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Die Hexenprozesse von Salem

Title: Die Hexenprozesse von Salem

Term Paper , 2011 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Willem Fromm (Author)

History - America
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Mit Hexenprozessen verbindet man meistens die großen Verfolgungswellen von angeblichen Hexen in der frühen Neuzeit in Europa. Dass es auch Verfolgungen in den Gebieten der späteren Vereinigten Staaten von Amerika gab, ist jedoch nicht so bekannt. Solch eine Hexenverfolgung stellen die Salem Witch Trials des Jahres 1692 in der englischen Kolonie Massachusetts dar. Diese sind in der US-amerikanischen Frühgeschichte seit jeher populär und erfreuen sich vieler schriftlicher und wissenschaftlichen Abhandlungen. In vielerlei Hinsicht sind die Hexenprozesse von Salem gegenüber anderen Prozessen dieser Art different. So handelt es sich hierbei nicht um eine Hexenjagd in Europa und auch nicht in einer katholisch sondern protestantisch geprägten Umgebung. Des weiteren sind diese Hexenprozesse Kinderhexenprozesse, das heißt, dass die treibenden Kräfte in diesem Hexenprozess Minderjährige waren. Die Ursachen für das Ausbrechen der Hexenverfolgung in Salem sind aus meiner Sicht monokausal nicht zu erklären. Viele Historiker und Wissenschaftler haben seit jeher mehr oder weniger plausible Theorien aufgestellt. Diese reichen von einer Verschwörung des örtlichen Pastors über einen Dorfzwist zwischen den mächtigen Familien Porter und Putnam bis zu Theorien, die eine Vergiftung der Opfer mit Mutterkorn in Verbindung bringt.
Die hier vorliegende Hausarbeit dient jedoch nicht dazu, herauszufinden welche Ursachen diese Prozesse hatten. Vielmehr soll der Fokus dieser Arbeit auf die Personen und den Prozess gelenkt werden. Da mehrere hundert Menschen in diesem Prozess angeklagt wurden, ist es unmöglich jeden einzelnen Fall zu beleuchten, ohne den Rahmen zu sprengen. Daher beschränke ich mich hierbei auf einige, in meinen Augen wichtige Beispielsfälle und Personen, die maßgeblich diese Hexenprozesse bestimmten und beeinflussten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hexerei- und Magievorstellungen

III. Verlauf der Hexenprozesse in Salem

IV. Prozessbeteiligte und -verfahren

IV.1. Die Angeklagten

IV.2. Die Ankläger

IV.3. Prozessverfahren

V. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Akteure, Motive und den Ablauf der Hexenprozesse von Salem im Jahr 1692. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse der Rollenverteilung zwischen den angeklagten Personen, den jungen Anklägerinnen sowie den Entscheidungsträgern des Gerichts unter Einbeziehung des soziokulturellen und religiösen Kontexts der damaligen puritanischen Gesellschaft.

  • Historische Einordnung des puritanischen Glaubens in Neuengland
  • Analyse der Dynamik von Kinderhexenprozessen
  • Untersuchung der Prozessführung und der Rolle der "spectral evidence"
  • Einfluss prominenter Akteure wie Samuel Parris und Cotton Mather
  • Bewertung der richterlichen Entscheidungsfindung am Beispiel von Samuel Sewall

Auszug aus dem Buch

IV.3. Prozessverfahren

Die Hauptaufgabe des Court of Oyer and Terminer war generell, Hexerei nachzuweisen. Hexerei war ein unsichtbares Verbrechen, welches im Kopf der Hexe stattfand. Aus der Sicht des Gerichts konnten nur die Hexen selbst bezeugen, ob sie eine Hexe seien oder aber auch die Opfer, ob der Geist einer Hexe sie verhext hatte, indem sie die Symptome nannten. Dieses Verfahren nannte man "spectral evidence". Dies war der Gruppe von Mädchen bewusst, die behaupteten, verhext worden zu sein. So lief jedes Gerichtsverfahren fast identisch ab. Der Angeklagte wurde in den Saal geführt. Bestritt ein Angeklagter die Vorwürfe, verfielen die anwesenden Mädchen in Krämpfe, täuschten Anfälle vor, fielen in Ohnmacht und schwörten, dass der Angeklagte sie verhext hatte. Des weiteren sagten sie aus, dass der Geist des Angeklagten sie verhexen und foltern würde.

