Fast jedes Unternehmen war schon einmal von einer steuerlichen Außenprüfung betroffen. Die Ankündigung einer Außenprüfung kann den Unternehmer in Bedrängnis bringen – selbst wenn er bzw. das Unternehmen sich nichts vorzuwerfen hat. Bei Kleinst- und Kleinunternehmen gibt es in der Regel einen triftigen Grund, dass eine Außenprüfung vom Finanzamt angeordnet wird.
Der Autor dieser Arbeit, selbst geschäftsführender Gesellschafter einer kleineren Beratungsgesellschaft, in der Rechtsform einer GmbH, war des Öfteren von steuerlichen Außenprüfungen betroffen. Daher wird verstärkt darauf geachtet, dass die steuerlich zulässigen Gestaltungen rechtskonform sind und evtl. notwendigen Drittvergleichen standhalten. Bei der Buchung der laufenden Geschäftsvorfälle muss im Hinblick auf zukünftige Außenprüfungen darauf geachtet werden, dass diese vollständig, richtig und zeitnah gebucht werden.
In dieser Projektarbeit werden zunächst die theoretischen Rahmenbedingungen der steuerlichen Außenprüfung beschrieben. Danach werden die Schwerpunkte einer Außenprüfung in kleinen und mittleren Unternehmensberatungsgesellschaften in der Rechtsform der GmbH beschrieben. Risiken werden dargestellt; Empfehlungen werden genannt. Im Fazit wird auf neue Entwicklungen im Bereich der Außenprüfung aufmerksam gemacht. Mit diesen Entwicklungen sollten sich Unternehmer frühzeitig beschäftigen, um den zukünftigen Anforderungen in diesem Umfeld gewachsen zu sein und um Steuernachzahlungen im Vorfeld vermeiden zu können.
Inhaltsverzeichnis
1 Abgrenzung der Themenstellung
2 Die steuerliche Außenprüfung
2.1 Begriff der Außenprüfung
2.2 Rechtsgrundlagen
3 Die Durchführung der Außenprüfung
3.1 Zulässigkeit
3.2 Zuständigkeit
3.3 Prüfungsanordnung
3.4 Umfang
3.5 Ort der Prüfung
3.6 Ablauf der Außenprüfung
3.7 Kontrollmitteilungen
3.8 Abschluss der Außenprüfung
3.8.1 Schlussbesprechung
3.8.2 Prüfungsbericht
3.8.3 Geänderte Steuerfestsetzung aufgrund der Prüfung
3.9 Steuerstraftaten und -ordnungswidrigkeiten
3.10 Zwischenfazit
4 Prüfungsschwerpunkte in Unternehmensberatungsgesellschaften in der Rechtsform der GmbH
4.1 Geschäftsführervergütung
4.2 Vertragsverhältnisse zu nahestehenden Personen
4.2.1 Arbeitsverhältnisse
4.2.2 Vermietung
4.2.3 Darlehen
4.3 Rückstellungen
4.4 Formalanforderungen an Betriebsausgaben
4.5 Private Kfz-Nutzung
4.6 Reisekosten
4.7 Grenzüberschreitende Tätigkeiten
4.8 Bewirtungsaufwendungen
4.9 Geschenke
4.10 Umsatz- und Vorsteuer
4.11 Einsatz von externen Beratern
4.12 Sonderabschreibungen
4.13 Zwischenfazit
5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der steuerlichen Außenprüfung speziell für kleine und mittlere Unternehmensberatungsgesellschaften in der Rechtsform der GmbH, um Risiken für Steuernachzahlungen aufzuzeigen und Strategien zur rechtssicheren Gestaltung der Geschäftsvorfälle zu vermitteln.
