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Politische Mediation im internationalen Konfliktmanagement

Titre: Politische Mediation im internationalen Konfliktmanagement

Dossier / Travail , 2011 , 21 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Karina Köppl (Auteur)

Médias / Communication - Médias et Politique, Communication politique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Vergangenheit zeigt, dass der Einsatz von Gewalt viele Jahrhunderte lang als
angemessenes Mittel zur Austragung innerstaatlicher und internationaler Konflikte galt.
Auch heute eskaliert eine Vielzahl der Konflikte und endet nicht selten in ernsten Krisen.
Das Heidelberger Institut für Konfliktforschung (HIIK) erfasste im Jahr 2009 365
politische Konflikte, darunter sieben Kriege, 24 ernste Krisen und weitere 112 Krisen.
Somit wurde bei 40 % der Konflikte massiv oder unregelmäßig Gewalt eingesetzt. Die
Untersuchung des HIIK macht deutlich, dass die Anzahl der Konflikte seit 1945 von 82
kontinuierlich auf 365 stieg.
Diese Entwicklung zeigt die Notwendigkeit der Intervention Internationaler
Organisationen und anderer Institutionen im Internationalen Konfliktmanagement,
wenn Streitigkeiten in direkten Verhandlungen der Konfliktparteien nicht beigelegt
werden können. Zu diesem Zweck hat das Internationale Völkerrecht verschiedene
Instrumente wie die Internationale Schiedsgerichtbarkeit festgelegt und verdeutlicht
damit seinen hohen moralischen Anspruch an die Nationalstaaten Konflikte mit nichtkriegerischen Mitteln zu lösen. Eine Methode, die sich aktuell neben den klassischen
Methoden des Internationalen Völkerrechts herausgebildet hat, ist die Politische Mediation, zu der insbesondere die zu den diplomatischen Mitteln zählenden Guten
Dienste und Vermittlung zählen.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen des Internationalen
Krisenmanagements und geht dabei insbesondere auf das Gebiet der Politischen
Mediation ein. Zunächst werden die Begrifflichkeiten definiert, wobei eine Abgrenzung
der Politischen Mediation von der klassischen Mediation vorgenommen wird.
Anschließend werden die Verhandlungen von Camp David 1978 im Friedensprozess des
israelisch-palästinensischen Konflikts als Beispiel für die Anwendung Politischer
Mediation angeführt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen und Definitionen

2.1 Was bedeutet internationales Konfliktmanagement?

2.1.1 Definition des Begriffes Konflikt

2.1.2 Konfliktmanagement

2.2 Was ist Mediation?

2.2.1 Definitionen für Mediation

2.2.2 Phasen der Mediation

2.2.3 Politische Mediation

3. Der israelisch-palästinensische Konflikt

3.1 Historische Hintergründe

3.2 Vermittlung im Nahost-Konflikt 1978

4. Resumée

Zielsetzung & Themen

Die wissenschaftliche Arbeit untersucht die Wirksamkeit und Anwendung von politischer Mediation im Rahmen des internationalen Konfliktmanagements. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen der Mediation von anderen diplomatischen Mitteln abzugrenzen und anhand des Camp-David-Abkommens von 1978 die Herausforderungen und Potenziale dieser Methode bei zwischenstaatlichen Konflikten kritisch zu analysieren.

  • Theoretische Fundierung von Konflikt und Konfliktmanagement
  • Differenzierung zwischen klassischer und politischer Mediation
  • Analyse der Phasenmodelle in der Mediation
  • Untersuchung von Erfolgsfaktoren bei internationaler Vermittlung
  • Fallstudie: Friedensprozess im israelisch-palästinensischen Konflikt (1978)

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Definition des Begriffes Konflikt

Obwohl in der allgemeinen und wissenschaftlichen Literatur unterschiedliche Definitionen des Begriffs Konflikt existieren, wird ein Konflikt zunächst einmal als das Aufeinanderstoßen miteinander unvereinbarer Handlungstendenzen verstanden unter Beteiligung mindestens zweier Parteien (Einzelpersonen, Gruppen, Staaten, etc.). (Kempf, 1997, S. 657-661) Politische, religiöse, ökonomische und soziale Konflikte sind Beispiele für innergesellschaftliche Konflikte. Zu gesamtgesellschaftlichen Krisen und destruktiven Eskalationen führen diese Konflikte vor allem in „Phasen tiefgreifender sozioökonomischer Veränderungen und politischer Transformation“ (Ropers, 2002, S.11). Die Konkurrenz weltanschaulicher Systeme, Auseinandersetzungen um Machtverteilung, sowie regionale Spannungen sind Ursachen für internationale Konflikte.

