Die Kombination des sprachlichen und kulturellen Babylon-Effektes entstammt gleichermaßen der menschlichen Hybris und diversifizieren diesen bis zur Verwirrung, wenn er nicht in der Lage ist, eine diversitätskompensatorische Form der Integration und Einheit zurückzugewinnen, die für normales Leben kennzeichnend ist. Das sprachlich-kulturelle Babylon Syndrom belastet den Menschen dieser Epoche. Die Turmbauhybris hat die erste Welle der Verwirrung hervorgerufen und die damit einhergehende Kommunikationswirrnis gewiss zahllose Konflikte hervorgerufen und die Globalisierungshybris involviert nun eine fundamentalere globale kulturelle Wirrnis, wovon die sprachliche nur ein Teil ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Die kulturelle Babylonisierung
2. Kultureller Bürgerkrieg in Deutschland
3. Tsunami of the Mind
4. Winning the Soft War of the Mind
A critical review of the global cultural paradigm:
1. The state of the intercultural art and science:
On human relativity in intercultural research
2. Enhancing the intercultural art and science:
Sources, models and the achievement of supreme cultural intelligence
3. Der ethische Standpunkt: Die Revolution der Nächstenliebe als Management der globalen Krise
4. Global Culture Systems Analysis: Sustainability and Accountability
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die zunehmende kulturelle Fragmentierung und Entgrenzung in der globalisierten Welt („kulturelle Babylonisierung“). Ziel ist es, ein transdisziplinäres Modell des transkulturellen Managements zu entwickeln, das durch eine bewusste ethische und kognitive Neuausrichtung – metaphorisch als „Quantenkultur“ bezeichnet – dazu beiträgt, zwischenmenschliche und gesellschaftliche Konflikte zu überwinden und eine nachhaltige, integrative globale Identität zu fördern.
- Kulturelle Identität und ihre psychologische Fundierung
- Transformation vom interkulturellen zum transkulturellen Paradigma
- Analyse und Management von „kulturellen Kriegen“ und Grenzüberschreitungen
- Die Rolle ethischer Bewusstseinsbildung für nachhaltige Globalsteuerung
- Interdisziplinäre Synergie aus Naturwissenschaft, Philosophie und Religion
Auszug aus dem Buch
Die kulturelle Babylonisierung
Die technisch bedingte sogenannte Kollabierung von Raum und Zeit führt zu einer damit einhergehenden universellen Enttabuisierung der Grenzen und Relativierung der Werte. Der Turm zu Babel war ein vertikaler Versuch menschlicher Entgrenzung und Relativierung des Absoluten, die grenzenlose Globalisierung ist in vieler Hinsicht ein horizontaler Versuch der Entgrenzung und Relativierung des Absoluten. Die zweidimensionale Entgrenzung findet ihre Vollendung in der dreidimensionalen raumzeitlichen Entgrenzung und kosmischen Hybris. Damals folgte eine universelle Sprachenverwirrung, heute eine viel umfassendere Kulturenverwirrung. Die menschlichen Reaktionen auf diesen Sachverhalt bewegen sich in einer Bandbreite, die von der Ausblendung dieses Sachverhalts aus dem Bewusstsein bis hin zum proaktiven interkulturellen Brückenbau reicht.
Beide Prozesse haben dieselbe Ursache und dieselben Konsequenzen, das heißt, menschliche Anmaßung und dadurch bedingte Desintegrationsprozesse der Menschheit. Da sie dieselben Ursachen und Abläufe aufweisen, könnten sie auch durch dieselben Prozesse gesteuert werden, sofern sie reversibel sind. Teil 1 der Erörterung befasst sich vorwiegend mit der Anatomie und Physiologie der Atomisierung der Menschheit, während Teil 2 sich eher mit der Anatomie und Physiologie der Reintegration der Menschheit befasst.
Zusammenfassung der Kapitel
Die kulturelle Babylonisierung: Dieses Kapitel erläutert die moderne Kulturenverwirrung als Resultat technischer und zeitlicher Entgrenzung, die zu Desintegrationsprozessen in der Menschheit führt.
Kultureller Bürgerkrieg in Deutschland: Hier wird der historische Kontext kultureller Polarisierungen und deren Auswirkungen auf die deutsche Identität sowie die Herausforderungen durch Migration und mangelnde interne Integration analysiert.
