1 Einleitung
Die elektronische Verarbeitung von Daten und Informationen beschränkt sich schon seit langer Zeit nicht mehr ausschließlich auf Industriebetriebe oder die Telekommunikationsbranche.
In der Landwirtschaft wird neben der Tier- oder Pflanzenbearbeitung auch der Managementbereich immer stärker mit modernen Informationssystemen unterstützt.
Die Landwirtschaft, einschließlich die der Primärproduktion vor- zw. nachgelagerten Bereiche der Agrar- und Ernährungswirtschaft, steht heute mehr denn je vor der übergeordneten Herausforderung einer nachhaltigen Verbindung von Verbraucher- und Tierschutz,
Qualitätssicherung sowie ökonomischer und ökologischer Nachhaltigkeit. Unter diese Anforderungen fällst insbesondere die Ernährungssicherung, die Nahrungsmittelsicherheit,
die Befriedigung gesellschaftlicher Anforderungen an Produkte und Produktionsmethoden sowie an die effiziente Ressourcennutzung. Des Weiteren wachsen diese Anforderungen zu globalen Herausforderungen, in denen Kompetenz, Inter- und Transdisziplinarität
und Internationalität zugrunde gelegt werden.
Seit einigen Jahren wird die regionale Entwicklung immer deutlicher durch den agrarund verbraucherpolitischen Rahmen der Europäischen Union geprägt. Dies bedeutet im unternehmerischen Handeln eine hohe Dynamik.
Besonders durch Verordnungen und Regelungen zur Erhaltung der Umwelt-, Tierschutz- und Qualitätsstandards wird es für die Landwirte noch wichtiger, sich in Zukunft intensiver mit ihren Produktionsprozessen auseinander zu setzen und in umfassender
Form diese Prozesse zu dokumentieren.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung der Aufgabe
1.2 Zielsetzung
2 Unternehmen
2.1 LAND-DATA Eurosoft GmbH & Co. KG
2.2 CLG – Computerdienst für Landwirtschaft und Gewerbe GmbH
2.3 BBJ-Unternehmensgruppe
2.4 N.U. Agrar GmbH
2.5 KTBL e.V.
2.6 Beziehungen der Unternehmen
3 Schlagkartei-Systeme
3.1 Auswahl einer Schlagkartei
3.2 Unternehmensführung auf Basis einer Schlagkartei
3.3 Grundlagen für den Pflanzenschutz
4 Aufbau der Homepage www.apba.de
4.1 Datenaufbereitung der Infobriefe
4.2 Aufbau der Infobriefe
5 Das innovative System für die Agrarwirtschaft – Agrar-Office
5.1 Inhalt der Software Agrar-Office
5.2 Der Bereich Pflanzenbau in der Software Agrar-Office
6 Übertragung von Daten einer Homepage in eine Software
6.1 Übertragung per XML
6.1.1 Die XML-Sprachfamilie
6.1.2 Der XML-Standard
6.1.3 Aufbau eines XML-Dokumentes
6.2 Der landwirtschaftliche Standard agroXML
6.2.1 Historie von agroXML
6.2.2 Ziele von agroXML
6.2.3 Aufbau des agroXML
6.2.3.1 Aufbau eines Elementes im agroXML
6.2.3.2 XML-Schema bei agroXML
6.2.3.3 Profile im agroXML
6.2.3.4 Inhaltslisten für die Verwendung von agroXML
6.3 Sonstige Übertragungsverfahren
6.3.1 JSON
6.3.2 YAML
7 Entscheidung für das Übertragungsverfahren
8 Konzeption für den Einsatz von agroXML
9 Prototypische Umsetzung mit agroXML
9.1 Aufbau XHTML-Grundgerüst
9.2 Aufbau der agroXML-Schnittstelle
10 Fazit
11 Ausblick für die Umsetzung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Konzeption und prototypischen Umsetzung eines automatisierten Datenaustauschs zwischen internetbasierten Pflanzenschutzempfehlungen und einer landwirtschaftlichen Schlagkartei-Software. Ziel ist es, dem Landwirten die manuelle Datenpflege zu ersparen, um administrative Aufwände zu reduzieren und aktuelle agronomische Erkenntnisse effizienter in den Betriebsabläufen zu nutzen.
- Automatisierung der Datenübertragung aus dem Internet in die Software „Agrar-Office“.
- Einsatz des landwirtschaftlichen XML-Standards agroXML.
- Konzeptionelle Vorbereitung der Hompage-Daten mittels XHTML-Grundgerüsten.
- Optimierung der betrieblichen Effizienz durch integriertes Datenmanagement.
Auszug aus dem Buch
6.2.3.4 Inhaltslisten für die Verwendung von agroXML
Bei der Umsetzung des agroXML werden Inhaltslisten zur Verfügung gestellt. In Anlehnung an „Lexikon“-Funktionen sind diese Listen in GML entwickelt worden. Mit Unterstützung dieser Listen soll dem Landwirt die Eingabe verschiedener Inhalte erleichtert werden und somit die Fehleranfälligkeit jeglichen Datenaustausches einschränken.
Neben der Einschränkung möglicher Eingabefehler dienen die Inhaltslisten vor allem als eine Art Auswahlfunktion für den Anwender. Die Übertragung von Daten mit Unterstützung der Inhaltslisten bietet auch einen Vorteil, lediglich die eindeutigen Bezeichner werden übertragen, damit der Empfänger einer Nachricht versteht, welches Objekt gemeint ist.
