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Das Reiterstandbild des Domitian bei Statius: Statius, silv. 1,22 - 45

Erläuterung und Übersetzung

Título: Das Reiterstandbild des Domitian bei Statius: Statius, silv. 1,22 - 45

Trabajo de Seminario , 2009 , 20 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Anonym (Autor)

Latín
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Auf dem Forum Romanum befanden sich in der Antike öffentliche Gebäude, Tempel und Märkte. Besonders in der Kaiserzeit entstanden zu Ehren der Kaiser und der Götter prunkvolle Kultstätten. Leider können von manchen Denkmälern heute nur noch Bruchstücke besichtigt werden. Das Reiterstandbild des Domitian aus dem Jahre 91 n. Chr gehört zu den Monumenten, von denen heute gar nichts mehr erhalten ist. Umso interessanter ist, dass das erste Gedicht von Statius (ca. 40 – 96 nach Chr.) aus dem ersten Buch der Silvae der einzige Beweis für die Existenz des Kunstwerkes zu damaliger Zeit ist. Es handelt sich dabei um ein Gedicht, welches Statius zur Weihung des Standbildes geschrieben hatte. Es wurde auf Veranlassung des Senats und des Volkes zu Ehren des Doppeltriumphes von Domitian über die Chatten und Daker gefertigt und aufgestellt. Im Jahr 96 n. Chr. stürzte man die Statue jedoch bereits wieder nach der Ermordung des Kaisers und seiner Verurteilung zur damnatio memoriae. Aufgrund der Beschreibungen von Statius können jedoch einige Angaben über das Reiterstandbild gemacht werden. Nach Schätzungen von Archäologen sei sie zwischen zwölf und 13 Metern, oder zwischen 17 und 18 Metern groß gewesen. Als Maßstab für die Bedeutung und Wichtigkeit des Werkes gilt auch noch eine andere Statue von Domitian, die in Misenum gefunden wurde. Zwar sind einige Unterschiede vorhanden, aber beide Statuen wurden aus demselben Material, nämlich aus Bronze, gefertigt. Die Ausarbeitung ist äußerst fein und detailliert. Anhand dieser Statue kann erahnt werden, wie erhaben erst das Reiterstandbild des Domitian gewesen sein muss, obwohl das heute noch erhaltene Kunstwerk wesentlich kleiner und weniger anspruchsvoll gefertigt wurde. Zudem ist eine Münze aus dieser Zeit gefunden worden, von der man ausgeht, dass auf ihrer Rückseite das Reiterstandbild des Domitian dargestellt wird. Umso bemerkenswerter scheint es, dass heute von diesem einst so prunkvollen Kunstwerk nur noch ein Gedicht übrig ist, welches dafür jedoch umso genauer die Statue beschreibt und Hintergründe erkennen lässt. In dieser Arbeit sollen insbesondere die Verse 22 bis 45 analysiert werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Reiterstandbild des Domitian bei Statius, silv. 1,22 – 45

2.1 Einordnung in das Gesamtgedicht

2.2 Gliederung und Inhalt der ausgewählten Verse

2.3 Kommentierung der Verse

2.3.1 Der Vergleich mit Caesar

2.3.2 Die Beschreibung des Reiters

2.4 Zeitgeschichtliche Einordnung

2.5 Besonderheiten der Metrik

3. Schluss

4. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit widmet sich der Analyse einer spezifischen Textstelle aus dem ersten Buch der Silvae des Dichters Statius, in der er das heute verlorene Reiterstandbild des Kaisers Domitian beschreibt. Das primäre Ziel ist es, die literarische Darstellung des Denkmals, seine Einbettung in das Forum Romanum und die metaphorische Gleichsetzung von Statuen-Attributen mit den Herrscherqualitäten Domitians sprachlich und inhaltlich zu untersuchen.

  • Ekphrasis als Mittel der Herrscherverherrlichung
  • Vergleichende Analyse zwischen Domitian und Caesar
  • Symbolik der Reiterstatue und ihrer Standortbeschreibung
  • Metrische Analyse der Verse 22 bis 45
  • Die Rolle der kaiserlichen Tugenden in der zeitgenössischen Literatur

Auszug aus dem Buch

Die Beschreibung des Reiters

Die Beschreibung des Reiters beginnt in Vers 32 mit den Worten Ipse autem puro celsum caput aëre saeptus. Domitian erhebe sein Haupt in die Höhe, wo es von reiner Luft umgeben sei. Aus der Beschreibung des Standorts ging hervor, dass die Statue von anderen Denkmälern und Bauten umgeben war. Die Reiterstatue müsste daher also alle umliegenden Gebäude an Höhe übertroffen haben. Dies kann wieder auf die Größe der überragenden Macht Domitians transferiert werden, der ebenso nichts gleich komme. Dies unterstreicht auch der folgende Vers, in dem Domitian damit gepriesen wird, er überstrahle die Tempel: templa superfulges (33).

