Mobiltelefone, Smartphones, PDAs und andere mobile Endgeräte wie beispielweise Netbooks oder Smartpads sind aus dem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Durch die steigende Verbreitung sowie den gesellschaftlichen Wandel ändert sich auch das Nutzungs- und Anspruchsverhalten der Individuen. [...]
Einen großen Einfluss auf diesen Wandel hat neben den technologischen Entwicklungen bei den Endgeräten auch die steigende Internetnutzung. [...] Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Veränderungen des studentischen Lernens wider. So verwundert es niemanden mehr, dass sowohl in Literatur als auch in Praxis immer häufiger über Mobile Learning und seine Anwendungsmöglichkeiten an Universitäten und in Unternehmen diskutiert wird. Besonders seit der Markteinführung des iPads von Apple wird Mobile Learning verstärkt in der Fachpresse erwähnt.
Der Ansatz des Mobile Learnings fokussiert sich dabei auf die Mobilität des Lernortes. Mobile Learning soll nicht die klassischen Lernmedien oder Electronic Learning-Plattformen ersetzen, sondern als eine Erweiterung gesehen werden, als Möglichkeit zwischendurch und spontan kurze Lernphasen zu nutzen.
Da mobile Endgeräte über ein immer größer werdendes Leistungsspektrum verfügen, ergeben sich neue Potentiale, die es zu ergründen gilt. Inwieweit Mobilfunkgeräte zum mobilen Lernen geeignet sind, ist derzeit noch nicht in vollem Maße geklärt und soll in dieser Arbeit genauso untersucht werden wie die Bereitschaft von Studierenden, die jeweiligen Medien zum mobilen Lernen zu nutzen.
Demzufolge soll im Rahmen dieser Arbeit gezeigt werden, wie Studenten zurzeit lernen und wie ihre Einstellung bezüglich mobiler Medien und dem Mobile Learning ist. Dies geschieht anhand einer empirischen Untersuchung an deutschen Universitäten. Aufgrund der Ergebnisse sowie einer ausführlichen Literaturrecherche soll die aktuelle Lernsituation dargestellt werden, um abschließend eine Handlungsempfehlung hinsichtlich zukünftiger Entwicklungen in der Lernübermittlung an deutschen Hochschulen zu geben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1. Aufgabenstellung und Zielsetzung
1.2. Aufbau der Arbeit
2 Definitorische Grundlagen
2.1 Einstellung
2.2 Lernen
2.3 Mobilität
2.4 Technischen Grundlagen
2.4.1 Mobile Endgeräte
2.4.2 Funktionen mobiler Endgeräte
2.4.3 Datenübertragungsmöglichkeiten
3 Mobile Learning
3.1 Electronic Learning
3.2 Mobile Learning
3.3 Vor- und Nachteile des Mobile Learning
3.4 Praxisbeispiele zum Mobile Learning
4 Empirische Untersuchung
4.1 Marktforschung
4.2 Prozess der Befragung
4.2.1 Problemstellung
4.2.2 Auswahl der Erhebungsmethode
4.2.3 Fragebogendesign
4.2.4 Untersuchungserhebung
4.2.5 Analyse und Dokumentation
5 Interpretation der Ergebnisse
6 Handlungsempfehlung
7 Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial und die aktuelle Akzeptanz von Mobile Learning an deutschen Universitäten, um basierend auf dem studentischen Nutzungsverhalten und der Einstellung gegenüber mobilen Technologien Handlungsempfehlungen für die zukünftige Gestaltung der Lernübermittlung zu entwickeln.
- Grundlagen von Einstellung, Lernen und Mobilität im akademischen Kontext.
- Technologische Rahmenbedingungen mobiler Endgeräte und Datenübertragung.
- Differenzierte Analyse von Electronic Learning und Mobile Learning.
- Empirische Untersuchung zur Einstellung Studierender gegenüber Mobile Learning.
- Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für Hochschulen.
Auszug aus dem Buch
1.1. Aufgabenstellung und Zielsetzung
Mobiltelefone, Smartphones, PDAs und andere mobile Endgeräte wie beispielweise Netbooks oder Smartpads sind aus dem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Durch die steigende Verbreitung sowie den gesellschaftlichen Wandel ändert sich auch das Nutzungs- und Anspruchsverhalten der Individuen. Diese Veränderung lässt sich auch auf das Arbeits- sowie Lernverhalten übertragen, wodurch sich die Frage stellt, wie Lernen zukünftig aussehen kann und soll.
