Social Media Strategien in der Getränkemarkenartikelindustrie


Masterarbeit, 2011
86 Seiten, Note: ausgezeichnet

Leseprobe

A. INHALTSVERZEICHNIS

B. Abkürzungsverzeichnis

1. Abstrakt

2. Einleitung
2.1 Zielsetzung der Arbeit
2.2. Wissenschaftliche Forschungsmethoden

3. Grundlagen
3.1 Allgemeine Betrachtungen zu Social Media
3.2 Definition Web 2.0
3.3 Definition Social Media
3.4 Social Media Plattformen
3.5 Die Social Media Nutzung in Österreich
3.5.1 Analyse von Facebook
3.5.2 Analyse von Twitter
3.5.3 Analyse von YouTube

4. Social Media Marketing
4.1 Definition Social Media Marketing
4.2 Charakteristika von Social Media Marketing
4.3 Social Media Marketing und Facebook
4.4 Social Media Marketing und Twitter
4.5 Social Media Marketing und YouTube
4.6 Social Media Marketingziele

5. Entwicklung einer Social Media Strategie
5.1 Das Groundswell Modell
5.2 Die POST-Methode
5.2.1 P = People
5.2.2 O = Objectives
5.2.3 S = Strategy:
5.2.4 T = Technology:
5.3 Social Media Monitoring

6. Empirischer Teil
6.1 Internetrecherche in Social Media Plattformen
6.1.1 Untersuchungsdesign
6.1.2 Forschungsinteresse
6.1.3 Vorgehensweise
6.1.4 Ergebnisse Facebook Präsenz
6.1.5 Fazit der Internetrecherche
6.2 Onlineexpertenbefragung zur Social Media Nutzung
6.2.1 Untersuchungsdesign
6.2.2 Forschungsinteresse
6.2.3 Ergebnisse
6.2.4 Fazit der Onlinebefragung

7. Leitfaden für den Aufbau einer Social Media Strategie
7.2 SWOT Analyse von Social Media
7.3.2 Zielsetzung
7.3.3 Umsetzung
7.3.4 Kontrolle

8. Resümee
8.1 Ausblick

9. Tabellenverzeichnis:

10. Abbildungsverzeichnis:

11. Literaturverzeichnis:

B. Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Abstrakt

Ziel der Master Thesis: Das Ziel der Master Thesis ist es, eine Analyse der Social Media Aktivitäten von Getränkemarkenartikelunternehmen durchzuführen und einen Leitfaden für den Aufbau einer Social Media Strategie im Unternehmen zu entwickeln.

Methode: Als Methodik zur Zielerreichung dienen Literaturstudien und Internetrecherchen sowie die Durchführung einer Onlinebefragung unter MarketingexpertInnen der Getränkemarkenartikelbranche.

Ergebnisse: Die Erhebung zeigt, dass die Unternehmen im Social Web bereits stark vertreten sind und dem Social Web auch viel Potential zusprechen. Als Zielsetzung für die Nutzung von Social Media werden vor allem die Kommunikation spezieller Aktionen und die Markenpflege gesehen. Nur ein geringer Anteil der befragten Unternehmen verfügt derzeit über eine Social Media Strategie und betreibt Social Media Monitoring. Zusammenfassend kann man sagen, dass sich die Getränkemarkenartikelbranche zwar schon intensiv mit Social Media auseinandersetzt, viele Unternehmen aber bisher das „try and error“ Prinzip ohne klare Strategie und Zielsetzung angewandt haben.

Resümee: Um das Potenzial von Social Media in der Getränkemarkenartikelbranche effizient und wirkungsvoll zu nutzen, benötigt man konkrete und messbare Social Media Ziele, ein effizientes Social Media Monitoring, eine integrierte Social Media Strategie und Ressourcen für die Betreuung sämtlicher Aktivitäten.

