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Die Arbeitsmethoden des Sicherheitsrates

Die Arria-Formel als Mechanismus zur Gewährleistung höherer Transparenz und Effektivität des Rates?

Titre: Die Arbeitsmethoden des Sicherheitsrates

Dossier / Travail , 2011 , 22 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anne Klein (Auteur)

Politique - Sujet: Paix et Conflits, Sécurité
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Résumé Extrait Résumé des informations

1. Einleitung

„Bisher verhandelten die Vereinten Nationen nur mit Regierungen. Heute wis-sen wir, dass Friede und Wohlstand ohne Partnerschaft zwischen Regierungen, den internationalen Organisationen, der Wirtschaft und der Zivilgesellschafft nicht möglich sind. In der heutigen Welt sind wir alle voneinander abhängig“
Kofi Annan, 31.12.98

Die Vereinen Nationen, gegründet 1945, sind eine intergouvernementale Orga-nisation, d.h. sie thematisieren die Beziehung zwischen Staaten und den Kon-flikten, die daraus resultieren können. Seit der Gründung dieser internationalen Gemeinschaft sind über 60 Jahre vergangen, die eine Reihe von Veränderun-gen bedeutete. Das Zitat des ehemaligen Generalsekretärs der Vereinten Nati-on, Kofi Annan, zeigt, in welchem Wandel sich die multilaterale Organisation befindet.
In ihren Anfängen galten die Vereinten Nationen als eine zwischenstaatliche Organisation, deren Zusammenarbeit sich allein auf Staaten bezog. In der heu-tigen Zeit reicht eine solche Vorgehensweise zur Lösung von Weltproblemen wie dem Umweltschutz nicht mehr aus. Die Kompetenzen der Staaten sind heu-te unzureichend und helfen nur bis zu einem bestimmten Punkt bei der Konflikt-lösung. Um diese Lücken zu füllen, ist die Hilfe von anderen Gruppen nötig. Eine Bezugsgröße stellen nichtstaatliche Organisationen, sogenannte Nichtre-gierungsorganisationen (NGOs) dar. NGOs sind Vertreter aus der Zivilgesellschaft, die andere Möglichkeiten als staatliche Institutionen besitzen. Sie agie-ren ohne Profitorientierung und spezialisieren sich häufig auf ein bestimmtes globales, aber auch regional bedeutsames Thema. Die Zusammenarbeit zwi-schen NGOs und den Vereinten Nationen, speziell dem Sicherheitsrat, stellt sich allerdings problematisch dar, da es keine Gesetzesgrundlage oder Richtlinien für eine Kooperation gibt....

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kurze Einführung zum Sicherheitsrat

2.1. Funktionen und Arbeitsweise des Sicherheitsrates

2.2. Erhöhter Bedarf an Partizipation und Kooperation seit Ende des Ost-West-Konfliktes

3. Informelle Treffen zwischen dem Sicherheitsrat & Nichtregierungsorganisationen am Beispiel der Arria-Formel

3.1. Initiativen zur Reformierung der Arbeitsmethoden im Rat

3.2. NGOs als Informationsbeschaffer

3.2. Der Mechanismus der Arria-Formel

3.3. Beispiele für eine NGO-Beteiligung nach der Arria-Formel

3.4 Kritik an der Arria-Formel

4. Hürden bei der Umsetzung der Arria-Formel

5. Fazit: Möglichkeiten und Grenzen des Arria-Mechanismus

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Effektivität und den Grad der Institutionalisierung der sogenannten „Arria-Formel“ als informelles Instrument der Vereinten Nationen. Ziel der Untersuchung ist es, aufzuzeigen, inwieweit dieser Mechanismus Nichtregierungsorganisationen (NGOs) eine Partizipation am Sicherheitsrat ermöglicht und welche Hindernisse einer formellen Reform der Arbeitsmethoden im Weg stehen.

  • Rolle von NGOs in der internationalen Konfliktbewältigung
  • Strukturelle Defizite und Reformbedarf im Sicherheitsrat
  • Funktionsweise und Anwendung der Arria-Formel
  • Herausforderungen der Institutionalisierung und Transparenz
  • Spannungsfeld zwischen staatlicher Souveränität und zivilgesellschaftlicher Teilhabe

Auszug aus dem Buch

3.3. Der Mechanismus der Arria-Formel

Benannt nach dem venezuelischen Botschafter der Vereinten Nationen Diego Arria stellt die ‚Arria‘-Formel eine informelle Beteiligungsmöglichkeit für Nichtmitglieder des Sicherheitsrates und der Vereinten Nationen dar. Mitglieder des Sicherheitsrates erhalten so die Möglichkeit sich mit NGOs, Vertretern aus der Wirtschaft und anderweitigen Experten über Themen wie Menschenrechte auszutauschen und dadurch über weitere Informationen und Lösungsvorschläge unterrichtet zu werden. Diese Treffen finden nicht in den üblichen Räumlichkeiten der Vereinten Nationen statt, sondern in Nebenzimmern.

