Entwurfsrichtlinien und Designempfehlungen für barrierefreie Websites

Stand der Forschung


Bachelorarbeit, 2009

30 Seiten, Note: 1.0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Ehrenwörtliche Erklärung

Kurzfassung Deutsch

Kurzfassung Englisch

1 Einleitung

2 Barrierefreiheit

3 Arten von Behinderungen
3.1 Sehbehinderungen
3.2 Motorische Behinderungen
3.3 Hörbehinderungen

4 Technische Hilfsmittel
4.1 Bei Sehbehinderungen
4.2 Bei motorischen Behinderungen
4.3 Bei Hörbehinderungen

5 Richtlinien
5.1 Verfasser der Richtlinien für barrierefreie Webseiten
5.2 Überblick über die Richtlinien
5.2.1 Die vier Prinzipien
5.2.2 Richtlinien
5.2.3 Erfolgskriterien
5.2.4 Gesetzliche Vorgaben in Österreich

6 Anwendbarkeit der Technologien

7 Fazit

8 Verzeichnisse
8.1 Literaturverzeichnis
8.2 Linkverzeichnis
8.3 Abbildungsverzeichnis
8.4 Tabellenverzeichnis

Ehrenwörtliche Erklärung

Ich habe diese Bachelorarbeit selbstständig verfasst, alle meine Quellen und Hilfsmittel angegeben, keine unerlaubten Hilfen eingesetzt und die Arbeit bisher in keiner Form als Prüfungsarbeit vorgelegt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Kurzfassung Deutsch

Barrierefreier Zugang im Internet bedeutet einen Zugang zu sämtlichen Informationen auf Websites zu schaffen. Diese Arbeit beschäftigt sich damit, welche Lösungsmöglichkeiten derzeit vorhanden sind um Websites möglichst barrierefrei zu gestalten bzw. welche Hilfsmittel zur Verfügung stehen, um körperlich benachteiligten Menschen eine weitestgehend barrierefreie Nutzung von Websites zu ermöglichen.

Kurzfassung Englisch

Barrier free access on the internet means to offer access to all information available on websites. This thesis concentrates on presently existing solutions to design websites preferably barrier free and provided appliances, to enable physically disadvantaged people the barrier free use of websites.

1 Einleitung

Das Internet ist heutzutage für sehr viele Menschen zur Selbstverständlichkeit geworden und es besteht die Möglichkeit Informationen aus aller Welt abzurufen. Jedoch profitieren nicht alle Menschen von dieser Entwicklung. Laut dem Bericht der Bundesregierung zur Lage von Menschen mit Behinderungen in Österreich 2008, leiden hochgerechnet etwa 630.000 Personen unter einer starken Beeinträchtigung, die mindestens schon 6 Monate andauert (Behinderung im engeren Sinn). Etwa 3,9% der österreichischen Bevölkerung haben Probleme mit dem Sehen, 2,5% haben Einschränkungen beim Hören.[1]

Diese Behinderungen schließen eine Internetnutzung zwar nicht immer völlig aus, allerdings gibt es Barrieren im Internet, die die Nutzung oft deutlich erschweren. Mittels barrierefreiem Webdesign wird die Möglichkeit geschaffen, Inhalte und Interaktionen im Internet für möglichst viele Nutzergruppen und Endgeräte zugänglich zu machen. Sind die Angebote entsprechend gestaltet und stehen verschiedenste assistive Technologien zur Verfügung, dann lassen sich viele dieser Barrieren überwinden.

Ziel der Arbeit ist es einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung betreffend Richtlinien und Designempfehlungen bei Webseiten zu geben, sowie über die Ausgangslage und vorhandene Hilfsmittel für körperlich benachteiligte Menschen. Eine zusammenfassende Übersicht unter Kapitel 6 über geeignete Technologien in Bezug auf die jeweilige Behinderung rundet das Bild ab.

2 Barrierefreiheit

Barrierefreiheit bedeutet, dass Benutzer ungehindert Informationen im Internet abrufen können und niemand von der Nutzung ausgeschlossen wird. Spezifischer ausgedrückt, soll Barrierefreiheit dahingehend reichen, dass Benutzer mit Behinderungen, Webinhalte wahrnehmen und verstehen können, auf Webseiten navigieren und interagieren, sowie auch mitwirken können. Die Flexibilität auf Webseiten soll dahingehend reichen, dass der Benutzer das Design seinen Bedürfnissen entsprechend anpassen kann bzw. ein problemloser Einsatz von technischen Hilfsmitteln möglich ist.

Der Ursprung des Vorhabens für ein barrierefreies Internet, ist in den USA zu finden. Im Jahr 1998 wurde dort die Gleichstellung Behinderter im Gesetz verankert: der „Federal Disabilities Act für die Bundesebene und der „American Disabilities Act" für den kommerziellen Bereich. Darin enthalten ist die „Section 508", in welcher die Zugänglichkeit von Informationsangeboten genau beschrieben ist.[2]

Von Barrierefreiheit profitieren aber nicht nur behinderte Personen, sondern auch die Allgemeinheit. Dazu gehören auch ältere Menschen, bei welchen sich Fähigkeiten aufgrund des Alterns mit der Zeit ändern und es oft zu verschiedensten körperlichen Einschränkungen wie nachlassender Sehkraft, schlechtere Hörfähigkeit usw., gleichzeitig kommt.

