Die 'Amerikanisierung' deutscher Fernsehnachrichten

Eine vergleichende Analyse zur Organisation sowie Inszenierung deutscher und US-amerikanischer Fernsehnachrichten


Hausarbeit, 2010

23 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1: Einleitung

Kapitel 2: Definition und Funktionen von (Fernseh-)Nachrichten

Kapitel 3: Fernsehnachrichten im Mediensystem von Deutschland und den USA
3.1 Die Geschichte der Fernsehsysteme sowie dominierende Nachrichtenformate
3.2 Zentrale Merkmale der Fernsehnachrichtenlandschaft im Wandel der Zeit
3.2.1 Ziele, Platzierung und inhaltliche Ausrichtung
3.2.2 Auslandsberichterstattung
3.2.3 Dramaturgie und Visualisierung
3.2.4 Der Stellenwert der Präsentatoren

Kapitel 4: Heutige deutsche und US-amerikanische Fernsehnachrichten
- RTL Aktuell und FOX 5 News vom 18.01.2010 im Vergleich

Kapitel 5: Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

verwendete Fernsehnachrichtensendungen

Kapitel 1: Einleitung

Jahrzehntelang haben sich deutsche und US-amerikanische Fernsehnachrichten deutlich voneinander unterschieden. Wie Bergsdorf (in Hermanni 1989: 158) es beschreibt, stehen die deutschen Nachrichtensendungen traditionell "unter dem Gebot äußerster Ernsthaftigkeit", wodurch diese sich "von denen der Vereinigten Staaten erheblich unterscheiden und die Übertragbarkeit von Gestaltungselementen [...] begrenzen."

Einen Umbruch erlebte die deutsche Nachrichtenlandschaft im Anschluss an die duale Rundfunkordnung, da die neuen Privatsender eine innovative Ausrichtung verfolgten. In der Wissenschaft wird hierbei oft von 'Infotainment' ('Vermischung' von Information und Unterhaltung) gesprochen, was in den Nachrichtensendungen der USA schon lange populär ist. Wittwen (1995: 13) stellt zutreffend dar, dass sich die Kommerzialisierung des deutschen Fernsehens auch in Nachrichtensendungen bemerkbar machte, wobei besonders die privaten Sender "Elemente einst starrer Programmformen" zunehmend miteinander kombinierten. Die Einschaltquoten der vergangenen Jahre verdeutlichen, dass diese Strategie erfolgreich ist. Zwar sind die Hauptnachrichtensendungen der öffentlich-rechtlichen Sender ARD/ZDF weiterhin Marktführer, allerdings haben diese während der vergangenen Jahre besonders gegenüber dem Privatsender RTL an Marktanteil verloren (vgl. Stöcker 2009). Da sich Fernsehsender am Zuschauerinteresse orientieren müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben, erscheint die These berechtigt, dass der Konkurrenzkampf auf dem Fernsehmarkt und die veränderten Zuschauerinteressen zu einer 'Amerikanisierung' deutscher Nachrichtensendungen geführt hat. Dies hatte Hermanni (1989: 174) bereits vor rund 20 Jahren prognostiziert, als er behauptete, dass die Nachrichtensendungen beider Länder zukünftig "nur noch durch die Sprache zu unterscheiden" sein werden.

In der folgenden Hausarbeit möchte ich herausfinden, inwieweit diese Annahme zutreffend ist. Zunächst setze ich mich mit einer Definition von (Fernseh-)Nachrichten und damit verbundenen Funktionen auseinander, anschließend stelle ich die Nachrichten im deutschen und US-amerikanischen Fernsehsystem gegenüber. Hierbei werde ich mit einem Vergleich der Systeme sowie deren dominierender Nachrichtenformate beginnen, da die Aufbereitung von Fernsehnachrichten stets mit der Geschichte des jeweiligen Systems zusammenhängt. Danach stelle ich wesentliche Merkmale der deutschen und US-amerikanischen Nachrichtenlandschaft im Wandel der Zeit dar. Im Anschluss analysiere ich, wie heutige populäre Nachrichtensendungen beider Länder aufgebaut sind und arbeite heraus, in welchen Bereichen diese sich unterscheiden. Im Rahmen einer Schlussbetrachtung werde ich meine Ergebnisse auswerten und in einen größeren Kontext stellen.

