Innovationsprozesse und Innovationsmodelle


Hausarbeit, 2001
47 Seiten, Note: 1,5

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriff „Innovation“

3 Klassifizierung von Innovationen
3.1 Produkt- oder Angebotsinnovation
3.2 Prozeßinnovation
3.3 Strukturinnovation
3.4 Sozialinnovation

4 Entwicklung von Phasenmodellen

5 Phasenmodell der Produktplanung nach VDI
5.1 Produktplanung - Voraussetzung für erfolgversprechende Produktinnovation
5.2 Nutzung von Informationsquellen
5.3 Produktfindung
5.4 Die Realisierung von Innovationen

6 Konsumentenorientierte Produktinnovation nach Schubert
6.1 Phasenmodell
6.2 Ideenfindung und Ideenbewertung
6.2.1 Phase 1: Bestimmung des Zielmarktes
6.2.2 Phase 2: Ideenfindung
6.2.3 Phase 3: Ideenbewertung
6.3 Konzeptentwicklung
6.3.1 Phase 4: Entwicklung und Überprüfung des Produktkonzeptes
6.3.2 Phase 5: Entwicklung und Überprüfung des Marketingkonzeptes
6.4 Phase 6: Wirtschaftlichkeitsanalyse
6.5 Produktentwicklung
6.5.1 Phase 7: Gestaltung des physischen Produktes
6.5.2 Phase 8: Produkttest
6.6 Markteinführung
6.6.1 Phase 9: Markttest
6.6.2 Phase 10: Nationale Einführung

7 Stufenplanung für die Realisierung technischer Prozesse (Produkte und Verfahren) nach Hinterhuber

8 Phasenmodell der Produktinnovation nach Schmitt-Grohé

9 Einführung einer personalpolitischen Innovation (PPI) nach Niederer

10 Phasenmodell der Strukturinnovation nach Greiner/Barnes

11 Innovationshemmnisse
11.1 Mangelnde Flexibilität
11.2 Umweltschutz und Technologiefeindlichkeit
11.3 Spezielle Innovationshemmnisse in Klein- und Mittelbetrieben

12 Innovationsförderung

13 Innovationsfördernde Weiterbildung
13.1 Welche Qualifikationen sollen vermittelt werden?
13.2 Die Vermittlung von tätigkeitsspezifischer Kompetenz und von Basiskompetenz
13.3 Einbeziehung der Vorgesetzten
13.4 Ist-Zustand in KMU

Abbildungsverzeichnis und Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Noch immer kämpfen die ostdeutschen Unternehmen um den Anschluß an die gesamtdeutsche Wirtschaft. Dabei sind die wenigsten wettbewerbsfähig, arbeiten in „Roten Zahlen“.

Das liegt erstens an den Absatzschwierigkeiten der Ostunternehmen, denn der Westen kann mit seinen Produkten ganz Deutschland abdecken. Zugleich ist es nicht möglich, Ostprodukte in den neuen Bundesländern auf den Markt zu bringen.[1]

Zweitens ist ein Einstieg über den Preis in das Vertriebsnetz Westdeutschlands oder gar des Auslandes angesichts der Billigkonkurrenz aus den Nachbarländern und Fernost kaum zu schaffen.

Drittens fehlt den ostdeutschen Unternehmen das Kapital für Forschung & Entwicklung, Investitionen und für die Bezahlung hochqualifizierten Personals. Die derzeitige Hochlohnpolitik erschwert dabei das Überleben der Unternehmung.[2]

Einzige Chance der ostdeutschen Unternehmen sind innovative Produkte und Dienstleistungen. Und die Voraussetzungen dafür sind nicht schlecht. Wolf Schöde, ehemals Öffentlichkeitsarbeiter der Treuhand, stellt im Osten immer wieder eine hohe Veränderungsbereitschaft und Offenheit fest. Nichts sei zu spüren von der Technikfeindlichkeit des Westens, auch sind die Leute gut ausgebildet. Und vor allem, sagt Schöde, hätten sie den Schock, der allen Innovationsforschern als wahrer Auslöser von Kreativität gilt, hinter sich: „Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre wollen zumindest die unter 35jährigen nur noch vorwärts“.[3]

Um das Wirtschaftswachstum im Osten weiterhin in Trab zu halten, muß gerade in klein- und mittelständigen Firmen eine zukunftsweisende Unternehmenspolitik betrieben werden. Rund 460,000 nach der Wende gegründete KMU beschäftigen zusammen über drei Millionen Mitarbeiter.[4] Und dort ist das Bewußtsein gewachsen, daß man nur mit innovativen Produkten, nicht mit Nachahmererzeugnissen, eine Überlebenschance hat.

