind, muss der Lernprozess strukturiert werden.

Absolventen des dualen Studiums werden für anspruchsvolle, weiterführende Tätig-keiten (z.B. in Führungspositionen oder als Projektleiter/bzw. Spezialisten) ausgebildet. Aus diesem Grund sind neben fachlichen auch soziale Kompetenzen gefordert.

2.5 Auftragsziel dieser Projektarbeit

Der Einstellungstest muss mit dem neuen Anforderungsprofil (Kapitel 2.4) abgeglichen werden. Diese Aufgabe ist Gegenstand dieser Projektarbeit.

3 Über die methodische Zielsetzung und das empirische Vorgehen

Aus den Ausführungen im theoretischen Teil lässt sich für die empirische Untersuchung folgende methodische Zielstellung ableiten:

- Modifikation, Erprobung und Einführung eines Einstellungstestes, angepasst am Anforderungsprofil, für das duale Studium Die folgende Abbildung soll eine chronologische Übersicht über das empirisch- methodische Vorgehen bei der Modifikation, Erprobung und Einführung des neuen Einstellungstests im Kontext der vorliegenden Arbeit liefern.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.2: Chronologische Übersicht über das empirisch-methodische Vorgehen

Quelle: Eigener Entwurf

Aus Abbildung 2 ist zu ersehen, dass es zunächst galt, die relevanten Aufgabenmodule zu ermitteln. Die Erkenntnisse wurden aus drei verschiedenen Quellen geschöpft.

1.) Aus der Analyse des neuen Anforderungsprofils (S. 5),
2.) des bisher verwendeten Einstellungstestes (S. 8)
3.) und aus der Beurteilung durch Experten mit „Sachverstand auf dem zu behandelnden Sektor“[8] (S. 7)

Im Anschluss daran wurde entsprechend der ermittelten Module der Einstellungstest modifiziert. Nach empirischer Erprobung des neuen Einstellungstestes erfolgte die Revision des Einstellungstestes nach inhaltlichen Kriterien.

Eine kritische Reflexion des eigenen Vorgehens hinsichtlich konzeptioneller und methodischer Gesichtspunkte sowie einen Ausblick in Bezug auf Handlungsempfehlungen (Kapitel 4) für die Praxis bilden den Abschluss der Ausführungen.

3.1 Ermittlung der relevanten Aufgabenmodule

Die Analyse der relevanten Aufgabenmodule, die der modifizierte Einstellungstest berücksichtigen soll, erfolgt schrittweise und verzahnt mit den verschiedenen Quellen (Kapitel 3). Daher sind sowohl induktive als auch deduktive Elemente in der Analyse enthalten.

Aus dem ermittelten Anforderungsprofil für Auszubildende im dualen Studium (Kapitel 2.4) sind die Aufgabenmodule herzuleiten.

Experten-Diskussion

Als Experten werden im vorliegenden Falle die Ausbildungsleitung (Frau Hilde Mustermann) sowie der Personalpsychologe (Herr Dipl. Psych. Max Musterfrau) des Unternehmens „ABC“ GmbH bezeichnet, die sich mit kaufmännischer Ausbildung befassen und denen die Problematik des vorhandenen Einstellungstestes bekannt ist.

Die Experten-Diskussion (Vgl. Anhang 1) zielte auf die Sammlung weiterer wichtiger Testaspekte. Mit Hilfe der Erfahrungswerte der Experten sowie anhand logischer Überlegungen konnten unter Hinzunahme der bereits bekannten Probleme hinsichtlich des neuen Ausbildungsprofils neue Punkte aufgegriffen werden. Der modifizierte Einstellungstest soll um Aufgaben zur Überprüfung des Unternehmensinteresses ergänzt werden. Darüber hinaus soll er, über die klassischen Aufgabenmodule hinaus, gemäß Diskussionsergebnis, folgende Eigenschaften besitzen:

1.) Praxisrelevanz
2.) Vereinfachte Bewerberadministration
3.) Umweltschonender Charakter
4.) Einfache Handhabbar- und Durchführbarkeit

Analyse des vorhandenen Einstellungstestes

Die bisher behandelten Themen beschränkten sich auf deutsches Wort- und Sprachverständnis, Englischkenntnisse, deutsche Rechtschreibung, mathematisches Grundverständnis und knapp gehaltene Allgemeinbildung und reichten somit dem neuen Ausbildungsprofil nicht mehr aus.