Schlagwörter: Social Media - Social Media Marketing - Social Media Monitoring - Social Media Strategie - Social Media Leitfaden

1. Abstract

Obiectiv of the thesis: The aim of the thesis is to analyze the social media activities of beverage brand companies and to recommend a guideline to build a social media strategy in a company.

Methods: The methods used to achieve the aim are a review of the literature, online research and an online survey performed with marketing experts of beverage brand companies.

Results: The analysis shows that the companies are already quite active in the social web and that they see a lot of potential for this new communication tool. The main reason why they use social media is because they want to communicate special promotions and to work on the brand management. Only a small amount of companies out of the survey have build a social media strategy and use social media monitoring. As a conclusion it can be said, that beverage brand companies have already dealt with social media quite intense but many of them did so by using the „try and error“ principal without a clear strategy and defined measurable targets.

Conclusion: In order to use the potential of social media in the beverage brand companies efficiently and effectively, specific and measurable targets need to be defined, a social media monitoring needs to be installed and an integrated social media strategy with the necessary resources in order to care for all social media activities, needs to be defined.

Keywords: social media - social media marketing - social media monitoring - social media strategy - social media guideline

2. Einleitung

2.1 Zielsetzung der Arbeit

Social Media sind ein Megatrend unserer Zeit. Die vernetzte Kommunikation hat nicht nur Auswirkungen und Einflüsse auf unsere Gesellschaft, auch unsere Geschäftswelt hat sich durch Social Media grundlegend verändert.

Ziel der Arbeit ist es, die strategischen Ansätze der Social Media Aktivitäten von Unternehmen der Getränkemarkenartikelindustrie zu analysieren und daraus einen Leitfaden zur strategischen Integration von Social Media abzuleiten.

Welche Strategien verfolgen Unternehmen im Social Media Bereich? Welche Ressourcen werden bereitgestellt? Wie wird der Erfolg gemessen? - das sind dabei die zentralen Fragestellungen.

Es ist nicht Ziel dieser Arbeit, auf technische Details in der Umsetzung einer Social Media Strategie einzugehen.

Im ersten Teil der Arbeit wird ein Überblick gegeben, welche Social Media es gibt, wie sie aktuell von Unternehmen eingesetzt werden und welche Möglichkeiten es gibt, den Erfolg der eingesetzten Medien zu bewerten. Anschließend werden theoretische Strategieansätze für die Integration von Social Media in die Unternehmenskommunikation über Literaturstudien aufgezeigt.

Der zweite Teil der Arbeit ist der Frage nach bestehenden Social Media Aktivitäten und Strategien von Unternehmen gewidmet. Es werden Social Media Aktivitäten von Unternehmen aus der Getränkemarkenartikelindustrie analysiert, um Best - Practice - Beispiele herauszustellen. Anschließend wird eine Online Befragung ausgewählter Markenartikelmanager aus dem Getränkebereich durchgeführt und ausgewertet. Diese Analyse aus der Praxis wird den theoretischen Strategieansätzen gegenübergestellt, um ein möglichst genaues Bild über die aktuelle Situation der Social Media Strategien zu erlangen.

Abschließend wird, auf Basis der Erkenntnisse aus dieser Arbeit, ein Leitfaden für den Aufbau einer Social Media Strategie im Unternehmen entwickelt.

2.2. Wissenschaftliche Forschungsmethoden

Diese Master Thesis wurde unter Einsatz primärer- und sekundärer Forschungsmethoden durchgeführt. Im Detail wurden Literaturstudien und Internetrecherche sowie eine quantitative empirische Erhebung mittels einer Onlinebefragung von Getränkemarkenartiklern durchgeführt. Auf dieser Basis wurde ein Leitfaden entwickelt.

3. Grundlagen

3.1 Allgemeine Betrachtungen zu Social Media

Im Jänner 2011 hat die UN-Organisation für Telekommunikation Zahlen zur weltweiten Handy- und Internetnutzung veröffentlicht (siehe D. Kilian, 2011). Demnach hat 2011 die Zahl der weltweiten Internetnutzer die Zwei- Milliarden-Marke überschritten. Zudem hätten gut fünf Milliarden Handyverträge auf der Welt. Die UN-Organisation erwartet, dass bis zum Jahr 2015 mindestens die Hälfte der über 6,8 Milliarden Menschen auf der Welt ein Handy hat.

