Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession

Ethisches Handeln auf der Grundlage der Menschenrechte in der beruflichen Praxis der Sozialen Arbeit


Hausarbeit, 2010
16 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund professionellen Handelns
2.1 Umfang/Aspekte einer Wissensbasis professionellen Handelns
2.2 Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession
2.3 Zusammenfassung
2.4 Reflexion

3. Fallbeispiel
3.1 Beschreibung
3.2 Reflexion

4. Fazit

Quellen

Literatur

Internet

Anhang

Kurzbiographie

1. Einleitung

Generell ist die Soziale Arbeit in ihren vielfältigen Aufgabenfeldern mit spezifischen Grundfragen konfrontiert. Beim Erbringen ihrer Leistung oder der Umsetzung verschiedener Handlungsarten bezieht sich Soziale Arbeit immer auf formale und inhaltliche Bedingungen, d. h. auch auf formale und inhaltliche Moralbezüge, zur Lösung oder Entscheidungsfindung im beruflichen Kontext. In diesem Beitrag soll, der oben genannten Fragestellung „Ist die Soziale Arbeit eine Menschenrechtsprofession?“ folgend, eine Positionierung hinsichtlich der Fähigkeiten und der Verpflichtung ethischen Handelns auf der Grundlage der Menschenrechte in der beruflichen Praxis der Sozialen Arbeit beleuchtet und deren Bedeutung für die Soziale Arbeit erkundet werden. Gleichzeitig stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage inwieweit Soziale Arbeit eine professionswürdige Wissenschaft ist beziehungsweise welches die Vorraussetzungen dafür sein könnten.

In der folgenden Ausarbeitung wird zunächst der theoretische Hintergrund professionellen Handelns bearbeitet und die Basis einer Theoriebildung der Sozialen Arbeit als Menschenrechtsprofession. Dabei werden die verwandten Begriffe Beruf und Profession im Zusammenhang mit wissenschaftsbasierter Arbeitweise erläutert. Darauf folgt anhand eines Fallbeispiels die Schilderung einer Dilemmasituation im beruflichen Kontext, wenn verschiedene Ebenen moralischer Dimensionen berührt werden.

Zur Bearbeitung der vorliegenden Thematik habe ich aktuelle Fachliteratur sowie Quellen aus dem Internet herangezogen. Diese Ausarbeitung fasse ich auf Basis der wissenschaftlich erarbeiteten Erkenntnisse in einem Fazit zusammen.

2. Theoretischer Hintergrund professionellen Handelns

Die sozialarbeiterische und –pädagogische Praxis bedarf eines Potentials und der Kenntnis des Handelnden an sozialen Strategien und Techniken, die in einem Sinnzusammenhang erschlossen werden müssen (vgl. Badry 2008, S. 1 f.).

2.1 Umfang/Aspekte einer Wissensbasis professionellen Handelns

Spezifisches Wissen und Können basieren aber nicht allein auf Sachdaten und Sachzusammenhängen, sondern auch auf einer Kompetenz in der Dimension einer beruflichen und konzeptionellen Haltung (vgl. Spiegel v. 2004, S. 109 ff.; vgl. Thiersch 2001, S. 759). Jede Handlung kann als Ausdruck einer bestimmten Haltung angesehen werden, ebenso wie jede Handlung von einer bestimmten Haltung beeinflusst ist (vgl. Spiegel v. 2004, S. 109). Mittlerweile gibt es in der Fachwelt Einigkeit darüber, „dass moralische Ansprüche und normative Zieloptionen [auch] zu den elementaren Grundlagen Sozialer Arbeit zählen“ (Lob-Hüdepohl/ Lesch 2007, S. 7). Berufliche Haltungen beruhen einerseits auf Motiven[1] und korrespondieren anderseits mit Werten, die eine Kenntnis und Bewertung des eigenen beruflichen Verhaltens im Erwerb einer reflexiven Haltung unabdingbar machen. Diese bilden wiederum den Orientierungsrahmen für die professionelle Handlungskompetenz (vgl. Spiegel v. 2004, S. 111 f.; vgl. Eisenmann 2006, S. 246 f.), „deren Qualität sich allerdings auch im Bereich der universellen Regeln (z. B. Menschenrechte) bemisst“ (Thiersch 2001, S. 759).

