Die "Novas Cartas Portuguesas" - ein feministisches Manifest?


Bachelorarbeit, 2011
31 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die gesellschaftliche Stellung und Rolle der Frau in der jüngeren Geschichte Portugals
2.1. Die gesellschaftliche Stellung und Rolle der Frau und feministische Bewegungen im Estado Novo (1928-1974)

3. Schlüsselthemen derNovas Cartas Portuguesas
3.1. Thematisierung der Rolle der Frau in denNovas Cartas Portuguesas
3.2. DieNovas Cartas Portuguesasals feministische Literatur?

4. Das Frauenbild und der Feminismus 40 Jahre später

5. Fazit

Anhang

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die vorliegende Bachelorthesis zum Thema „Die Novas Cartas Portuguesas: Ein feministisches Manifest?“ geschrieben im Wintersemester 2011/12 unter der Betreuung von Prof. Dr. Martin Neumann, behandelt zunächst das geschichtliche, politische und soziale Umfeld der Zeit der Entstehung des Werkes. Dazu ergänzend werden ebenfalls relevante Fakten aufgezeigt, die zur Entstehung der Rolle der Frau in Portugal und ihrer gesellschaftlichen Stellung in vergangenen Jahrhunderten beitrugen- hier auch mit Blick auf die Cartas Portuguesas aus dem 17. Jahrhundert, die als Basis und Inspiration der Novas Cartas Portuguesas dienten. Aufbauend zu diesen Themen, werden die Frauenbewegungen und feministische Gruppierungen in der Zeit des Estado Novo behandelt. Es wird auf die Entstehung dieser, sowie die Schlüsselthemen der Novas Cartas Portuguesas eingegangen. Dieses dient, unter anderem, zur Erläuterung der Relevanz des Werkes und seiner Rolle in der portugiesischen Literatur, sowie international. Abschließend wird ein Blick auf die Auswirkungen der Novas Cartas Portuguesas auf die feministische Bewegung, die Neuauflage des Werkes aus dem Jahre 2010 von Ana Luísa Amaral und die aktuelle Entwicklung in der Geschlechterfrage in Portugal geworfen.

Bestreben der Forschung ist es herauszufinden, welche Auswirkungen, auf kurze oder lange Frist, dieses einschneidende und revolutionäre Werk auf die portugiesische Literatur und Gesellschaft hatte und immer noch hat. Diese Fragestellung ist besonders relevant, da die Literatur einen starken Einfluss auf die Meinungsbildung und Veränderungen der Gesellschaftsstruktur hat, aber diese Veränderungen sind weniger publik und unmittelbar, als, zum Beispiel, von der Politik herbeigeführte strukturelle Änderungen durch Gesetze und Reformationen. Zudem wird erarbeitet inwiefern die Novas Cartas Portuguesas als feministisches Werk angesehen werden sollten und welche Limitationen der Interpretation und Reichweite des Buches dadurch entstehen.