2 Begriff „Innovation“

Der Ausdruck „Innovation“ stammt aus dem Lateinisch-Englischen und bedeutet „Erneuerung“. Der Begriff fand Eingang in die meisten Wissenschaftsdisziplinen und bezeichnet dort die geplante und gelenkte Veränderung eines Systems durch Neuerungen. In den Wirtschaftswissenschaften meint Innovation in Anlehnung an J. A. Schumpeter die Planung, Erzeugung und Durchsetzung neuer Produktqualitäten, neuer Produktverfahren, neuer Methoden für Organisation und Management sowie die Erschließung neuer Beschaffungs- und Absatzmärkte.[5]

Eine prägnante Kurzformel besagt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Diese Aussage ist keine eigentliche Definition des Begriffes „Innovation“, zeigt aber doch recht deutlich, innerhalb welchen Gebietes Innovation ihren Platz hat: Innovation beinhaltet die Neuheit des betrachteten Objektes sowie dessen Umsetzung in eine benutzungsgerechte Form.[6]

Die Innovation ist das Resultat zielstrebiger, disziplinierter und rigoroser geistiger Arbeit. Sie schießt nicht spontan aus dem Boden- sie braucht Menschen, die fähig und bereit sind, den Prozeß in Gang zu setzten. Nicht ungezügelte Begeisterung sondern organisierte, absichtsvolle, zielbewußte Schritte zu einer Verbesserung der geschäftlichen Ziele machen eine echte Innovation aus. Die Unternehmensstrategie muß dabei vordergründig mit eingehen. So entstehen Parameter und Grenzbedingungen für kontinuierliche Innovationsplanung, da erfolgreiche Unternehmer nur Risiken eingehen möchten, die der Unternehmung nicht schaden. Betätigungsfelder für Innovationen können Forschung & Entwicklung, Produkte, Verfahren, Systeme, Qualifikation & Weiterbildung, Dienstleistungen, Arbeitnehmerinteressen und Unternehmensorganisation sein.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[7]

3 Klassifizierung von Innovationen

Je nach dem verwendeten Kriterium lassen sich verschiedene Innovationsarten unterscheiden. Das am häufigsten gebrauchte Unterscheidungskriterium ist dabei der Gegenstand der Innovation.[8]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Innovationen können auch nach ihrem Neuigkeitsgrad klassifiziert werden.[9]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ähnlich teilt Hinterhuber nach Neuigkeitsgrad ein.[10]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Eine bisher umfassendste und differenzierteste Typenbildung stammt von Uhlmann. Im Gegensatz zu den vorgenannten Ansätzen handelt es sich hier um einen Typisierungsversuch, der nicht nur auf das Innovationsobjekt bzw. den Neuigkeitsgrad, sondern auf die Merkmalkombinationen von zwanzig Variablen eines empirisch präzisierten Bezugsrahmens abzielt. Es wurden 11 Innovationstypen ermittelt.[11] Auf diese Typisierung soll an dieser Stelle nicht tiefer eingegangen werden, da im weiteren die Einteilung nach dem Gegenstand der Innovation verfolgt wird.

3.1 Produkt- oder Angebotsinnovation

Das Ziel einer[12] Unternehmung bezieht sich auf Art, Menge und Zeitpunkt der im Markt abzusetzenden Produkte. Unter Produkt wird nicht nur das technologische Ergebnis eines industriellen Erzeugungsprozesses verstanden, sondern auch reine Dienstleistungen sind in diesem Sinne Produkte.

Die Komplexität von Produkten kann höchst unterschiedlich sein. So reichen z.B. die Produkte von Unternehmungen der elektrotechnischen und elektronischen Industrie vom einfachsten Bauelement bis zu umfassenden Anlagen und Systemen.

Von Produktinnovation wird dann gesprochen, wenn ein Unternehmen ein Produkt auf den Markt bringt, das bisher nicht im Produktionsprogramm dieses Unternehmens enthalten war.

Dabei werden folgende unternehmerische Ziele verfolgt:

- Halten von Marktanteilen,
- wirksameres Durchdringen von bestehenden Märkten,
- Wahrnehmen sich abzeichnender neuer Marktchancen,
- Öffnen neuer Märkte.

Die Beurteilung des Neuigkeitsgehaltes seitens des Konsumenten ist von der subjektiven Größe des „bisher Gewußten“ abhängig.

