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Geschlechtergerechter Religionsunterricht an Grundschulen

Titre: Geschlechtergerechter Religionsunterricht an Grundschulen

Mémoire (de fin d'études) , 2011 , 84 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Anna Wanke (Auteur)

Théologie - Religion en tant que matière scolaire
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Résumé Extrait Résumé des informations

Eines der wichtigsten Ziele des evangelischen Religionsunterrichts in Berlin soll sein, einen großen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung von Schülerinnen und Schülern zu leisten. Geschlechterrollen, -attribute und -stereotypen sollen kennen gelernt werden und die Schülerinnen und Schüler sollen sich mit Vorurteilen kritisch auseinander setzen. Alles im Kontext von Heterogenität und Pluralität. Pluralisierungsprozesse sind längst Alltag geworden in deutschen Bildungseinrichtungen.

Gender ist in aller Munde, es geht um Frauenquoten, Diskriminierung oder Vernachlässigung der Jungen in der Pädagogik. Somit ist Geschlechtergerechtigkeit auch ein wichtiges Anliegen religiöser Arbeit. Doch ist Geschlechtergerechtigkeit wirklich eines der zentralen Bildungsanliegen in der Religionspädagogik und wird ihr auch genügend Beachtung geschenkt? In der folgenden Arbeit soll demnach der These nachgegangen werden:
Geschlechtergerechtigkeit ist als Teil von Lernen an Heterogenität, eine der zentralsten Aufgaben von religiöser Bildung. Geschlechtergerechten Religionsunterricht an Grundschulen gibt es aber nicht, die Genderthematik ist hier noch nicht angekommen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Genderdiskurse im Überblick

