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Die ältesten Zeugnisse des Arabischen

Title: Die ältesten Zeugnisse des Arabischen

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Adrian Wille (Author)

Orientalism / Sinology - Arabistic
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Stolz auf die eigene Abstammung war schon immer von großer Bedeutung gewesen. Völker haben seit Menschengedenken ihren Machtanspruch mit deren glorreicher Vergangenheit begründet. Auch heute hat jeder etwas, auf das er vermeintlich stolz sein kann: Die Amerikaner haben ihren „Melting Pot“, das Vereinigte Königreich sein „Commonwealth“ und die Deutschen ihre Dichter und Denker. Ein Äquivalent der arabischen Staaten ist sicherlich der Islam, auf dessen Geschichte selbstbewusst zurückgeblickt wird. Mit dem Koran eng zusammenhängend, agiert die arabische Sprache als identifikationsstiftendes Element. Versucht man jedoch die Wurzel des Arabischen weiter in die vorislamische Zeit zurück zu verfolgen, stößt man auf Schwierigkeiten.
Diese Arbeit nimmt sich daher vor, die frühesten Zeugnisse des Arabischen zu beleuchten. Untersucht wird die Herkunft eines Volkes der Araber und dessen Wirken. Folgend wir die Entstehung der arabischen Sprache anhand von sechs Inschriftengruppen analysiert, die in die „Frühnordarabischen Inschriften“ und die „Aramäischen Inschriften“ unterteilt werden. Nach der Erläuterung der Entstehung der arabischen Schrift werden exemplarisch die Inschriften von „An-Namāra“ und „ʿEn ʿAvdat“ genauer auf arabische Elemente hin untersucht. Ein Fazit fasst die wichtigsten Fakten der „Ältesten Zeugnisse des Arabischen“ zusammen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einführung

II. Die Araber

III. Die arabische Sprache

1. Einführung

2. Frühnordarabische Inschriften

a) Thamūdische Inschriften

b) Lihyānische Inschriften

c) Ṣafāʾitische Inschriften

d) Ḥasāʾitische Inschriften

3. Aramäische Inschriften

a) Palmyrische Inschriften

b) Nabatäische Inschriften

IV. Die Arabische Schrift

V. Bedeutende Inschriften

1. Die Inschrift von An-Namāra

2. Die Inschrift von ʿEn ʿAvdat

VI. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Wurzeln und die Entwicklung der arabischen Sprache, indem sie die frühesten schriftlichen Zeugnisse aus der vorislamischen Zeit analysiert. Ziel ist es, anhand einer detaillierten Untersuchung verschiedener Inschriftengruppen die linguistische Evolution sowie den Übergang von der nabatäischen zur arabischen Schrift nachzuvollziehen.

  • Historische Herkunft und Besiedlung der arabischen Stämme.
  • Analyse frühnordarabischer und aramäischer Inschriftengruppen.
  • Entwicklung und Ausformung der arabischen Schrift.
  • Exemplarische Untersuchung der Inschriften von An-Namāra und ʿEn ʿAvdat.
  • Bedeutung der Inschriften als linguistische und historische Primärquellen.

Auszug aus dem Buch

2. Die Inschrift von ʿEn ʿAvdat

Aus dem 1. Jhdt v.Chr. stammt die Inschrift von ʿEn ʿAvdat. Sie wurde 1986 entdeckt und ist womöglich das älteste Textbeispiel des Arabischen. Dementsprechend komliziert ist die Interpretation. Es handelt sich um eine aramäische Inschrift in nabatäischer Schrift, die dem Gott Obodas geweiht ist. Sie gilt auch als eines der ersten Zeugnisse der vorislamischen Dichtkunst. In ihr befinden sich drei Zeilen in Arabisch.

Sehen wir uns die Gattungsnamen ʾl-mwtw und grhw an. Sie beide enden mit dem nabatäischem w, welches später, wie in der An-Namāra Inschrift, nur bei Personennamen benutzt wurde. Eine zweite Theorie zu diesen beiden Begriffen ist eine mögliche Zugehörigkeit des w zum nächsten Wort. Der Artikel ʾl bei ʾlmwtw, ʾal-mawtu in der 2. Zeile lässt keine Zweifel aufkommen, dass dieser Text die älteste Form des klassisch Arabischen beinhaltet. Auffällig ist die Verneinung mit lā am Ende jeder Zeile. Man vermutet, dass lā zu dieser Zeit die einzige Verneinungsform war, da auch in anderen semitischen Sprachen keine Verneinungsform mā gefunden wurde. Mediale Langvokale werden wie bei den Wörtern fkn, fa-kāna und ybġn’, yabġīna in der 2./ 3. Zeile nicht geschrieben. Dahingegen wird w zum Ausdruck von Diphthongen wie in ʾlmwtw, ʾal-mawtu in Zeile zwei verwendet. Eine Art ʾAlif Maqsūra wird im Fall des Akkusativs fidan/ fidā in der ersten Zeile und ebenso bei den Verben yrdn’, yurdīnā in den Zeilen zwei und drei angenommen. Interessanterweise übersetzt Bellamy ʾtr’ in der ersten Zeile ohne ā: ʾaṭara. Das Hamza des Artikels ist bereits zu einem Hamzat al-Wasl geworden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einführung: Die Einleitung legt den Fokus auf das Bedürfnis nach historischer Identität und skizziert das methodische Vorgehen bei der Untersuchung der frühen arabischen Schriftzeugnisse.

