Im ersten Teil (Punkt II.) der vorliegenden Arbeit soll erläutert werden, was Innovationsmanagement ist und wie bedeutsam Innovationen, Forschung und Entwicklung für die deutsche Wirtschaft sind. In den Ausführungen wird der Fokus auf die kleinen und mittelständischen Unternehmen gelegt und erörtert, weshalb diese das Rückrat für die deutsche Wirtschaft bilden. Es werden die
verschiedenen Innovationsarten herausgearbeitet und dargelegt, wo Potenziale zur Verbesserung bestehen. Es wird sich herausstellen, dass einer der wichtigsten Kriterienpunkte, die einer Bearbeitung bedürfen, die Finanzierung von Innovationen darstellt, da hier ein erhebliches Verbesserungspotenzial im internationalen Vergleich vorherrscht. Auf der Grundlage des schlechten Rankings im internationalen Vergleich bei der Finanzierung von Innovationen, werden im zweiten Teil (Punkt III.) die Instrumente, die den kleinen und mittelständischen Unternehmen zur Verfügung stehen um eine Innovation zu finanzieren, dargelegt. Die am meisten präferierten Instrumente der KMU werden vorgestellt und anhand vorher
erläuterter Beurteilungskriterien geprüft. Hierbei wird eine Unterscheidung der Betriebe in bereits existierende und neu gegründete, bzw. Existenzgründer, vorgenommen. Anhand der Beurteilungskriterien wird der Einfluss der untersuchten Instrumente auf das jeweilige Unternehmen erörtert. Abschließend werden die gewonnenen Ergebnisse zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
II. Einführung in die Problematik
1. Definition von Innovationsmanagement und FuE
2. Innovationsarten
2.1 Basis-, Verbesserungs- und Scheininnovationen.
2.2 Produkt- und Prozessinnovationen
2.3 Orginäre und passive Innovationen
3. Festlegung der betroffenen Unternehmen
4. Definition Mittelstand
5. Die Bedeutung für die Wirtschaft
5.1 Innovationsfähigkeit Deutschlands
5.2 Defizite bei der Finanzierung
III. Finanzierungsinstrumente und Beurteilung
1. Finanzierungsquellen
2. Finanzierungsinstrumente in den Unternehmensphasen
3. Merkmale und Beurteilungskriterien
3.1 Merkmale der Innovationsfinanzierung
3.1.1 Neuartigkeit und hohes Risiko
3.1.1.1 Prognose- und Informationsproblem
3.1.1.2 Stopp-or-Go-Entscheidung
3.1.1.3 Langer Planungshorizont
3.1.2 Person des Innovators
3.1.2.1 Souveränität des Innovators aufgrund technischen Know-hows
3.1.2.2 Managementdefizite
3.1.3 Eventualität des opportunistischen Handelns
3.1.3.1 Informationsvorsprung und Charakter des Innovators
3.1.3.2 Moral Hazard
3.1.4 Kapitalkosten
3.2 Beurteilungskriterien der Innovationsfinanzierung
3.2.1 Verfügbarkeit der Finanzierungsquellen
3.2.2 Liquiditätssicherung
3.2.3 Rentabilitätsziel
3.2.4 Folgewirkung der Finanzierung
3.2.5 Verringerung der Informationsasymmetrie
4. Eigenmittel
4.1 Finanzierung durch Kapitalfreisetzung aus dem Umsatzprozess
4.1.1 Offene Selbstfinanzierung
4.1.2 Stille Selbstfinanzierung
4.2 Finanzierung durch Kapitalfreisetzung außerhalb des Umsatzprozesses
4.3 Beurteilung
4.3.1 Kriterium 1: Verfügbarkeit
4.3.2 Kriterium 2: Liquiditätssicherung
4.3.3 Kriterium 3: Rentabilitätsziel
4.3.4 Kriterium 4: Folgewirkung der Finanzierung
4.3.5 Kriterium 5: Verringerung der Informationsasymmetrie
5. Bankkredit
5.1 Herkunft des Kapitals
5.2 Die starke Bedeutung des Bankkredites
5.3 Arten von Krediten
5.4 Eigenkapital
5.5 Rating
5.6 Kreditrationierung und Kreditklemme
5.7 Beurteilung
5.7.1 Kriterium 1: Verfügbarkeit
5.7.2 Kriterium 2: Liquiditätssicherung
5.7.3 Kriterium 3: Rentabilitätsziel
5.7.4 Kriterium 4: Folgewirkung der Finanzierung
5.7.5 Kriterium 5: Verringerung der Informationsasymmetrie
6. Öffentliche Fördermittel
6.1 Fördermittelgeber
6.2 Parameter der Bewilligung von Fördermaßnahmen
6.3 Arten der Innovationsförderung
6.4 Bedeutung der Fördermittel
6.5 Beurteilung
6.5.1 Kriterium 1: Verfügbarkeit
6.5.2 Kriterium 2: Liquiditätssicherung
6.5.3 Kriterium 3: Rentabilitätsziel
6.5.4 Kriterium 4: Folgewirkung der Finanzierung
6.5.5 Kriterium 5: Verringerung der Informationsasymmetrie
7. Wagniskapital / Beteiligungskapital
7.1 Bedeutung des Wagnis- und Beteiligungskapitals
7.2 Beteiligungskapital auf Bundesebene
7.3 Beteiligungskapital auf Länderebene
7.4 Beurteilung
7.4.1 Kriterium 1: Verfügbarkeit
7.4.2 Kriterium 2: Liquiditätssicherung
7.4.3 Kriterium 3: Rentabilitätsziel
7.4.4 Kriterium 4: Folgewirkung der Finanzierung
7.4.5 Kriterium 5: Verringerung der Informationsasymmetrie
IV. Fazit / Ausblick Ursachen für Unternehmenskrisen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Möglichkeiten der Innovationsfinanzierung für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Deutschland. Sie analysiert die Bedeutung von Innovationen für die Wettbewerbsfähigkeit, identifiziert spezifische Finanzierungsinstrumente und bewertet deren Einsatz in verschiedenen Phasen des Innovationsprozesses, um Möglichkeiten zur Verbesserung der oft defizitären Finanzierungssituation aufzuzeigen.