Als weitere Quelle wurde die Befragung der Bewerber, der Zielgruppe des modifizierten Einstellungstestes, herangezogen. Mithilfe eines vorgefertigten Fragebogens (Vgl. Anhang 2) wurde überprüft, ob die Anpassung des Einstellungstests erfolgreich vollzogen wurde.

Im bisherigen Einstellungstest fehlten Bereiche, in denen die Organisationsfähigkeit, Belastbarkeit, Flexibilität, das Interesse am Unternehmen, Interesse am wirtschaftlichen Geschehen, eine sehr gute Allgemeinbildung und sehr gute mathematische Kenntnisse abgefragt werden. Aus diesem Grunde wurden im Rahmen dieser Projektarbeit, abgestimmt am neuen Anforderungsprofil, vier Aufgabenmodule komplett entwickelt, vier modifiziert und nur ein Bereich inhaltlich übernommen.

3.2 Erstellung der Stellenausschreibung

Anhand des neuen Anforderungsprofils wurden folgende Punkte in die Stellenausschreibung mit eingebunden:

- Allgemeine Hochschulreife mit überdurchschnittlichen Noten[9]
- Gute bis sehr gute Mathematik-, Deutsch- und Englischkenntnisse
- PC-/ EDV-Kenntnisse
- Interesse am wirtschaftlichen Geschehen
- Unternehmenskenntnis und -interesse
- Hohes Engagement und Leistungsbereitschaft
- Gute Kommunikationsfähigkeit und ausgeprägte soziale Kernkompetenzen
- Gute Organisationsfähigkeit, Flexibilität, Belastbarkeit und Verantwortungsbereitschaft

Das Anforderungsprofil des dualen Studiums wurde mit der bisherigen Stellenausschreibung abgeglichen. Durch die Abstimmung wird ein engerer, für das Unternehmen interessanterer, Bewerberkreis eingegrenzt.

3.3 Konzept des Einstellungstestes

Für jede Anforderung sollte nun ein Aufgabenmodul konstruiert oder modifiziert werden. Die Einbindung der Anforderungen leitete sich aus den in Kapital 3.1 beschriebenen Quellen ab. Der modifizierte Einstellungstest umfasst nun folgende, dem Ausbildungsprofil erforderliche, Module:

Wort- und Sprachverständnis (inhaltlich vom bisherigen Test übernommen)

In diesem Modul geht es um die Kombinationsfähigkeit. Die Bewerber müssen Beziehungen aufdecken und erfassen. Drei Wörter sind vorgegeben, bei denen das erste zum zweiten in einer gewissen Beziehung steht. Außerdem geht es in einer Teilaufgabe darum, aus einer Reihe von sieben vorgebenden Wörtern zwei herauszufinden, die einen gemeinsamen Oberbegriff haben.

Englischkenntnisse (modifiziert)

Dieser Bereich überprüft die grammatikalischen Grundlagen. Es folgen die Suche nach Fragemöglichkeiten zu vorgegebenen Antworten und das Verständnis zweier Texte.

Rechtschreibung (modifiziert)

Aufgrund der vielen Korrespondenzen kaufmännischer Bereiche darf die Rechtschreibung der Bewerber nicht mangeln. Deshalb werden hierzu einige Bereiche getestet, darunter die neue Rechtschreibung, Buchstabenlücken und Kommasetzung.

