Im Rahmen dieser Ausarbeitung wird auf die Entstehung und Entwicklung des Berufsbeamtentums eingegangen. Darin wird ein Überblick über die Post- und Bahnprivatisierung gegeben. Des Weiteren werden die Hauptprinzipien der Beamten, insbesondere deren wichtigste Pflichten dargestellt. Anschließend erfolgt ein Vergleich zwischen Beamten und Angestellten. Damit wird auch ein konkreter Überblick zur Funktion und Dysfunktion des Beamtentums gegeben. Im anschließenden Kapitel wird auf das Bild der Beamten in der Gesellschaft eingegangen. Die Ausarbeitung schließt mit einem Fazit ab, wo auf die hier formulierte Fragestellung und These eine Antwort gegebenwird.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Geschichtliche Entwicklung
3 Hauptpflichten der Beamten
4 Vergleich von Angestellten und Beamten
5 Das Bild der Beamten in der Gesellschaft
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die historische Entstehung und Entwicklung des Beamtentums in Deutschland mit dem Ziel, dessen aktuelle Funktionen und Dysfunktionen sowie die Rechtfertigung der existierenden Strukturen zu analysieren.
- Historische Entwicklung des deutschen Berufsbeamtentums
- Hauptpflichten und beamtenrechtliche Sonderstellung
- Vergleichende Analyse von Beamten und Angestellten
- Soziales Image und gesellschaftliche Wahrnehmung
- Privatisierung von Staatsunternehmen und Auswirkungen auf das Beamtentum
Auszug aus dem Buch
3 Hauptpflichten der Beamten
Beamte haben nicht nur Rechte sondern auch Pflichten (vgl. Anhang 1). Sie sollen eine ganze Reihe besonderer Pflichten erfüllen, da sie in einem öffentlich-rechtlichen Dienst- und Treueverhältnis stehen. Ein Recht der Beamten ist die Fürsorgepflicht durch den Dienstherrn2. Der Dienstherr ist gegenüber dem Beamten und seiner Familie zur lebenslangen Unterhalt verpflichtet, denn eine geordnete Staatsverwaltung ist dann gewährleistet, wenn die Amtsträger eine finanzielle Absicherung auf Lebenszeit haben (vgl. Faust, F. / Klöckner, B. 2005: 33).
Zur Hauptpflicht eines Beamten gehört die Dienstpflicht gegenüber dem Volk. Dabei haben sie ihre hoheitsrechtlichen Aufgaben gerecht und unparteiisch zu erfüllen und müssen zum Wohl der Allgemeinheit beitragen (vgl. Bogumil, J. / Jann, W. 2009: 87).
Daraus leitet sich auch eine weitere Pflicht ab, die Neutralitätspflicht. Beamte dürfen nicht für eine bestimmte parteipolitische Ansicht agieren und sie in der Öffentlichkeit repräsentieren. Diese Neutralität bezieht sich auch auf die eigene religiöse Weltanschauung.
Eine weitere Hauptpflicht ist die Treuepflicht. Dies setzt voraus, dass der Beamte sich zur freiheitlich demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes bekannt hat. Dadurch verpflichten sich die Beamten zur unparteiischen Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit. Beamte müssen nach ihrer Ernennung einen Diensteid ablegen, der wie folgt lautet: „Ich schwöre, das Grundgesetz und alle in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Gesetze zu wahren und meine Amtspflichten gewissenhaft zu erfüllen, so wahr mir Gott helfe“ (§64 BBG). Damit verdeutlicht der Beamte, seine Amtspflichten gewissenhaft zu erfüllen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des Beamtentums ein, beleuchtet die aktuelle Kritik an bürokratischen Strukturen und definiert die Fragestellung bezüglich der Notwendigkeit und Zukunftsfähigkeit des Berufsbeamtentums.
2 Geschichtliche Entwicklung: Das Kapitel zeichnet den historischen Weg vom Diener des Königs hin zum modernen Beamten nach und diskutiert die Folgen von Privatisierungen öffentlicher Unternehmen auf die Arbeitsstrukturen.
3 Hauptpflichten der Beamten: Hier werden die zentralen Pflichten, wie die Treue-, Neutralitäts- und Dienstpflicht, erläutert, die sich aus dem besonderen öffentlich-rechtlichen Dienst- und Treueverhältnis ergeben.
4 Vergleich von Angestellten und Beamten: Dieses Kapitel stellt die rechtlichen und finanziellen Unterschiede sowie die diversen Einstellungskriterien zwischen Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst gegenüber.
5 Das Bild der Beamten in der Gesellschaft: Es wird analysiert, warum Beamte in der öffentlichen Wahrnehmung oft negativ behaftet sind und welche Rolle Privilegien sowie Ineffizienz-Vorwürfe dabei spielen.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Unterschiede zwischen Beamten und Angestellten zunehmend verschwimmen, eine eindeutige Antwort auf eine vollständige Ablösung aber weiterhin umstritten bleibt.
Schlüsselwörter
Beamtentum, Berufsbeamtentum, Bürokratie, öffentliche Verwaltung, Privatisierung, Dienstpflicht, Treuepflicht, Status, Angestellte, Staatsdiener, Hoheitsaufgaben, Verwaltung, öffentlicher Dienst, Arbeitsrecht, Alimentationsprinzip
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und der historischen Entwicklung des Beamtentums in Deutschland sowie dessen heutiger Rolle und Berechtigung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Themenfelder umfassen die historische Genese, die rechtlichen Pflichten, den Vergleich zwischen beamteten und angestellten Kräften sowie die gesellschaftliche Reputation des Berufsbeamtentums.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Hauptziel ist es, Funktionen und Dysfunktionen des Beamtentums kritisch zu hinterfragen und die Zukunftsfähigkeit des Status im Hinblick auf Privatisierungsprozesse zu prüfen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche und verwaltungstheoretische Analyse, basierend auf Literaturrecherchen zu rechtlichen und soziologischen Grundlagen des Beamtentums.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung, die Darstellung der beamtenrechtlichen Pflichten, einen detaillierten Vergleich mit Angestellten sowie die Untersuchung des gesellschaftlichen Images.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Beamtentum, Bürokratie, öffentliche Verwaltung, Treuepflicht, Privatisierung und der Status des Beamten im Vergleich zum Angestellten.
Wie beeinflussen Privatisierungen die Aufgaben der Beamten?
Privatisierungen führen dazu, dass sich Aufgaben von der Gemeinwohlorientierung zur Gewinnorientierung verschieben, was zu Zielkonflikten mit dem Eid und der loyalen Bindung an den Staat führt.
Welche Rolle spielt das Ansehen der Beamten laut der Untersuchung?
Die Arbeit zeigt auf, dass Beamte oft ein negatives Image aufgrund von Vorurteilen über Ineffizienz und ihre speziellen Privilegien haben, wobei bestimmte Berufsgruppen wie Polizisten davon ausgenommen sind.
Gibt es einen klaren Unterschied zwischen Beamten und Angestellten im Dienst?
Ja, laut der Arbeit liegen wesentliche Unterschiede unter anderem in der Treuepflicht, der Unkündbarkeit, der Altersversorgung (Pension vs. Rente) und dem Streikverbot für Beamte.
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- Rushena Abduramanova (Author), 2011, Entstehung und Entwicklung des Beamtentums in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183433