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Ist die Europäische Kommission demokratisch legitimiert?

Eine Untersuchung der legitimatorischen Grundlagen der EU-Kommission unter Berücksichtigung der Principal-Agent-Theorie

Título: Ist die Europäische Kommission demokratisch legitimiert?

Trabajo de Seminario , 2011 , 12 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Tobias Müller (Autor)

Política - Tema: Unión Europea
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In dieser Arbeit soll das Handeln einer einzelnen europäischen Institution, der Kommission, auf demokratische Mängel untersucht und im Kontext der Europäischen Union verstanden werden. Um eine Beantwortung der Frage nach der Legitimität der EU-Kommission zu erreichen, wird dabei auf die Principal-Agents-Theorie zurückgegriffen,welche Situationen der Delegation von Macht samt möglicher Problematiken erklärt. Unter dieser theoretischen Perspektive und mittels weiterer theoretischer Verortungen des Begriffs der Legitimation findet eine Bewertung des legitimatorischen Zustands bezogen auf einen konkreten Fall, die kommissarische Initiative zur Übernahmerichtlinie, statt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlage

2.1. Legitimation

2.2. Prinzipal-Agent-Theorie

3. Empirie - Die Übernahmerichtlinie

4. Synthese

4.1. Kommissionshandeln im Kontext einer Prinzipal-Agent-Beziehung

4.2. Die legitimatorische Bedeutung der Prinzipal-Agent-Vorgänge

4.2.1. Input-Legitimation

4.2.2. Output-Legitimation

4.2.3. Die legale Herrschaft

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Handeln der Europäischen Kommission auf demokratische Mängel unter Anwendung der Prinzipal-Agent-Theorie, um zu hinterfragen, ob die Delegation von Macht an die Kommission das demokratische Legitimationsgefüge innerhalb der EU schwächt.

  • Demokratiedefizit der Europäischen Union
  • Anwendung der Prinzipal-Agent-Theorie auf EU-Institutionen
  • Analyse des Falls der Übernahmerichtlinie
  • Input- vs. Output-Legitimation in europäischen Entscheidungsprozessen
  • Untersuchung der legitimatorischen Basis europäischer Herrschaft

Auszug aus dem Buch

3. Empirie - Die Übernahmerichtlinie

Bei der sog. Übernahmerichtlinie handelte es sich um eine Initiative der Kommission, den Markt für Unternehmenskontrolle europaweit zu liberalisieren bzw. erst entstehen zu lassen und somit Barrieren für Unternehmensübernahmen zu senken. Unteranderem sah sie ein striktes Durchsetzen eines Neutralitätsgebot vor, dass dem Management Interventionen gegen feindliche Übernahmen weitestgehend untersagte. Die Unternehmungsführungen sollten in der Zukunft eher durch einen Übernahmemarkt kontrolliert werden, als durch ein sog. Stakeholder-System.

Nachdem diesen Vorschlag das europäische Parlament denkbar knapp ablehnte, wurde sowohl ein Expertengremium mit der Findung einer brauchbaren Lösung beauftragt, als auch von Seiten der Kommission ein Kompromiss angestrebt. Dieser Kompromiss sah sich jedoch einer breiten Front von Mitgliedsländern gegenüber.

Um dies zu verstehen, müssen kurz die unterschiedlichen wirtschaftlichen Systeme innerhalb Europas angesprochen werden. Die verschiedenen in Europa vorhandenen Kapitalismusmodelle lassen sich unter anderem mittels übergeordneter Klassifizierungen in organisierte und liberalisierte Marktökonomien einordnen. Während in liberalen Systemen ein solcher Markt der Unternehmenskontrolle Gang und Gebe ist, tendieren „organisierte“ eher zum Stakeholder basiertem System. So konstatiert auch der Text: “The absence of hostile takeovers, in other words, is a characteristic feature of the ‘Rhenish’ (Albert 1993) form of capitalism. The emergence of markets for corporate control constitutes a major threat to this form of capitalism.”(Höpner/Schäfer 2007: 15)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt die Problematik des Demokratiedefizits der EU vor und führt die zentrale Forschungsfrage sowie die methodische Grundlage der Arbeit ein.

