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Entwicklung eines Implementierungskonzepts für das Performance Management im Projekt- und Prüfungsumfeld eines deutschen DAX-Unternehmens

Title: Entwicklung eines Implementierungskonzepts für das Performance Management im Projekt- und Prüfungsumfeld eines deutschen DAX-Unternehmens

Bachelor Thesis , 2010 , 148 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jakob Stollberger (Author)

Psychology - Work, Business, Organisation
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In der vorliegenden Arbeit werden Einflussfaktoren auf die Arbeitsleistung von Mitarbeitern der Internen Revision eines deutschen DAX-Unternehmens mithilfe einer explorativen Studie rekonstruiert.
Die Arbeitsleistung der Mitarbeiter äußert sich prinzipiell in Form ihres Beitrags zur Erreichung der übergeordneten Ziele der Organisation, weswegen es für ein Unternehmen sinnvoll ist, diesen im Rahmen eines Performance-Management-Ansatzes optimieren zu wollen. Die Leistungserbringung wird im Allgemeinen durch personale und situative Bedingungen beeinflusst, wobei diese in einem dialektischen Verhältnis zueinander stehen. Aufgrund der Aussage des Prinzips der psychologischen Aufgabenrangreihe nach Gniza, dass die Veränderung der objektiven Arbeitsbedingungen sowie die Verbesserung der Leistungsvoraussetzungen der Mitarbeiter die vorrangigen Ansatzpunkte arbeitspsychologischer Arbeit sind, wird in dieser Thesis diesbezüglich nach Verbesserungspotenzialen gesucht.
Zur Erfassung der Einflussfaktoren auf die Arbeitsleistung in der Internen Revision des deutschen DAX-Unternehmens wurden vier leitfadengestützte Experteninterviews mit den inhaltlichen Themenblöcken Ziele, Stressoren, Ressourcen und Handlungsregulation durchgeführt. Interviewteilnehmer waren sowohl Vorgesetzte als auch Mitarbeiter der Internen Revision. Die Interviewtranskripte wurden im Anschluss mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet und die Ergebnisse unter den theoriegeleitet konstruier-ten Hauptkategorien Ziele, Stressoren, Ressourcen und Handlungsregulation subsumiert. Auf Grundlage dieser qualitativen Ergebnisse wurden theoriegeleitet Empfehlungen gegeben, die schlussendlich praxisorientiert in einem Konzept für das Performance Management zu den Themenblöcken Führung, Zielvereinbarung und Arbeitsorganisation zusammengefasst wurden.
Aufbauend auf diesen Erkenntnissen kann die Interne Revision des deutschen DAX-Unternehmens nun Maßnahmen zur Optimierung der objektiven Arbeitsbedingungen sowie der Leistungsvoraussetzungen ihrer Mitarbeiter einleiten und dadurch ihre Performance steigern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG

