Diese Seminararbeit befasst sich mit dem Thema Existenzgründungen aus der Hochschule. Zuerst wird auf die Hochschulabsolventen als potentielle Existenzgründer eingegangen, dabei wird die Problematik und die möglichen Gründe des Scheitern von Existenzgründungen aus der Hochschule erläutert. Es wird auch auf die Möglichkeit des Starts im Nebenerwerb für Studierende eingegangen. Danach werden die Anforderungen die Unter-nehmensgründer für das selbstständige Betreiben eines Unternehmens mit sich bringen müssen beschrieben. Im darauf folgenden Kapitel werden die wichtigsten Arten der Unternehmensgründung aus der Hochschule erläutert. Nachdem die Arten der Gründung vorgestellt sind, werden die Kriterien zur Wahl der Gründungsform erläutert. In Kapitel 4. werden auch die drei Pha-sen der Gründung beschrieben. Es wird auch auf das EXIST Gründersemi-nar hingewiesen, welches den angehenden Unternehmern Hilfestellungen hinsichtlich der Gestaltung des Unternehmens und ihrer unternehmerischen Entwicklung geben soll. Nachdem nun die Problematik und die Schwierigkeiten, die auf Existenzgründer aus der Hochschule zukommen können, erläutert sind, stellt diese Seminararbeit einige Möglichkeiten zur Inan-spruchnahme von Förderung und Beratung vor. Es werden verschiedene Förderprogramme, die speziell auf die Bedürfnisse von Unternehmensgründern aus Hochschule ausgerichtet sind, vorgestellt. Zum einen das EXIST - Gründerstipendium, und zum anderen das EXIST - Forschungstransfer. Die Vorteile und der Nutzen dieser Förderprogramme werden anhand von Bei-spielen aus der Praxis dargestellt. Anschließend wird auf die EXIST - Netzwerke, welche bestimmte Regionen der Bundesrepublik Deutschland abdecken, eingegangen. Zum Abschluss wird das Förderzentrum der Universität Marburg, als Beispiel für die Bestandteile der EXIST - Netzwerke, vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Hochschulabsolventen als Existenzgründer
2.1 Problematik
2.1.1 Großes Fachwissen - keine kaufmännischen Kenntnisse
2.1.2 Gute Gründungskenntnisse - fehlende Marktkenntnisse
2.1.3 Hoher Kapitalbedarf
2.1.4 Gute Geschäftsidee - kein Vertriebsnetz
2.1.5 Kooperationspartner
2.2 Start im Nebenerwerb
3 Anforderungen an Existenzgründer
4 Arten von Gründungen aus der Hochschule
4.1 Die verschiedenen Gründungsarten
4.1.1 Neugründungen
4.1.2 Spin-off
4.1.3 Teamgründungen
4.1.4 E-Business
4.2 Wahl der Gründungsform
4.3 Phasen der Gründung
4.3.1 Startphase
4.3.2 Planungsphase
4.3.3 Umsetzungsphase
4.4 EXIST Gründerseminar
5 EXIST - Gründerstipendium
5.1 Antragsstellung
5.2 Förderung
5.3 Beispiel: secumen GmbH
5.4 Beispiel: Peperoni Mobile & Internet Software GmbH
6 EXIST - Forschungstransfer
7 EXIST - Netzwerke
8 MAFEX - Marburger Förderzentrum für Gründungen aus der Universität
9 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen für Hochschulabsolventen bei einer Existenzgründung und stellt gezielte Förderprogramme vor, die den Transfer von wissenschaftlichem Wissen in marktfähige Unternehmungen erleichtern sollen.
- Problemanalyse bei Gründungen durch Akademiker
- Anforderungen an die Gründerpersönlichkeit
- Klassifizierung verschiedener Gründungsarten (Neugründung, Spin-off, etc.)
- Detaillierte Vorstellung der EXIST-Förderprogramme
- Praxisbeispiele erfolgreicher Ausgründungen
- Bedeutung regionaler Gründungsnetzwerke
Auszug aus dem Buch
4.1.3 Teamgründungen
Wie bereits beschrieben sind die Beschaffung von Kapital und das hohe Unternehmerrisiko die größten Probleme vor die Existenzgründer gestellt werden. Um diese Probleme zu beseitigen, kann es sinnvoll sein einen oder mehrere Partner mit in die Unternehmung zu holen. Neben den weiteren Möglichkeiten Finanzmittel zu beschaffen, ist es sinnvoll ein Team zu bilden, welches sich ergänzen kann. Ist der eigentliche Unternehmensgründer technisch oder naturwissenschaftlich orientiert, kann das Team von einem Mitglied unterstützt werden, welches einen kaufmännischen beziehungsweise betriebswirtschaftlichen Hintergrund hat.