2. Die gesellschaftliche Stellung und Rolle der Frau in der jüngeren Geschichte Portugals

In der portugiesischen Literatur finden sich bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts nur recht wenige Beschreibungen der gesellschaftlichen Rolle der Frau und von diesen ist noch ein erheblich kleinerer Anteil geschrieben von der betreffenden Gruppe selbst - den Frauen. Die Epoche der Romantik hinterließ ein Frauenbild, in dem die Sentimentalität den Verstand überwog, woraus für die Gesellschaft resultierte, dass es besser sei, sie in der häuslichen Sphäre wirken zu lassen, aber aus allen politischen und öffentlichen Bereichen herauszuhalten (vgl. Samaro, 2007: 203). Während sich bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in der Literatur fast ausschließlich dem Leben von Personen aus den oberen Bevölkerungsschichten, der Bourgeoisie, des Klerus und des Adels, befasst wird, greift die Bewegung des Neorealismus in den 30er und 40er Jahren insbesondere die Schicksale der unteren Gesellschaftsschichten auf. Dies geschieht zwar nicht mit einem speziellen Fokus auf die Frauen, jedoch werden hier beide Geschlechter mit Gleichheit behandelt. Bis zu Beginn dieser moderneren literarischen Strömungen, gab es zwar zahlreiche Frauen über die geschrieben wurde, doch gerade diese waren nicht repräsentativ für eine Darstellung der Rolle der Frau in der Gesellschaft. Was fast alle restlichen Frauen betraf, so führten sie ein Leben außerhalb der Öffentlichkeit- ein Resultat ihres Ausschlusses aus dem politischen und öffentlichen Bereich und des dominanten Katholizismus, aber auch der portugiesischen Kultur, die weibliche Passivität forderte: „Uma mulher conveniente […] não se queixa, só confia no seu professor se for católica [...]. O Pudor é a sua virtude, o silêncio a sua honra.“ (vgl. Vaquinhas, 2005: 36). Diese Diskretion brachte schwere Konsequenzen mit sich und bestärkte die patriarchalische Dominanz. Je niedriger die soziale Klasse, desto weniger wurde dokumentiert, auch im Bereich der beruflichen Tätigkeit. Die mangelnde Anerkennung der Frau als juristisch autonomes Wesen schloss sie von allen formalen Rechten aus. Sie existierte nur als Element eines Familienverbandes, als Ehefrau, Mutter oder Tochter, ohne Rechte und eigenen ökonomischen Besitz. Dennoch arbeiteten die Frauen in der Landwirtschaft, familiären Betrieben und anderen Bereichen, jedoch ohne, oder mit deutlich geringerer Entlohnung als die Männer und ohne als Arbeitskraft erfasst zu werden (vgl. Vaquinhas, 2005: 37).

Aufgrund der ökonomisch schwachen Situation Portugals, des starken Einflusses der katholischen Kirche, die eine traditionelle Rollenverteilung befürwortete und wahrscheinlich auch wegen der geografisch isolierten Lage, war Portugal in vielen Entwicklungen den mitteleuropäischen Ländern in der Entwicklung im 19. und 20. Jahrhundert, in vielerlei Hinsicht, mindestens einige Jahrzehnte hinterher. Es überrascht daher nicht, dass eine der ersten weiblichen Schriftstellerinnen, die mit einer feministischen Bewegung in Verbindung gebracht wird, einen ausländischen Hintergrund hat. Carolina Wilhelma Michaëlis de Vasconcelos (*1851- †1925), eine deutsche Philologin, die einen Portugiesen heiratete und sich der portugiesischen Kultur und Literatur verschrieb. Am 11. September 1902 erschien in der Zeitung O primeiro de Janeiro ein von ihr verfasster Artikel über die Situation der Frauen des Landes in den verschiedenen Lebensbereichen. Ihr Ergebnis fiel vernichtend aus, beginnend mit der Politik, in der der weibliche Einfluss absolut nichtig war und das offene Auftreten einer Frau, als eine Monstrosität aufgenommen werden würde (vgl. Pires 2002: 21). Im privaten Umfeld sah sie die durchschnittliche Frau der Epoche in einer lebenslangen Abhängigkeit. Als Tochter im Hause der Eltern, als Ehefrau beginnend mit der Hochzeit, falls sie alleinstehend bleibt, als Gefährtin der Geschwister oder Familienmitglieder und all dies „conforme a superior e inviolável decisão divina“ - ergeben der übermächtigen und unanfechtbaren göttlichen Entscheidung (vgl. Pires 2002: 32). Das lebenslange Ziel jeder Frau sei es, dem Ehemann zu behagen, indem diesem gedient wird (vgl. Pires 2002: 30). Die Aneignung von Wissen wurde als etwas Nutzloses oder gar Gefährliches angesehen, weshalb eine Aversion gegen die höheren Grade der weiblichen Ausbildung bestand, die normalerweise als „doutrice“ und „politique“ beschrieben wurden (vgl. Pires 2002: 32).