II. Die Araber: Dieses Kapitel behandelt die historische Herkunft und die ersten Berührungspunkte der arabischen Stämme mit Hochkulturen wie den Assyrern.

III. Die arabische Sprache: Eine systematische Darstellung der verschiedenen Inschriftengruppen (frühnordarabisch und aramäisch), die als Basis für die Erforschung der arabischen Sprache dienen.

IV. Die Arabische Schrift: Dieses Kapitel erläutert die Genese der arabischen Schrift aus der nabatäischen Kursive und beleuchtet interne Neuerungen der Alphabetsstruktur.

V. Bedeutende Inschriften: Eine detaillierte Analyse der Inschriften von An-Namāra und ʿEn ʿAvdat, die als kritische Dokumente für die arabische Sprachgeschichte dienen.

VI. Fazit: Die Schlussbetrachtung würdigt die Schwierigkeiten der Forschung und betont die Notwendigkeit weiterer Anstrengungen zur Entschlüsselung dieser historischen Zeugnisse.

Schlüsselwörter

Arabisch, Vorislamisch, Inschriften, An-Namāra, ʿEn ʿAvdat, Nabatäisch, Sprachgeschichte, Philologie, Thamūdisch, Lihyänisch, Ṣafāʾitisch, Arabische Schrift, Epigraphik, Semitisch

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den frühesten schriftlichen Zeugnissen des Arabischen und dem Prozess der Sprachentwicklung vor der Entstehung des Islam.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Identität der Araber, die Klassifizierung alter Inschriftengruppen und die orthografische sowie linguistische Analyse der vorislamischen Texte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel besteht darin, anhand von epigraphischen Funden wie An-Namāra und ʿEn ʿAvdat die Entwicklungsschritte vom frühen Arabischen zum klassischen Arabisch aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine philologisch-historische Methode angewandt, die auf der Analyse von Inschriften, Transkriptionen und dem Vergleich mit bekannten linguistischen Strukturen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der arabischen Stämme, die Typologie der Inschriftengruppen (frühnordarabisch/aramäisch) sowie die detaillierte Untersuchung bedeutender Inschriften.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten über Begriffe wie arabische Sprachgeschichte, vorislamische Inschriften, Epigraphik und philologische Analyse definieren.

Warum ist die Interpretation der Inschrift von ʿEn ʿAvdat so schwierig?

Die Inschrift ist ein aramäischer Text in nabatäischer Schrift mit arabischen Anteilen, was aufgrund ihrer hohen zeitlichen Distanz und orthographischen Besonderheiten komplexe linguistische Schlüsse erfordert.

Was macht die Inschrift von An-Namāra für die Forschung so bedeutsam?

Sie gilt als eines der wichtigsten Zeugnisse, da sie eine Zwischenstufe zwischen nabatäischer und arabischer Sprache darstellt und die Konsonantenassimilation des arabischen Artikels aufweist.

Welche Rolle spielt die nabatäische Schrift für das Arabische?

Die nabatäische Kursivschrift gilt als Vorläuferin der arabischen Schrift; ihre Entwicklung und die Übernahme von Elementen waren entscheidend für die Ausformung arabischer Schriftkonventionen.

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Details

Title
Die ältesten Zeugnisse des Arabischen
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Orientalische Philologie)
Course
Arabische Sprachwissenschaft
Grade
1,3
Author
Adrian Wille (Author)
Publication Year
2010
Pages
24
Catalog Number
V184046
ISBN (eBook)
9783656085973
ISBN (Book)
9783656085874
Language
German
Tags
Arabisch Linguistik An Namara Zeugnisse Inschriften Thamudisch Lihyanisch Safaitisch Hasaitisch Aramäisch En Avdat Palmyrisch Nabatäisch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Adrian Wille (Author), 2010, Die ältesten Zeugnisse des Arabischen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184046
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