Mehr als 500 Millionen Menschen (siehe Facebook 2011-1) sind aktive Nutzer diese Netzwerkes, 50% davon benutzen Facebook täglich und mehr als 250 Millionen Menschen nutzen Facebook über Ihr Handy.

Laut Twitter Statistik (siehe Twitter 2011) werden jede Woche 1 Milliarde Statusupdates geposted. Am 11.März 2011 wurden beispielsweise 177 Millionen, bis zu 140 Zeichen lange Nachrichten über Twitter verschickt.

2010 wurden auf You Tube (siehe You Tube 2011) Videos mit einer Gesamtspielzeit von über dreizehn Millionen Stunden hochgeladen. Jede Minute werden 35 Videostunden hochgeladen.

Dies sind beeindruckende Zahlen, die eine klare Sprache sprechen. Das Internet hat sich als fester Bestandteil in unserer Gesellschaft etabliert und ist durch die Social Media in eine neue Epoche aufgebrochen, die wohl nicht mehr aufzuhalten ist. Umso mehr bedeutet das, dass sich auch Unternehmen mit diesen neuen Kommunikationsformen auseinandersetzen sollten. Im folgenden Abschnitt werden nun diese unterschiedlichen Kommunikationsformen näher erläutert.

3.2 Definition Web 2.0

Ab dem Jahr 2005 war der Begriff Web 2.0 in aller Munde (siehe google trends, 2011), seit 2009 wird immer häufiger über Social Media gesprochen. Was bedeuten diese beiden Begriffe nun?

Der Begriff Web 2.0 wurde 2005 vom Internet-Vordenker Tim O’Reilly „erschaffen“ (siehe Stern Interview 27.02.2008). Web 2.0 war ursprünglich nur der Name einer Konferenz, die veranstaltet wurde, nachdem die Dot- com-Blase geplatzt war und alle den Internet-Boom als "Strohfeuer" abgetan hatten. O’Reilly ging es darum zu zeigen: Stimmt nicht, da ist noch viel mehr!

Web 2.0 steht nicht, wie die Endung 2.0 vielleicht vermuten lässt, für eine bestimmte Technik oder eine neue Software, sondern vielmehr für das Zusammenspiel verschiedener Methoden und Werkzeuge und eine damit einhergehende soziale und wirtschaftliche Entwicklung. Einerseits ist der soziale Austausch über das Internet einfacher geworden, zum anderen hat auch die Bereitschaft zugenommen, sich über das Web zu „vernetzen“. Das Hauptmerkmal des Web 2.0 ist der so genannte „User Generated Content“ (siehe Bundesverband Digitale Wirtschaft, 2009), das bedeutet, dass Internetnutzer die Inhalte selber generieren und bearbeiten. Deshalb wird das Web 2.0 oft in der Literatur als „Mitmach- oder Partizipatives Web“ bezeichnet.

3.3 Definition Social Media

Social Media sind komplexe Gebilde, die erst durch die soziale Interaktion der Nutzer des Webs entstehen.

Es hat sich, wie auch für den Begriff Web 2.0, in der Literatur keine klare Definition für Social Media durchgesetzt. Joseph Thornley hat eine Definition veröffentlicht, die klar und prägnant die wichtigsten Punkte umfasst. Daher wird, als eine von vielen Definitionen, diese hier zitiert: „Social media are online communications in which individuals shift fluidly and flexibly between the role of audience and author. To do this, they use social software that enables anyone without knowledge of coding, to post, comment on, share or mash up content and to form communities around shared interests“ (Thornley, 2008).