1.1 DIE ZENTRALE FRAGESTELLUNG

1.2 AUFBAU DER ARBEIT

2. LEISTUNG UND INDIVIDUELLE LEISTUNGSVARIABILITÄT

2.1 DEFINITION VON LEISTUNG UND ARBEITSLEISTUNG

2.2 DIE INTERNE STRUKTUR DER ARBEITSLEISTUNG

3. PROZESSMODELLE DES HANDELNS UND DER LEISTUNG

3.1 RUBIKONMODELL DER HANDLUNGSPHASEN

3.2 HANDLUNGSREGULATIONSTHEORIE

3.2.1 Die psychische Struktur der Arbeitstätigkeit und deren Regulation

3.2.2 Operative Abbildsysteme (OAS) als längerzeitige Regulationsgrundlagen

3.2.3 Hierarchisch-sequentielle Handlungsregulation

3.2.4 Varianten der psychischen Regulation von Arbeitstätigkeiten

3.3 DIE ZIELSETZUNGSTHEORIE

4. DIE ROLLE VON ARBEITSBEDINGUNGEN IM LEISTUNGSPROZESS

4.1 STRESSOREN IN ORGANISATIONEN

4.2 RESSOURCEN IN ORGANISATIONEN

4.3 HANDLUNGSTHEORETISCHE KLASSIFIKATION VON ARBEITSMERKMALEN

4.4 PRINZIP DER PSYCHOLOGISCHEN AUFGABENRANGREIHE

5. DIE INTERNE REVISION BEI DEM DEUTSCHEN DAX-UNTERNEHMEN

5.1 DEFINITION DER INTERNEN REVISION

5.2 RAHMENBEDINGUNGEN

5.3 AUFGABEN, ZIELE UND NUTZEN DER INTERNEN REVISION

5.4 DER REVISIONSPROZESS BEI DEM DEUTSCHEN DAX-UNTERNEHMEN

5.5 DER ZIELVEREINBARUNGSPROZESS IN DER INTERNEN REVISION DES DEUTSCHEN DAX-UNTERNEHMENS

6. METHODISCHE GRUNDLAGEN DER UNTERSUCHUNG

6.1 GRUNDLAGEN LEITFADENGESTÜTZTER EXPERTENINTERVIEWS

6.2 DURCHFÜHRUNG DER EXPERTENINTERVIEWS

6.2.1 Stichprobe

6.2.2 Pretest

6.3 QUALITATIVE INHALTSANALYSE NACH MAYRING

6.4 DURCHFÜHRUNG DER STRUKTURIERENDEN QUALITATIVEN INHALTSANALYSE

7. ERGEBNISSE

7.1 ERGEBNISSE DER HAUPTKATEGORIE ZIELE

7.1.1 Nichtrepräsentative Ziele

7.1.2 Zielunsicherheit

7.1.3 Zielkonflikt

7.1.4 Spezifische, anspruchsvolle Ziele

7.1.5 Selbstwirksamkeit

7.1.6 Zusammenfassung Einflussfaktor Ziele

7.2 ERGEBNISSE DER HAUPTKATEGORIE STRESSOREN

7.2.1 Arbeitstätigkeit

7.2.2 Arbeitsorganisatorische Probleme

7.2.3 Arbeitsteilung

7.2.4 Soziales Umfeld

7.2.5 Zusammenfassung Einflussfaktor Stressoren

7.3 ERGEBNISSE DER HAUPTKATEGORIE RESSOURCEN

7.3.1 Fehlhandlungen

7.3.2 Soziale Unterstützung

7.3.3 Vollständige Tätigkeit

7.3.4 Zusammenfassung Einflussfaktor Ressourcen

7.4 ERGEBNISSE DER HAUPTKATEGORIE HANDLUNGSREGULATION

7.4.1 Klassifizierung innovative Arbeit

7.4.2 Qualifikation

7.4.3 Psychische Regulation der Tätigkeit / Güte operativer Abbildsysteme

7.4.4 Zusammenfassung Einflussfaktor Handlungsregulation

8. KONZEPT FÜR DAS PERFORMANCE MANAGEMENT IM PRÜFUNGS- UND REVISIONSUMFELD

8.1 THEORETISCHE ERKENNTNISSE HAUPTKATEGORIE ZIELE

8.2 THEORETISCHE ERKENNTNISSE HAUPTKATEGORIE STRESSOREN

8.3 THEORETISCHE ERKENNTNISSE HAUPTKATEGORIE RESSOURCEN

8.4 THEORETISCHE ERKENNTNISSE HAUPTKATEGORIE HANDLUNGSREGULATION

8.5 KONZEPT FÜR DAS PERFORMANCE MANAGEMENT DER INTERNEN REVISION

9. DISKUSSION UND FAZIT

9.1 KRITISCHE DISKUSSION DER ZIELSETZUNGSTHEORIE UND DER HANDLUNGSREGULATIONSTHEORIE

9.2 DISKUSSION DER METHODISCHEN VORGEHENSWEISE

9.3 DISKUSSION DER ERGEBNISSE

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die auf die Arbeitsleistung wirkenden Einflussfaktoren innerhalb der Internen Revision eines deutschen DAX-Unternehmens zu rekonstruieren, um auf dieser Grundlage ein praxisorientiertes Performance-Management-Konzept zu entwickeln.

  • Analyse motivationaler und kognitiver Grundlagen der Arbeitsleistung
  • Untersuchung der Rolle von Arbeitsbedingungen, Stressoren und Ressourcen
  • Qualitative Erhebung mittels leitfadengestützter Experteninterviews
  • Ableitung praxisnaher Empfehlungen für Führung, Zielvereinbarung und Arbeitsorganisation

Auszug aus dem Buch

3.1 Rubikonmodell der Handlungsphasen

Den entscheidenden Anstoß zur Entwicklung des Rubikonmodells der Handlungsphasen gab Kuhl Anfang der 80er Jahre, indem er eine alte Vorstellung von Lewin wieder entdeckte (Lewin et al., 1944). Lewin unterschied bei zielorientiertem Handeln zwei Komponenten, das Setzen von Zielen als Resultat der Abschätzung ihrer erwarteten Werte sowie das Zielstreben in Form von zielrealisierenden Handlungen. Das Rubikonmodell der Handlungsphasen unterscheidet ebenfalls beide Komponenten (Motivation und Volition), geht allerdings über diese Unterscheidung hinaus (Gollwitzer, 1996, S. 533). Es ist nach einer Überlieferung benannt, der zufolge Julius Caesar im Jahre 49 v. Chr. mit der Überquerung des damaligen Grenzflusses Rubikon unwiderruflich den Bürgerkrieg mit Pompeius auslöste. Das Modell integriert beide Komponenten zielorientierten Handelns, sodass sie in ihrer Beziehung zueinander analysiert werden können (ebd.). Es beinhaltet außerdem eine zeitliche Ablaufperspektive, die sich vom „Erwachen der Wünsche vor der Zielsetzung bis hin zu den bewertenden Gedanken nach der Zielerreichung erstreckt“ (ebd.). Innerhalb dieses zeitlichen Rahmens werden einzelne Phänomene und vier eigenständige Phasen unterschieden, die in der folgenden Abbildung dargestellt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINFÜHRUNG: Diese Einleitung skizziert die Bedeutung der individuellen Arbeitsleistung für den Unternehmenserfolg und stellt die zentrale Fragestellung der Arbeit sowie deren Aufbau vor.