An die Umsetzung der Listen werden neben inhaltlichen auch technische Anforderungen gestellt. Für den internationalen Einsatz ist es erforderlich, dass die Einträge national und international anerkannten Standards und Begriffssammlungen folgen. Um eine aktuelle Datenbasis vorzuweisen ist eine regelmäßige, automatische Aktualisierung und Ergänzung der Daten erforderlich. Diese Anforderungen lassen sich nur verwirklichen, wenn die Inhaltslisten getrennt vom agroXML-Schema verwaltet werden.
Mit Stand 2010 baut das agroXML auf ca. 40 Inhaltslisten auf. Diese Inhaltslisten werden unter anderem für den Pflanzenschutz, mittlerweile aber auch vermehrt für Geodaten und für die Tierhaltung, eingerichtet und umgesetzt.
In dem Anwendungsfall für die Datenübertragung der Internetseite www.apba.de in die Software Agrar-Office sind speziell in erster Linie die Inhaltslisten für den Pflanzenbau relevant. Zum Beispiel eine Liste für den Pflanzenschutz mit sämtlichen Pflanzenarten. Um die aktuellsten Informationen mit dieser Inhaltsliste bereit zu stellen, werden die Inhalte mit dem Internetangebot des Bundessortenamtes abgeglichen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die zunehmende Bedeutung moderner Informationssysteme in der Landwirtschaft und leitet die Problemstellung sowie das Ziel der Arbeit ab.
2 Unternehmen: Stellt die beteiligten Akteure wie LAND-DATA, CLG, BBJ, N.U. Agrar und das KTBL sowie deren Kooperationen vor.
3 Schlagkartei-Systeme: Definiert die Rolle der Schlagkartei als zentrales Instrument der Betriebsführung und ordnet verschiedene Softwarelösungen in Kategorien ein.
4 Aufbau der Homepage www.apba.de: Analysiert die Struktur und Datenaufbereitung der Internetseite für landwirtschaftliche Beratung, insbesondere die Infobriefe.
5 Das innovative System für die Agrarwirtschaft – Agrar-Office: Beschreibt das modulare Software-System, dessen Aufbau und die Funktionen im Pflanzenbau.
6 Übertragung von Daten einer Homepage in eine Software: Erläutert theoretische Grundlagen und Verfahren zur Datenübertragung, wobei der Fokus auf XML und agroXML liegt.
7 Entscheidung für das Übertragungsverfahren: Begründet die Wahl von agroXML basierend auf technischen und organisatorischen Vorgaben.
8 Konzeption für den Einsatz von agroXML: Beschreibt das Konzept zur Implementierung der Schnittstelle und die notwendige Vereinheitlichung der Datenformate.
9 Prototypische Umsetzung mit agroXML: Dokumentiert die technische Realisierung, das XHTML-Grundgerüst und die Lizenzierung des Prototyps.
10 Fazit: Reflektiert den Bedarf an IT-Lösungen und den Mehrwert der automatisierten Datenverarbeitung in der Landwirtschaft.
11 Ausblick für die Umsetzung: Skizziert potenzielle Zeit- und Kostenersparnisse sowie die Bedeutung für die zukünftige Standardisierung.
Schlüsselwörter
agroXML, Schlagkartei, Agrar-Office, XML, Datenaustausch, Pflanzenbau, Automatisierung, XML-Schema, Inhaltslisten, IT-Schnittstelle, Precision Farming, Landwirtschaft, Dokumentation, Datenübertragung, Software-Entwicklung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Konzeption und technischen Umsetzung einer Schnittstelle, die den Datentransfer zwischen einer Beratungs-Homepage und der landwirtschaftlichen Software „Agrar-Office“ automatisiert.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen die Digitalisierung landwirtschaftlicher Prozesse, den Einsatz von XML-basierten Datenaustauschformaten (speziell agroXML) und die Optimierung des Betriebsmanagements durch Schlagkartei-Software.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Ersparnis von Arbeitszeit und die Vermeidung von manuellen Eingabefehlern für den Landwirten, indem Empfehlungen von Webportalen direkt in die Betriebssoftware überführt werden.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine konzeptionelle Analyse sowie eine prototypische Umsetzung gewählt, die durch Literaturrecherche und die Anwendung von Standards (XML/agroXML) untermauert wurde.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Unternehmensvorstellung, die Analyse bestehender Schlagkartei-Systeme, die technische Erläuterung von XML/agroXML und die detaillierte Konzeption der Schnittstellen-Implementierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie agroXML, Datenaustausch, Schlagkartei, Agrar-Office, Prozessoptimierung und Landwirtschaftliche Informatik charakterisieren.
Welche Rolle spielt agroXML in dieser Arbeit?
agroXML dient als zentraler Standard für den Datenaustausch, da es ein spezifisch auf die Landwirtschaft ausgerichtetes Vokabular bietet und eine modulare Datenstruktur ermöglicht.
Warum wird XHTML für die Schnittstelle eingesetzt?
XHTML dient als robustes Grundgerüst für die Infobriefe, da es hundertprozentig XML-kompatibel ist und somit eine strukturierte Grundlage für die anschließende automatisierte Datenextraktion durch die agroXML-Schnittstelle bietet.
Was ist das Ergebnis der prototypischen Umsetzung?
Das Ergebnis ist ein funktionsfähiger Prototyp, der zeigt, wie Daten aus Tabellen der Webseite in XML-Strukturen konvertiert und in die Software „Agrar-Office“ eingespeist werden können.
- Citar trabajo
- Verena Lang (Autor), 2010, Konzeption und prototypische Umsetzung der Übertragung von Daten für die Pflanzenbauberatung aus dem Internet in eine Schlagkartei, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183864