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Jesus spricht über Mord, Zorn und Versöhnung: Exegese zu Mt 5,21-26

Titre: Jesus spricht über Mord, Zorn und Versöhnung: Exegese zu Mt 5,21-26

Exégèse , 2008 , 43 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Holger Meier (Auteur)

Théologie - Théologie biblique
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Résumé Extrait Résumé des informations

1. Hinführung

Der Textabschnitt Mt 5,21-261 erscheint relativ am Anfang der Jesusgeschichte des Matthäusevangeliums. In Mt 1-2 berichtet der Autor von Jesu Abstammung und Kindheit. In Mt 3,1-12 erscheint Johannes der Täufer und in 3,13-17 tauft er den erwachsenen Jesus,
woraufhin dieser von Gott hörbar als Sein „geliebter Sohn“ identifiziert wird. Etwas später widersteht Jesus erfolgreich den Versuchungen des Teufels (4,1-11), und ab 4,17 beginnt
Jesus, öffentlich in Galiläa zu wirken, indem er, wie vor ihm Johannes der Täufer, predigt: „Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen“ (Mt 4,17). Vier Fischer schließen sich ihm als seine ersten Jünger an (4,18-22) und er predigt und heilt in
Galiläa (4,23-25), woraufhin ihm „große Volksmengen“ aus Galiläa und der weiteren Umgebung folgen. In Anbetracht der vielen Menschen steigt Jesus nun auf einen Berg in Galiläa und hält seine erste Rede (Mt 5,1f), die so genannte Bergpredigt (Mt 5-7). Sie beginnt
mit den Seligpreisungen (5,1-12), auf die eine Ansprache folgt, in der die Jünger als „Salz der Erde“ und „Licht der Welt“ bezeichnet werden (5,13-16). Darauf hin erklärt Jesus sein Verhältnis zum Gesetz und zu den Propheten (5,17-20) indem er sagt, er sei
nicht gekommen, sie aufzulösen, sondern sie zu erfüllen; eindringlich warnt er davor, sie aufzulösen und fordert in Vers 20 von seinen Zuhörern eine bessere Gerechtigkeit als die der Schriftgelehrten und Pharisäer. Diese Verse (17-20) sind die programmatische Einleitung und Vers 20 insbesondere ist die zusammenfassende Überschrift für das nun folgende in Mt 5,21ff: Hier entfaltet Jesus nun in sechs so genannten Antithesen das, was er unter der besseren Gerechtigkeit versteht. Der Inhalt des Abschnitts, der das Thema dieser Hausarbeit ist, besteht aus dreimal zwei Versen: In der ersten Antithese spricht Jesus in Mt 5,21f über sein Verständnis des Gebotes „Du sollst nicht töten“ und sagt in
23f, man solle sich zuerst mit dem Bruder versöhnen, bevor man eine Opfergabe darbringt. In 25f mahnt er zur Einigung mit dem Prozessgegner. Fünf weitere Antithesen folgen, in denen Jesus sein Verständnis des Gesetzes erläutert und über Ehebruch (5,27-
30) und Ehescheidung (31f), das Schwören eines Eides (33-37), die Vergeltung (38-42) und die Feindesliebe (43-47) spricht. Schließlich fordert er seine Zuhörer auf, „vollkommen“ [zu] sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist“ (Vers 48).

In den nächsten beiden Kapiteln (6+7) setzt Jesus seine Bergpredigt fort...