2. LEISTUNG UND INDIVIDUELLE LEISTUNGSVARIABILITÄT: Dieses Kapitel definiert den Leistungsbegriff in der heutigen Arbeitswelt und beschreibt ein Modell der acht Faktoren der Arbeitsleistung.

3. PROZESSMODELLE DES HANDELNS UND DER LEISTUNG: Hier werden theoretische Grundlagen wie das Rubikonmodell der Handlungsphasen, die Handlungsregulationstheorie und die Zielsetzungstheorie erläutert.

4. DIE ROLLE VON ARBEITSBEDINGUNGEN IM LEISTUNGSPROZESS: Dieses Kapitel behandelt Stressoren und Ressourcen in Organisationen sowie handlungstheoretische Klassifikationen und das Prinzip der Aufgabenrangreihe.

5. DIE INTERNE REVISION BEI DEM DEUTSCHEN DAX-UNTERNEHMEN: Es werden der theoretische Rahmen, rechtliche Rahmenbedingungen sowie der Revisions- und Zielvereinbarungsprozess der Internen Revision beschrieben.

6. METHODISCHE GRUNDLAGEN DER UNTERSUCHUNG: Hier wird der methodische Ansatz der qualitativen Forschung dargelegt, insbesondere die Durchführung von Experteninterviews und die strukturierende Inhaltsanalyse nach Mayring.

7. ERGEBNISSE: Dieses Kapitel fasst die empirischen Befunde zur Hauptkategorie Ziele, Stressoren, Ressourcen und Handlungsregulation zusammen.

8. KONZEPT FÜR DAS PERFORMANCE MANAGEMENT IM PRÜFUNGS- UND REVISIONSUMFELD: Basierend auf den Ergebnissen werden Empfehlungen für die Praxis entwickelt, unterteilt in Führung, Zielvereinbarung und Arbeitsorganisation.

9. DISKUSSION UND FAZIT: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion der verwendeten Theorien, der methodischen Vorgehensweise und einer Würdigung der erzielten Resultate.

Schlüsselwörter

Arbeitsleistung, Interne Revision, Performance Management, Zielvereinbarung, Stressoren, Ressourcen, Handlungsregulation, Experteninterviews, Inhaltsanalyse, DAX-Unternehmen, Motivation, Arbeitsbedingungen, Zielsetzungstheorie, Arbeitsorganisation, Innovationspotenzial.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis?

Die Arbeit untersucht, welche Faktoren die Arbeitsleistung von Mitarbeitern in der Internen Revision eines deutschen DAX-Unternehmens beeinflussen, um daraus ein optimiertes Konzept für das Performance Management abzuleiten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind Leistungsmodelle, Prozessmodelle zielorientierten Handelns, die Rolle von Arbeitsbedingungen, sowie die spezifischen Rahmenbedingungen und der Revisionsprozess innerhalb einer großen Internen Revision.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, aus den Ergebnissen einer explorativen Studie ein praxisorientiertes Konzept für das Performance Management zu entwickeln, das sowohl motivationale Aspekte als auch objektive Arbeitsbedingungen berücksichtigt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf leitfadengestützten Experteninterviews basiert, welche anschließend mittels strukturierender qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die spezifische Analyse der Internen Revision im DAX-Konzern sowie die methodische Vorgehensweise und die empirischen Ergebnisse der Befragung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Arbeitsleistung, Interne Revision, Performance Management, Zielvereinbarung, Stressoren, Ressourcen und Handlungsregulation aus.

Wie unterscheidet sich die klassische von der unternehmerischen Internen Revision?

Während die klassische Revision formalistisch und rückwärtsgewandt prüft, fokussiert die unternehmerische Revision auf Prozessoptimierung, Strategiekonformität und fungiert als Beratungspartner bzw. Sicherheitspartner.

Welche Rolle spielen Ad-hoc-Prüfungen für die Arbeitsbelastung?

Ad-hoc-Prüfungen verursachen durch ihre Unvorhersehbarkeit Zeitdruck und Zielkonflikte, da sie Kapazitäten binden, die für die reguläre Abarbeitung des Jahresrevisionsprogramms (JRP) vorgesehen sind.

Excerpt out of 148 pages  - scroll top

Details

Title
Entwicklung eines Implementierungskonzepts für das Performance Management im Projekt- und Prüfungsumfeld eines deutschen DAX-Unternehmens
College
SRH University of Heidelberg
Grade
1,0
Author
Jakob Stollberger (Author)
Publication Year
2010
Pages
148
Catalog Number
V183686
ISBN (eBook)
9783656080855
ISBN (Book)
9783656081203
Language
German
Tags
Performance Management Stressoren Ressourcen Interne Revision Motivation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jakob Stollberger (Author), 2010, Entwicklung eines Implementierungskonzepts für das Performance Management im Projekt- und Prüfungsumfeld eines deutschen DAX-Unternehmens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183686
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