Auch Personen, die vorübergehend durch verschiedene Situationen, wie zB einem gebrochenen Arm, eingeschränkt sind, gehören zu diesem Kreis. Des Weiteren gibt es immer mehr Menschen, die beispielsweise mit Netbooks, PDAs oder iPhones das Internet nutzen. Auch diesem Personenkreis ist mit barrierefreiem Webdesign gedient.[3]

Barrierefreiheit umfasst alle Behinderungen, die Auswirkung auf den Zugang zum Web haben. Dazu gehören visuelle, auditive, motorische und geistige Behinderungen.[4] Aufgrund dieser unzähligen, individuell geprägten Einschränkungen, ist es aber nicht möglich alle angebotenen Informationen in jeder beliebigen Form für alle Menschen zugänglich zu machen und Webseiten 100 Prozent barrierefrei zu gestalten. Daher spricht man neben „barrierefrei" auch von „barrierearm".

3 Arten von Behinderungen

3.1 Sehbehinderungen

Der Begriff „Sehbehinderung" wird so definiert, dass eine Person dann sehbehindert ist, wenn eine Korrektur mit optischen Gläsern kein normales Sehvermögen ermöglicht.[5] Man unterscheidet verschiedene Stufen der Fehlsichtigkeit, wobei rechtlich nach Prozenten eingestuft wird. Erkennt zum Beispiel eine Person einen Gegenstand erst aus 10m, während ein Normalsehender diesen bereits aus 100m Entfernung wahrnimmt, so sieht diese Person nicht 100%, sondern nur mehr 10 % (Visus 0,1).

In der folgenden Tabelle erhält man einen Überblick über die Unterscheidung der verschiedenen Einschränkungen:[6]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Stufen der Fehlsichtigkeit

Des Weiteren gibt es verschiedene Arten der Farbfehlsichtigkeit, wobei zwischen Rotblindheit, Grünblindheit und Blaublindheit unterschieden wird. Vor allem die männliche Bevölkerung (ca. 10%) ist von Formen der Farbblindheit betroffen, während bei Frauen diese Sehbeeinträchtigung sehr selten auftritt. Ebenso Blindheit gegenüber anderen Farben und völlige Farbblindheit kommen nur in sehr seltenen Fällen vor.[7] Farbfehlsichtige Menschen nehmen die Farbe in einer einheitlichen Schattierung wahr, vergleichbar mit einer Graustufendarstellung.

Während sich einige Fehlsichtigkeiten durch Brillen oder, wie etwa beim grauen oder grünen Star, operativ ausgleichen bzw. mildern lassen, gibt es auch Erkrankungen, zB die Diabetische Retinopathie (Netzhautschädigung aufgrund von Diabetes)[8], die zu einer ständigen Verschlechterung der Sehkraft bis hin zum kompletten Verlust der Sehfähigkeit.

Aufgrund der verschiedenen Formen der Sehbehinderungen lässt sich ein Vorgabeschema für Schriftfarbe, Schriftgröße und Kontrast nicht festlegen. Dem Betroffenen muss daher eine einfache Möglichkeit geboten werden, diese Darstellungsparameter für seine Bedürfnisse anzupassen.

3.2 Motorische Behinderungen

Im allgemeinen Sprachgebrauch ist eine motorische Behinderung, eine vorübergehende oder dauernde Beeinträchtigung des Bewegungsapparates aufgrund einer Schädigung des Stütz- und Bewegungssystems oder einer anderen organischen Schädigung.[9]

Erscheinungsformen motorischer Behinderungen:[10]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Erscheinungsformen motorischer Behinderungen

Besonders Bedacht ist hier auf Menschen zu nehmen, denen es nicht möglich ist, eine Tastatur oder Maus zu bedienen. Zum Beispiel durch Bewegungsunfähigkeit von Armen und Fingern, durch unkontrollierte Bewegungsabläufe. Andere Betroffene wiederum sind wie erwähnt beispielsweise vom Hals abwärts gelähmt, haben keine Hände oder Arme oder sind etwa nach einem Schlaganfall halbseitig gelähmt.

[...]


[1] vgl[4]

[2] vgl. [6]

[3] DI Erharter, Dorothea, 15.01.2009

[4] vgl. [3]

[5] vgl. [7]

[6] vgl. [8], Seite 28

[7] vgl. [2], Seite 4

[8] vgl. [9]

[9] vgl. [5], Seite 161

[10] vgl. [10]

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Entwurfsrichtlinien und Designempfehlungen für barrierefreie Websites
Untertitel
Stand der Forschung
Hochschule
Fachhochschule Burgenland
Veranstaltung
Webdesign
Note
1.0
Autor
Jahr
2009
Seiten
30
Katalognummer
V183620
ISBN (eBook)
9783656081012
ISBN (Buch)
9783656081319
Dateigröße
564 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Website, barrierefrei, Barrierefreiheit, Richtlinien, Empfehlungen
Arbeit zitieren
BSc. Diana Bogner (Autor), 2009, Entwurfsrichtlinien und Designempfehlungen für barrierefreie Websites, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183620

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