Zu Beginn der Arbeit wird auf die konzeptionellen Grundlagen der kommunalen Wirtschaftsförderung eingegangen, d.h. es werden einige Begriffe definiert, die anhand der gestellten Themenstellung klärungsbedürftig sind. Schließlich werden die Träger gemeindlicher Aktivitäten und die zwei Arten der kommunalen Wirtschaftsförderung vorgestellt.
1.1 Definitionen Gemeinde/Kommune:
„Als Gebietskörperschaften juristische Personen öffentlichen Rechts mit eigener Verfassung, eigenem Haushalt (…) und Träger kommunaler Selbstverwaltung“ (o.V. 1993, S. 1268). Gemeindeverband:
„Zusammenschluss mehrerer Gemeinden zu einer ihrerseits mit Selbstverwaltung ausgestatteten Gebietskörperschaft, aber auch eigene Gebietskörperschaft mit unmittelbar gewählter Volksvertretung.
Gemeindeverbände dienen der Erfüllung überregionaler Aufgaben (…)“ (o.V. 1993, S. 1270). Kommunale Wirtschaftsförderung:
In der Literatur ist keine einheitliche Definition zur kommunalen Wirtschaftsförderung zu finden, sondern lediglich verschiedene Umschreibungen des Begriffs (vgl. Schubbert 1998, S.5ff.). Eine besonders treffende Erklärung ist die von Olsson/Pienckenbroch:
„Alle Maßnahmen einer Kommune oder eines Kommunalverbandes im Rahmen der öffentlichen Gemeindeaufgabe mit dem Ziel durch Verbesserung der Bedingungen der örtlichen Wirtschaftsunternehmen und durch deren Vermehrung und Vergrößerung Produktion, Beschäftigung, private Einkommen und Gemeindeeinnahmen im gemeindlichen Hoheitsgebiet so zu steigern, dass die Lebensverhältnisse der Gemeindebürger optimal verbessert werden (Gemeinwohlmaximierung)“ (Olsson/Pienkenbroch 1993, S. 384).
Inhaltsverzeichnis
- Konzeptionelle Grundlagen kommunaler Wirtschaftsförderung
- Definitionen
- Akteure
- Arten
- Rechtliche Rahmenbedingungen
- Aufgabenfelder und Instrumente kommunaler Wirtschaftsförderung
- Aufgabenfelder
- Neuansiedlungspolitik
- Gewerbebestandspflege
- Instrumente
- Gewerbeflächenpolitik
- Infrastrukturpolitik
- Initiierung und Förderung von Standortgemeinschaften
- Finanzhilfe, Steuer- und Tarifpolitik
- Werbung Standortmarketing
- Aufgabenfelder
- Kritische Gesamtbetrachtung
- Neue Anforderungen aufgrund veränderter Rahmenbedingungen
- Intra- bzw. interkommunale Zusammenarbeit
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit den konzeptionellen Grundlagen der kommunalen Wirtschaftsförderung und analysiert die rechtlichen Rahmenbedingungen, Aufgabenfelder und Instrumente dieser Förderaktivitäten. Dabei werden verschiedene Akteure und Arten der Wirtschaftsförderung vorgestellt und kritisch betrachtet. Der Fokus liegt auf den Herausforderungen der kommunalen Wirtschaftsförderung im Kontext veränderter Rahmenbedingungen.
- Definition und Abgrenzung des Begriffs „kommunale Wirtschaftsförderung“
- Analyse der Akteure und Arten der kommunalen Wirtschaftsförderung
- Rechtliche Rahmenbedingungen und ihre Auswirkungen auf die kommunale Wirtschaftsförderung
- Aufgabenfelder und Instrumente der kommunalen Wirtschaftsförderung
- Kritische Bewertung der kommunalen Wirtschaftsförderung im Kontext neuer Herausforderungen
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel der Arbeit widmet sich den konzeptionellen Grundlagen der kommunalen Wirtschaftsförderung. Es werden zentrale Begriffe definiert, die Akteure der kommunalen Wirtschaftsförderung vorgestellt und die beiden Arten der Förderung, die direkte und die indirekte, erläutert.
Kapitel 2 beleuchtet die rechtlichen Rahmenbedingungen der kommunalen Wirtschaftsförderung. Es werden die wichtigsten Rechtsgrundlagen, wie das Selbstverwaltungsrecht der Gemeinden und die Landesgesetze, vorgestellt. Zudem wird die Entwicklung der rechtlichen Zulässigkeit und des Umfangs der gemeindlichen Fördermaßnahmen diskutiert.
Das dritte Kapitel behandelt die Aufgabenfelder und Instrumente der kommunalen Wirtschaftsförderung. Es werden die wichtigsten Bereiche der Förderung, wie die Neuansiedlungspolitik und die Gewerbebestandspflege, sowie verschiedene Instrumente, wie die Gewerbeflächenpolitik, die Infrastrukturpolitik und die Finanzhilfe, beschrieben.
Schlüsselwörter
Kommunale Wirtschaftsförderung, Definitionen, Akteure, Arten, Rechtliche Rahmenbedingungen, Aufgabenfelder, Instrumente, Neuansiedlungspolitik, Gewerbebestandspflege, Gewerbeflächenpolitik, Infrastrukturpolitik, Finanzhilfe, Standortmarketing, Kritische Gesamtbetrachtung, Intra- bzw. interkommunale Zusammenarbeit, Fazit.
Häufig gestellte Fragen
Wie wird kommunale Wirtschaftsförderung definiert?
Sie umfasst alle Maßnahmen einer Kommune, die darauf abzielen, die Bedingungen für örtliche Unternehmen zu verbessern und durch deren Wachstum Produktion, Beschäftigung und Gemeindeeinnahmen zu steigern.
Was ist der Unterschied zwischen direkter und indirekter Wirtschaftsförderung?
Die Arbeit unterscheidet zwischen diesen zwei Arten der Förderung, wobei Akteure und Instrumente je nach Zielsetzung variieren.
Was sind die wichtigsten Aufgabenfelder der Wirtschaftsförderung?
Zu den zentralen Aufgabenfeldern gehören die Neuansiedlungspolitik (Akquise neuer Betriebe) und die Gewerbebestandspflege (Unterstützung ansässiger Unternehmen).
Welche Instrumente stehen einer Kommune zur Verfügung?
Wichtige Instrumente sind die Gewerbeflächenpolitik, Infrastrukturpolitik, Finanzhilfen, Steuer- und Tarifpolitik sowie aktives Standortmarketing.
Welche rechtlichen Grundlagen müssen beachtet werden?
Die Wirtschaftsförderung basiert auf dem Selbstverwaltungsrecht der Gemeinden und muss sich im Rahmen der geltenden Landes- und Bundesgesetze bewegen.
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- Martin Gittel (Author), 2003, Kommunale Wirtschafsförderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18401