Tsunami of the Mind: Das Kapitel nutzt die Metapher eines Tsunamis, um die zerstörerische Kraft unkontrollierter mentaler Wellen und die Notwendigkeit einer „Ökologie des Geistes“ zur Wiederherstellung der mentalen Balance zu beschreiben.
Winning the Soft War of the Mind: Hier wird die Notwendigkeit einer transkulturellen Intelligenz aufgezeigt, um den „Soft War“ kultureller Dominanz durch eine übergeordnete, solidarische Perspektive zu beenden.
The state of the intercultural art and science: Dieser Abschnitt untersucht die wissenschaftlichen Defizite in der aktuellen Forschung und fordert eine Ergänzung durch Erkenntnisse der Natur- und Lebenswissenschaften.
Enhancing the intercultural art and science: Hier werden Modelle für eine übergeordnete kulturelle Intelligenz vorgestellt, die durch eine transdisziplinäre Integration von Ethik und Evolution erreicht wird.
Der ethische Standpunkt: Die Revolution der Nächstenliebe als Management der globalen Krise: Dieses Kapitel postuliert die Nächstenliebe als notwendige Managementkompetenz und ethisches Fundament zur Bewältigung globaler Krisen.
Global Culture Systems Analysis: Sustainability and Accountability: Den Abschluss bildet ein systemanalytischer Ansatz zur kulturellen Clusterung (ALG-System), um kulturelle Veränderungsprozesse nachhaltig zu steuern.
Schlüsselwörter
Transkulturalität, Kulturelle Babylonisierung, Interkulturelles Management, Werteorientierung, Ethik, Bewusstseinsbildung, Quantenkultur, Identitätsmanagement, Systemanalyse, Transdisziplinarität, Globale Krise, Integration, Kulturelle Diversität, Psychosomatische Struktur, Bewusstseinshygiene
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Werk primär?
Das Buch befasst sich mit der Analyse der durch Globalisierung und Säkularisierung hervorgerufenen kulturellen Verwirrung und präsentiert ein transkulturelles Modell, um diese „Babylonisierung“ durch ein höheres Bewusstsein zu überwinden.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die zentralen Felder umfassen Interkulturelles Management, Psychologie der kulturellen Identität, Ethik im Kontext von Globalisierung sowie die Anwendung naturwissenschaftlicher Paradigmen auf gesellschaftliche Strukturen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist die Definition und Systematisierung eines transkulturellen Profilers, der es Managern und Entscheidungsträgern ermöglicht, kulturelle Diversität nicht als Konfliktquelle, sondern als integrative Ressource zu verstehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt einen transdisziplinären Ansatz, der Erkenntnisse aus der Soziologie, der Quantenphysik (als Metapher), der Neurophysiologie und der Theologie kombiniert, um ein ganzheitliches Verständnis von Kultur zu schaffen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil wird die historische und aktuelle Entwicklung kultureller Konflikte dargelegt, der „Transkulturelle Profiler“ (DOME-Modell) technisch erläutert und eine systemtheoretische Analyse globaler Kulturmuster vorgenommen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Wichtige Begriffe sind Transkulturalität, kulturelle Integration, ethische Bewusstseinsbildung, die Metapher der „Quantenkultur“ sowie die ganzheitliche Betrachtung des Menschen als psycho-physische Einheit.
Was bedeutet das "ALG-System" in der kulturellen Clusterung?
Das ALG-System (Africa, Asia, Arabia, Anglo, Latin, Germanic) ist ein pragmatisches Clustermodell des Autors, um Kulturen im Rahmen einer systemanalytischen Betrachtung globaler Strukturen einzuordnen.
Wie unterscheidet sich die "Quantenkultur" von herkömmlichen Ansätzen?
Während herkömmliche Ansätze oft auf statischen kulturellen Profilen basieren, betrachtet die „Quantenkultur“ das Bewusstsein als dynamische Schlüsselvariable, die durch systemische Integration Konflikte in Synergien umwandeln kann.
- Citation du texte
- D.E.A./UNIV. PARIS I Gebhard Deissler (Auteur), 2011, Die globale Babylonisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183920