Die „Innnovationsschwelle“ läßt sich nicht allgemeingültig definieren. Sie hängt von der Komplexität des veränderten Produktes ab. Eine Möglichkeit der Grenzziehung aus der Herstellersicht besteht darin, einen Mindestprozentsatz an den Gesamtkosten festzulegen.

3.2 Prozeßinnovation

Prozeßinnovationen[13] können sowohl die Ausgestaltung des Prozesses (z.B. der Produktionsanlagen) als auch dessen Steuerung betreffen. Neuartige Produktionsanlagen sind dabei vielfach mit neuen Prozeßsteuerungen verknüpft, was in der Gesamtheit neuartige Prozesse ergibt.

Prozeßinnovationen, die Änderungen in der Gestaltung der Produktionsanlagen oder einzelner Betriebsmittel - d.h. in der Hardware des Prozesses - bezwecken, sind meistens auf eines oder mehrere der folgenden Ziele ausgerichtet:

- Verbesserung von Leistungsparametern (Geschwindigkeit, Genauigkeit, Zuverlässigkeit usw.),
- Ausweitung der Produktionskapazität, bessere Abstimmung der Kapazitäten innerhalb von Fertigungslinien, Ausmerzen von Engpässen,
- Anpassung von Produktionsanlagen an die Verarbeitung neuartiger Input-Materialien,
- Anpassung von Produktionsanlagen an neue Formen der Fertigungsorganisation,
- Gestaltung eines neuen Prozesses unter Anwendung einer neuen Technologie,
- Gestaltung eines neuen Prozesses zur Herstellung neuer Produkte.

Prozeßinnovationen dieser Art erfordern normalerweise eine Produktinnovation beim Lieferanten der Produktionsanlagen und wirken sich meistens in irgendeiner Weise auf die Produkte der Unternehmung aus oder ermöglichen überhaupt erst deren Herstellung.

Mit Prozeßinnovationen auf dem Gebiet der Prozeßsteuerung wird eine Verbesserung der Vorgänge und Abläufe im betrieblichen Transformationssystem - d.h. eine Verbesserung der Software des Prozesses - bezweckt; dies kann beinhalten:

- Automatisierung des Produktionsprozesses,
- Verbesserung des Einhaltens vorgegebener Prozeßparameter,
- höhere Flexibilität des Produktionsprozesses in Anpassung an geänderte Marktsituationen,
- Verkürzung der Durchlaufzeiten.

Prozeßinnovationen dieser Art können Produktinnovationen beim Lieferanten von Softwarekomponenten oder -systemen erfordern und wirken sich in direkter oder indirekter Weise auf die Produkte der Unternehmung aus, indem diese in besserer Qualität, in größeren Mengen oder rascher und gezielter auf dem Markt angeboten werden können.

3.3 Strukturinnovation

Bei Strukturinnovation[14] handelt es sich um geplante Veränderungen im Prozeß der allgemeinen Struktur- und Organisationsabläufe in Betrieben. Sie kann aufgegliedert werden in Organisation als integrative Strukturtechnik und die sonstigen Spezialtechniken (Planungs-, Beschaffungs-, Finanzierungs- und Absatztechniken).

Beispiele für Strukturinnovationen sind:

- Einführung von Gruppenarbeit
- Einführung einer neuen Art der Unternehmensorganisation,
- Verbesserung des Belegflusses im Bereich der Materialwirtschaft,
- Änderung des organisatorischen Fertigungsverfahrens, d.h. Art und Weise, in der Betriebsmittel und Arbeitsplätze zu fertigungstechnischen Einheiten zusammengefaßt sind.

3.4 Sozialinnovation

Nicht nur im Bereich[15] der Produkt- und Verfahrensinnovation steigen die Anforderungen an das Unternehmen, sondern auch eine zukunftsweisende betriebliche Personalpolitik unterliegt einem rasanten Wechsel.

„Die Betriebe werden auch in Zukunft im Einsatz menschlicher Arbeit einen besonders teuren Kostenfaktor sehen müssen, der sie unter verschärften Wettbewerbsbedingungen im Inland und beim Export dazu zwingt, das personalpolitische Instrumentarium so einzusetzen, daß die Mitarbeiter optimale Leistungsbeiträge erbringen.“[16]

Da gerade auch die Art und Weise, wie mit dem Faktor ‘Arbeit’ in einer Unternehmung umgegangen wird, sich entscheidend auf die Gesamteffizienz der Unternehmensprozesse auswirken, genügt es deshalb heute keineswegs mehr, nur auf dem Felde der Produktionstechnologie und der Verfahrenstechnik innovativ zu sein. Es ist vielmehr auch eine forcierte personalbezogene Innovationspolitik geboten, die den Ablauf der betrieblichen Prozesse optimiert und den Unternehmen auf den Arbeitsmärkten und indirekt auch auf den anderen Märkten über höher qualifiziertes und motiviertes Personal Wettbewerbsvorteile einzubringen vermag; denn aktives und passives Innovieren[17] im Personalbereich stellt für jedes Unternehmen ein wichtiges personalpolitisches Instrument dar, um seine Leistungskraft und sein Akquisitionspotential auf dem internen und externen Arbeitsmarkt zu erhöhen. Folgende Aufstellung zeigt mögliche Innovationsansatzpunkte:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Geändert werden kann die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft von Menschen in allen betrieblichen Aufgabenbereichen.