Kapitel 2: Definition und Funktionen von (Fernseh-)Nachrichten

Der Begriff Nachrichten stammt etymologisch betrachtet vom Wort >Nachrichtung< ab, welches eng mit einer Richtlinie hinsichtlich des Handelns von Menschen verknüpft ist (vgl. Schütte 1994: 32). In der Kommunikationswissenschaft gilt eine Nachricht als eine Botschaft im Rahmen des Kommunikationsprozesses, während man im Journalismus darunter eine Darstellungsform versteht, die in Abgrenzung zum Kommentar oder der Glosse anzusiedeln ist (vgl. Schütte 1994: 32, 33).

Mit einer Definition des journalistischen Nachrichten-Begriffes haben sich zahlreiche Wissenschaftler auseinander gesetzt. Straßner (in Schütte 1994: 33) merkt an, dass bestimmte Ereignisse zu Nachrichten werden, "wenn sie aus der Totalität und Komplexität des Geschehens für die Weiterverarbeitung ausgewählt werden." Bei einer journalistischen Nachricht wird also ein komplexes Ereignis auf seine elementare Aussage reduziert, die anschließend in verschiedenen Medien verarbeitet werden kann. Besonders Fernsehnachrichten haben in einer zunehmend von Medien 'durchdrungenen' Welt eine wichtige gesellschaftliche Funktion. Wie Hermanni (1989: 20, 21) bereits vor mehr als 20 Jahren festhielt, werde der Fernseher längst "als heimliches Familienmitglied akzeptiert", gleichzeitig ziehen die Zuschauer bei der Rezeption von Nachrichten "Schlüsse aus den Meldungen, die wiederum Voraussetzung für eine echte Demokratie sind." Folglich können Fernsehnachrichten menschliche Einstellungen zu spezifischen Themen beeinflussen. Schütte (1994: 33) ist der Ansicht, dass in westlichen Demokratien die Informationsfunktion dominiert. Hauptfernsehnachrichtensendungen (z.B. in den USA/der BRD) sind vorwiegend dadurch geprägt, "daß sie innerhalb eines begrenzten Zeitraums [...] mehrere tagesaktuelle Meldungen bringen und [...] zwischen >Nachrichten< und >Kommentaren< unterscheiden" (Ludes in Schütte 1994: 33, 34). Dennoch erschwert die Verschiedenheit der Rundfunksysteme die Festlegung einheitlicher Funktionen. Schütte (1994: 34) stellte anhand seiner Beobachtungen zum deutschen und US-amerikanischen Fernsehen fest, dass die Ziele der Rundfunksysteme "nicht unerhebliche Rückwirkungen auf die Nachrichtensendungen" und somit deren Funktionen zur Folge haben.

In den 1980er Jahren hat es hinsichtlich der Funktion von Fernsehnachrichten einen Umbruch gegeben: Im Zuge der Kommerzialisierung des Fernsehens rückte die Unterhaltungsfunktion immer deutlicher vor die Informationsfunktion. Hierbei ist die zunehmende Visualisierung von Nachrichten hervorzuheben, die zur Unterhaltung der Zuschauer beiträgt. Meckel/Kamps (1998: 28) sind der Überzeugung, dass dieser Trend zwar nicht die Informationsfunktion komplett verdränge, dennoch sei "eine primäre Klassifikation von Fernsehnachrichten als Informationsgenre" nicht mehr möglich. Wegen der kontinuierlichen Entwicklung neuer Bildtechnologien sowie der Rezeptionsweise des Fernsehens, plädieren Meckel/Kamps (1998: 28) dafür, "dem Fernsehen auch in seinen Informationsprogrammen eher eine Unterhaltungsfunktion" beizumessen, während eine ausschließliche Informationsfunktion lediglich den Printmedien zukommt. Trotz der veränderten Präsentationsweisen von Fernsehnachrichten hat sich nicht deren Primärfunktion verändert. Meckel/Kamps (1998: 15, 16) stellen dar, dass es die Primärfunktion von Fernsehnachrichten sei, Themen zur öffentlichen Kommunikation anzubieten, wodurch eine "Selbstbeobachtung von Gesellschaft" ermöglicht werde. Die Veränderungen hinsichtlich der Präsentationsweisen von Fernsehnachrichten führen die Autoren nicht auf eine veränderte Primärfunktion zurück. Vielmehr bleibe diese weitestgehend gleich, die veränderten Präsentationsweisen hängen eher mit gesellschaftlichem Wandel zusammen (vgl. Meckel/Kamps 1998: 16).