Dazu werden die theoretischen Ansätze in der Sozialen Arbeit immer wieder diskutiert und weiterentwickelt. Die Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession kann als aktueller Diskurs über das Selbstverständnis der Sozialen Arbeit gesehen werden (vgl. Stettner 2007, S.181). In diesem Zusammenhang steht die Frage im Raum, wie der Bezug zu den Menschenrechten in der Sozialen Arbeit positioniert werden kann. Auf gesellschaftlicher Ebene erlangen sie besondere Bedeutung, denn die „begründungsoffenen Menschenrechte und ihr ethischer Anspruch können für eine plurale Gesellschaft als gemeinsame Wertebasis dienen“ (Brune 2006, S. 12).

In beruflichen Zusammenhängen wird eine Umsetzung ethischer Ansprüche in Form von handlungsorientiert ausgewiesenen Verhaltensregeln als Beitrag der Sicherung der Menschenrechte angesehen (vgl. ebd., S. 14). Ein Bezug zu Werterhaltungen und Normen im Sinne eines ethischen Diskurses, welcher sich „aus den Konflikten, Unsicherheiten und offenen Fragen der eigenen Praxis“ ergeben, kann sich obendrein profitierend auf individuelles sozialpädagogisches Handeln und der Legitimität wohlfahrtsstaatlicher Institutionen auswirken (vgl. Lesch 2003, S. 410 f. zitiert in: Stettner 2007, S. 167 f.). In vielen Beiträgen zum Selbstverständnis der Sozialen Arbeit und deren Verantwortung zur Gestaltung des Sozialen werden auf moralische Bezüge bzw. die zuvor genannten Aspekte verwiesen, die eine Vorstellung von Sozialer Arbeit als Garant Sozialer Gerechtigkeit[2] vertreten, wie z. B. von Hans Thiersch und Lothar Böhnisch als deren Hauptvertreter. Eine etwas andere Sichtweise und Akzentuierung wird in dem Konzept von Silvia Staub-Bernasconi in der Umsetzung Sozialer Arbeit als Menschenrechtsprofession vorgeschlagen (vgl. Stettner 2007, S. 168). Die Anerkennung von Menschenrechten eröffnen weitere Perspektiven und Umsetzungsformen in der Praxis (vgl. Briskmann 2007, S. 96 f.) und „Grundsätze sozialer Gerechtigkeit können […] in Umsetzungsmöglichkeiten von Menschenrechtsidealen übertragen werden“ (ebd., S. 97).

2.2 Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession

In diesem Kontext weist Staub-Bernasconi nach, dass Soziale Arbeit die notwendigen Merkmale für professionelles Arbeiten auf wissenschaftlicher Basis aufweist, welche der human- und sozialwissenschaftlich begründeten Arbeitsweise sowie den Methoden der empirischen Forschung, mit dem Bezug auf den international geteilten Berufkodex, entsprechen (vgl. Staub-Bernasconi 2007a, S. 218). Ihre Theorie stützt sich auf die Annahme der Allgemeingültigkeit grundlegender menschlicher Bedürfnisse[3], die universell sind, welche jeden Menschen als Mitglied sozialer Systeme mit seinen legitimen biologischen, psychischen, sozialen und kulturellen Bedürfnissen ansieht (vgl. Staub-Bernasconi 2007c, S. 7; vgl. Spatscheck 2006, S. 1). Maßgeblich hierbei sind die in der UNO Menschenrechtdeklaration[4] beschriebenen Freiheits-, Bürger- und Sozialrechte, welche in die folgende internationale Definition[5] der Sozialen Arbeit eingegangen sind (vgl. a. a. O., S. 193 f.) und damit auf internationaler Ebene Anerkennung erfährt sowie die grundlegende Basis Sozialer Arbeit darstellt (vgl. Briskmann 2007, S. 95).

„Soziale Arbeit ist eine Profession, die sozialen Wandel, Problemlösungen in menschlichen Beziehungen sowie die Ermächtigung und Befreiung von Menschen fördert, um ihr Wohlbefinden zu verbessern. Indem sie sich auf Theorien menschlichen Verhaltens sowie sozialer Systeme als Erklärungsbasis stützt, interveniert soziale Arbeit im Schnittpunkt zwischen Individuum und Umwelt/Gesellschaft. Dabei sind die Prinzipien der Menschenrechte und sozialer Gerechtigkeit für die Soziale Arbeit von fundamentaler Bedeutung“ (IFSW 2010).