- Rechtliche Grundlagen und Ablauf der steuerlichen Außenprüfung
- Spezifische Prüfungsschwerpunkte bei Unternehmensberatungsgesellschaften (GmbH)
- Gestaltung von Vertragsverhältnissen zu nahestehenden Personen (Geschäftsführer, Gesellschafter)
- Formalanforderungen an Buchführung und Betriebsausgaben
- Umgang mit neuen digitalen Prüfmethoden der Finanzverwaltung
Auszug aus dem Buch
3.8.1 Schlussbesprechung
Die Außenprüfung endet mit einer Schlussbesprechung, § 11 Abs. 1 BpO, sofern hierauf nicht einvernehmlich verzichtet wurde. Im Vorfeld sind rechtzeitig der Besprechungstermin und die Besprechungspunkte anzugeben. Teilnehmer sind der Steuerpflichtige, sein Steuerberater, der Außenprüfer, evtl. der Sachgebietsleiter des Finanzamtes und selten der Vorsteher des Finanzamtes. In der Regel wird versucht, in der Schlussbesprechung eine Einigung zu erzielen. Die Einigung ist dann wirksam, wenn sie durch einen entscheidungsbefugten Beamten zugesagt wurde (regelmäßig der Sachgebietsleiter). Möglich ist eine Einigung nur über tatsächliche Sachverhalte, nicht über steuerrechtliche Fragen. In der Schlussbesprechung sind diese Grenzen häufig fließend. Deshalb geht es manchmal in Schlussbesprechungen zu wie auf einem arabischen Basar.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Abgrenzung der Themenstellung: Einführung in das Thema der steuerlichen Außenprüfung und Darstellung der Relevanz für kleine Beratungsgesellschaften.
2 Die steuerliche Außenprüfung: Definition des Begriffs der Außenprüfung sowie Erläuterung der geltenden Rechtsgrundlagen.
3 Die Durchführung der Außenprüfung: Detaillierte Betrachtung des Ablaufs, von der Zulässigkeit über die Anordnung bis hin zum Abschluss und den Folgen bei Straftaten.
4 Prüfungsschwerpunkte in Unternehmensberatungsgesellschaften in der Rechtsform der GmbH: Analyse spezifischer steuerlicher Risikobereiche in der Beratungspraxis, wie Vergütungen, Verträge und Ausgaben.
5 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der künftigen Entwicklungen, insbesondere im Hinblick auf digitale Prüfverfahren und steigende Anforderungen an das interne Kontrollsystem.
Schlüsselwörter
Außenprüfung, GmbH, Unternehmensberatung, Betriebsprüfung, Steuernachzahlungen, Finanzverwaltung, Geschäftsführervergütung, Betriebsaufspaltung, GDPdU, Betriebsausgaben, Steuerstraftaten, Selbstanzeige, digitale Betriebsprüfung, Vorsteuerabzug, Buchführung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die steuerliche Außenprüfung bei kleinen und mittleren Beratungsgesellschaften in der Rechtsform der GmbH.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernbereichen gehören der Ablauf von Prüfungen, spezifische steuerliche Risiken in der Unternehmensberatung und Strategien zur Risikominimierung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Unternehmern zu helfen, Steuernachzahlungen durch eine rechtssichere Gestaltung ihrer Geschäftsvorfälle im Vorfeld zu vermeiden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Projektarbeit, die auf einer theoretischen Analyse rechtlicher Rahmenbedingungen sowie der Darstellung praxisrelevanter Prüfungsschwerpunkte basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung der theoretischen Rahmenbedingungen und eine detaillierte Analyse der Prüfungsschwerpunkte bei der GmbH-Beratungsgesellschaft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Außenprüfung, GmbH, Unternehmensberatung, Steuernachzahlung, Betriebsprüfung und steuerliche Gestaltung.
Wie sollte sich ein Unternehmen bei einer drohenden Schlussbesprechung verhalten?
Der Steuerpflichtige sollte auf einer Schlussbesprechung bestehen und gegenteilige Meinungen zu den Feststellungen des Prüfers protokollieren lassen, um Rechtsbehelfe zu minimieren.
Welche Rolle spielt die Digitalisierung bei modernen Außenprüfungen?
Die Finanzverwaltung nutzt zunehmend Software wie IDEA und Datenzugriffsrechte gemäß GDPdU, um Daten digital auszuwerten und Auffälligkeiten effizienter aufzuspüren.
- Quote paper
- André Klocksin (Author), 2011, Die steuerliche Außenprüfung in kleinen und mittleren Unternehmensberatungsgesellschaften in der Rechtsform der GmbH, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184196