Kapitel 3: Fernsehnachrichten im Mediensystem von Deutschland und den USA

3.1 Die Geschichte der Fernsehsysteme sowie dominierende Nachrichtenformate

Die konstitutionellen Grundlagen für die Etablierung des Fernsehens in beiden Ländern zeigen Parallelen. Während in der Verfassung der USA u.a. festgelegt ist, dass kein Gesetz verabschiedet werden darf, dass die Presse- und Redefreiheit einschränkt (vgl. Schütte 1994: 56), so basiert das deutsche Fernsehen auf Artikel 5 des Grundgesetzes, in welchem verankert ist, dass die Freiheit der Berichterstattung von Seiten des Rundfunks sowie die Pressefreiheit gewährleistet werden muss (vgl. Schütte 1994: 63). In den USA wurden im Rahmen des Federal Communication Act (1934) auf Grundlage der Verfassung die rechtlichen Rahmenbedingungen des Fernsehens geschaffen. Hierbei war die Gründung der zentralen Aufsichtsbehörde Federal Communications Commission (FCC) elementar. Die FCC vergibt Lizenzen an neue Sender, wobei das Erfüllen des Programmgrundsatzes >Öffentliches Interesse< wichtig ist (vgl. Pöhls 1989: 39, 42). Das Fernsehsystem der USA war zu Beginn rein privatwirtschaftlich organisiert und wurde bis in die 1980er Jahre von der Dominanz der drei Networks ABC, CBS und NBC geprägt. Diese Networks beliefern angeschlossene lokale Fernsehstationen mit Programm. Während die Networks die lokalen Anstalten für die Ausstrahlung bezahlen, so strahlen die Fernsehstationen Werbung der Networks aus (vgl. Schütte 1994: 58). Ein öffentlich-rechtliches Fernsehen gab es zunächst nicht, erst Ende der 1960er Jahre entwickelte sich mit den Public Broadcasting Services (PBS) ein solches System. Dieses wurde überwiegend aus öffentlichen Geldern finanziert, konnte sich allerdings nie gegen die Networks durchsetzen (vgl. Pöhls 1989: 40, 41). Dies hängt u.a. mit der geringen Akzeptanz dieses Systems zusammen. So finanzierte sich das nicht- kommerzielle Fernsehen in den 1980er Jahren nur zu etwa 50 Prozent über staatliche Zuschüsse, der restliche Teil setzte sich weitestgehend aus Spenden zusammen (vgl. Schütte 1994: 58). Folglich müssen US-amerikanische Fernsehanstalten kommerziell ausgerichtet sein, um dauerhaft konkurrenzfähig zu bleiben. Wie Schütte (1994: 58) es prägnant formuliert, produziert das US-amerikanische Fernsehen Zuschauerschaften, "um sie an die werbetreibende Wirtschaft weiterzuverkaufen." Die Abhängigkeit von Werbeeinnahmen führte zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der Erstellung optimaler Nachrichtenformate. Darum kümmerten sich seit den 1960er Jahren sogenannte News Consultants, deren bekanntestes Format die News Show war , welche bis heute im Fernsehen der USA verankert ist. Wie Wittwen (1995: 33) es darstellt, gehe die News Show"am weitesten im Versuch, Nachrichten und Unterhaltung miteinander zu verbinden."