2. Theoretische Grundlage: Definiert die Begriffe Legitimation und legale Herrschaft nach Max Weber sowie Scharpfs Input- und Output-Legitimation und erläutert das Konzept der Prinzipal-Agent-Theorie.

3. Empirie - Die Übernahmerichtlinie: Analysiert den Fall der Übernahmerichtlinie als praktisches Beispiel für das Handeln der Kommission und die Konflikte mit den verschiedenen Wirtschaftsmodellen der Mitgliedsstaaten.

4. Synthese: Verknüpft die empirischen Erkenntnisse mit der Theorie und untersucht die Auswirkungen auf die Input- und Output-Legitimation sowie die legale Herrschaft innerhalb der EU.

5. Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die Annahme legitimatorischer Schwächen und reflektiert die Limitationen der Arbeit im Hinblick auf den nationalstaatlichen Demokratiebegriff.

Schlüsselwörter

Europäische Union, Europäische Kommission, Demokratiedefizit, Legitimation, Input-Legitimation, Output-Legitimation, Prinzipal-Agent-Theorie, Übernahmerichtlinie, Delegation, Demokratie, Herrschaft, Rechtsstaatlichkeit, Wirtschaftsmodelle, Interessenkonflikt, Europäische Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der demokratischen Legitimation der Europäischen Kommission und der Frage, inwiefern deren Handeln im Kontext der EU demokratische Mängel aufweist.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den demokratietheoretischen Grundlagen, der Prinzipal-Agent-Theorie als Analyseinstrument und der empirischen Untersuchung eines konkreten legislativen Vorhabens der Kommission.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Kernfrage lautet, ob sich durch das "Agent-Handeln" der Europäischen Kommission im Fall der Übernahmerichtlinie Mängel in deren legitimatorischer Basis aufdecken lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine normativ-theoretische Analyse, ergänzt durch eine Fallstudie (die Übernahmerichtlinie), und wendet die Prinzipal-Agent-Theorie als Erklärungsmodell an.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Konzepte (Legitimation, Prinzipal-Agent-Probleme) eingeführt, der Fall der Übernahmerichtlinie empirisch dargelegt und anschließend in einer Synthese legitimatorisch bewertet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Besonders prägend sind die Begriffe Europäische Kommission, Demokratiedefizit, Prinzipal-Agent-Theorie sowie Input- und Output-Legitimation.

Warum wird die Prinzipal-Agent-Theorie zur Analyse herangezogen?

Die Theorie dient dazu, die Delegation von Macht von den Bürgern (Prinzipale) über die Regierungen an die Kommission (Agenten) und die dabei auftretenden Interessenkonflikte besser verständlich zu machen.

Welches Ergebnis liefert die Fallstudie zur Übernahmerichtlinie?

Der Fall zeigt, dass die Kommission versuchte, eigene liberale Interessen gegen den Willen einer breiten Front von Mitgliedsländern durchzusetzen, was typische Prinzipal-Agent-Probleme illustriert.

Wie bewertet die Arbeit die Output-Legitimation der EU?

Die Arbeit betrachtet die Output-Legitimation als problematisch, da sie allein keine Demokratie begründen kann und von einer oft anmaßenden Prämisse über die Interessen der Bürger ausgeht.

Was ist das zentrale Fazit der Untersuchung?

Die Untersuchung bestätigt legitimatorische Schwächen und identifiziert ein aus nationalstaatlicher Perspektive deutliches Demokratiedefizit im europäischen Institutionengefüge.

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Detalles

Título
Ist die Europäische Kommission demokratisch legitimiert?
Subtítulo
Eine Untersuchung der legitimatorischen Grundlagen der EU-Kommission unter Berücksichtigung der Principal-Agent-Theorie
Universidad
University of Kassel  (Fachbereich 05 - Gesellschaftswissenschaften)
Curso
Deutschland in Europa
Calificación
1,3
Autor
Tobias Müller (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
12
No. de catálogo
V183853
ISBN (Ebook)
9783656083962
ISBN (Libro)
9783656083894
Idioma
Alemán
Etiqueta
europäische kommission untersuchung grundlagen eu-kommission principal-agent-theorie Demokratie Legitimation Prinzipal-Agent-Theorie Principal Agent
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tobias Müller (Autor), 2011, Ist die Europäische Kommission demokratisch legitimiert?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183853
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