- Bedeutung des Innovationsmanagements für mittelständische Unternehmen
- Analyse der Innovationsarten und ihrer Finanzierungsanforderungen
- Bewertung zentraler Finanzierungsinstrumente: Eigenmittel, Bankkredite, Fördermittel und Wagniskapital
- Kriterienbasierte Untersuchung der Finanzierungsmöglichkeiten anhand der Unternehmensphasen
- Identifikation von Defiziten im deutschen Innovationsfinanzierungssystem
Auszug aus dem Buch
3.1.1.2 Stopp-or-Go-Entscheidung
Auch ist es gängige Praxis, bei innovativen Produkten und Prozessen eine fortlaufende Kontrolle über den Stand des Fortschritts zu etablieren, um sich für eine Fortsetzung der Produktkonzeption oder einen Stopp der Innovation zu entscheiden. Dies ist für den Kapitalgeber mit einem Ausfallrisiko verbunden, das er einkalkulieren muss, falls der Innovationsprozess gestoppt wird. Falls es nicht zu einem vollkommenen Stopp der Innovation kommt, sondern nur ein Nachschuss notwendig ist, kommt es auf die Flexibilität des jeweiligen Kapitalgebers an. Ist ein Nachschuss möglich, läuft der Innovationsprozess weiter, ist ein solcher nicht möglich, ist der Innovationsprozess gestoppt. Ein weiteres Problem, welches im Zuge des Innovationsprozesses auftreten kann, ist das so genannte Serendipitätsrisiko. Dies bedeutet, dass während des Innovationsprozesses die verwertbaren Ergebnisse eine Änderung der Zielstellung erfordern und einen Stopp der Innovation verursachen können.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Innovationsmanagements ein und definiert den Rahmen der Untersuchung, insbesondere den Fokus auf die Finanzierungssituation kleiner und mittelständischer Unternehmen.
II. Einführung in die Problematik: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen von Innovationen, definiert den Mittelstand und beleuchtet die wirtschaftliche Bedeutung der Innovationsfähigkeit sowie bestehende Finanzierungsdefizite in Deutschland.
III. Finanzierungsinstrumente und Beurteilung: In diesem Hauptkapitel werden verschiedene Finanzierungsquellen und -instrumente detailliert vorgestellt und anhand spezifischer Kriterien wie Verfügbarkeit und Risiken bewertet.
IV. Fazit / Ausblick Ursachen für Unternehmenskrisen: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, bewertet die Relevanz der untersuchten Finanzierungsinstrumente für KMU und gibt einen Ausblick auf notwendige Verbesserungen der Rahmenbedingungen.
Schlüsselwörter
Innovationsmanagement, Mittelstand, KMU, Innovationsfinanzierung, Eigenkapital, Bankkredit, öffentliche Fördermittel, Wagniskapital, Innovationsprozess, Forschung und Entwicklung, Finanzierungsdefizite, Liquiditätssicherung, Risikokapital, Existenzgründung, Rentabilitätsziel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Herausforderungen bei der Finanzierung von Innovationen in kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Rolle des Mittelstands für die deutsche Wirtschaft, verschiedene Innovationsarten, Instrumente der Kapitalbeschaffung und deren Beurteilung in unterschiedlichen Unternehmensphasen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Finanzierungsschwächen von KMU aufzuzeigen und zu analysieren, welche Finanzierungsinstrumente geeignet sind, um Innovationsvorhaben unter Berücksichtigung spezifischer Kriterien erfolgreich umzusetzen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Anwendung von Beurteilungskriterien, um die verschiedenen Finanzierungsalternativen hinsichtlich ihrer Tauglichkeit für den Innovationsprozess von KMU zu untersuchen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Erörterung der Innovationsproblematik sowie eine fundierte Analyse einzelner Finanzierungsinstrumente, von Eigenmitteln über Bankkredite bis hin zu Fördermitteln und Wagniskapital.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Innovationsmanagement, KMU, Finanzierungsalternativen, Wagniskapital und Innovationsfähigkeit charakterisiert.
Warum ist das Thema Finanzierung für KMU besonders kritisch?
KMU leiden unter einer geringen Eigenkapitalausstattung, fehlenden Vergangenheitsdaten bei Innovationen und hohen Anforderungen durch Basel II, was den Zugang zu externem Kapital erschwert.
Welche Bedeutung haben Business Angels im Innovationsprozess?
Business Angels bieten in der Frühphase nicht nur Kapital, sondern unterstützen durch ihr Know-how und ihre Managementerfahrung, was bei Banken oft als positives Signal gewertet wird.
- Quote paper
- Philipp Hasch (Author), 2009, Möglichkeiten der Innovationsfinanzierung bei mittelständischen Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183544