Anders entwickelte sich das Fernsehen in der Bundesrepublik Deutschland, da sich die Alliierten für die Etablierung eines öffentlich-rechtlichen Systems nach britischem Ideal entschieden. Dabei wollte man das deutsche System rechtlich besser absichern, um eine Instrumentalisierung des Fernsehens ausschließen zu können (vgl. Schütte 1994: 64). Man verfolgte von Beginn an eine regionale Ausrichtung, gleichzeitig sollte der Rundfunk unabhängig "von direkten staatlichen wie privaten Einflüssen" (Pöhls 1989: 47) agieren. Zudem wurde dem Fernsehen ein gesetzlicher Programmauftrag auferlegt, der "ein politisch sowie weltanschaulich ausgewogenes Gesamtprogramm" (Pöhls 1989: 48) forderte. Dieser galt sowohl für die 1952 gegründete ARD als auch für das ZDF (seit 1963), wobei man sich außerdem dazu verpflichtete, "den Zuschauern zwei inhaltlich unterschiedliche Programme zu bieten" (Muckenhaupt 2000: 36). Das erste Nachrichtenformat war die Tagesschau (ARD, seit 1952), welche sich zunächst noch an den Traditionen der Wochenschau orientierte (vgl. Meckel/Kamps 1998: 13). Hierbei handelt es sich um eine Sprechersendung, die sich überwiegend auf die Darstellung aktueller politischer Themen konzentriert, aber auf Kommentierung verzichtet (vgl. Wittwen 1995: 30). Dieses Format hat sich in Deutschland bis heute etabliert, spielt jedoch im US-amerikanischen Fernsehen keine Rolle. Eine Besonderheit des deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehens ist sein binnenpluralistisches Organisationsmodell. Dieses legt fest, dass "gesellschaftlich relevante Gruppen" (Schütte 1994: 65) in den Entscheidungsorganen der einzelnen Rundfunkanstalten vertreten sein müssen, was zur Sicherung der Meinungsvielfalt beiträgt. Im Gegensatz zur USA hat sich in Deutschland die öffentliche Finanzierungsform bewährt. So finanziert sich das öffentlich- rechtliche Fernsehen fast ausschließlich über Rundfunkgebühren (vgl. Schütte 1994: 66).

Während der Konkurrenzsituation zwischen ARD/ZDF entwickelte sich Ende der 1970er Jahre ein neues Format, das Nachrichtenjournal. Daraufhin etablierten sich die Tagesthemen (ARD) und das heute-journal (ZDF). Die im Vergleich zur Sprechersendung längere Sendezeit ermöglichte "mehr Raum für hintergründigen Journalismus und Kommentierung" (Meckel/Kamps 1998: 13). Dieses Format hat sich auch in den USA durchgesetzt, als Beispiel wird u.a. die Sendung CBS Evening News erwähnt (vgl. Wittwen 1995: 31).

In Deutschland ermöglichte ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts (1981) den Durchbruch des kommerziellen Fernsehens. Hierbei wurde entschieden, dass die Meinungsvielfalt nicht ausschließlich durch den Binnenpluralismus gesichert werde, vielmehr könne ebenso "die Gesamtheit verschiedener Programme die Vielfalt von Meinungen sichern" (Schütte 1994: 67). Die Kommerzialisierung vollzog sich in Deutschland unter anderen Bedingungen als in den USA. Während dort bereits zuvor eine kommerzielle Ausrichtung des Fernsehens vorherrschte und "nicht-kommerzieller Rundfunk erst nachträglich [...] eingeführt worden ist, so wirkt in der Bundesrepublik die Tradition öffentlich-rechtlichen Rundfunks [...] weiterhin prägend" (Schütte 1994: 369). Das deutsche kommerzielle Fernsehen agierte von Beginn an unter anderen Voraussetzungen als das öffentlich-rechtliche Fernsehen. So wurde dem Privatfernsehen lediglich auferlegt, "einen Grundstandard zur Sicherung der Meinungsvielfalt" (Schütte 1994: 67) zu gewährleisten, wodurch diesem seit jeher mehr Freiheiten bei der Produktion von Sendungen obliegen. Dies führte schließlich dazu, dass die Privatsender "inhaltlich und formal neue Akzente" (Meckel/Kamps 1998: 13) setzten und so z.B. das Format der News Show zumindest ansatzweise adaptierten (vgl. Wittwen 1995: 33). In den USA bewirkte die Liberalisierung des Fernsehmarktes eine Expansion der Kabelsender, außerdem etablierte sich mit Fox Television ein weiteres Network. Der Konkurrenzkampf erhöhte den Kostendruck auf die großen Networks, schließlich kam es zu drastischen Umstrukturierungen (vgl. Schütte 1994: 60, 61).