Das Web 2.0, mit seinem „User Generated Content“ bietet die technischen und operativen Möglichkeiten, um aus dem bisher passiv und konsumorientierten Web eine Plattform zur aktiven Teilnahme zu machen.

So wichtig diese Möglichkeiten sind - sie sind letztlich eine notwendige aber keine hinreichende Bedingung für die Ausbildung der Welt der Social Media. Der entscheidende Punkt ist laut Stefan Münker (siehe Münker S., Social Media Handbuch, 2010, S. 37) die Tatsache, dass sich im Spiel mit den offenen technischen Möglichkeiten Weisen ihres Gebrauchs als neue soziale Aktionsarten etabliert haben, die, alles andere als technisch determiniert, so nie hätten vorhergesagt werden können, und doch das Erscheinungsbild der digitalen Netzkultur prägen.

Yochai Benkler, Jurist in Harvard, schreibt in seinem Buch (siehe Benkler, 2006, S. 219) „The Wealth of Networks“, dass die vernetzte public sphere nicht aus Werkzeugen gemacht wurde, sondern aus sozialen Praktiken, die erst durch diese Werkzeuge ermöglicht wurden.

3.4 Social Media Plattformen

Im Jänner 2011 wurde eine Studie zur Social Media-Nutzung der heimischen Wirtschaft des E-Centers der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) veröffentlicht (siehe Wirtschaftskammer Österreich, 2011). Das Ergebnis der Studie besagt: Österreichs Unternehmen setzen zunehmend auf soziale Medien. 48 Prozent der Betriebe (Geschäftsführer, Selbständige und IT-Verantwortliche) gaben an, soziale Medien zu nutzen. Vor einem Jahr waren es erst 39 Prozent. Facebook, Twitter und Xing sind dabei die beliebtesten Plattformen: 77 Prozent der in sozialen Medien aktiven Unternehmen nutzen Facebook, 56 Prozent verwenden Xing, bereits 24 Prozent setzen auf Twitter.

Es gibt jedoch neben den hier genannten Social Media Plattformen eine Vielfalt kleinerer, noch weniger bekannter Plattformen. Da es sich bei Social Media um einen sehr dynamischen, schnelllebigen Bereich handelt, verändern sich die Anzahl und Bedeutung der Plattformen ständig. Die ethority GmbH hat ein amerikanisches Modell mit der Fülle an Social Media Möglichkeiten auf den deutschen Sprachraum übertragen und stellt in Form eines sogenannten „Conversation Prism“ die Vielfalt und Tiefe von Social Media Plattformen dar.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Das Social-Media-Prisma (siehe Ethority, 2010)

Gerade weil es auch so wichtig ist, den Communities im Web zuzuhören, muss man sich dieser Fülle von Social Media Plattformen bewusst sein. Es reicht nicht aus, nur auf der Plattform, auf der man als Unternehmen selbst aktiv ist, seinen Kunden zuzuhören. Es ist notwendig auch die Plattformen ständig zu beobachten, auf denen man selbst nicht aktiv ist. Auf dieses Thema wird im Kapitel „Social Media Monotoring“ noch näher eingegangen.

Eine andere Art der Kategorisierung der Social Media Landschaft hat Lon Safko ( Safko 2010, S.9-14) in seinem Buch „Social Media Bible“ vorgeschlagen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 1: Kategorisierung der Social Media Landschaft nach Safko

3.5 Die Social Media Nutzung in Österreich

Im September 2010 wurde von der ambuzzador Marketing GmbH eine Studie zur Nutzung von Social Media Communities in Österreich veröffentlicht (siehe Ambuzzador 2010, S.7). Bei einer Befragung von 500 Facebook Nutzern ergab die Frage nach der gestützten Bekanntheit verschiedener Social Media Plattformen folgendes Ergebnis (siehe Abb. 2)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: gestützte Bekanntheit von Social Media Plattformen in Österreich

Ein weiteres Ergebnis dieser Studie zeigte, dass bereits jeder Dritte Teilnehmer an Social Media Netzwerken in Österreich mehrmals täglich die verschiedenen Netzwerke nutzt und sich länger als 1 Stunde in Communities aufhält (siehe Ambuzzador 2010, S.13-14).