An dieser Stelle sei hervorgehoben, dass Staub-Bernasconi zu den wenigen Verfasserinnen von Theorien gehört, die auf eigene Erfahrungen aus der berufliche Praxis[6] schöpfen kann (vgl. Seybusch 2002, o. S.). Dabei formuliert Staub-Bernasconi vorrangige Anliegen oder Schwerpunkte, die für sie in ihrer Theoriebildung untrennbar miteinander verbunden sind und deren Bezug ihre Arbeiten geradezu wie einen roten Faden durchziehen, wie:

1. Den Diskurs über das Selbstverständnis der Sozialen Arbeit verstärkt aufzunehmen und weiterzuführen (versus bürokratische Erstarrung und unkritische Normen- und Gesetzesanwendung) verbunden mit der
2. Aufforderung an die Disziplin der Sozialen Arbeit stets an einer eigenen Wissensbasis und ihren berufsethischen Prinzipien weiterzuarbeiten.
3. Unter Beachtung der Menschrechte kann Soziale Arbeit in ihrem Alltag konkretisiert werden.

Zunächst wird der Begriff der Profession aufgegriffen, über den es teilweise immer noch Uneinigkeit gibt. Soziale Arbeit wird von den internationalen Fachverbänden als Profession aufgefasst und anerkannt. Im deutschsprachigen Raum überwiegt eine professionskritische bis –ablehnende Position. Das heißt es existiert hier kein gemeinsames Grundverständnis von Professionalität (vgl. Staub-Bernasconi 2009, S. 28).

Im allgemeinen Verständnis unterscheiden sich die Definitionen von Beruf und Profession folgendermaßen:

Beruf: Umsetzung (sozial)staatlich vorgegebene Werte und Normen, in der Funktionserfüllung, definierte Ziele sind mit bestimmten Methoden/Techniken umzusetzen.

Profession: Gründet sich in erster Linie auf wissenschaftsbasierte Arbeitsweisen. Eine wissenschaftsbasierte Arbeitweise heisst: forschungsbasierte Fundierung der Methoden oder spezifische Handlungstheorien Sozialer Arbeit, die von den verschiedenen Bezugswissenschaften[7] beantwortet werden und somit Kontextwissen, Erklärungswissen und Veränderungswissen beinhalten (vgl. a. a. O., S. 22).

Mit dem Kontextwissen werden transdisziplinäre Situations- und Problembeschreibungen entschlüsselt. Das Erklärungswissen bringt Gesetzmäßigkeiten hervor und mit dem Veränderungswissen werden Relationierung und Transformation der wissenschaftlichen und forschungsgestützten Wissensgrundlagen in normativ begründete Handlungslinien begründet (vgl. a. a. O., S. 29 und S. 35 f., vgl. ebd. 2007a, S. 204 ff.).

In Anlehnung an die internationalen Definitionen weist Silvia Staub-Bernasconi die unterschiedlichen, miteinander relationierenden Wissensformen auf Basis der Wissensdimensionen der „Global Standards“ nach.

1. Interventionsort: Schnittpunkt zwischen Individuum und Gesellschaft
2. Probleme: in sozialen Beziehungen
3. Bezugswissen: Theorien menschlichen Verhaltens und sozialer Systeme
4. Wertebasis: Soziale Gerechtigkeit und Prinzipien der Menschenrechte
5. Ziele: individuelles Wohlbefinden, sozialen Wandel, Ermächtigung und Befreiung (vgl. ebd. 2009, S. 31 f.).

Das bedeutet, dass die internationale Definition Sozialer Arbeit alle handlungswissenschaftlich relevanten Merkmale enthält. Auf dieser Grundlage und mit verschiedenen systematisch entwickelten methodischen Verfahren bildet z. B. die differenziert ausgerichtete systemische Handlungstheorie mit ihren Instrumentarien „zur Erfassung und Bearbeitung von Situationen, in denen Menschen mit sozialen Problemen belastet sind“ (Sagebiel 2003, S. 4) den wissenschaftlich und forschungsgestützten Maßstab begründeter Handlungsleitlinien (vgl. Staub-Bernasconi 2007a, S. 197 f.).

