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Zuwanderung in die Bundesrepublik Deutschland - Hisorischer Verlauf und aktuelle Entwicklungen

Title: Zuwanderung in die Bundesrepublik Deutschland - Hisorischer Verlauf und aktuelle Entwicklungen

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 33 Pages , Grade: 1

Autor:in: Holger Rupprecht (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities
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Die Geschichte der Bundesrepublik ist eng mit einem äußerst lebhaften Migrationgeschehen verbunden. Insgesamt zogen seit den 1950er Jahren mehr als 30 Millionen Personen ins Land, weitaus die meisten verließen es wieder. Viele aber ließen sich dauerhaft in der Bundesrepublik nieder, die dem zu Folge de facto seit ihrer Gründung ein Einwanderungsland war. 1997 waren von 82 Millionen in der Bundesrepublik wohnhaft Gemeldeten nur rund 66 Millionen Personen im Inland geboren und gleichzeitig immer deutsche Staatsbürger gewesen. Je nach wirtschaftlicher Situation in der Bundesrepublik und der politischen „Großwetterlage“ der Welt wurden diese Personen aus unterschiedlichen Motiven zu unterschiedlichen Bedingungen aufgenommen. Erst in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre aber setzte sich in der politischen Diskussion des Landes die Erkenntnis durch, dass es einer umfassenden Regelung bedarf, um die Migration nach Deutschland und den Aufenthalt der hier lebenden Ausländer regeln und steuern zu können.

Diese Arbeit zielt darauf, Determinanten, Kontroversen und Konzepte bezüglich der Migration in die Bundesrepublik in historischer und aktueller Perspektive zu skizzieren. Flucht und Vertreibung ehemaliger Staatsangehöriger des deutschen Reiches zwischen 1945 und 1949 wird dabei kein Gegenstand der Ausführungen sein, ebenso wenig wie die Übersiedelung von Personen aus der Deutschen Demokratischen Republik zwischen 1949 und 1990.

Geschildert wird im ersten Abschnitt die Migration von ausländischen Arbeitskräften, Aussiedlern, Flüchtlingen und Asylbewerbern. Den Mittelabschnitt bildet in aller Kürze eine Zusammenfassung des ersten Schrittes in eine neue Richtung der Ausländerpolitik, die Neuregelung des Staatsangehörigkeitsrechts. Der dritte und letzte Teil der Arbeit skizziert das Ringen um ein neues Konzept: die Diskussion um das geplante Zuwanderungsgesetz der Bundesregierung. Die Frage, ob und inwieweit sich die Migranten, die den genannten Gruppen zugerechnet werden in die bundesrepublikanische Aufnahmegesellschaft integrieren konnten, würde allein schon wegen der kontrovers diskutierten Frage, was unter Integration verstanden
werden soll und wie diese gemessen werden kann, den Rahmen dieser Arbeit sprengen und wird somit außen vor gelassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Migration in die Bundesrepublik Deutschland nach 1949

2.1 Arbeitsmigration

2.1.1 Die Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte (1955-1973)

2.1.2 Arbeitsmigration nach 1973

2.1.3 „Neue“ Gastarbeiter

2.2 (Spät-)Aussiedler - Migration von Personen (volks-) deutscher Herkunft

2.3 Flüchtlinge und Asylsuchende

2.4 Illegal Eingewanderte

3 Das deutsche Staatsbürgerschaftsrecht

4 Die Einwanderungsdebatte: Kontroverse um ein neues Konzept

4.1 Gesetzesentwurf der Bundesregierung

4.2 Kritikpunkte der Union

5 Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit skizziert die Determinanten, Kontroversen und Konzepte der Migration in die Bundesrepublik Deutschland aus historischer und aktueller Perspektive. Dabei wird untersucht, wie sich die Migrationspolitik von der Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte bis hin zur komplexen Zuwanderungsdebatte der 1990er und frühen 2000er Jahre entwickelt hat, inklusive der Reform des Staatsbürgerschaftsrechts und der politischen Blockaden bei der Einführung eines neuen Zuwanderungsgesetzes.

  • Historische Entwicklung der Arbeitsmigration (Gastarbeiter) und ihrer Auswirkungen
  • Status und Problematik von (Spät-)Aussiedlern sowie Flüchtlingen und Asylsuchenden
  • Reform des deutschen Staatsbürgerschaftsrechts und die Debatte um die doppelte Staatsbürgerschaft
  • Politische Kontroversen und der Gesetzentwurf für ein neues Zuwanderungsgesetz
  • Die demografische Notwendigkeit einer gesteuerten Zuwanderung im Konflikt mit politischen Vorbehalten

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Die Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte (1955-1973)