Facebook, YouTube und Twitter werden auch von Unternehmen für die Kommunikation ihrer Marken derzeit am stärksten eingesetzt.

Eine Studie der PR-Consulter Temmel, Seywald & Partner, für die 86 Konzerne in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt wurden, ergab, dass sechs von zehn der befragten Unternehmen (60%) aktiv Social Media nutzen, ebenso viele werten diese Kommunikationstools als wichtig für ihre Unternehmenskommunikation (63%).

Laut dieser Studie sind Mainstream-Plattformen die Favoriten. So nützen etwa sechs von zehn der befragten Unternehmen Facebook (60%) und Twitter (57%), die Hälfte (52%) stellt Promotion-Videos auf YouTube (siehe Temmel, Seywald & Partner, 2010).

Aus diesem Grund werden im Zuge dieser Arbeit diese drei Social Media Plattformen - Facebook, Twitter, YouTube - näher analysiert.

3.5.1 Analyse von Facebook

Die Social Media Plattform Facebook wurde 2004 von dem US- Amerikaner Mark Zuckerberg gegründet. Die Webseite war ursprünglich nur als lokales Studenten-Netzwerk für die Studenten der Harvard University in Cambridge gedacht. Zu Beginn gab es nur einfache Profilseiten, das Netzwerk wurde auf Wunsch der Nutzer jedoch sehr rasch um Funktionen wie Foren, Gruppen und Fotoalben erweitert. Es folgte ein globales Wachstum, das bereits unter 3.1 erläutert wurde.

Heute ist Facebook das größte Netzwerk für berufliche und private Anliegen.

Was ist nun Facebook? Claudia Hilker (Hilker, 2010, S. 33) definiert Facebook folgendermaßen: „Facebook ist ein soziales Netzwerk, bestehend aus individuell geschaffenen Profilen, auf die Texte und Fotos hochgeladen werden können. Angemeldete Nutzer können andere Profile besuchen, dort offen oder verdeckt Nachrichten hinterlassen und über Chatfunktionen in Echtzeit kommunizieren.“

Wie funktioniert Facebook? Nach der Anmeldung erstellt jeder Nutzer seine eigene Profilseite, auf der er seine Person beschreiben und Fotos und Videos hochladen kann. Auf jedem Profil gibt es eine Pinnwand, auf der Besucher öffentlich sichtbare Nachrichten hinterlassen können. Auch der Profileigner kann auf seiner Pinnwand Nachrichten veröffentlichen. Über die Sicherheitseinstellung kann der Profileigner festlegen, wer seine Pinnwand, Fotos, Videos etc. sehen kann. Er kann beispielsweise festlegen, dass nur seine Freunde - die er aktiv bestätigen muss - Zugriff zu seinem Profil haben.

Ein durchschnittlicher Facebook Nutzer verbringt fast 60 Minuten täglich auf Facebook, hat 130 virtuelle Freunde, und ist in 13 Gruppen aktiv. Pro Woche werden über facebook 3,5 Milliarden Inhalte gepostet, vom einfachen Textbeitrag über Bilder bis zum Video (siehe Schwindt, 2010, S.17 ff.).

Folgende Zahlen veröffentlichte SocialmediaRadar auf Basis der von Facebook veröffentlichten Zahlen (siehe SocialmediaRadar 2011-1):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Facebook Nutzer in Österreich gesamt und nach Geschlecht (siehe SocialmediaRadar 2011-1)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: Facebook Nutzer SocialmediaRadar Österreich nach Alter (siehe 2011-1)

Diese Zahlen zeigen, dass es in Österreich etwas mehr männliche als weibliche Facebook Nutzer gibt. Die meisten Nutzer sind zwischen 20 und 29 Jahre alt.

