In der folgenden Hausarbeit zum Thema „Balladen“ wird zunächst der Begriff „Ballade“ definiert. Weiterhin werden die unterschiedlichen Typen der Ballade (Volksballade, Bänkelsang und Kunstballade) erläutert.
In der didaktischen Zielsetzung wird zuerst Bezug zum Lehrplan und dann Bezug zu den Bildungsstandards bezüglich der Auseinandersetzung mit Balladen genommen. Anschließend werden die didaktischen Ziele dieser beiden direkt miteinander verglichen.
Weiterhin werden die Vor- und Nachteile von handlungs- und produktorientiertem Unterricht allgemein diskutiert und sie werden noch einmal konkret für den Umgang mit Balladen betrachtet.
In den didaktischen Überlegungen zu einem methodischen Ansatz des handlungs- und produktorientierten Unterrichts wird das textproduktive Verfahren des Restaurierens vorgestellt und für die Behandlung einer Ballade didaktisch begründet.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2. Die Ballade
2.1 Merkmale der Ballade
2.2 Verschiedene Balladentypen
2.2.1 Volksballade
2.2.2 Bänkelsang
2.2.3 Kunstballade
3. Didaktische Zielsetzung
3.1. Laut Lehrplan
3.2 Laut Bildungsstandards
3.3 Vergleich zwischen Lehrplan und Bildungsstandards
4. Pro und Contra handlungsorientierten Unterrichts
5. Didaktische Überlegungen zum methodischen Ansatz
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Hausarbeit untersucht die didaktische Einbindung von Balladen im Literaturunterricht der Sekundarstufe I unter besonderer Berücksichtigung handlungs- und produktorientierter Methoden, um der verbreiteten Wahrnehmung von Lyrik als "trocken" oder "langweilig" entgegenzuwirken.
- Definition und Typologie der Ballade (Volksballade, Bänkelsang, Kunstballade)
- Analyse didaktischer Zielvorgaben aus Lehrplänen und Bildungsstandards
- Diskussion der Chancen und Herausforderungen handlungs- und produktorientierten Unterrichts
- Vorstellung eines konkreten textproduktiven Verfahrens zur Unterrichtsgestaltung
Auszug aus dem Buch
2.1 Merkmale der Ballade
Das Wort „Ballade“ kommt vom italienischen Begriff „Ballata“ und dem provencalischen Begriff „ballada“, was Tanzlied heißt. Die Ballade ist eine besondere Gedichtform. Sie besteht aus Versen und Strophen und enthält Merkmale aller drei Dichtungsgattungen. Die epischen Merkmale sind, dass die Ballade immer eine Handlung enthält und es Personen gibt, die im Rahmen dieser Handlung agieren. Zu den dramatischen Merkmalen gehört die wörtliche Rede in Form eines Dialogs oder eines Monologs. Zu den lyrischen Merkmalen gehört die Aufteilung in Strophen und Verse und das Auftreten von Reimen und einem Metrum (Kohrs 2004, S.12).
Ursprünglich waren Balladen Tanzlieder, weshalb viele vertont wurden. Durch die daraus entstehenden Überschneidungen mit der Untergattung Lied, ist die Ballade zunächst zu den lyrischen Texten zu zählen. Allerdings sind Balladen und ihre Untergattungen wie Moritaten oder Bänkelsang Handlungsgedichte (Neuhaus 2005, S.18). Balladen berichten immer von Ereignissen und erzählen Handlungen mit einem Höhepunkt, die teilweise wirklich passiert sind. Balladen beinhalten Angaben über Namen und Orte und manchmal auch über den Zeitpunkt der Handlung. Es gibt also viele identische Merkmale zwischen der Ballade und Drama und Prosa. Viele Balladen sind sehr lang, weil man mehr Verse und Strophen benötigt um eine Handlung darzustellen als einen Zustand (Neuhaus 2005, S.18).
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Es werden der Aufbau der Arbeit, die Definition des Begriffs Ballade und das Ziel der Untersuchung von handlungsorientierten Methoden im Unterricht erläutert.
2. Die Ballade: Dieses Kapitel definiert die Ballade über ihre drei Gattungsmerkmale und differenziert zwischen Volksballade, Bänkelsang und Kunstballade.
3. Didaktische Zielsetzung: Hier werden die Vorgaben aus dem Lehrplan und den Bildungsstandards für das Fach Deutsch im Kontext des Balladenunterrichts gegenübergestellt und analysiert.
4. Pro und Contra handlungsorientierten Unterrichts: Es findet eine allgemeine Diskussion über die Vor- und Nachteile schüleraktiver Lernformen statt, inklusive einer spezifischen Anwendung auf den Umgang mit Balladen.
5. Didaktische Überlegungen zum methodischen Ansatz: Dieses Kapitel präsentiert das textproduktive Verfahren des Restaurierens als konkrete Methode zur Einführung einer Ballade im Unterricht.
6. Fazit: Die Autorin resümiert ihre geänderte Sichtweise auf das Thema und bewertet das Potenzial handlungsorientierter Ansätze zur Steigerung der Attraktivität von Lyrik.
Schlüsselwörter
Ballade, Literaturunterricht, Sekundarstufe I, handlungsorientierter Unterricht, produktorientierter Unterricht, didaktische Zielsetzung, Lehrplan, Bildungsstandards, Volksballade, Kunstballade, Bänkelsang, Textanalyse, textproduktives Verfahren, Lyrik, Schüleraktivierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit befasst sich mit der didaktischen Aufbereitung von Balladen für den Literaturunterricht in der Sekundarstufe I.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die Merkmale der Ballade, die didaktischen Anforderungen der Lehrpläne und Standards sowie die Methodik des handlungs- und produktorientierten Unterrichts.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch handlungsorientierte Ansätze die oft als langweilig empfundene Gattung der Ballade für Schüler attraktiver gestaltet werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine fachdidaktische Analyse, die theoretische Grundlagen zur Ballade mit praktischen Unterrichtsüberlegungen verbindet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Einordnung der Ballade, den Vergleich didaktischer Vorgaben, die Diskussion pro und contra handlungsorientiertem Lernen und konkrete methodische Vorschläge.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Ballade, handlungsorientierter Unterricht, Lyrik, Literaturdidaktik und schüleraktives Lernen.
Wie definiert die Autorin das "Restaurieren" als Methode?
Das Restaurieren beschreibt ein textproduktives Verfahren, bei dem der Lehrer eine Ballade in Strophen zerlegt und die Schüler diese anschließend in die logisch korrekte Reihenfolge bringen müssen.
Welches konkrete Beispiel nennt die Autorin für den Unterricht?
Als praktisches Beispiel für die Einführung in der 6. Klasse wird "Der Handschuh" von Friedrich Schiller angeführt.
Welche Gefahr sieht die Autorin im handlungsorientierten Unterricht?
Die Autorin weist darauf hin, dass einige Schüler mit der hohen Eigenverantwortung und Freiheit bei offenen Arbeitsweisen überfordert sein könnten und Anleitung benötigen.
- Citation du texte
- Julia Patricia Kluth (Auteur), 2007, Die Ballade im Unterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184554