Den Angeklagten wurden vom Gericht zwei Arten von Fragen gestellt, um sie zu einem Geständnis zu bewegen. Zum einen wurden W Fragen gestellt, wie zum Beispiel: "Warum haben Sie sich mit dem Teufel eingelassen?", "Wie lange sind Sie schon eine Hexe?" oder "Was für dunkle Kräfte besitzen Sie?" Die zweite Variante waren Ja oder Nein Fragen, bei denen der Angeklagte gezwungen war, sofort auf eine Anschuldigung zu antworten, ohne sich mit ausführlicher Rede dagegen wehren zu können. Ziel war es, mit diesen Fragen ein Geständnis des Angeklagten zu erzwingen. Oft gestanden die Angeklagten, dass sie Hexen seien. Denn ein Geständis führte zwar zu einer Gefängnisstrafe, rettete aber vor dem Galgen. Zwar bedeutete ein Geständnis, dass man ein Sünder sei, jedoch wurde der Geständige dann nicht mehr gefoltert. Dies mag eine weitere Motivation gewesen sein für ein Geständnis. Besonders die Frauen gestanden oft, mit dem Teufel im Bunde zu sein. Dies kann maßgeblich mit der Rolle der Frau in der puritanischen Gesellschaft in Verbindung gebracht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema der Hexenprozesse von Salem ein, skizziert die historische Ausgangslage und definiert den Fokus der Arbeit auf die beteiligten Personen und den Prozessverlauf.

II. Hexerei- und Magievorstellungen: Hier werden die puritanischen Glaubensgrundlagen und die sozialen Rahmenbedingungen in Massachusetts erläutert, die das Verständnis von Hexerei und den Alltag der Siedler prägten.

III. Verlauf der Hexenprozesse in Salem: Dieses Kapitel gibt einen chronologischen Überblick über den Beginn der Vorfälle durch die Anschuldigungen von Minderjährigen bis hin zur Auflösung des Sondergerichts.

IV. Prozessbeteiligte und -verfahren: Der Hauptteil analysiert die unterschiedlichen Gruppen wie Angeklagte, Ankläger und Richter sowie die rechtliche Methodik des Courts of Oyer and Terminer.

V. Fazit: Das Fazit reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung und diskutiert die schwierige Frage nach den tieferliegenden Ursachen der Eskalation der Prozesse.

Schlüsselwörter

Salem, Hexenprozesse, 1692, Puritaner, Court of Oyer and Terminer, Kinderhexenprozesse, spectral evidence, Abigail Williams, Ann Putnam, Samuel Parris, Samuel Sewall, Cotton Mather, Neuengland, Hexenverfolgung, puritanische Gesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die historischen Hexenprozesse von Salem aus dem Jahr 1692 und untersucht die soziopolitischen sowie personellen Hintergründe dieser Ereignisse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die religiöse Weltanschauung der Puritaner, die Dynamik der Anschuldigungen durch Minderjährige und das spezifische Rechtsverfahren des Courts of Oyer and Terminer.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Beweggründe und Rollen der beteiligten Personen – Angeklagte, Ankläger und Richter – detailliert darzustellen, anstatt eine rein ursachenzentrierte Analyse zu verfolgen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur und historischen Quellen basiert, um die Ereignisse in Salem kritisch aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Magievorstellungen, den Verlauf der Prozesse sowie eine tiefgehende Betrachtung der Prozessbeteiligten und der rechtlichen Rahmenbedingungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Salem, Puritaner, Hexenprozesse, spectral evidence und die Identitäten der Hauptakteure wie Parris und Mather charakterisieren.

Welche Rolle spielten Minderjährige in den Prozessen?

Kinder und Jugendliche wie Abigail Williams und Ann Putnam fungierten als Hauptanklägerinnen, deren Aussagen und "Anfälle" die Dynamik der Prozesse maßgeblich steuerten.

Wie lässt sich die Rolle von Richter Samuel Sewall einordnen?

Richter Sewall war ein bedeutender Akteur, der als einer der wenigen Richter nach den Prozessen öffentlich seine Reue für die gefällten Urteile und die daraus resultierenden Hinrichtungen bekundete.

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Details

Title
Die Hexenprozesse von Salem
College
University of Bonn
Course
Übung Hexenverfolgungen in der Frühen Neuzeit
Grade
1,7
Author
Willem Fromm (Author)
Publication Year
2011
Pages
20
Catalog Number
V183592
ISBN (eBook)
9783656080213
ISBN (Book)
9783656080367
Language
German
Tags
Hexen Salem Massachusetts 1692 Sewall Mather Cotton Mather Increase Mather Abigail Williams Williams Abigail Giles Corey Giles Corey Hinrichtung Nordamerika Neuengland Puritanismus Calvinismus Teufel Teufelsbund Teufelsbuhlschaft Theokratie Massachusetts Bay Company Hexerei Hexenprozesse Hexenprozesse von Salem
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Willem Fromm (Author), 2011, Die Hexenprozesse von Salem, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183592
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