Welche Möglichkeiten der Präsenz gibt es für Unternehmen auf Facebook? Die wichtigsten Präsenzmöglichkeiten werden im Folgenden dargestellt:

Facebook-Seiten sind Unterseiten auf Facebook, die den ursprünglichen Personen-Profilen ähneln und wie diese aus einer Pinnwand und weiteren optionalen Reitern bestehen. Diese Seiten können von Organisationen, Unternehmen, oder sonstigen Gruppen erstellt werden. Umgangssprachlich werden sie als Fanseiten oder Fanpages bezeichnet. Das Erstellen und verwalten dieser Fanpages ist kostenfrei. Nutzer können die Seiten als „Gefällt mir“ markieren (das wird auch als „liken“ bezeichnet, aus dem Englischen „to like“), damit werden sie zu Fans der Seite. Als Fan erhält man alle Neuigkeiten zu dem Unternehmen auf der Profilseite angezeigt, auf der auch alle Neuigkeiten der Freunde angezeigt werden. Somit sehen auch die Freunde diese Informationen und können die Fanseite des Unternehmens ebenfalls „liken“. Dieser Mechanismus kann zu einer viralen Verbreitung von Fanseiten führen. Unternehmen können so Facebook nutzen, um mit den Nutzern in einen Dialog zu treten.

In den Nutzungsbedingungen von Facebook (siehe Facebook, 2011-2) ist festgehalten, dass nur der offizielle Vertreter eine Seite für eine Marke oder ein Unternehmen erstellen darf. Tatsächlich ist es aber auch für private Nutzer möglich, Fanseiten für eine Marke zu erstellen, da Facebook keine Kontrolle über die Berechtigung durchführt.

Es gibt auch die Möglichkeit, Facebook Gruppen zu gründen. Diese sehen auf den ersten Blick ähnlich aus wie Fanseiten, bieten aber sehr unterschiedliche Funktionen. Häufig werden Gruppen zu bestimmten Marken und Produkten von Facebook Nutzern erstellt, um auf bestimmte Themen aufmerksam zu machen. Facebook Gruppen eignen sich weniger für Marketingmaßnahmen, es ist jedoch sehr wichtig für Unternehmen, die „Gespräche“ in Facebook Gruppen zu beobachten, da sie Hinweise auf Reputationsprobleme geben können.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 2: Gegenüberstellung Profilseite vs. Facebookseite

Facebook Werbeanzeigen sind eine weitere Möglichkeit, Social Media für Unternehmen einzusetzen. Der große Vorteil von Facebook Werbeanzeigen ist, dass eine gewünschte Nutzergruppe spezifisch angesprochen werden kann. Die Anzeigen können ganz gezielt nach Alter, Geschlecht, Wohnort, Interessen oder Themen definiert werden.

Das Thema Facebook für Unternehmen wird unter 4.3 Social Media Marketing und Facebook noch näher erläutert.

3.5.2 Analyse von Twitter

Twitter - das Wort kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie zwitschern. Twitter ist ein Microblogging-Dienst, mit dem Nutzer über den PC oder über mobile Geräte Mini-Blogbeiträge, sogenannte Tweets, im Umfang von maximal 140 Zeichen austauschen können. Microblogs stellen die kleine Variante herkömmlicher Blogs dar. Der Begriff Blog beschreibt eine kleine, tagebuchähnliche Webseite, auf der ein Autor regelmäßig Beiträge in umgekehrter chronologischer Reihenfolge schreibt, wobei der aktuellste Beitrag auf der Startseite immer ganz oben zu finden ist (siehe Alby, S.21).

Twitter ist seit 2006 im Internet aktiv. Ursprünglich als „Zwitscherplattform“ nicht sonderlich ernst genommen, gehört Twitter mittlerweile zu einer der wichtigsten Social Media Tools. Dazu haben vor allem ameriaknische Prominente, allen voran US-Präsident Barack Obama, beigetragen, indem sie mit Ihren Fans über Twitter in Kommunikation getreten sind (siehe Heymann-Reder, S.127).