Als Zwischenfazit lässt sich festhalten, dass in den USA das kommerzielle Fernsehen von Beginn an dominierend war. In Deutschland dagegen hatte das öffentlich-rechtliche Fernsehen bis in die 1980er Jahre eine Monopolstellung inne, die durch den Durchbruch des Privatfernsehens aufgehoben wurde. Dennoch lag das öffentlich-rechtliche Fernsehen aufgrund "traditioneller Sehgewohnheiten (noch) vor der privaten Konkurrenz" (Wittwen 1995: 27). Auch in den USA entwickelte sich seit den 1980er Jahren für die etablierten Sender eine neue Situation. Somit fanden "parallele Entwicklungen der Kommerzialisierung des Rundfunks" (Schütte 1994: 369) statt.

3.2 Zentrale Merkmale der Fernsehnachrichtenlandschaft im Wandel der Zeit

3.2.1 Ziele, Platzierung und inhaltliche Ausrichtung

Die Nachrichtensendungen beider Länder unterschieden sich lange Zeit besonders durch ihre unterschiedlichen ökonomischen Ziele. So stellt Wix (1996: 96) fest, dass das US- amerikanische Fernsehen schon lange erkannt habe, "dass mit Nachrichten Gewinne zu erzielen sind." Ein solches Ziel verfolgen die Nachrichtensendungen des deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehens nicht, da man sich hauptsächlich über Rundfunkgebühren finanziert. Deren Hauptziel ist es vielmehr, den gesetzlichen Programmauftrag zu erfüllen. Obwohl das Ziel der Gewinnmaximierung in den USA von Beginn an bedeutend war, verschärfte sich dies in den 1980er Jahren durch die zunehmende Konkurrenz. So führte der steigende Druck auf die Networks zu einer noch intensiveren Auseinandersetzung mit der Frage, wieviel Geld man mit verschiedenen Formaten erwirtschaften kann (vgl. Schütte 1997: 161). Hermanni (1989: 172, 173) hebt bezüglich der Ziele US-amerikanischer Nachrichtenabteilungen hervor, dass man aufgrund des Konkurrenzkampfes seit jeher "mit unglaublicher Beständigkeit [...] das Vorhaben prosperiert, täglich mit mindestens einer exklusiven Story [...] vorne zu liegen." Neue Zielsetzungen entwickelten sich in Deutschland durch die Etablierung der Privatsender, die von Beginn an von Einschaltquoten abhängig waren und ähnliche Ziele wie die US-amerikanischen Nachrichtenabteilungen entwickelten. Aufgrund der neuen Konkurrenzsituation mussten die öffentlich-rechtlichen Sender ihre mit Nachrichtensendungen verbundenen Ziele modifizieren. Es reichte fortan nicht mehr aus, ausschließlich den Programmauftrag zu erfüllen: "Die öffentlich-rechtlichen Veranstalter befinden sich dabei auf einer schwierigen Gratwanderung zwischen (vermuteten) Publikumsinteressen [...] und ihrem Programmauftrag" (Wittwen 1995: 13).

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Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Die 'Amerikanisierung' deutscher Fernsehnachrichten
Untertitel
Eine vergleichende Analyse zur Organisation sowie Inszenierung deutscher und US-amerikanischer Fernsehnachrichten
Hochschule
Philipps-Universität Marburg
Note
1,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
23
Katalognummer
V184100
ISBN (eBook)
9783656087182
ISBN (Buch)
9783656087281
Dateigröße
541 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
amerikanisierung, fernsehnachrichten, eine, analyse, organisation, inszenierung, us-amerikanischer
Arbeit zitieren
Daniel Seehuber (Autor), 2010, Die 'Amerikanisierung' deutscher Fernsehnachrichten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184100

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