Einen großen Einfluss auf diesen Wandel hat neben den technologischen Entwicklungen bei den Endgeräten auch die steigende Internetnutzung. Sie hat in den letzten Jahren eine immer bedeutendere Stellung eingenommen und ist zu einem unverzichtbaren Teil in unserem Leben geworden. Das Statistische Bundesamt gab an, dass 77 % der Bundesbürger mittlerweile über einen Internetzugang verfügen. Zudem nutzen 16 % der Internetnutzer laut einer Pressemitteilung vom 14.02.2011 das mobile Internet, was einem Anstieg von 78 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dabei sind die Altersgruppen von 16-24 und 25-34 Jahren besonders aktiv.
Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Veränderungen des studentischen Lernens wider. So verwundert es niemanden mehr, dass sowohl in Literatur als auch in Praxis immer häufiger über Mobile Learning und seine Anwendungsmöglichkeiten an Universitäten und in Unternehmen diskutiert wird. Besonders seit der Markteinführung des iPads von Apple wird Mobile Learning verstärkt in der Fachpresse erwähnt.
Der Ansatz des Mobile Learnings fokussiert sich dabei auf die Mobilität des Lernortes. Mobile Learning soll nicht die klassischen Lernmedien oder Electronic Learning-Plattformen ersetzen, sondern als eine Erweiterung gesehen werden, als Möglichkeit zwischendurch und spontan kurze Lernphasen zu nutzen. (vgl. Kapitel 3.2)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Stellt die Relevanz des Themas Mobile Learning vor dem Hintergrund der steigenden Verbreitung mobiler Technologien dar und formuliert die Forschungsfragen.
2 Definitorische Grundlagen: Erläutert die theoretischen Begrifflichkeiten von Einstellung, Lernen und Mobilität sowie die technischen Grundlagen mobiler Endgeräte.
3 Mobile Learning: Definiert Mobile Learning als Weiterentwicklung des E-Learning, beleuchtet Vor- und Nachteile und stellt Praxisbeispiele vor.
4 Empirische Untersuchung: Beschreibt den Prozess der Marktforschung und die methodische Vorgehensweise der durchgeführten Online-Befragung unter Studierenden.
5 Interpretation der Ergebnisse: Führt die Daten der Untersuchung zusammen, gleicht sie mit statistischen Daten ab und interpretiert die Einstellung der Studierenden.
6 Handlungsempfehlung: Leitet aus den Ergebnissen konkrete Strategien für deutsche Universitäten ab, um mobiles Lernen erfolgreich in den Lehralltag zu integrieren.
7 Fazit: Fasst die Kernerkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die Zukunftsperspektiven des mobilen Lernens.
Schlüsselwörter
Mobile Learning, Electronic Learning, Studierende, E-Learning, mobile Endgeräte, Akzeptanz, Lernverhalten, Marktforschung, Online-Befragung, Universität, digitale Medien, Mobilität, Wissensvermittlung, didaktische Konzepte, Technologieaffinität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Einstellung und Akzeptanz von Studierenden gegenüber dem mobilen Lernen (Mobile Learning) an deutschen Universitäten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die theoretischen Grundlagen des Lernens und der Mobilität, technische Spezifikationen mobiler Endgeräte sowie die empirische Analyse des studentischen Lernverhaltens.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, auf Basis einer empirischen Untersuchung an deutschen Universitäten zu ermitteln, wie Studierende aktuell lernen und wie ihre Einstellung zu Mobile Learning ist, um daraus Handlungsempfehlungen für Hochschulen abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde eine quantitative Marktforschung in Form einer Online-Befragung durchgeführt, deren Daten anschließend deskriptiv ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe (Kapitel 2 & 3) sowie die detaillierte Beschreibung und Interpretation der empirischen Befragung (Kapitel 4 & 5).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Mobile Learning, E-Learning, studentisches Lernverhalten, mobile Endgeräte, Akzeptanzanalyse.
Welche Rolle spielen Praxisbeispiele in der Arbeit?
Praxisbeispiele wie die der Kaplan University, der Seton Hill University und der Universität Kassel dienen als Anschauungsmaterial für die Anwendung von Mobile Learning und illustrieren, wie theoretische Konzepte in die Praxis umgesetzt werden können.
Was ist die zentrale Erkenntnis bezüglich der Technikaffinität?
Die Untersuchung ergab, dass die Mehrheit der Studierenden keine übermäßig hohe Technikaffinität besitzt und die neuesten mobilen Endgeräte für viele als eher unwichtig für ihren Alltag eingestuft werden.
Welche Hürde wird für das Mobile Learning identifiziert?
Eine zentrale Hürde ist die mangelnde Verbreitung geeigneter mobiler Endgeräte und die Tatsache, dass Studierende oft noch an stationäre oder portable Endgeräte wie Notebooks gebunden sind.
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- Dipl.-Oec, M.A. Julia Dietrichs (Author), 2011, Mobile Learning an deutschen Universitäten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184402