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King Lear - Sympathielenkung und Schuldfrage in Shakespeares King Lear

Titre: King Lear - Sympathielenkung und Schuldfrage in Shakespeares King Lear

Dossier / Travail , 2011 , 23 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Habib Tekin (Auteur)

Philologie Anglaise - Littérature
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die folgende Hausarbeit befasst sich mit der Schuldfrage und die dazugehörige Analyse der Sympathielenkung in Shakespeares Drama King Lear. Der Aufsatz grenzt stark Figuren ein, sodass nur der Vater bzw. König Lear und die drei Töchter jeweils analysiert werden. Der Leser wird schnell merken, dass er mit der Zeit eine gewisse Sympathie zu König Lear und seiner jüngsten Tochter Cordelia entwickelt und eine Antipathie zu den anderen Töchtern Goneril und Regan. Bemerkenswert ist aber, dass sowohl Lear als auch Cordelia in ihren Verhaltensweisen und Einschätzungen nicht ganz ordnungsgemäß agieren. Die Entscheidungen sind sehr effektiv, wirkungsvoll und gegen die Vorbestimmungen des jeweiligen Zeitalters. Obwohl Regan und Goneril eigentlich nach den Werten und Normen ihrer Zeit handeln, werden sie hauptsächlich für schuldig erklärt und es besteht sozusagen eine Antipathie gegen sie. Die vorliegende Hausarbeit soll genau an dieser Stelle eingreifen und zeigen, dass sowohl Lear und Cordelia als auch Regan und Goneril in gewisser Weise schuldig am dramatischen Geschehen sind und dass eine intendierte Sympathielenkung zu Lear und Cordelia nachzuweisen ist.
Demzufolge ist der Einstieg mit einem Theorieteil der Sympathielenkung nach Manfred Pfister festgelegt. Anschließend folgt die Textanalyse. Der Analyseteil ist wiederum in drei Kategorien unterteilt: Erstens, König Lear, zweitens Cordelia und drittens die anderen beiden Töchter Regan und Goneril.
Bei Lear wird sein verantwortliches bzw. unverantwortliches Handeln näher unter die Lupe genommen. Deswegen werden die Szenen des Liebestests und die Teilung des Landes analysierend pointiert. Danach erfolgt die Analyse der Einsamkeit Lears und abschließend sein Schuldanteil. Im zweiten Teil wird eine der Zentralfiguren, Cordelia, analysiert. Ist sie eine Gefahr? Welche Funktionen übernimmt sie? Wie empfindet der Leser eine Sympathie für sie? Welche Mittel der Sympathielenkung werden angewendet? Und letztendlich ihr Schuldanteil. Und im letzten Teil wird das Agieren der beiden Töchter Regan und Goneril nach patriarchalischen Werten untersucht. Die Hauptfrage hier ist dementsprechend: Sind Goneril und Regan wirklich Schuld am tragischen Ende des Vaters oder wieso empfindet der Leser eine Antipathie gegen diese Figuren?[...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie zur Sympathielenkung in Dramen nach Manfred Pfister

3. Textanalyse

3.1. (Un-) Verantwortliches Handeln Lears

3.1.1. Liebestest und die Teilung des Landes

3.1.2. Einsamkeit Lears als Akt der Sympathielenkung

3.1.3. Lears Schuldanteil

3.2. Zentrale Figur: Cordelia

3.2.1. Cordelia. Eine Gefahr?

3.2.2. Sympathielenkung zu Cordelia

3.3. Handeln nach patriarchalischen Werten: Regan und Goneril

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage nach dem Schuldverhältnis zwischen König Lear und seinen Töchtern sowie die damit verbundene bewusste Lenkung der Leser-Sympathien in Shakespeares Drama King Lear. Ziel ist es aufzuzeigen, dass sowohl der Vater als auch die Töchter in unterschiedlichem Maße zum tragischen Ausgang beitragen, während der Text gezielte Strategien einsetzt, um die moralische Bewertung der Figuren durch das Publikum zu beeinflussen.

  • Theorie der Sympathielenkung nach Manfred Pfister
  • Analyse des (un-)verantwortlichen Handelns von König Lear
  • Die zentrale Rolle Cordelias und ihre Wahrnehmung als "Gefahr"
  • Das Agieren von Regan und Goneril im patriarchalischen Kontext
  • Einfluss von Kommunikationsproblemen und Rollenbildern auf das Schicksal der Figuren

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Liebestest und die Teilung des Landes

Sofort in der ersten Szene des ersten Aufzugs findet ein Liebestest statt, indem Lear seine Töchter über die Liebesbeziehung fragt. Offen bleibt aber, ob Lear die Antwort als ein Vater oder als ein Herrscher hören möchte. Die Ansprechpersonen spricht er aber lediglich mit „my daughters“ an:

Lear: […] Tell me, my daughters

Since now we will divest us both of rule, Interest of territory, cares of state – Which of you shall we say doth love us most, That we our largest bounty may extend Where nature doth with merit challenge.

