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Kommunale Wirtschafsförderung

Titre: Kommunale Wirtschafsförderung

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2003 , 16 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Martin Gittel (Auteur)

Sciences de la Terre / Géographie - Géographie Economique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Zu Beginn der Arbeit wird auf die konzeptionellen Grundlagen der kommunalen Wirtschaftsförderung eingegangen, d.h. es werden einige Begriffe definiert, die anhand der gestellten Themenstellung klärungsbedürftig sind. Schließlich werden die Träger gemeindlicher Aktivitäten und die zwei Arten der kommunalen Wirtschaftsförderung vorgestellt.

1.1 Definitionen Gemeinde/Kommune:

„Als Gebietskörperschaften juristische Personen öffentlichen Rechts mit eigener Verfassung, eigenem Haushalt (…) und Träger kommunaler Selbstverwaltung“ (o.V. 1993, S. 1268). Gemeindeverband:

„Zusammenschluss mehrerer Gemeinden zu einer ihrerseits mit Selbstverwaltung ausgestatteten Gebietskörperschaft, aber auch eigene Gebietskörperschaft mit unmittelbar gewählter Volksvertretung.

Gemeindeverbände dienen der Erfüllung überregionaler Aufgaben (…)“ (o.V. 1993, S. 1270). Kommunale Wirtschaftsförderung:

In der Literatur ist keine einheitliche Definition zur kommunalen Wirtschaftsförderung zu finden, sondern lediglich verschiedene Umschreibungen des Begriffs (vgl. Schubbert 1998, S.5ff.). Eine besonders treffende Erklärung ist die von Olsson/Pienckenbroch:

„Alle Maßnahmen einer Kommune oder eines Kommunalverbandes im Rahmen der öffentlichen Gemeindeaufgabe mit dem Ziel durch Verbesserung der Bedingungen der örtlichen Wirtschaftsunternehmen und durch deren Vermehrung und Vergrößerung Produktion, Beschäftigung, private Einkommen und Gemeindeeinnahmen im gemeindlichen Hoheitsgebiet so zu steigern, dass die Lebensverhältnisse der Gemeindebürger optimal verbessert werden (Gemeinwohlmaximierung)“ (Olsson/Pienkenbroch 1993, S. 384).

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Konzeptionelle Grundlagen kommunaler Wirtschaftsförderung

1.1 Definitionen

1.2 Akteure

1.3 Arten

2. Rechtliche Rahmenbedingungen

3. Aufgabenfelder und Instrumente kommunaler Wirtschaftsförderung

3.1 Aufgabenfelder

3.1.1 Neuansiedlungspolitik

3.1.2 Gewerbebestandspflege

3.2 Instrumente

3.2.1 Gewerbeflächenpolitik

3.2.2 Infrastrukturpolitik

3.2.3 Initiierung und Förderung von Standortgemeinschaften

3.2.4 Finanzhilfe, Steuer- und Tarifpolitik

3.2.5 Werbung Standortmarketing

4. Kritische Gesamtbetrachtung

4.1 Neue Anforderungen aufgrund veränderter Rahmenbedingungen

4.2 Intra- bzw. interkommunale Zusammenarbeit

4.3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die konzeptionellen Grundlagen sowie die praktischen Instrumente und Aufgabenfelder kommunaler Wirtschaftsförderung. Ziel ist es, die Strategien von Kommunen zur Standortsicherung und Strukturverbesserung vor dem Hintergrund eines verschärften regionalen und internationalen Wettbewerbs zu analysieren.

  • Grundbegriffe und Akteure der Wirtschaftsförderung
  • Traditionelle Ansätze: Neuansiedlungspolitik vs. Gewerbebestandspflege
  • Rechtlicher Rahmen und kommunale Handlungsspielräume
  • Instrumente zur aktiven Standortgestaltung
  • Herausforderungen durch Globalisierung und interkommunale Kooperation

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Gewerbebestandspflege

Sie umfasst alle gemeindlichen, wirtschaftlichen Fördertätigkeiten bereits angesiedelter Unternehmungen in einer Kommune. Also eine stärkere Konzentration auf kleine und mittlere Unternehmungen, die im Laufe der siebziger Jahre immer mehr an Bedeutung gewannen (vgl. Hahne 1995, S.22). Erst seit den Achtzigern werden auch die Existenzgründer im Rahmen dieses Aufgabenfeldes (Existenzgründerpolitik) beachtet. Bei der Gewerbebestandspflege unterscheidet man in der praktischen Umsetzung zwischen Gewerbebestandssicherung, hier soll verhindert werden, dass Unternehmungen aus der Gemeinde abwandern, und Gewerbebestandserweiterung, bei der sowohl das wirtschaftliche Wachstum bestehender Unternehmungen, als auch Unternehmungsgründungen gefördert werden.