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Hinführung

2. Historische Analyse

2.1 Quellen- und Redaktionskritik

2.2 Der Historische Kontext und Religionsgeschichtliche Vergleich

3. Sprachliche Analyse

3.1 Gliederung und Struktur

3.2 Syntaktisch – Stilistische Analyse

3.3 Semantische Analyse zentraler Begriffe

3.4 Formkritik (Gattungsanalyse)

3.5 Pragmatik/Funktion und Intention des Textes

4. Rezeptionsästhetische Analyse: Unterrichtliche Impulse zum Text

5. Zusammenfassende Exegese

6. Anhang

Der verwendete Bibeltext Mt 5,21-26

Synoptischer Vergleich

Mt 5,21-26 als Erklärungstext

Mt 5,21-26 als Teil von Jesu „Schulhofpredigt“

1. Exkurs: Die Textzeugen und die abweichende Lesart „ohne Ursache“

2. Exkurs: Die Diskussion über Vers 22

3. Exkurs: Die Antithese

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Hausarbeit widmet sich der exegetischen Untersuchung des biblischen Textabschnitts Matthäus 5,21-26. Das primäre Ziel ist es, die Aussagen Jesu zu den Themen Mord, Zorn und Versöhnung tiefgehend zu analysieren, den historischen Kontext zu erschließen und die Bedeutung der Antithesen im Matthäusevangelium unter Berücksichtigung der ursprünglichen Intention und ihrer heutigen Relevanz zu erarbeiten.

  • Historische und redaktionskritische Einordnung des Textes.
  • Sprachliche und formkritische Analyse der Antithesenstruktur.
  • Untersuchung der ethischen Forderungen Jesu an seine Nachfolger.
  • Didaktische Reflexion über die Übertragbarkeit der Texte in den Schulunterricht.
  • Exegese der gerichtlichen Metaphorik und der Bedeutung der Versöhnung.

Auszug aus dem Buch

3.3 Semantische Analyse zentraler Begriffe

Vers 21. Das „gehört“ in „Ihr habt gehört“ bezeichnet nicht nur die Fähigkeit zu hören, sondern bedeutet auch, dass die Hörer das Gesagte verstanden haben. Die „Alten“ sind, wie schon zuvor gesagt, die Sinaigeneration. Das griechische Wort für die „Alten“ (ἀρχαῖος) bezeichnet aber auch allgemein die Ahnen und hier die ersten Israeliten. Unter dem „Töten“, das im von Jesus zitierten Gebot (Exodus 20,13) verboten ist und dort auf der hebräischen Wurzel „ratsach“ (רצח) beruht, ist Morden, Töten und Erschlagen zu verstehen. Das Wort beinhaltet vorsätzliches genauso wie versehentliches Töten, aber auch Töten aus Rache und den Mord, den ein Attentäter verübt.

Das mit „Gericht“ übersetzte griech. Wort κρίσις kann sowohl jedes Gericht sein, als auch speziell das aus sieben Männern bestehende jüdische Lokalgericht, das es jeweils in den einzelnen Städten gab. Es bezeichnet aber auch eine Gerichtsverhandlung bzw. einen Prozess und das in diesem gefällte Urteil oder die von diesem verhängte Strafe. Das mit „verfallen“ sein übersetzte Adjektiv ἔνοχος bedeutet „schuldig“, „haftbar“, oder auch, dass man etwas „unterworfen“ ist. Bei den meisten Verwendungen von ἔνοχος im Neuen Testament steht es im Zusammenhang mit Gottes Gericht oder einem menschlichen Gericht. J. Jeremias sagt jedoch einschränkend über die Bedeutungsbreite von „Gericht“, dass die hier in Vers 21 und Vers 22 verwendeten Konstruktionen von „dem Gericht/dem Hohen Rat/der Hölle des Feuers“ mit „verfallen sein/verfallen sein wird“ bedeuten, dass der Übertreter der von der Instanz verhängten Strafe verfallen sein wird und nicht der Instanz selbst. Wie zuvor aufgezeigt war diese Strafe die Todesstrafe, die also in allen vier bzw. drei Fällen in V. 21f gemeint ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hinführung: Der Text stellt den biblischen Kontext von Mt 5,21-26 innerhalb der Bergpredigt dar und begründet die Themenwahl sowie den methodischen Aufbau der Arbeit.