Daraufhin antworten die beiden älteren Schwestern entsprechend ihrer Position als Tochter und unter Lears Herrschaft lebende Bürger:

Goneril: I do love you more than word can wield the matter, Dearer than eyesight, space and liberty, Beyond what can be valued, rich or rare, No less than life, with grace, health, beauty, honour. As much as child e’er loved, or father found, A love that makes breath poor and speech unable, Beyond al manner of so much I love you.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Schuldfrage und der Sympathielenkung ein und definiert die zentrale Forschungsfrage der Arbeit.

2. Theorie zur Sympathielenkung in Dramen nach Manfred Pfister: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Sympathielenkung, insbesondere durch Identifikation, Antipathieerzeugung und den Beziehungsaspekt der Kommunikation.

3. Textanalyse: Der Hauptteil untersucht die dramatischen Entwicklungen anhand der Figurenkonstellationen, ihrer Handlungsentscheidungen und der Wirkung auf den Leser.

3.1. (Un-) Verantwortliches Handeln Lears: Hier wird der Liebestest sowie die daraus resultierende Einsamkeit und Schuld des Königs kritisch beleuchtet.

3.2. Zentrale Figur: Cordelia: Dieses Kapitel analysiert die ambivalente Rolle Cordelias zwischen Unschuld und potenzieller Gefahr sowie die Strategien, die zu ihrer Sympathisierung führen.

3.3. Handeln nach patriarchalischen Werten: Regan und Goneril: Hier wird das Verhalten der beiden älteren Töchter vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Normen und patriarchalen Strukturen untersucht.

4. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion, die betont, dass Schuld in diesem Drama nicht einseitig verteilt ist, sondern ein komplexes Geflecht aus intendierter Sympathielenkung darstellt.

Schlüsselwörter

King Lear, Shakespeare, Sympathielenkung, Schuldfrage, Manfred Pfister, Cordelia, Patriarchat, Liebestest, Kommunikation, Figurenkonstellation, Antipathie, Drama, Tragödie, Literaturwissenschaft, Macht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Schuldfrage im Drama King Lear von William Shakespeare und untersucht dabei, wie durch gezielte Sympathielenkungsstrategien die Wahrnehmung der Charaktere durch den Leser beeinflusst wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung der Sympathielenkung, die psychologische Analyse von König Lear, die moralische Bewertung von Cordelia sowie die Rolle patriarchaler Werte im Verhalten der Töchter.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Wird das Schuldverhältnis zwischen Lear und seinen Töchtern durch Sympathielenkungsstrategien bewusst bedient und festgelegt?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer literaturwissenschaftlichen Analyse, die sich primär auf die Theorie der Sympathielenkung nach Manfred Pfister stützt und diese auf die Textstruktur von Shakespeares King Lear anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Textanalyse, die das Handeln Lears (Liebestest, Schuldanteil), die Rolle Cordelias als ambivalente Figur und das Agieren von Regan und Goneril im patriarchalischen Kontext untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben dem Titel des Dramas und dem Autor sind Begriffe wie Sympathielenkung, Schuldfrage, patriarchale Strukturen, Figurenkonstellation und Kommunikationsprobleme prägend für die Arbeit.

Wie bewertet der Autor die Rolle von Cordelia?

Der Autor hinterfragt, ob Cordelia wirklich eine unschuldige Figur ist. Er kommt zu dem Schluss, dass sie zwar durch verschiedene Strategien sympathisiert wird, aber aufgrund ihres Stolzes und ihrer politischen Funktion als Anführerin der Invasionsmacht durchaus einen eigenen Anteil am Konflikt trägt.

Inwiefern beeinflusst das patriarchalische Weltbild die Bewertung der Töchter?

Der Autor zeigt auf, dass Regan und Goneril oft als böse wahrgenommen werden, weil sie gegen die väterliche Autorität handeln. Gleichzeitig macht er deutlich, dass ihr Handeln innerhalb der damaligen patriarchalen Ordnung oft eine Verletzung der gesellschaftlichen Spielregeln darstellt, was ihre moralische Schuld komplexer macht als eine rein schwarz-weiß-Betrachtung vermuten lässt.

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Résumé des informations

Titre
King Lear - Sympathielenkung und Schuldfrage in Shakespeares King Lear
Université
University of Mannheim
Note
1,7
Auteur
Habib Tekin (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
23
N° de catalogue
V183826
ISBN (ebook)
9783656084211
ISBN (Livre)
9783656084433
Langue
allemand
mots-clé
king lear sympathielenkung schuldfrage shakespeares
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Habib Tekin (Auteur), 2011, King Lear - Sympathielenkung und Schuldfrage in Shakespeares King Lear, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183826
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Extrait de  23  pages
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