Kurz nach der Jahrhundertwende war die Bildungspolitik in dieser Hinsicht also immer noch nicht weiter als einige Jahrzehnte zuvor, in denen bereits für Mädchengymnasien gekämpft wurde. Im Jahre 1888 zum Beispiel erstellten einige moderne Pädagogen Pläne für die Einrichtung von Mädchengymnasien in Lissabon. Sofort wurde in Zeitungen und Reden von Abgeordneten ein großer Protest laut. Mit großem Erfolg wurde das Bild der gebildeten Frau als „espantalho da mulher sabichona, ridículo e antipático“ - Vogelscheuche der Besserwisserin, lächerlich und unsympathisch, bekräftigt, so, dass das Projekt fallen gelassen wurde (vgl. de Carvalho 1986: 622f).

Der Politiker und Sozialwissenschaftler Joaquim Pedro de Oliveira Martins veröffentlichte im gleichen Jahr eine Schrift, in der er sich für ein diametral entgegengesetztes Bildungssystem für Frauen aussprach. Dieses sollte, anstatt den Kopf mit Namen und Daten zu verstopfen, das Herz ansprechen und die Frauen auf das Familienleben vorbereiten (vgl. Pires 2002: 34f).

Die Phase nach der Revolution im Jahre 1910, die zur Entstehung der ersten Republik führte, bis hin zum Beginn der Diktatur, war für die Entwicklung der Rolle der Frau in Portugal eine Phase, die einigen Fortschritt mit sich brachte. Es wurden, schon wenige Monate nach der Revolution am 5. Oktober, zahlreiche positive Gesetzesänderungen vorgenommen, die vor allem der Abnahme des Einflusses der katholischen Kirche zu verdanken waren. Es wurden Gesetze verabschiedet, die im Bezug auf die Familie und Ehe den Frauen deutlich mehr Rechte und Freiheiten zusprachen. Die Ehe wurde als ein ziviler Vertrag festgelegt, nicht mehr als religiöse Institution und es wurde ein Gesetz zum Schutz der Kinder eingeführt. Diese neue Konstitution setzte ein Zeichen im Bezug auf die politische Position der neuen Regierungsform. Anhand des neuen Familiengesetzes wurde ein Artikel aus dem Jahre 1867 gestrichen, der das Recht der Frau streng limitierte: „Ao marido [incumbia], especialmente, a obrigação de proteger e defender a pessoa e os bens da mulher; e a esta a de prestar obediência ao marido.“ (vgl. Carvalho, 1986: 41) und ersetzt durch einen Artikel der Freiheit und Gleichheit promovierte: „A sociedade conjugal baseia-se na liberdade e na igualdade.“ (vgl. Gorjão, 2002: 30). Zum Leidwesen der Frauen und der gesamten Gesellschaft wurden diese Fortschritte im katholizismusorientierten Estado Novo fast vollständig rückgängig gemacht.

Der Rückstand in der Bildungspolitik wurde von den ersten Feministinnen, unter ihnen auch Carolina Michaelis, als Hauptgrund für die gesetzliche und gesellschaftliche Diskriminierung der Frauen gesehen. Ana de Castro Osório, eine der wichtigsten Persönlichkeiten der Frauenbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts, schrieb: „Educar a mulher dando-lhe meios de poder auferir com o seu trabalho o suficiente para a sua sustenção […] parece-nos a maneira mais prática de a tornar um ser livre.“ (vgl. Gorjão, 2002: 30).

Die Reformen, die eine Liberalisierung zum Ziel hatten, brachten auch Fortschritte in die Pädagogik des Landes: Es wurden neue Schulen gegründet, im Jahre 1906 sogar das erste Mädchengymnasium, welches allerdings nicht stark frequentiert wurde. Zwischen 1911 und 1919 wurden mehrere pädagogische Reformen durchgeführt, die unter anderem eine fünfjährige Schulpflicht für beide Geschlechter, öffentliche Vorschulen und gemischte Schulen mit sich brachten. Alle diese Maßnahmen hatten positive Auswirkungen auf den Zugang zu Bildung- auch für die Portugiesinnen.