Die Alliteration bei celsum caput (32) betont nochmals, wie hoch der Reiter das Haupt trage. Vers 32 ist angelehnt an eine Textstelle in Vergils Aeneis (Aen. 1.411), als Aeneas und Achates Karthago betreten. Venus ermöglicht den beiden Gefährten in der Hülle einer Wolke, die Stadt gefahrlos zu erforschen. Dieser Sinngehalt kann hier auf den Kaiser Domitian übertragen werden. Der wiederholte Gebrauch der Vokabel saepire betont, dass auch Domitian ungesehen über der Stadt Rom wachen könne.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den historischen Kontext des Reiterstandbildes des Domitian und stellt fest, dass Statius’ Gedicht eine der wenigen Quellen für das verlorene Monument ist.

2. Das Reiterstandbild des Domitian bei Statius, silv. 1,22 – 45: Dieses Hauptkapitel analysiert in verschiedenen Unterpunkten die literarische Einordnung, den Inhalt sowie die sprachlichen und metrischen Besonderheiten der Verse 22 bis 45.

2.1 Einordnung in das Gesamtgedicht: Dieses Kapitel verortet die untersuchten Verse innerhalb der Silvae und beschreibt die gattungsspezifischen Merkmale sowie den inhaltlichen Rahmen des ersten Gedichts.

2.2 Gliederung und Inhalt der ausgewählten Verse: Hier wird eine inhaltliche Grobgliederung vorgenommen, die den Textabschnitt in die Standortbeschreibung und die Schilderung des Reiters unterteilt.

2.3 Kommentierung der Verse: Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte philologische und inhaltliche Analyse der Verse, inklusive der zentralen Vergleiche mit historischen Figuren.

2.3.1 Der Vergleich mit Caesar: Die Analyse konzentriert sich auf die Gegenüberstellung von Domitian und Caesar, wobei Statius Domitian als Friedensstifter überhöht.

2.3.2 Die Beschreibung des Reiters: Dieser Teil widmet sich der detaillierten Interpretation der Statue, insbesondere der Haltung der Hände und der symbolischen Ausstattung des Kaisers.

2.4 Zeitgeschichtliche Einordnung: Hier wird der historische Hintergrund der flavischen Dynastie und die zeitgenössische Rezeption Domitians beleuchtet.

2.5 Besonderheiten der Metrik: Diese Untersuchung widmet sich den technischen Aspekten des daktylischen Hexameters und der bewussten Gestaltung der Einschnitte im Text.

3. Schluss: Der Schluss fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass die Ekphrasis primär als rhetorisches Mittel zur Machtlegitimation Domitians diente.

4. Literaturverzeichnis: Hier werden alle für die Untersuchung verwendeten Quellen und Forschungsliteraturen aufgeführt.

Schlüsselwörter

Statius, Silvae, Domitian, Reiterstandbild, Forum Romanum, Ekphrasis, Kaiserlob, Caesar, Metrik, Hexameter, Herrscherkult, Pallas Athene, Orion, Antike, Literaturanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das erste Gedicht aus Statius’ Silvae, das ein heute verlorenes Reiterstandbild des Kaisers Domitian beschreibt, und analysiert die literarischen Strategien der Verherrlichung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die antike Ekphrasis, die politische Instrumentalisierung von Kunstwerken im Kaiserkult und der literarische Vergleich zwischen Domitian und seinem Vorgänger Caesar.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch eine detaillierte Analyse der Verse 22 bis 45 aufzuzeigen, wie Statius topografische Details und mythologische Anspielungen nutzt, um die Erhabenheit des Kaisers zu unterstreichen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es handelt sich um eine philologische Textanalyse, die durch eine metrische Untersuchung (Skandierung) und die historische Kontextualisierung der Aussagen ergänzt wird.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil besteht aus der inhaltlichen Gliederung, der detaillierten Kommentierung der Verse inklusive der Caesar-Vergleiche und der Beschreibung der Reiterfigur sowie einer metrischen und zeithistorischen Einordnung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Publikation?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Statius, Silvae, Ekphrasis, Reiterstandbild, Domitian, Herrscherkult und die literarische Analyse des lateinischen Hexameters.

Warum wird im Text ein direkter Vergleich zu Caesar gezogen?

Der Vergleich dient dazu, Domitian durch die Kontrastierung mit dem von Bürgerkriegen erschöpften Caesar als den überlegenen, friedfertigen Herrscher und Friedensstifter zu positionieren.

Welche Rolle spielt das Sternbild Orion in der Analyse?

Das Sternbild dient als metaphorisches Bild für die Macht des Kaisers, wobei Statius die Assoziation von Stärke und Bedrohung nutzt, um die unerschütterliche Autorität Domitians zu betonen.

Wie wird die Rolle der Hände des Reiters interpretiert?

Die Hände werden als Antithese gedeutet: Die rechte Hand, die Kämpfe abwehrt, steht für die friedfertige Herrschaft, während die linke Hand, die die Pallas Athene hält, die strategische und göttliche Dimension Domitians repräsentiert.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Reiterstandbild des Domitian bei Statius: Statius, silv. 1,22 - 45
Subtítulo
Erläuterung und Übersetzung
Universidad
LMU Munich  (Klassische Philologie)
Curso
Seminar
Calificación
1
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
20
No. de catálogo
V184912
ISBN (Ebook)
9783656100553
ISBN (Libro)
9783656100263
Idioma
Alemán
Etiqueta
Statius Reiterstandbild silvae Domitian
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2009, Das Reiterstandbild des Domitian bei Statius: Statius, silv. 1,22 - 45 , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184912
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