Gedächtnisleistung (entwickelt)

Im neu entwickelten Bereich, der Gedächtnisleistung, werden vor Beginn des „eigentlichen“ Einstellungstestes zwei Kurzfilme über unternehmensspezifische Themen gezeigt. Inmitten des Testverfahrens müssen die Bewerber aufgrund einiger Fragen zu den beiden Filmen zeigen, wie hoch ihre Merkfähigkeit bzw. Belastbarkeit ist, da sie auch bei Misslingen der Aufgabe weiter arbeiten müssen.

Logische und mathematische Denkfähigkeit (modifiziert)

Zu Beginn wird eine Zahlenreihe vorgegeben, die nach einer bestimmten Regel zusammengestellt wurde. Die Bewerber müssen die nächste Zahl dieser Reihenfolge sinnvoll ergänzen. Danach müssen die Testteilnehmer im neu erstellten Aufgabenbereich „Gemischte mathematische Aufgaben“ zeigen, dass sie sich die Aufgabenstellungen aufmerksam durchlesen und die Anweisungen befolgen. Es folgen schließlich acht Schätzaufgaben und 20 Textaufgaben. Aufgaben zu Figurenreihen und räumliches Vorstellungsvermögen sollen das logische Denken unterstreichen.

Ebenso wird das Konzentrationsvermögen getestet. Dem Bewerber wird eine Zahlenreihe vorgegeben, die er möglichst schnell, ohne Beachtung der Punkt- vor Strichrechnung, ausrechnen muss. Zahlenblöcke, in denen eine Zahl fehlt, müssen ergänzt und vorgegebene Zahlenreihen müssen schnellstmöglich addiert werden.

[...]


[1] Zur Verbesserung der Lesbarkeit wird in dieser Arbeit ausschließlich die männliche Form verwendet. Diese impliziert aber immer auch die weibliche Form.

[2] Vgl. Arbeit und Bildung e.V. (2010), Online im Internet.

[3] Vgl. Beck, Theo u.a. (2005), Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen für das Wirtschaftsgymnasium, Rinteln, S. 448.

[4] Vgl. Schlüter, Meinolf (2009), Prüfungswissen kompakt – Industriekaufmann / Industriekauffrau, Troisdorf, 2009, S. 66.

[5] Vgl. Jung, Hans (2008), Personalwirtschaft, München, 2008, S. 172.

[6] Vgl. Bundesagentur für Arbeit (2010), Online im Internet.

[7] Vgl. Schumann & Garz GbR, Studserv.de - Das Studentenportal (2010), Online im Internet.

[8] Mummendey, Hans Dieter (1999), Die Fragebogen-Methode, Göttingen, 1999, S. 63.

[9] Um eine höhere Trefflichkeit in der optimalen Auszubildendenwahl zu gewährleisten, ist die allgemeine Hochschulreife von „ABC“ als Voraussetzung vorgegeben worden.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Anpassung des Einstellungstestes für die klassische Ausbildung zum Industriekaufmann an das duale Studium zum BA in Business Administration
Hochschule
Fachhochschule der Wirtschaft Bergisch Gladbach
Note
1.7
Autor
Jahr
2010
Seiten
23
Katalognummer
V183400
ISBN (eBook)
9783656075875
ISBN (Buch)
9783656076094
Dateigröße
540 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ausbildung, industriekaufmann, studium, bachelor, arts, business, admininstration, personal, personalmanagement, human resource management, auswahlverfahren, duales studium, einstellungsverfahren, einstellungstest, anforderungsprofil, industriekauffrau, aufgabenmodule, aufgabenbereiche, stellenausschreibung, konzept, konstruktion, praxisrelevanz, david klee
Arbeit zitieren
David Klee (Autor), 2010, Anpassung des Einstellungstestes für die klassische Ausbildung zum Industriekaufmann an das duale Studium zum BA in Business Administration, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183400

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