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Bericht jüdische Projektage, Erfahrungen einer Betroffenen

Título: Bericht jüdische Projektage, Erfahrungen einer Betroffenen

Reporte de Práctica , 2009 , 5 Páginas , Calificación: bestanden

Autor:in: Christoph Reisbrenner (Autor)

Pedagogía - Pedagogía intercultural
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Unter Anleitung des Teams um Frau G. und Herrn L. durfte ich in diesen Tagen mehr mitnehmen als nur Wissenswertes über das Judentum. Aber dazu später noch mehr. Zunächst wurde den Schülern (7. Kl.) der Film „Willi wills wissen – Das Judentum -“ im Kino gezeigt, um sie an das Thema Judentum heranzuführen. Die Atmosphäre unter den Schülern war sehr hektisch und unruhig. Herr L. ergänzte den Film noch um einige Details. Anschließend konnten die Schüler fragen stellen. Dies geschah zu meiner Überraschung sehr munter. Die Schüler gaben sich neugierig, beobachtend, erstaunt, offen für Neues, fragend, diskutierend, verwundert. Es wurden sachlich korrekte Fragen gestellt, aber auch banale, wie etwa, ob die Vorhaut nach der Beschneidung nachwachsen würde. Ein Beispiel für eine korrekte Frage ist: „Gibt es in Familien eine Tora?“. Diese Frage wurde mit „Nein“ beantwortet, weil eine Tora ca. 15000 Euro kostet, oder je nach Größe auch mehr. Den Schülern wurde dann auf spielerisch/entdeckender Weise das Judentum nähergebracht, dies geschah auf pädagogisch wertvollem Wegen, wie dem Singen/Tanzen jüdischer Tänze und Lieder, dem Schreiben des eigenen Namens in hebräischer Schrift, dem Entdecken des Pessach-Festes und dem Basteln des jüdischen Tempels. Ich denke, dass diese Formen der Lehrinhaltevermittlung sehr fruchtbar sind, weil die Schüler sich auch innerlich mit dem Thema auseinandersetzen mussten, und die Sinne der Schüler beim Lernen angesprochen wurden. Beim Tanzen und Singen geschah dies vor allem über die Bewegungsseite. Besonders beliebt war das Basteln, dabei waren die Schüler sehr ruhig und wollten es unbedingt in der Zeit schaffen, den Tempel in Partnerarbeit zu „erbauen“. Es hat ihnen sichtlich Spaß gemacht. Die Unruhe im Klassenraum war spürbar geringer, als beim Tanzen oder Chanukka. Ich selbst habe an den Workshops „Tanzen und Singen“ und „Basteln“ teilgenommen (also beobachtend, anleitend, korrigierend, leitend). Den Workshop „Chanukka“ habe ich selbst geleitet. Dabei ging es darum, den Schülern der Klassen 7-8 nahezubringen, warum es dieses Fest überhaupt gibt, was es bedeutet und wie es gefeiert wird. Nun, es wird gefeiert aufgrund der Opferbereitschaft einiger jüdischer Kinder, die die Einwohner vor griechischen Eroberern 165 v. Chr. gewarnt haben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Bericht über die jüdischen Projekttage in H. vom 26.-28.10.2009.

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Der vorliegende Bericht dokumentiert die Erfahrungen und Beobachtungen während der jüdischen Projekttage an einer Schule, wobei der Fokus auf der Vermittlung jüdischer Kultur, Geschichte und der Begegnung mit einer Zeitzeugin der Shoah liegt.

  • Pädagogische Vermittlung von Inhalten zur jüdischen Religion und Geschichte.
  • Analyse des Sozialverhaltens und der Lernmotivation bei Schülern der 7. und 8. Klasse.
  • Reflexion über die Wirkung authentischer Zeitzeugengespräche im Bildungskontext.
  • Untersuchung der Bedeutung von Menschlichkeit und Glauben in Extremsituationen.
  • Erfahrungen im Bereich der schulischen Teamarbeit und Berufsorientierung.

Auszug aus dem Buch

Bericht über die jüdischen Projekttage in H. vom 26.-28.10.2009.

Unter Anleitung des Teams um Frau G. und Herrn L. durfte ich in diesen Tagen mehr mitnehmen als nur Wissenswertes über das Judentum. Aber dazu später noch mehr. Zunächst wurde den Schülern (7. Kl.) der Film „Willi wills wissen – Das Judentum -“ im Kino gezeigt, um sie an das Thema Judentum heranzuführen. Die Atmosphäre unter den Schülern war sehr hektisch und unruhig. Herr L. ergänzte den Film noch um einige Details. Anschließend konnten die Schüler Fragen stellen. Dies geschah zu meiner Überraschung sehr munter. Die Schüler gaben sich neugierig, beobachtend, erstaunt, offen für Neues, fragend, diskutierend, verwundert.