2.3 Zusammenfassung

Herausstellen möchte ich noch einmal, dass wissenschaftlich basierte Handlungsleitlinien (d. h. professionelle Methoden) unverzichtbare Grundlage einer jeden Profession sind und somit die übergeordnete Legitimationsbasis einer jeden Profession für die professionelle Autonomie und selbstbestimmte Formulierung (bezogen auf Veränderung, Anwaltschaft, Reflexivität etc.) bilden. Auf Grundlage der Menschenrechte bedeutet die Theoriebildung in der Sozialen Arbeit eine Anlehnung an die Bedürfnisorientierung versus eine Funktionsorientierung, denn sie kann sich auf diesen Grundlagen, wie von Staub-Bernasconi nachgewiesen, durch den Bezug auf die wissenschaftliche und berufsethische Basis ein eigenes Bild von Problemsituationen machen und zur Identitätsbildung[8] beitragen. Damit kann professionelles Handeln im Interesse aller Betroffenen (Problembetroffenen und Auftraggeber) bedeuten, dass zunächst Widersprüchliches im Verhältnis von Individuum und Gesellschaft (sozialen Teilsystemen) in die theoretische Reflexion und die praktische Gestaltung der Sozialen Arbeit einbezogen werden (vgl. Staub-Bernasconi 2006, S. 285 ff.; vgl. Ningel 2006, S. 376; vgl. Seybusch 2002, o. S.; vgl. Briskmann 2007, S. 98). Zurückzukommen auf die in Kapitel 2.1 angesprochene abweichende Akzentuierung der (Handlungs)Theoriebildung von Staub-Bernasconi zu Thiersch und Böhnisch bedeutet es, dass die Soziale Arbeit nicht nur der Garant sozialer Gerechtigkeit ist, sondern sie beinhaltet auch die eigenständige Bearbeitung, das Sichtbarmachen und die Initiierung von Veränderungsprozessen (vgl. Briskmann 2007, S. 98). Darüber hinaus ermöglicht und fordert dieser Ansatz eine systematische und wissenschaftlich begründete Operationalisierung grundlegender menschlicher Werte.

2.4 Reflexion

Dass Soziale Arbeit eine Menschenrechtsprofession ist, wird mittlerweile weitgehend akzeptiert. „Menschenwürde/ Menschenrechte und Gerechtigkeit [sind] die regulativen Leitideen der Profession für die Beurteilung von Problemdefinitionen, -erklärungen, -bewertungen und beabsichtigten Veränderungsprozessen“ (Staub-Bernasconi 2009, S. 35) sowie einer dazugehörigen Identitätspolitik (vgl. Lob-Hüdepohl 2007, S. 118).

Allerdings wird immer wieder in Frage gestellt, ob sich eine angestrebte Theorie der menschlichen Bedürfnisse durchsetzen lässt bzw. diese im Rahmen von Sozialer Arbeit dann zu universalisierbaren Normen überführbar sein kann. Gegen diese Kritik spricht, dass sich aber heute, ganz praktisch gesehen, niemand mehr dem universellen Konsens über die elementaren Bedingungen, wie menschenwürdiges (Über-)Leben und Zusammenleben definiert ist, entziehen kann (vgl. Staub-Bernasconi 2006, S. 284 ff.). Verbindlich als universelle Werte sind Festlegungen, die in dem Katalog der Menschenrechte sowie den Persönlichkeitsrechten und dem Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes getroffen worden (vgl. Eisenmann 2006, S. 250; vgl. Spiegel v. 2004, S. 69). Und wie Bobbio[9] (1999) es ausdrückt: Eine Absolutheit kann es nicht geben d. h. Werte sollen nicht für alle Zeiten festgelegt sondern kontinuierlich überprüft und aktualisiert werden. Die Aufgabe liegt in der Sache an sich, die immer weiterzuentwickeln ist (z. B. Rückbesinnung auf die geschichtliche Entwicklung), auch unabhängig von staatlicher Kontrolle (vgl. Bobbio 1999, S. 32 ff.; vgl. Staub-Bernasconi 2007, S. 4 ff.). In diesem Sinne sind die Menschenrechte als Realutopien[10] zu verstehen, deren Umsetzung fortwährend gefordert und erreicht werden müssen (vgl. Staub-Bernasconi 2007b, S. 27; vgl. Spatscheck 2006, S. 1). Die Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession kann Wege der Menschenrechtsbildung und deren Umsetzung vorantreiben indem sie 1. darüber informiert, diese 2. im Arbeitskontext als ein „real gelebtes Feld“ umsetzt und 3. kontinuierlich „ihr fachliches Anliegen der Umsetzung der Menschenrechte“ im gesellschaftlichen und sozialpolitischen Zusammenhang ihrer Aktivitäten einfordert und vertritt (vgl. Spatscheck 2006, S. 2).

