Da es keine festen Theorien zum Horror gibt, baut diese Arbeit zunächst eine theoretische Grundlage über die phantastischen Theorien nach Tororov und Vax/Caillois zu den bekannten Theorien des Horrorgenres auf. Im Anschluss werden die Horrorfilme "A Nighmare on Elmstreet" und "Wes Craven's New Nightmare" daraufhin untersucht. Im Mittelpunkt steht der Traum, welcher für die Phantastik und das Horrorgenre ausschlaggeben ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Phantastik
2.1. Phantastische Literatur
2.1.1. Maximalistischer Ansatz
2.1.2. Minimalistischer Ansatz
2.2. Phantastischer Film
2.2.1. Geschichte des Horrorfilms
2.2.2. Horrorgenre
3. Nightmare on Elm Street
3.1. Wes Craven
3.2. A Nightmare in Elm Street
3.2.1. Kommentar zu “A Nightmare on Elm Street”
3.3. Fortsetzungen von “A Nightmare on Elm Street”
3.4. Wes Craven’s New Nightmare
3.4.1. Analyse “Wes Cravens’s New Nightmare”
4. Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung des Films "Wes Craven’s New Nightmare" aus der Reihe "A Nightmare on Elm Street". Dabei wird analysiert, inwieweit die Filmreihe zur Phantastik gezählt werden kann, welche Rolle das Horrorgenre in diesem Kontext einnimmt und wie Wes Craven die Entwicklung seiner Schöpfung über die Jahre reflektiert.
- Theoretische Grundlagen der Phantastik (maximalistischer vs. minimalistischer Ansatz)
- Geschichte und Definition des Horrorfilms
- Psychoanalytische Betrachtung des Horrorgenres
- Entstehungsgeschichte von "A Nightmare on Elm Street"
- Analyse der narrativen und inhaltlichen Struktur von "Wes Craven’s New Nightmare"
Auszug aus dem Buch
3.4.1. Analyse “Wes Cravens’s New Nightmare”
Dieser Film nimmt direkten Bezug auf den ersten Teil der Filmreihe. Er nutzt aus, dass Freddy Krueger über die Jahre zu einer Kult-Figur geworden war, vor der sich keiner mehr fürchtet. Im Film sagt Wes Craven selbst, dass Freddy freigesetzt wurde, weil niemand mehr Angst vor ihm habe und da seine Geschichten nicht mehr gedreht werden würden, wodurch er nicht im Film festgehalten werden könne und nun versuche in die Realität einzudringen. Vermutlich ist Craven über den Missbrauch seiner Schöpfung, die von Fortsetzung zu Fortsetzung mit immer mehr zu einer Witzfigur wurde. Wes Craven reflektiert hier die Geschichte, die seine Idee durchzogen hat.
Der Film “Wes Craven’s New Nightmare” entspricht den Regeln des Horrors, wie sie vor dem Beginn der Übersättigung der Filme durch Gewalt- und Bluteffekte gegolten haben. Hier ergibt sich kein Definitionsproblem im Sinne der oben beschriebenen modernen Horrorfilme, die mit Sexualität und Brutalität genährt wurden, um den Rezipienten etwas Neues zu bieten. Der Bildstreifen entspricht der Definition von Seeßlen und Weil von einem Horrorfilm.
Die erste Voraussetzung ist durch die Figur des Freddy Krueger als Halbwesen erfüllt. Krueger ist ein Monstrum, das halb tot und halb lebendig ist, zugleich auch halb menschlich und halb dämonisch, denn er hat den Körper eines Menschen, ist aber eine Art Satan. Zu sehen ist dies in den letzten Minuten des Film „Wes Craven’s New Nightmare“. Im Prozess des Verbrennens verändert das Wesen kurzzeitig seine Gestalt zu einem Teufel. Weiterhin enthält das Wesen Merkmale, die das erotische Motiv des Horrorfilms einfließen lassen. Dazu gehören beispielsweise die durch die Krallen verlängerten Finger, die nach dem psychoanalytischen Ansatz einen erigierten Penis darstellen. Außerdem werden Elemente verwendet wie die Zunge, die durch das Telefon dringt oder versucht die Protagonistin zu töten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Untersuchung von "Wes Craven’s New Nightmare" ein und umreißt die theoretische Fragestellung hinsichtlich der Einordnung in das phantastische Genre.
2. Phantastik: Dieses Kapitel erläutert die literaturwissenschaftlichen und filmwissenschaftlichen Definitionen der Phantastik, insbesondere durch den Vergleich zwischen maximalistischen und minimalistischen Ansätzen.
3. Nightmare on Elm Street: Es werden die Entstehung der Filmreihe, die Rolle von Wes Craven und eine detaillierte Analyse des ersten Teils sowie des selbstreflexiven Werks "Wes Craven’s New Nightmare" präsentiert.
4. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der Bedeutung von "A Nightmare on Elm Street" für das Genre und stellt fest, dass "Wes Craven’s New Nightmare" die Anforderungen an phantastisches Kino nahezu perfekt erfüllt.
Schlüsselwörter
Phantastik, Horrorfilm, Wes Craven, A Nightmare on Elm Street, New Nightmare, Freddy Krueger, Psychoanalyse, Halbwesen, Traum, Realität, Mythos, Genredefinition, Filmanalyse, Literaturwissenschaft, Filmgeschichte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Filmreihe "A Nightmare on Elm Street", mit besonderem Fokus auf den Film "Wes Craven’s New Nightmare" unter der Fragestellung, wie diese Filme innerhalb des phantastischen Genres und des Horrorfilms einzuordnen sind.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen sind die Definition von Phantastik, die Entwicklung des Horrorfilms, der psychoanalytische Ansatz bei der Interpretation von Monstern sowie die filmische Reflexion von Realität und Traum.
Welches ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass "Wes Craven’s New Nightmare" ein durchdachtes Werk ist, das die theoretischen Bedingungen des Horrorfilms und der Phantastik erfüllt und gleichzeitig die Filmgeschichte der eigenen Reihe kritisch aufarbeitet.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine filmwissenschaftliche und literaturtheoretische Analyse, basierend auf Definitionen von Autoren wie Todorov, Caillois, Vax sowie Seeßlen und Weil.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Phantastik, die Geschichte des Horrorfilms und eine detaillierte inhaltliche Analyse der Nightmare-Filme, inklusive der Auseinandersetzung mit Regisseur Wes Craven.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Phantastik, Horrorfilm, Psychoanalyse, Halbwesen, Realität, Traum und filmische Selbstreflexion beschreiben.
Inwiefern unterscheidet sich "Wes Craven’s New Nightmare" von den anderen Fortsetzungen der Reihe?
Im Gegensatz zu den anderen Fortsetzungen ist dieser Film selbstreflexiv: Die Darsteller spielen sich selbst, und der Film thematisiert die Entstehung des Horror-Franchises sowie den Einfluss der Figur Freddy Krueger auf die "reale" Welt.
Welche Rolle spielt der psychoanalytische Ansatz in der Analyse?
Der Ansatz dient dazu, das Verhalten der Figur Freddy Krueger und die Ängste der Protagonisten (insbesondere der Eltern-Kind-Beziehung) zu deuten, wobei Merkmale wie die Maske oder die Klauen als Symbole für unterdrückte Bedürfnisse interpretiert werden.
- Arbeit zitieren
- Magdalena Malinowski (Autor:in), 2011, A Nightmare on Elm Street, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184721