Es wurden sachlich korrekte Fragen gestellt, aber auch banale, wie etwa, ob die Vorhaut nach der Beschneidung nachwachsen würde. Ein Beispiel für eine korrekte Frage ist: „Gibt es in Familien eine Tora?“. Diese Frage wurde mit „Nein“ beantwortet, weil eine Tora ca. 15000 Euro kostet, oder je nach Größe auch mehr. Den Schülern wurde dann auf spielerisch/entdeckender Weise das Judentum nähergebracht, dies geschah auf pädagogisch wertvollem Wegen, wie dem Singen/Tanzen jüdischer Tänze und Lieder, dem Schreiben des eigenen Namens in hebräischer Schrift, dem Entdecken des Pessach-Festes und dem Basteln des jüdischen Tempels.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Bericht über die jüdischen Projekttage in H. vom 26.-28.10.2009.: Dieser Abschnitt beschreibt den Ablauf der Projekttage, die didaktischen Methoden zur Wissensvermittlung und die Reflexion der Begegnung mit der Zeitzeugin Erna van de Vries.

Schlüsselwörter

Judentum, Projekttage, Shoah, Zeitzeugen, Erna van de Vries, Pädagogik, Antisemitismus, Religion, Menschlichkeit, Schüler, Sozialverhalten, Holocaust, Erinnerungskultur, Teamarbeit, Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Bericht grundsätzlich?

Der Bericht behandelt die Durchführung und die pädagogischen Ergebnisse der jüdischen Projekttage an einer Schule, bei denen Schülern das Judentum nähergebracht wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Vermittlung jüdischer Traditionen, die Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus und die Bedeutung von Zeitzeugenschaft für den Lernprozess.

Was ist das Ziel der Projekttage gewesen?

Das primäre Ziel war es, Schülern jüdische Geschichte und Religion durch praktische Methoden und eine authentische Begegnung näherzubringen, um Vorurteile abzubauen.

Welche wissenschaftliche bzw. pädagogische Methode wurde verwendet?

Es wurde ein erfahrungsorientierter Ansatz gewählt, der neben Filmen und Workshops vor allem den Dialog mit einer Zeitzeugin und interaktive Lerneinheiten (Singen, Basteln) umfasste.

Was wird im Hauptteil des Berichts behandelt?

Der Hauptteil dokumentiert die Reaktionen der Schüler, die Details der Workshops sowie die tiefgreifende Auswertung der Lebensgeschichte der Überlebenden Erna van de Vries.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Text?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Judentum, Zeitzeugenarbeit, historische Bildung, Empathie und pädagogische Reflexion charakterisieren.

Welchen Einfluss hatte der Film „Ich wollte noch einmal die Sonne sehen“?

Der Film ermöglichte einen emotionalen Zugang zur Geschichte von Erna van de Vries, der die Schüler nachhaltig beeindruckte und zum Nachdenken anregte.

Wie reagierten die Schüler auf die Begegnung mit der Zeitzeugin?

Die Schüler zeigten sich tief betroffen, stellten zahlreiche reflektierte Fragen und zeigten ein gesteigertes Interesse am Schicksal der Verfolgten.

Warum war die Zusammenarbeit mit den Lehrkräften für den Autor relevant?

Der Autor konnte durch die Kooperation Einblicke in Schulstrukturen gewinnen und seine eigene pädagogische Kompetenz sowie Teamfähigkeit weiterentwickeln.

Was lehrt die Geschichte von Erna van de Vries nach Ansicht des Autors?

Sie lehrt die Bedeutung kleiner Gesten der Menschlichkeit und die Notwendigkeit, sich gegen Neo-Nationalsozialismus und Unwissenheit zu engagieren.

Final del extracto de 5 páginas  - subir

Detalles

Título
Bericht jüdische Projektage, Erfahrungen einer Betroffenen
Universidad
University of Osnabrück  (Erziehungs- und Kulturwissenschaften)
Curso
Einführung in die Interkulturelle Pädagogik
Calificación
bestanden
Autor
Christoph Reisbrenner (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
5
No. de catálogo
V184073
ISBN (Ebook)
9783656091127
Idioma
Alemán
Etiqueta
bericht projektage erfahrungen betroffenen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christoph Reisbrenner (Autor), 2009, Bericht jüdische Projektage, Erfahrungen einer Betroffenen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184073
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