Anfangs wurde das Vorgehen von Seiten der Unternehmungen ausgelöst, die mit ihren Vorstellungen an die Akteure gemeindlicher Aktivitäten herantraten. Mittlerweile ist es umgekehrt und die Kommunen müssen auf die Unternehmungen zugehen, dadurch herrscht eine große Wettbewerbsintensität zwischen den Gemeinden. Daher kommt es bei der Gewerbebestandspflege im Gegensatz zur Neuansiedlungspolitik selten zu einer Zusammenarbeit benachbarter Kommunen. Unternehmungen sind durch ihre gestiegene Mobilität standortunabhängig geworden (vgl. Kühn/Floeting 1995, S.26, zit. in Icks/Richter 1999, S.7).

Man kann festhalten, dass mit der Neuansiedlungspolitik das Ziel der Sicherung und Verbesserung der kommunalen bzw. regionalen Arbeitsmarktsituation äußerst fragwürdig ist. Eher sollten kleine und mittlere Unternehmungen, die bereits ortsansässig sind, mehr kommunale Unterstützung erhalten, um die Ziele kommunaler Wirtschaftsförderung zu erreichen. Die Gemeinden sollten wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen schaffen und erhalten um die bereits angesiedelten Unternehmungen zum Bleiben bzw. zur Unternehmenserweiterung zu bewegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Konzeptionelle Grundlagen kommunaler Wirtschaftsförderung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe, identifiziert die Akteure der Wirtschaftsförderung und unterscheidet zwischen direkten und indirekten Fördermaßnahmen.

2. Rechtliche Rahmenbedingungen: Hier werden die gesetzlichen Grundlagen für kommunale Aktivitäten sowie die durch die Innenministerkonferenz eingeschränkten Handlungsspielräume der Gemeinden beleuchtet.

3. Aufgabenfelder und Instrumente kommunaler Wirtschaftsförderung: Das Kapitel erläutert die Strategien der Neuansiedlungspolitik und Gewerbebestandspflege sowie spezifische Instrumente wie Flächen- und Infrastrukturpolitik.

4. Kritische Gesamtbetrachtung: Dieser Abschnitt analysiert den Anpassungsdruck durch Globalisierung und den Wandel der Rahmenbedingungen sowie die Bedeutung interkommunaler Kooperationen.

Schlüsselwörter

Kommunale Wirtschaftsförderung, Standortpolitik, Gewerbebestandspflege, Neuansiedlungspolitik, Standortmarketing, Infrastrukturpolitik, Standortfaktoren, Gemeinwohlmaximierung, Gewerbeflächenpolitik, kommunale Selbstverwaltung, interkommunale Zusammenarbeit, Existenzgründerpolitik, Regionalförderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die vielfältigen Aufgaben und strategischen Ansätze, mit denen Kommunen die lokale wirtschaftliche Entwicklung steuern und fördern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den konzeptionellen Grundlagen, der Unterscheidung zwischen Neuansiedlung und Bestandspflege sowie den praktischen Instrumenten der Standortpolitik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Wirksamkeit kommunaler Maßnahmen zur Standortsicherung und Verbesserung der Lebensverhältnisse im Kontext von Wettbewerb und Finanznot zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und wertet etablierte Konzepte der Wirtschaftsgeographie sowie rechtliche Rahmenbedingungen aus.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert detailliert die Instrumente der Wirtschaftsförderung, wie Gewerbeflächenpolitik, Infrastrukturpolitik und Standortmarketing, sowie die Herausforderungen moderner Verwaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Kommunale Wirtschaftsförderung, Standortfaktoren, Gewerbebestandspflege, Neuansiedlungspolitik und interkommunale Zusammenarbeit.

Warum ist die Gewerbebestandspflege heute wichtiger als Neuansiedlungspolitik?

Aufgrund der gestiegenen Mobilität von Unternehmen und der schwindenden Zahl mobiler Großinvestitionen liegt der Fokus zunehmend auf der Bindung und Erweiterung bestehender Betriebe.

Welche Rolle spielt die interkommunale Zusammenarbeit?

Sie dient dazu, Handlungsspielräume zu erweitern, die einzelnen Kommunen aufgrund begrenzter eigener Ressourcen oder rechtlicher Einschränkungen allein verwehrt blieben.

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Résumé des informations

Titre
Kommunale Wirtschafsförderung
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie)
Cours
Seminar (SS 2003)
Note
2,3
Auteur
Martin Gittel (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
16
N° de catalogue
V18401
ISBN (ebook)
9783638227605
Langue
allemand
mots-clé
Kommunale Wirtschafsförderung Seminar
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Martin Gittel (Auteur), 2003, Kommunale Wirtschafsförderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18401
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Extrait de  16  pages
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