Den Konfliktbegriff auf internationale Ebene definiert das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung wie folgt: Konflikte gelten als Interessensgegensätze beziehungsweise Positionsdifferenzen in Bezug auf nationale Werte von einiger Dauer und Reichweite. Die Konfliktparteien sind hierbei organisierte Gruppen, Staaten, Staatengruppen oder Staatenorganisationen. (HIIK, 2010, S. 1ff)

Angeachtet der Beschaffenheit und Anzahl der Konfliktparteien, lassen sich idealtypisch in jedem Konflikt drei Komponenten erkennen, welche im Konfliktdreieck nach Galtung (1998) veranschaulicht sind. So gibt es zunächst in jedem Konflikt einen Widerspruch, der sich aus Unvereinbarkeit von Interessen, Bedürfnissen oder Einstellungen begründet. Ein Konflikt anzeigendes, meist verschärftes Verhalten wie Konkurrenz, Aggressivität oder Gewalt stellt die zweite Komponente dar. Die letzte Komponente ist die auf den Konflikt bezogene Annahme bzw. Einstellung, welche „eng verbunden [ist] mit den Wahrnehmungen und Annahmen der Konfliktparteien in Bezug auf ihre eigene Stellung im Konflikt, die Bewertung der anderen Parteien (z.B. Feindbilder) und ihre Vermutungen zu den Konfliktursachen“ (Galtung, 1998, S.136).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Interdependenz der Welt sowie die Notwendigkeit internationaler Konfliktlösungsmethoden angesichts steigender Konfliktzahlen.

2. Grundlagen und Definitionen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Konflikt und Konfliktmanagement und erläutert das Instrument der Mediation inklusive ihrer Phasen und spezifischen Anwendungsbereiche in der Politik.

3. Der israelisch-palästinensische Konflikt: Hier wird der historische Kontext des Nahost-Konflikts skizziert und das Camp-David-Abkommen von 1978 als praktisches Beispiel für politische Mediation analysiert.

4. Resumée: Das Resumée fasst zusammen, dass politische Mediation trotz fehlender verbindlicher Instanzen ein essenzielles, präventives Instrument im internationalen Krisenmanagement darstellt.

Schlüsselwörter

Politische Mediation, Internationales Konfliktmanagement, Nahost-Konflikt, Camp-David-Abkommen, Jimmy Carter, Konfliktdefinition, Galtung, Friedensprozess, Konfliktparteien, Mediation, internationale Beziehungen, Friedensnobelpreis, Krisenprävention, Diplomatie, Konfliktlösung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und Effektivität politischer Mediation innerhalb des internationalen Konfliktmanagements als Alternative zu gewaltbasierten Konfliktaustragungsformen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition und Analyse von Konflikten, die methodische Struktur der Mediation sowie die politische Vermittlung in komplexen zwischenstaatlichen Krisen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie politische Mediation als Instrument zur gewaltfreien Konfliktlösung funktioniert und welche Variablen für den Erfolg einer solchen Vermittlung auf internationaler Ebene entscheidend sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie auf die historische Fallstudien-Methodik am Beispiel des Friedensprozesses von Camp David 1978.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert zum einen die theoretischen Grundlagen des Konfliktmanagements und der Mediation und zum anderen die konkrete Anwendung dieser Konzepte im israelisch-palästinensischen Konflikt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem politische Mediation, Konfliktmanagement, das Konfliktdreieck nach Galtung, internationale Beziehungen und der Friedensprozess von 1978.

Warum wird gerade das Camp-David-Abkommen als Beispiel gewählt?

Das Abkommen dient als anschauliches Praxisbeispiel, da es zeigt, wie ein Mediator – in diesem Fall Jimmy Carter – trotz schwieriger Rahmenbedingungen einen Interessensausgleich zwischen zwei Parteien erzielen konnte.

Wie bewertet die Autorin die Erfolgschancen politischer Mediation?

Die Autorin stellt fest, dass politische Mediation in der Staatenwelt auf große Hürden stößt, da die Bereitschaft zur gewaltfreien Verständigung häufig hinter nationale Interessen und Machtkalküle zurückfällt, dennoch bleibt sie ein notwendiges Instrument.

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Résumé des informations

Titre
Politische Mediation im internationalen Konfliktmanagement
Université
Stuttgart Media University
Cours
Politik und Gesellschaft
Note
1,7
Auteur
Karina Köppl (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
21
N° de catalogue
V183772
ISBN (ebook)
9783656082682
ISBN (Livre)
9783656083337
Langue
allemand
mots-clé
Konflikt Nahost-Konflikt Verhandlung Phasenmodell Vermittlung Camp Davis Völkerrecht Friedensprozess Mediator
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Karina Köppl (Auteur), 2011, Politische Mediation im internationalen Konfliktmanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183772
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Extrait de  21  pages
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