Die Leistungsfähigkeit kann insbesondere durch Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen im Rahmen einer Personalentwicklungskonzeption verbessert werden, während die Leistungsbereitschaft durch das betriebliche Anreizsystem sowie durch organisatorische Rahmenbedingungen und Führungsverhalten beeinflußbar ist. Sozialinnovationen beziehen sich einmal auf die Einzelperson und zum anderen auf das Beziehungsgefüge zwischen den Individuen (z.B. Verbesserung des Kooperations- und Führungsverhaltens).

In Zukunft gilt es, mittel- und langfristig zu planen. Die Arbeitskräfte, die ein Betrieb jeweils braucht, werden nicht mehr in dem Umfang auf dem Arbeitsmarkt zu finden sein wie bisher. Denn benötigt werden immer stärker Arbeitskräfte, die den Besonderheiten des jeweiligen Betriebes und seiner technischen Anforderungen gewachsen sind. Betriebsleitungen, die diese Anforderungen an die Personalplanung vernachlässigen, gehen das Risiko ein, mittel- oder langfristig nicht mehr über die erforderlichen personellen Ressourcen verfügen zu können. Schon die Höhe der erforderlichen Investitionen in neue Produktionsanlagen erzwingt es, nur noch hinreichend qualifizierte Mitarbeiter an den kostspieligen Maschinenparks einzusetzen. „Training on the job“ ist in vielen Fällen unter Kostengründen nicht mehr vertretbar.

Aus- und Weiterbildung in neue Technologien wird vor allem bei mittleren und kleineren Betrieben in verstärktem Maße außer- und überbetrieblich erfolgen, sei es, daß man auf Angebote von spezialisierten Weiterbildungsträgern zurückgreift, sei es, daß mehrere Betriebe Einrichtungen gemeinsam nutzen oder aber daß die Schulung vom Hersteller der Anlage durchgeführt wird.

Praktiziert werden kann das erlernte aber meist nur an der Anlage, auf der gelernt wurde, denn die Anlagen verschiedener Hersteller der gleichen Technik können im praktischen Umgang so unterschiedlich sein, daß beim Übergang auf ein unbekanntes System meist eine erneute Schulung erforderlich wird.

Anwenderbetriebe müssen erkennen, daß Schulungsmaßnahmen nicht nur Kosten verursachen, sondern ein wesentlicher Bestandteil der Investition sind.

4 Entwicklung von Phasenmodellen

Es ist notwendig, den[18] Ablauf von Innovationen zu analysieren. Nur so können Ansatzpunkte für steuernde Eingriffe für die Planung, Organisation und Kontrolle von betrieblichen Innovationen gefunden werden.

Bei der Bildung von Phasenmodellen kann man auf folgende Schwierigkeiten stoßen:

- Rein analytisch erscheint es unmöglich, zu einer exakten Abgrenzung einzelner Phasen zu gelangen, da es sich bei Innovationen um einen tief gegliederten Prozeß handelt, der sich aus einer Vielzahl von untereinander verflochtenen Teilprozesse zusammensetzt, die sich zum Teil überlagern. Die Trennlinien zwischen den Phasen werden also nicht ganz scharf sein.
- Es kann nur ein grobes Grundmodell entwickelt werden, da für jeden innovierenden Betrieb die unterschiedlichen Merkmale und Objekte der Innovation detailliert und modifiziert werden müssen.
- Die Abgrenzung von Innovationsphasen ist abhängig vom Betrachter, der die Innovation nach seinen Vorstellungen betrachtet.

Die Arbeit mit bestimmten Phasenmodellen stellt trotzdem eine Hilfe für das Management dar, um die verschiedenen Vorgänge innerhalb des Innovationsprozesses richtig zu gestalten und erfolgreich zu beenden.

Die nächsten Kapitel zeigen Vorgehensweisen bei der Einführung der verschiedenen in der Literatur betrachteten Innovationsarten.