Trotz all dieser Entwicklungen und Neuerungen wurde den Frauen weiterhin kein Wahlrecht zugesprochen. Erst im Jahre 1931, also schon im Estado Novo, wurde das Frauenwahlrecht erstmals in Betracht gezogen, allerdings nur unter sehr speziellen Voraussetzungen realisiert. Exkluiert waren alle verheirateten Frauen, deren Mann anwesend war, alleinstehende Frauen und alle, die nicht mindestens über den Abschluss einer weiterführenden Schule verfügten. Trotz des Verbots dieser grundlegendsten Form der politischen Teilhabe waren in Portugal schon seit dem Beginn des Jahrhunderts Frauen politisch aktiv. Auch wenn ihre Stimme nicht zählte, so forcierten sie doch die weibliche Partizipation, wenn auch nur am Rande des formalen politischen Systems (vgl. Gorjão, 2002: 32).

Eine wichtige Institution in dieser Zeit war die Liga Republicana das Mulheres Portuguesas, die mit der Regierungspartei, der Partido Republicano verbunden war. Das Ziel war, die portugiesischen Frauen nach demokratischen Grundsätzen zu orientieren, erziehen und bilden und eine Revision der Gesetze, die insbesondere Frauen und Kinder betreffen, zu veranlassen.

A causa que os Republicanos defendem é a mesma que as senhoras da Liga Republicana pretendem fazer triunfar. A causa da Democracia é também a causa do feminismo. As nossas reivindicações são as suas própias reivindicações.

(vgl. Gorjão, 2002: 33)

Auch wenn hier, gemessen an der damaligen Zeit und der Situation in Portugal, eine sehr fortschrittliche Aussage gemacht wird, so bleibt doch deutlich, dass die Frauen eine Art Parallelgesellschaft bilden. Ihre Vereinigung ist der Regierungspartei zwar angeschlossen und verfolgt die gleichen Ziele, doch die weiblichen Interessen scheinen außerhalb der zentralen Themen zu stehen und eine Integration scheint undenkbar.

Die erste weibliche Wählerin Portugals war Carolina Beatriz Ângelo, die bei den konstitutionellen Wahlen von 1911, aufgrund ihres Statuses als Ärztin und Witwe, also ein Familienoberhaupt mit der notwendigen Bildung, an der Wahl teilnehmen durfte. Dieses Recht musste sie jedoch vorher durch ein Gerichtsverfahren erstreiten. Zwei Jahre später, 1913, wurde das Wahlrecht dahin gehend geändert, dass Personen weiblichen Geschlechts generell ausgeschlossen wurden. Nach diesem singulären Ereignis vergingen mehr als 60 Jahre, bis auch die weibliche Bevölkerung sich offiziell politisch beteiligen durfte (vgl. Samara, 2007: 133).

São eleitores dos cargos políticos e administrativos todos os cidadãos portugueses de sexo masculino, maiores de 21 anos, ou que completaram essa idade até o termo das operações de recenseamento, que estejam no gozo dos seus direitos civis e políticos, saibam ler e escrever português, e residam no território da República Portuguesa.

(vgl. Gorjão, 2002: 33)

Auch die Frauen in den feministischen Bewegungen stellten infrage, ob das Frauenwahlrecht sinnvoll wäre, insbesondere welcher Bildungsgrad ausreichend sei, um eine unabhängige politische Kritikfähigkeit zu erreichen. Sie befürchteten, dass es zu einer politischen Mimese käme, weil die Ehemänner ihre Frauen beeinflussen oder sogar fremdbestimmen würden. In diesem Punkt gingen die Meinungen weit auseinander, während einige Aktivistinnen die Meinung hatten, dass auf das Wahlrecht langsam hingearbeitet werden müsse, da die Gesellschaft noch nicht so weit sei, vertraten andere den Standpunkt, dass für beide Geschlechter die gleichen Zugangsbedinungen zu den Wahlen gelten sollen- welche insbesondere in Hinsicht auf die erforderliche Bildung neu überdacht werden müsse. „As mulheres daquele tempo aceitavam, desejavam, empenhavam-se pela vitória da República, mais por amor aos homens da sua família do que propriamente por causa das suas conveniências“ (vgl. Gorjão, 2002: 34). Es wird also erkannt, dass innerhalb der Ehe keine Meinungsfreiheit besteht und die Frauen, aufgrund ihrer mangelnden Bildung und untergeordneten Rolle, ihren Ehemann als meinungsbildende Autorität ansehen. Allerdings auch, dass diese gesellschaftlichen Strukturen so verankert sind, dass mögliche Veränderungen nur langsam und schrittweise vonstattengehen können, bis ein Schritt wie das Wahlrecht Sinn bringend ist.