[...]


[1] Mit Motiven sind z. B. die individuelle Berufsmotivation, Identifikation mit der Institution oder der sozialpolitische Auftrag gemeint (vgl. Spiegel v. 2004, S. 111).

[2] Zu verstehen im Sinne von: „Soziale Arbeit als Bewältigung systembedingter Risiken oder Soziale Arbeit als Beitrag zur Humanisierung des gesellschaftlichen Lebens“ (Stettner 2007, S. 186).

[3] „Als Beispiele für solche Bedürfnisse werden u. a. Bedürfnisse nach körperlicher Unversehrtheit, emotionaler Zuwendung, sensorischer Stimulation, nach sozialer Zugehörigkeit und Anerkennung, Kontrolle der eigenen Lebensumstände und Austauschgerechtigkeit genannt (Schneider 2006, S. 10).

[4] Die globalen Grunddokumente zu den Menschenrechten sind neben der „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ von 1948 auch der „Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte“ von 1961, der „Internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte“ von 1966 sowie die „UN-Kinderrechtskonvention“ aus dem Jahre 1989. Seit 1961 gilt in Europa die „Europäische Sozialcharta“ (vgl. Spatscheck 2006, S. 1).

[5] Über 90 Nationen haben sich auf einen Minimalkonsens in drei Bereichen geeinigt: 1. International Definition of the Social Work Profession, 2. Ethics in Social Work, Statements of Principles und 3. Global Standards for the Education and Training of the Social Work Profession (vgl. Staub-Bernasconi 2009, S. 28 f.).

[6] Siehe Kurzbiographie im Anhang (Anmerkung der Autorin).

[7] Bezugswissenschaften der SA: Biologie, Psychobiologie/Psychologie, Soziologie/Sozialpsychologie, (Sozial-) Ökonomie/Politologie, Kulturwissenschaften

[8] „Identitätsbildung beschreibt den Prozess der Selbstthematisierung“ (Staub-Bernasconi o. J. zitiert in: Sagebiel 2003, S. 16). Darauf wird in Kapitel 3. anhand des Fallbeispiels eingegangen.

[9] Italienischer Rechtsphilosoph (Anmerkung der Autorin).

[10] Realutopien können auch als „visionärer Pragmatismus“ beschrieben werden. „Realutopien sind individuelle und kollektive Bilder des Wünschbaren, für die vage bis sehr konkrete Vorstellungen bestehen, unter welchen Bedingungen, mit welchen Ressourcen und Verfahren sie verwirklicht werden könn(t)en“ (Staub-Bernasconi 2007b, S. 27).

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession
Untertitel
Ethisches Handeln auf der Grundlage der Menschenrechte in der beruflichen Praxis der Sozialen Arbeit
Hochschule
Hochschule Koblenz (ehem. FH Koblenz)
Note
1,7
Autor
Jahr
2010
Seiten
16
Katalognummer
V184380
ISBN (eBook)
9783656091639
ISBN (Buch)
9783656091776
Dateigröße
547 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Global Standards, Menschenrechte, Menschenrechtsprofession, ethisches Handeln, berufsethische Prinzipien, Handlungstheorien Sozialer Arbeit, Operationalisierung menschlicher Werte
Arbeit zitieren
Sozialpädagogin B.A. Petra Anna Maria Hermes (Autor), 2010, Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184380

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