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Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf die Vermittlung von langfristigen Veranlagungsformen in Wien

Título: Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf die Vermittlung von langfristigen Veranlagungsformen in Wien

Tesis de Máster , 2011 , 113 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Alexander Stepan (Autor)

Economía de las empresas - Inversiones y finanzas
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[...] Der erste Bereich umfasst die vorsorgeorientierten Kapitalanleger. Betrachtet man
diese Krise aus dem Blickwinkel der Sparer und vorsorgeorientierten Kapitalanleger
am österreichischen Finanzdienstleistungsmarkt, so hat diese Investorengruppe die
positive Erfahrung gemacht, dass aufgrund der staatlichen Einlagensicherung ihr
Geld in einer Krisensituation sicher ist (vgl. Langhorst/Schäfer, 2009, S. 77). Auch
Anleger in Renten- oder klassische Lebensversicherungsprodukte sind ohne Verluste
durch die Finanzkrise gekommen, da für Versicherungsunternehmen eine Zahlungsund
Leistungsverpflichtung aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen besteht.
Der zweite Bereich umfasst die renditeorientierten Kapitalanleger. Im Gegensatz
dazu, müssen stark renditeorientierte und eher kurzfristig veranlagte Investoren zur
Kenntnis nehmen, dass Werte von Finanzanlagen zur Gänze verloren gehen
können. Dies bedeutet, dass hohe Rendite immer mit hohem Risiko verbunden ist
(vgl. Langhorst/Schäfer, 2009, S. 77). Details dazu werden in Kapitel 2.2.2 näher
beschrieben.
Bezugnehmend auf diese unterschiedlichen Entwicklungen der Veranlagungsformen
möchte der Verfasser folgende Forschungsfrage untersuchen und beantworten: Wie
hat sich aus Sicht des Gewerblichen Vermögensberaters in Wien das
Abschlussverhalten von privaten Investoren in langfristige Veranlagungsformen
(Vertragslaufzeit mindestens 15 Jahre) in Hinblick auf Neuverträge, Investitionssummen und dem Begriff Vertrauen nach Luhmann seit Ausbruch der
Finanzkrise verändert?
Der Fokus dieser Arbeit liegt darauf, inwieweit sich Vertrauen von Kunden gegenüber
Vermögensberatern und Banken verändert hat. Vertrauen wird hier als notwendiger
aber riskanter Beitrag des Anlegers gesehen.
Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine empirische Studie mit
Expertenbefragungen durchgeführt.
Die Ergebnisse werden im dritten Kapitel dieser Arbeit präsentiert. Die empirische
Feldforschung bestand in der Durchführung von fünf Experteninterviews. Die
Interviewpartner wurden auf Basis eines Leitfragebogens befragt. Da es sich bei der
vorliegenden Untersuchung um eine qualitative Studie handelt, wurde für die
Ausarbeitung der Interviews die Methode nach Mayring gewählt. Diese Form einer
qualitativen Inhaltsanalyse hat sich infolge ihres regelgeleiteten Vorgehens als
Standardmethode zur Auswertung qualitativer Studien durchgesetzt (siehe dazu
Kapitel 3.2).

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Verwendete Theorien und Begriffe

2.1 Finanz- und Wirtschaftskrise

2.2 Angebot und Nachfrage nach Geldkapital

2.2.1 Geldmarkt und Kapitalmarkt

2.2.2 Das „magische Zieldreieck“ der Geldanlage

2.3 Langfristige Veranlagungsformen

2.3.1 Versicherungsprodukte

2.3.2 Bankprodukte

2.3.3 Neuverträge und Investitionssummen

2.4 Private Investoren

2.5 Gewerbliche Vermögensberatung

2.5.1 Beratungsqualität und Beratungsumfang

2.5.2 Rechtliche Vorgaben

2.6 Theoretische Bezüge

2.6.1 Sozialpsychologische Definition von Vertrauen

2.6.2 Zum Komplex Vertrauen und jüngste Entwicklungen

2.6.3 Vertrauen nach Niklas Luhmann

2.7 Forschungsfrage

3 Empirischer Teil der Arbeit

3.1 Expertenbefragung und Vorgangsweise

3.2 Methode der Auswertung

3.3 Qualitative Inhaltsanalyse – intervieworientierte Reduktion

3.4 Qualitative Inhaltsanalyse – interviewübergreifende Reduktion

3.5 Qualitative Inhaltsanalyse – Gesamtergebnisse kompakt

4 Zusammenfassung

4.1 Vertrauen und Beratungsqualität

4.2 Langfristige Veranlagungsformen und Investitionssummen

4.3 Ausblick

4.4 Ansatz für weitere Forschung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie sich die Finanz- und Wirtschaftskrise auf das Anlegerverhalten von Privatkunden in Bezug auf langfristige Veranlagungsformen auswirkt, insbesondere unter dem Aspekt des Vertrauensverlustes gegenüber Finanzdienstleistern in Wien.

  • Veränderungen im Anlegerverhalten von Privatkunden seit der Finanzkrise.
  • Die Rolle des Vertrauensbegriffs nach Niklas Luhmann im Anlageprozess.
  • Die Entwicklung von Beratungsqualität und Beratungsumfang bei Vermögensberatern.
  • Analyse von langfristigen Finanzprodukten (Lebensversicherungen, Sparformen).
  • Empirische Untersuchung mittels qualitativer Experteninterviews.