Im Jahre 1914 ging aus der Liga Republicana das Mulheres Portuguesas der Conselho Nacional das Mulheres Portuguesas (CNMP) hervor, der zur wichtigsten Frauenrechtsorganisation in Portugal wurde und zudem zur einzigen organisierten Bewegung des Feminismus, die erst nach dem Zweiten Weltkrieg, 1947, vom Regime verboten wurde (vgl. Gorjão, 2002: 34).

2.1. Die gesellschaftliche Stellung und Rolle der Frau und feministische Bewegungen in Portugal im Estado Novo (1928-1974)

Mit dem Beginn der Regierung António de Oliveira Salazars im Jahre 1928 stagnierten viele der Zugeständnisse, die den Frauen in der ersten Republik gemacht wurden und zahlreiche Gesetzesänderungen und Liberalisierungen wurden rückgängig gemacht. Neben einer Rückkehr zu einem Katholizismus nahe am Staat, war auch eine konservative Rollenverteilung ein Ziel des Regimes (vgl. Besier 2005: 90). In den 40er Jahren wurde der Slogan 'Die Frau für das Heim' vom Regime publik gemacht. Das Haus, der Ort der Familie, stelle den natürlichen Raum und Lebensmittelpunkt der Frau dar. Das Wohl der Familie und damit des ganzen Landes hinge also von der Hingabe der Frau ab, denn die Familie sei wie ein Modell des Staates nur im Kleinen. Gebären, sparen und über die Familienmitglieder wachen, seien erhabene Aufgaben, dessen Ausübung der Frau angeboren seien (vgl. Tavares, 2011: 60f).

Die Familienpolitik des Estado Novo folgte einer Ideologie, in der die Familie das Zentrum des Lebens der Portugiesen darstellen sollte, in der ein jeder seinen festen Platz und seine traditionelle Rolle hatte. Die Frauen sollten gute Mütter, ergebene Ehefrauen und fleißige Hausfrauen sein, die für die Moral im Hause sorgen. Tatsächlich arbeitete, die Mehrheit der portugiesischen Frauen nicht außerhalb des Hauses, eine Situation, die sich erst Mitte der 60er Jahre signifikativ änderte (vgl. Tavares, 2011: 60). Durch die Kriege in den afrikanischen Kolonien begann die Rolle der Frau sich relativ rasch zu verändern. Es fehlten männliche Arbeitskräfte, die durch Frauen ersetzt wurden. Viele Frauen übernahmen für ihre abwesenden Männer die Rolle des Familienoberhauptes und erlangten dadurch unter anderem das Wahlrecht. So weit es möglich ist zu behaupten, dass Krieg etwas Positives mit sich bringen kann, waren dieses die erfreulichen Veränderungen. Neben dem Krieg war auch die Emigration, um in einem anderen Land Europas Arbeit zu finden und/oder nicht eingezogen werden zu können, ein großer Entvölkerungsfaktor (vgl. Owen, 2000: 8).

[...]

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Die "Novas Cartas Portuguesas" - ein feministisches Manifest?
Hochschule
Universität Hamburg  (Romanistik)
Note
1,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
31
Katalognummer
V184494
ISBN (eBook)
9783656093541
ISBN (Buch)
9783656093282
Dateigröße
541 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Feminismus, Estado Novo, Portugal, Salazar, Novas Cartas Portuguesas, Mariana Alcoforado, Frauenbewegungen, Diktatur, Katholizismus, Maria Teresa Horta, Maria Barreno, Maria Velho da Costa, Revolução 25. de Abril, Nelkenrevolution, Opposition, Frauenliteratur, Carolina Michaelis, Frauenwahlrecht
Arbeit zitieren
Sara Anna Burmeister (Autor), 2011, Die "Novas Cartas Portuguesas" - ein feministisches Manifest?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184494

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