Mitglieder des Sicherheitsrates berufen ein Arria-Treffen per Einladung ein. Dabei entscheiden sie selbst, mit wem sie über welches Thema sprechen wollen. Bei inoffiziellen Treffen nach der Arria-Formel treffen Mitglieder des Sicherheitsrates mit Vertretern verschiedenster Organisationen und Staaten aufeinander, um sich über globale Probleme auszutauschen. Primär wird die Arria-Formel zur Beratung von problematischen Themenbereichen genutzt. Die Mitglieder des Sicherheitsrates erhalten beachtliche Informationen, die ihnen bei der Entscheidungsfindung bei Problemen von großer Bedeutung seien können. Gleichzeitig können zum Beispiel Nichtregierungsorganisationen ihre Anliegen den Mitgliedern des Sicherheitsrates vorstellen und dadurch ein bestimmtes Thema auf die politische Agenda setzen.

Mitte der 90er Jahre fanden die Treffen nach der Arria-Formel noch verhältnismäßig wenig Anwendung und waren zunächst nur für Nichtmitglieder bestimmt. Erst einige Jahre später wurden auch NGOs zugelassen. Heute werden sie mindestens einmal im Monat abgehalten.

Diese Zusammenkünfte sind informell, da sie in keinem Dokument der Vereinten Nationen klar geregelt sind. Aus diesem Grund steht die „fehlende Verankerung der Reformmaßnahmen in der Geschäftsordnung“ häufiger unter Kritik.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der NGO-Beteiligung bei den Vereinten Nationen ein und definiert das Ziel, die Effektivität der Arria-Formel zu bewerten.

2. Kurze Einführung zum Sicherheitsrat: Hier werden die Struktur und die Arbeitsweisen des Sicherheitsrates sowie der historische Kontext des gestiegenen Kooperationsbedarfs seit Ende des Ost-West-Konflikts erläutert.

3. Informelle Treffen zwischen dem Sicherheitsrat & Nichtregierungsorganisationen am Beispiel der Arria-Formel: Dieses Kapitel analysiert die Rolle von NGOs als Informationslieferanten und beschreibt den spezifischen Mechanismus der Arria-Formel sowie deren kritische Würdigung.

4. Hürden bei der Umsetzung der Arria-Formel: Die Analyse konzentriert sich auf die Widerstände der ständigen Mitglieder und die rechtlichen sowie machtpolitischen Barrieren, die eine formelle Institutionalisierung behindern.

5. Fazit: Möglichkeiten und Grenzen des Arria-Mechanismus: Das Fazit resümiert, dass die Arria-Formel zwar eine wichtige Brücke schlägt, aber aufgrund der mangelnden Institutionalisierung in ihrer Reichweite und Wirksamkeit limitiert bleibt.

Schlüsselwörter

Vereinte Nationen, Sicherheitsrat, Arria-Formel, Nichtregierungsorganisationen, NGOs, Global Governance, Partizipation, Transparenz, Reformbedarf, Institutionalisierung, Konfliktbewältigung, Internationale Beziehungen, Politische Entscheidungsprozesse, Humanitäre Hilfe, Menschenrechte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Arbeitsmethoden des UN-Sicherheitsrates und der Frage, wie informelle Mechanismen wie die „Arria-Formel“ die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft ermöglichen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Zusammenarbeit zwischen NGOs und staatlichen Akteuren, die Effizienz von Entscheidungsprozessen sowie die Möglichkeiten und Grenzen der politischen Partizipation außerhalb formeller Strukturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, wie effektiv und institutionalisiert der Mechanismus der Arria-Formel tatsächlich ist und welche Hindernisse einer umfassenden Reform der Sicherheitsratsmethoden entgegenstehen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literatur- und Quellenanalyse, die den historischen Kontext, offizielle UN-Dokumente und wissenschaftliche Einschätzungen zur Arbeitsweise des Sicherheitsrates seit den 1990er Jahren beleuchtet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil analysiert die Reforminitiativen des Sicherheitsrates, die Rolle von NGOs als spezialisierte Informationsbeschaffer sowie die praktische Anwendung, die Beispiele und die Kritik an der Arria-Formel.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Vereinte Nationen, Sicherheitsrat, Arria-Formel, NGOs, Global Governance, Transparenz und Partizipation.

Warum wird die Arria-Formel in der Arbeit als "informell" bezeichnet?

Sie wird als informell eingestuft, da sie in keinem offiziellen UN-Dokument oder der Geschäftsordnung des Sicherheitsrates verbindlich geregelt ist, was ihre Institutionalisierung erschwert.

Welche Rolle spielen die ständigen Mitglieder bei der Blockade einer Institutionalisierung?

Die ständigen Mitglieder fürchten um ihre Machtposition und die Souveränität des Sicherheitsrates, weshalb sie eine formelle Öffnung gegenüber NGOs oft skeptisch betrachten oder aktiv ablehnen.

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Résumé des informations

Titre
Die Arbeitsmethoden des Sicherheitsrates
Sous-titre
Die Arria-Formel als Mechanismus zur Gewährleistung höherer Transparenz und Effektivität des Rates?
Université
Martin Luther University
Note
1,3
Auteur
Anne Klein (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
22
N° de catalogue
V184869
ISBN (ebook)
9783656097266
ISBN (Livre)
9783656097440
Langue
allemand
mots-clé
Sicherheitsrat Vereinte Nationen Arria-Formel NGO UNO
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anne Klein (Auteur), 2011, Die Arbeitsmethoden des Sicherheitsrates, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184869
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Extrait de  22  pages
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