Die Schwierigkeit bei der Teamgründung liegt sicherlich in der Suche nach dem geeigneten Partner. Optimal ist es natürlich, wenn die Teammitglieder sich bereits kennen und sich fachlich und methodisch ergänzen. Zu beachten ist auch, dass Freundschaften in diesem Bereich zwar hilfreich sein können, jedoch keine Garantie für ein erfolgreiches Unternehmerteam sind. Deswegen sollten schon vor der Gründung mögliche Konfliktpotentiale analysiert werden. Einige Details sollten schriftlich festgehalten werden, zum einen welche Aufgaben den einzelnen Teammitgliedern zukommen, zum anderen wie viel Gehalt den Mitgliedern gezahlt wird. Die Verantwortungsbereiche der Unternehmer sollten ihren Qualifikationen entsprechen und deutlich abgegrenzt sein. Grundsätzlich muss das Gründerteam noch entscheiden welche Rechtsform gewählt wird. Dabei müssen sowohl steuerliche als auch Fragen der Haftung, der Kapitalbeschaffung sowie der Vertragsgestaltung berücksichtigt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Existenzgründungen aus der Hochschule ein und umreißt den Aufbau der Arbeit.
2 Hochschulabsolventen als Existenzgründer: Dieses Kapitel thematisiert die Bedeutung akademischer Gründungen sowie die typischen Probleme und Schwierigkeiten, mit denen Absolventen konfrontiert sind.
3 Anforderungen an Existenzgründer: Hier werden die notwendigen Fähigkeiten und Soft Skills beschrieben, die für ein erfolgreiches Unternehmertum unerlässlich sind.
4 Arten von Gründungen aus der Hochschule: Das Kapitel erläutert verschiedene Gründungskonstellationen sowie die Phasen von der Start- bis zur Umsetzungsphase.
5 EXIST - Gründerstipendium: Es werden Voraussetzungen, Antragsmodalitäten und Förderinhalte des EXIST-Gründerstipendiums anhand von Praxisbeispielen aufgezeigt.
6 EXIST - Forschungstransfer: Dieses Kapitel stellt das spezifische Förderprogramm für technologieorientierte Gründungen in zwei Förderphasen vor.
7 EXIST - Netzwerke: Es wird die Rolle regionaler Netzwerke bei der Unterstützung und Betreuung von Gründern dargelegt.
8 MAFEX - Marburger Förderzentrum für Gründungen aus der Universität: Am Beispiel des MAFEX wird verdeutlicht, wie universitäre Förderzentren regionale Gründungen stimulieren.
9 Zusammenfassung: Abschließend werden die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit reflektiert und die Erfolgsfaktoren für Gründungen aus der Hochschule zusammengefasst.
Schlüsselwörter
Existenzgründung, Hochschule, Akademiker, EXIST-Gründerstipendium, Forschungstransfer, Unternehmensgründung, Businessplan, Startup, Förderprogramm, Teamgründung, Spin-off, Gründungsnetzwerk, Finanzierung, Unternehmertum, Markteintritt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Chancen und Herausforderungen für Absolventen und Studierende, die aus dem universitären Umfeld heraus ein eigenes Unternehmen gründen möchten.
Welche zentralen Themenfelder deckt das Dokument ab?
Zu den Schwerpunkten gehören die Problemanalyse bei Gründungen, Anforderungsprofile für Gründer, verschiedene Gründungsformen sowie staatliche Förderungsmechanismen wie das EXIST-Programm.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Hürden bei Hochschulausgründungen bestehen und welche Beratungs- sowie Finanzierungshilfen zur Verfügung stehen, um den Weg zum erfolgreichen Marktteilnehmer zu ebnen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit angewendet?
Es handelt sich um eine deskriptive Seminararbeit, die auf einer Auswertung von Statistiken, Literaturquellen und Fallbeispielen zur EXIST-Förderung basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Gründerproblematik, die Qualifikationsanforderungen, die Typologie von Gründungsarten und die detaillierte Vorstellung existierender Förderinstrumente.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?
Die zentralen Schlagworte sind Existenzgründung, Hochschulabsolventen, EXIST-Programm, Gründungstypen, Unternehmensfinanzierung und Netzwerkbildung.
Welche Rolle spielt die fachliche Qualifikation bei einer Gründung aus der Hochschule?
Das Dokument betont, dass trotz hohem fachspezifischem Wissen oft kaufmännische Kenntnisse und Marktverständnis fehlen, was durch Coaching und Beratung kompensiert werden muss.
Wie unterstützt das EXIST-Gründerstipendium ein Gründungsteam konkret?
Das Stipendium bietet eine finanzielle Absicherung für die Gründer über ein Jahr sowie Unterstützung bei Sachkosten, sofern ein innovatives und wirtschaftlich tragfähiges Vorhaben vorliegt.
Welche Besonderheiten weist eine Gründung im Nebenerwerb während des Studiums auf?
Hierbei müssen spezifische sozialversicherungsrechtliche Regelungen und Einkommensgrenzen beachtet werden, um den Studentenstatus und die damit verbundenen Privilegien nicht zu verlieren.
Was ist der Kernunterschied zwischen dem Gründerstipendium und dem Forschungstransfer?
Während das Stipendium eher die Gründungsidee an sich unterstützt, ist der Forschungstransfer spezifisch auf risikoreiche, technisch innovative Entwicklungen ausgerichtet, die einen hohen Forschungsaufwand erfordern.
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- Benjamin Vaupel (Autor), 2010, Gründungen aus der Hochschule, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184190