2. Historische Analyse: Dieser Teil untersucht die quellenkritische Herkunft der Verse und beleuchtet den historischen sowie religionsgeschichtlichen Kontext zur Zeit Jesu.

3. Sprachliche Analyse: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Struktur, Syntax, Semantik, Form und Intention des Textes, um dessen exakte Bedeutung zu erfassen.

4. Rezeptionsästhetische Analyse: Unterrichtliche Impulse zum Text: Dieses Kapitel erarbeitet didaktische Ansätze, wie die komplexen Inhalte des Textabschnitts für Schülerinnen und Schüler im Religionsunterricht zugänglich gemacht werden können.

5. Zusammenfassende Exegese: Hier werden die Ergebnisse der vorangegangenen Analysen gebündelt, um die Intention der Worte Jesu und ihre ethische Bedeutung herauszuarbeiten.

6. Anhang: Der Anhang enthält den verwendeten Bibeltext, synoptische Vergleiche und verschiedene Auslegungshilfen für den Unterricht sowie Exkurse zu textkritischen Fragen.

7. Literaturverzeichnis: Dies ist ein Verzeichnis aller für die Erstellung der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen, Monografien und Artikel.

Schlüsselwörter

Matthäusevangelium, Bergpredigt, Antithesen, Exegese, Jesus, Zorn, Versöhnung, Mord, Schuld, Gottesgericht, Ethik, Religionspädagogik, Schulhofpredigt, Gesetzesauslegung, Raka.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine exegetische Analyse des Textabschnitts Matthäus 5,21-26, in dem Jesus über Mord, Zorn und die Notwendigkeit der Versöhnung spricht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die ethischen Lehren Jesu, der Umgang mit dem alttestamentarischen Gesetz, die Bedeutung von Zorn und Beleidigung sowie die Thematik des Gottesgerichts.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die spezifische Auslegung des Gebots „Du sollst nicht töten“ durch Jesus historisch und sprachlich zu durchdringen und die Intention seiner Worte zu deuten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin oder der Autor verwendet die historisch-kritische Exegese, inklusive quellen- und redaktionskritischer Analysen, syntaktischer und semantischer Untersuchung sowie formkritischer Gattungsbestimmung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der historische Kontext, die sprachlichen Strukturen der Verse, die Bedeutung zentraler Begriffe wie „Raka“ oder „Hoher Rat“ und die Funktion der Antithesen im Matthäusevangelium analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Matthäusevangelium, Bergpredigt, Antithesen, Exegese, Ethik, Versöhnung und Gottesgericht.

Wie unterscheidet Jesus zwischen „Zorn“, „Raka“ und „Du Narr“ in Vers 22?

Die Arbeit diskutiert, ob diese Begriffe und die damit verbundenen Strafen eine Steigerung der Sündhaftigkeit oder Parallelismen darstellen, wobei die Schwere des Gerichts Gottes in den Vordergrund tritt.

Wie lässt sich der Text auf die heutige Lebenswelt von Schülern übertragen?

Der Autor schlägt vor, den Text als „Schulhofpredigt“ zu interpretieren, um aufzuzeigen, wie heutige Konflikte, Beleidigungen und das Streben nach Frieden in der Lebenswelt der Jugendlichen den ethischen Forderungen Jesu begegnen.

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Résumé des informations

Titre
Jesus spricht über Mord, Zorn und Versöhnung: Exegese zu Mt 5,21-26
Université
Bielefeld University
Cours
Grundkurs Neues Testament
Note
1,0
Auteur
Holger Meier (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
43
N° de catalogue
V184669
ISBN (ebook)
9783656095576
ISBN (Livre)
9783656095330
Langue
allemand
mots-clé
exegetische Hausarbeit Mt 5:21-26 Bergpredigt
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Holger Meier (Auteur), 2008, Jesus spricht über Mord, Zorn und Versöhnung: Exegese zu Mt 5,21-26, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184669
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Extrait de  43  pages
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