Auszug aus dem Buch

2.6.3 Vertrauen nach Niklas Luhmann

Luhmann hat das Thema Vertrauen 1968 in einer eigenen Abhandlung systemtheoretisch untersucht (siehe Luhmann, 2009). Er sieht in Vertrauen eine riskante Vorleistung. In jeder wirtschaftlichen Transaktion ist Vertrauen eine Grundvoraussetzung für das Geschehen selbst. Ohne jegliches Mindestmaß an Vertrauen wäre das Individuum Mensch handlungsunfähig.

Für Niklas Luhmann ist Vertrauen ein Mittel zur Verringerung der Komplexität und stellt deshalb eine Art Vorleistung dar, da Vertrauen auf die Zukunft gerichtet ist: „Aber Vertrauen ist keine Folgerung aus der Vergangenheit, sondern es überzieht die Informationen, die es aus der Vergangenheit besitzt und riskiert eine Bestimmung der Zukunft“ (Luhmann, 2009, S. 23 f.). Vertrauen ermöglicht es daher, mit größerer Komplexität in Bezug auf Ereignisse zu leben und zu handeln (ebenda, S. 18). Vertrautheit und Vertrauen ermöglichen daher ein relativ sicheres Erwarten und damit auch das Aufnehmen und Absorbieren verbleibender Risiken.

Überdies können folgende Formulierungen von Luhmann in seinem, als übergreifende Theorie der Gesellschaft anzusehenden Werk „Die Gesellschaft der Gesellschaft“ aus 1997 als Beschreibung der globalen Geschehnisse vor (siehe folgenden Punkt a) und nach (siehe folgenden Punkt b) der Finanzkrise 2007/2008 gelesen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themenstellung der Finanzkrise und deren Einfluss auf das Anlegerverhalten ein und definiert die Forschungsfrage.

2 Verwendete Theorien und Begriffe: Hier werden theoretische Grundlagen zu Finanzmärkten, langfristigen Anlageformen sowie der soziologische Vertrauensbegriff nach Luhmann erläutert.

3 Empirischer Teil der Arbeit: Dieser Abschnitt beschreibt das methodische Vorgehen der Expertenbefragungen und präsentiert die Auswertung der qualitativen Interviews.

4 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die zentralen Erkenntnisse zu Beratungsqualität, Anlegerverhalten und langfristigen Veranlagungsformen sowie zukünftige Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Finanzkrise, Anlegerverhalten, Vertrauen, Vermögensberatung, langfristige Veranlagungsformen, Lebensversicherung, Risiko, Kapitalmarkt, qualitative Inhaltsanalyse, Beratungsqualität, Altersvorsorge, Finanzprodukte, Neuverträge, Investitionssummen, Niklas Luhmann.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Master-Thesis grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise auf das Verhalten von privaten Anlegern in Wien, speziell bei langfristigen Veranlagungsformen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Zentrum stehen die Veränderungen des Vertrauensverhältnisses zwischen Kunden und Vermögensberatern, die gestiegenen Anforderungen an die Beratungsqualität sowie die Verschiebung hin zu sichereren Anlageprodukten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, wie sich das Abschlussverhalten privater Investoren bei langfristigen Produkten seit Ausbruch der Finanzkrise verändert hat, betrachtet aus der Perspektive gewerblicher Vermögensberater.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Der Autor führt eine empirische Feldforschung mittels fünf Experteninterviews durch, deren Ergebnisse anschließend mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Finanzmarktgrundlagen und Vertrauenstheorien sowie den umfangreichen empirischen Teil mit Auswertung und Darstellung der Interviewergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Vertrauen, Finanzkrise, Vermögensberatung, langfristige Veranlagungsformen und Kapitalerhalt.

Warum spielt das "magische Zieldreieck" eine Rolle für die Analyse?

Es dient dazu, die konkurrierenden Ziele von Anlegern – Rendite, Risiko und Liquidität – strukturiert darzustellen, was für das Verständnis der aktuellen Risikoeinschätzung privater Investoren unerlässlich ist.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor in Bezug auf das Beratungsgespräch?

Das Beratungsgespräch hat erheblich an Umfang und Komplexität gewonnen, da Kunden heute eine umfassendere Aufklärung über Risiken fordern und ein persönliches Vertrauensverhältnis zum Berater wichtiger geworden ist als das Produkt selbst.

Final del extracto de 113 páginas  - subir

Detalles

Título
Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf die Vermittlung von langfristigen Veranlagungsformen in Wien
Universidad
University of Vienna
Curso
SanConsult Master-Lehrgang
Calificación
1
Autor
Alexander Stepan (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
113
No. de catálogo
V184488
ISBN (Ebook)
9783656093565
ISBN (Libro)
9783656093305
Idioma
Alemán
Etiqueta
auswirkungen finanz- wirtschaftskrise vermittlung veranlagungsformen wien
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Alexander Stepan (Autor), 2011, Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf die Vermittlung von langfristigen Veranlagungsformen in Wien, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184488
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