[...]


[1] Das zeigt sich besonders drastisch am Beispiel der Dessauer Magnetband (dmb). Die türkische Investorengruppe Raks hatte die dmb aus dem Treuhandbestand gekauft und den ohnehin maroden Betrieb dann binnen eines Jahres vollends heruntergewirtschaftet. Kurz vor der Liquidation sprangen Walter Herrmann und Gerd Henkelein, zwei dmb-Manager, die schon seit 20 Jahren zur Firma gehörten, ein. Sie übernahmen die dmb, verschuldeten sich jeweils mit 500.000 Mark und steckten das Geld als Eigenkapital in das Unternehmen.

Von den ehemals 2300 dmb-Mitarbeitern sind heute noch 100 Leute damit beschäftigt, Audio- und Videobänder in Plastikkassetten zu fädeln. Die Qualität der dmb-Ware ist gut; die Kunden wollen sie trotzdem nicht. „Seit der Vereinigung sind Produkte, die in Ostdeutschland einen Namen hatten, zu No-Names geworden“, klagt Geschäftsführer Herrmann. Er müßte seine Kassetten um ein Viertel billiger anbieten als Sony, TDK oder BASF, um überhaupt einen Platz auf den Regalen der Einzelhändler zu erkämpfen. Derzeit liefert dmb hauptsächlich an zwei große europäische Markenhersteller, die dmb-Kassetten unter eigenen Namen vertreiben. Die Firmen nennen die Dessauer nicht - sie wollen ihren westdeutschen Kunden nicht schaden.

[2] Besonders schlimm sieht es für die Besitzer ehemaliger Treuhandfirmen aus, die eine Beschäftigungsgarantie für die übernommenen Mitarbeiter unterzeichnet haben. Selbst wenn ihr Betrieb in Schwierigkeiten gerät, dürfen sie niemanden entlassen. Bei Zuwiderhandlungen drohen Vertragsstrafen. Und ist die Beschäftigungsgarantie ausgelaufen, verschlingen die zu zahlenden Abfindungen das Geld, was man beim Kauf der Firma einsparen konnte.

[3] Vgl. Fischer, Gabriele; Schwarzer, Ursula: Halden der Arbeit, In: Manager Magazin 5/95, S.175f.

[4] Vgl. Fischer, Gabriele; Schwarzer, Ursula: Halden der Arbeit, In: Manager Magazin 5/95, S.172.

[5] Vgl. dtv-Lexikon in 20 Bänden, Band 8, S.296, linke Spalte.

[6] Vgl. Prof. F. Huber: Produkt- und Prozessinnovation, S.8.

[7] Trommsdorff, V.: Innovationsmanagement, S.17ff.

[8] Vgl. Mattersdorfer, H.: Informationsmanagement, S.25.

[9] Vgl. Thom, Norbert: Grundlagen, S.41.

[10] Vgl. Thom, N.: Grundlagen, S.41.

[11] Vgl. Thom, N.: Grundlagen, S.41f.

[12] Vgl. Thom, N.: Grundlagen, S.32.

[13] Vgl. Prof. F. Huber: Produkt- und Prozessinnovation, S.12.

[14] Vgl. Thom, N.: Grundlagen, S.35.

[15] Vgl. Niederer, W.: Prognose und Bewertung, S.1.

[16] Gaugler, E.: Trends, S.12.

[17] Unter ‘aktiven Innovieren’ soll die Einführung einer selbst entwickelten Pionierinnovation verstanden werden und unter ‘passivem Innovieren’ die Adoption einer bereits von einer anderen Unternehmung angewandten Innovation.

[18] Vgl. Thom, Norbert: Grundlagen, S.45.

Ende der Leseprobe aus 47 Seiten

Details

Titel
Innovationsprozesse und Innovationsmodelle
Hochschule
Technische Universität Chemnitz  (Institut für betriebswissenschaften und Fabriksysteme)
Note
1,5
Autor
Jahr
2001
Seiten
47
Katalognummer
V1841
ISBN (eBook)
9783638111324
Dateigröße
882 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Literaturrecherche im Rahmen des Projektes 'Stärkung der Innovationskraft kleiner und mittelständiger Unternehmen in der Industrieregion Chemnitz'.
Schlagworte
Innovationsarten, Innovationsverhalten, Produktplanung, Methoden, Sozialinnovation, Verfahrensinnovation, Innovationshemmnisse, Iddeenfindung, Wirtschaftlichkeitsanalyse usw.
Arbeit zitieren
André Baumann (Autor), 2001, Innovationsprozesse und Innovationsmodelle, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1841

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