Bei Twitter geht es nicht so sehr um Selbstdarstellung, sondern vielmehr um schnelle Nachrichten und Informationen, die von sogenannten „Followern“ abonniert werden. Da Twitter ein sehr schnelles Medium ist, erscheinen Nachrichten dort oft als Erstes. So hat sich Twitter für viele zu einem Echtzeit-Nachrichtenmedium entwickelt (siehe Heymann-Reder, S.24).

Insgesamt nutzen 50.069 ÖsterreicherInnen Twitter. 24.726 haben einen aktiven Account, 18.171 einen schreibenden Account und 5.744 nur einen lesenden Account (siehe Social Media Radar 2011-2).

Die Social Media Studie der ambuzzador Marketing GmbH (siehe Ambuzzador 2010, S.9) ergab, dass unter 500 österreichischen Facebook Nutzern 87% Twitter bekannt ist (gestützte Bekanntheit), allerdings 71% aller Befragten keinen Twitter Account haben. Die aktive Nutzung von Twitter ist in Österreich also deutlich geringer als die Bekanntheit.

Aktuell (siehe Social Media Radar 2011-3) führt der Journalist Armin Wolf mit 9.769 Österreichischen Followers und 23.800 Gesamt-Followers das Twitter Ranking in Österreich an.

3.5.3 Analyse von YouTube

Die Video-Plattform YouTube wurde im Februar 2005 von Chad Hurley, Steve Chan und Jawed Karim in San Francisco gegründet. 2006 kaufte das Unternehmen „Google“ die Video-Plattform YouTube. Weltweit nutzen mehr als 320 Millionen Menschen YouTube (siehe Beißwenger 2010, S. 72). YouTube wirbt mit dem Slogan „Broadcast yourself“, was den interaktiven Ansatz des Unternehmens verdeutlicht, da die Nutzer selbst den Inhalt produzieren und veröffentlichen.

Als angemeldeter Nutzer hat man die Möglichkeit, eigene Videos kostenfrei auf YouTube zu veröffentlichen und so einem großen Publikum zugänglich zu machen. Außerdem ist es möglich, Kommentare zu den Videos abzugeben und sich so mit anderen Nutzern auszutauschen. Auch als nicht angemeldeter Nutzer kann man Videos ansehen und kommentieren (siehe Hilker 2010, S. 42).

Jede Minute werden weltweit 20 Stunden mit neuem Videoinhalt hochgeladen, was der Sendezeit von 1.200 TV-Kanälen pro Tag entspricht. Mehr als die Hälfte der Videos werden kommentiert, bewertet oder weiterempfohlen (siehe Beißwenger 2010, S. 75)

Auch in Österreich hat laut dem Alexa webpages-ranking (Alexa 2010) YouTube eine große Bedeutung. Nach den meistbesuchten Seiten google.at, facebook.com, und google.com, ist die Seite youtube.com bereits auf Rang 4.

Neben Werbebannern, die während, vor oder nach dem Abspielen eines Videos eingeblendet werden können, ist YouTube auch an das Werbesystem von Google AdSense angeschlossen. Dieses System ermöglicht eine effiziente Werbung, die genau auf die Zielgruppe angepasst ist.

[...]

Ende der Leseprobe aus 86 Seiten

Details

Titel
Social Media Strategien in der Getränkemarkenartikelindustrie
Hochschule
Salzburg Management Business School  (Institut für Management, Salzburg)
Veranstaltung
Strategic Management
Note
ausgezeichnet
Autor
Jahr
2011
Seiten
86
Katalognummer
V183417
ISBN (eBook)
9783656079118
ISBN (Buch)
9783656079316
Dateigröße
1400 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
social, media, strategien, getränkemarkenartikelindustrie
Arbeit zitieren
Maria Schwarz (Autor), 2011, Social Media Strategien in der Getränkemarkenartikelindustrie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183417

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