Zwischen 1955 und 1968 wurden bilaterale Anwerbeverträge mit Italien (1955), Spanien (1960), Griechenland (1960), der Türkei (1961), Marokko(1963), Portugal (1964), Tunesien (1965) und Jugoslawien (1968) abgeschlossen. Deutsche Unternehmen meldeten bei der Bundesanstalt für Arbeit Bedarf an, woraufhin diese über Außenstellen in den genannten südeuropäischen bzw. nordafrikanischen Staaten mittels eines mitunter fragwürdigen Auswahlverfahrens die passenden Arbeitskräfte rekrutierte. Geplant war, die Arbeitnehmer im Sinne eines Rotationsmodells nach kurzer Zeit wieder auszuwechseln. Die Arbeitserlaubnis wurde nur für einen bestimmten Arbeitsplatz in einem bestimmten Unternehmen erteilt. Der Gewinn für die deutsche Wirtschaft war enorm. „Der größte Vorteil der Ausländer für die deutsche Wirtschaft [bestand, H.R.] in ihrer Funktion als mobile Reservearmee des westdeutschen Arbeitsmarktes (...). Die ausländischen Arbeitnehmer ermöglich(t)en den deutschen Arbeitnehmern soziale Aufstiegschancen, da sie die unteren und untersten Plätze der Beschäftigungshierarchie einnahmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Einwanderungsgeschichte der Bundesrepublik ein und erläutert den Aufbau der Untersuchung sowie deren Fokus auf Zuwanderungsdynamiken.

2 Migration in die Bundesrepublik Deutschland nach 1949: Dieses Kapitel analysiert die verschiedenen Migrationsströme, von der klassischen Arbeitsmigration über Aussiedler bis hin zu Flüchtlingen und illegal Eingewanderten.

3 Das deutsche Staatsbürgerschaftsrecht: Hier wird die Reform des Staatsangehörigkeitsrechts von 2000 und der Übergang von einer rein ethnischen Definition hin zum Optionsmodell kritisch hinterfragt.

4 Die Einwanderungsdebatte: Kontroverse um ein neues Konzept: Dieses Kapitel beleuchtet den politischen Ringen um das neue Zuwanderungsgesetz sowie die inhaltliche Kritik der Union an der Regierungsplanung.

5 Schluss: Das Schlusswort resümiert die politische Blockadementalität und mahnt eine gesamtgesellschaftliche sowie humanitäre Verantwortung der Bundesrepublik bei der Gestaltung ihrer Einwanderungspolitik an.

Schlüsselwörter

Zuwanderung, Migration, Arbeitsmarkt, Gastarbeiter, Staatsbürgerschaft, Integration, Asylrecht, Zuwanderungsgesetz, Aussiedler, Demografie, politische Kontroverse, Bundesrepublik Deutschland, Flucht, Ausländerpolitik, Arbeitskräftebedarf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Geschichte und den aktuellen Herausforderungen der Zuwanderung in die Bundesrepublik Deutschland ab 1949 bis Anfang der 2000er Jahre.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Arbeitsmigration, der Integration von Aussiedlern und Flüchtlingen sowie der Reform des Staatsbürgerschaftsrechts und der Einwanderungsgesetzgebung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung der Migrationsdeterminanten, der politischen Kontroversen und der notwendigen Konzepte zur Steuerung der Zuwanderung in einem faktischen Einwanderungsland.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von migrationspolitischen Entwicklungen, Gesetzesentwürfen, Expertenberichten und soziologischen Daten zur Migrationsforschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der verschiedenen Migrationsformen, die rechtliche Neuausrichtung der Staatsbürgerschaft und den detaillierten Diskurs um ein geplantes Zuwanderungsgesetz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Zuwanderung, Migration, Arbeitsmarkt, Gastarbeiter, Staatsbürgerschaft, Integration, Asylrecht und Demografie.

Welche Rolle spielte der Asylkompromiss von 1993 für die Zuwanderungszahlen?

Der Asylkompromiss führte durch restriktivere Regelungen, wie die Drittstaatenregelung, zu einem deutlichen Rückgang der Asylanträge in den Folgejahren.

Warum kritisiert die Union den Gesetzentwurf zur Zuwanderung von 2002?

Die Union bemängelte vor allem, dass der Entwurf keine echte Begrenzung der Zuwanderung darstelle und die demografische Entwicklung nicht durch unkontrollierte Migration, sondern durch gezielte Arbeitsmarktpolitik gelöst werden sollte.

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Details

Title
Zuwanderung in die Bundesrepublik Deutschland - Hisorischer Verlauf und aktuelle Entwicklungen
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Soziologie)
Course
Hauptseminar
Grade
1
Author
Holger Rupprecht (Author)
Publication Year
2003
Pages
33
Catalog Number
V18405
ISBN (eBook)
9783638227636
Language
German
Tags
Zuwanderung Bundesrepublik Deutschland Hisorischer Verlauf Entwicklungen Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Holger Rupprecht (Author), 2003, Zuwanderung in die Bundesrepublik Deutschland - Hisorischer Verlauf und aktuelle Entwicklungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18405
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