2.1 Emanzipation

2.1.1 Gleichstellungsfeminismus

2.1.2 Gleichheitsfeminismus

2.1.3 Gynozentrischer Feminismus

2.2 Rekonstruktion von Geschlecht

2.2.1 Doing Gender und Undoing Gender

2.3 Dekonstruktion

2.3.1 Gender Trouble

2.4 Restauration

2.5 Intersektionalität und Diversity

2.6 Zwischenfazit

3. Gender in der Religionspädagogik

3.1 Feministische Theologie Entstehung

3.1.2 Themen der feministischen Theologie

3.2 Feministische Religionspädagogik

3.2.1 Feministische Religionspädagogik und Schule

3.2.2 Feministische Religionspädagogik und geschlechtsspezifische Sozialisation

3.2.3 Gender und Feministische Religionspädagogik

3.2.4 Feministische Religionspädagogik heute

3.3 Jungen in der Religionspädagogik

3.4 Herausforderungen

3.5 Pädagogik der Vielfalt

3.6 Religionspädagogik der Vielfalt

3.7 Zwischenfazit

4. Geschlechtsspezifische Unterschiede

4.1 Natur vs. soziokulturelle Konstruktion

4.1.1 Das Denken

4.1.2 Selbstvertrauen

4.1.3 Auseinandersetzung

4.1.4 Freundschaften

4.1.5 Moral

4.1.6 Abschließende Bemerkungen

5. Geschlechterdifferenzen in Untersuchungen zur religiösen Entwicklung

5.1 Forschungspioniere

5.2 Die deutsche Forschung zur religiösen Entwicklung in den 1980er und 1990er Jahren

5.3 Deutsche Geschlechterspezifische Forschung seit 1990

5.3.1 Anton A. Bucher 1994

5.3.2 Helmut Hanisch 1996

5.2.3 Stefanie Klein 2000

5.2.4 Anja Dregelyi und Georg Hilger 2002

5.2.5 Helmut Hanisch und Anton A. Bucher 2002

5.2.6 Ulrich Riegel 2004

5.2.7 Anna-Katharina Szagun 1999

5.2.7.1 Männliche oder weibliche anthropomorphe Gottesbilder

5.2.7.2 Religiöses Interesse und Erleben / Grundlinien des Gottesbildes

5.2.7.3 Fähigkeit und Bereitschaft zur symbolischen Darstellung Gottes

5.2.7.4 Geschlechterdifferenzen hinsichtlich Ausdrucksformen und Akzentsetzungen

5.2.7.5 Aggression

5.2.7.6 Der Einfluss der „kulturellen Tapete“

5.2.8 Zwischenfazit

6. Didaktische Überlegungen für eine geschlechtergerechte Religionspädagogik der Vielfalt

6.1 Grundvoraussetzungen für geschlechtergerechtes Arbeiten im Religionsunterricht

6.2 Methodische Vielfalt anbieten

6.3 Männliche Gottesbilder irritieren

6.4 Berücksichtigung der affektiven Dimension

6.5 Gottesbilder sind begrenzt

6.6 Vorbilder

6.7 Genderbewusstsein der Lehrer_innen

7. Gesamtfazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Relevanz der Genderthematik innerhalb der evangelischen Religionspädagogik an Grundschulen zu untersuchen. Ausgehend von der Beobachtung, dass Geschlechtergerechtigkeit zwar ein wichtiges Leitbild darstellt, aber in der praktischen Umsetzung und in Rahmenlehrplänen oft noch vernachlässigt wird, geht die Autorin der Forschungsfrage nach, inwiefern eine geschlechtergerechte Religionspädagogik der Vielfalt möglich ist und wie sie praktisch gestaltet werden kann.

  • Forschungstand der Genderdiskurse in Theologie und Pädagogik
  • Empirische Untersuchung zur religiösen Entwicklung von Jungen und Mädchen
  • Herausforderungen durch Heterogenität und Pluralität im Schulalltag
  • Didaktische Strategien zur Implementierung einer geschlechtergerechten Religionspädagogik

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Eines der wichtigsten Ziele des evangelischen Religionsunterrichts in Berlin soll sein, einen großen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung von Schülerinnen und Schülern zu leisten. Die eigene Identität soll im Spiegel biblischer Texte und der eigenen Person weiterentwickelt werden. Zudem ist es zentrale Aufgabe der Institution Schule die persönliche Entwicklung von Schülerinnen und Schülern zu fördern. Dazu gehört auch die geschlechtliche Identität. Geschlechterrollen, -attribute und -stereotypen sollen kennen gelernt werden und die Schülerinnen und Schüler sollen sich mit Vorurteilen kritisch auseinander setzen. Alles im Kontext von Heterogenität und Pluralität.

In der Schule treffen sie aufeinander, die Mädchen und Jungen, die unterschiedlichen Konfessionen, die unterschiedlichen sozialen Schichten und auch Behinderungen oder Nichtbehinderungen. Pluralisierungsprozesse sind längst Alltag geworden in deutschen Bildungseinrichtungen. Kinder und Jugendliche verschiedener Herkunft leben und lernen gemeinsam unter verschiedenen Begabungen und Lernvoraussetzungen. Heterogenität wird mittlerweile als Ressource aufgefasst. Bildung sowie religiöse Bildung sehen Heterogenität als zentrale Zukunftsaufgabe. Zur Heterogenität zählt seit den 1960-er Jahren das gemeinsame Lernen von Mädchen und Jungen, die sogenannte Koedukation.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Zielsetzung des Religionsunterrichts im Kontext von Heterogenität und stellt die Forschungsfrage nach der tatsächlichen Verankerung von Geschlechtergerechtigkeit in der schulischen Religionspädagogik.

2. Genderdiskurse im Überblick: Dieses Kapitel gibt einen chronologischen Abriss über verschiedene Feminismus-Strömungen und die Entwicklung der Genderforschung, von den Anfängen der Emanzipation bis hin zum Konzept der Intersektionalität.

3. Gender in der Religionspädagogik: Es wird die historische Entwicklung der feministischen Theologie und Religionspädagogik sowie die Integration von Genderaspekten und Jungenarbeit unter dem Paradigma der "Pädagogik der Vielfalt" analysiert.

4. Geschlechtsspezifische Unterschiede: Hier werden biologische und soziokulturelle Erklärungsansätze für geschlechtsspezifische Unterschiede in Denken, Selbstvertrauen, Konfliktverhalten und Moral diskutiert.

5. Geschlechterdifferenzen in Untersuchungen zur religiösen Entwicklung: Das Kapitel bietet eine detaillierte Zusammenfassung empirischer Studien zur religiösen Entwicklung von Kindern, insbesondere im Hinblick auf Gotteskonzepte und Gottesbilder.

6. Didaktische Überlegungen für eine geschlechtergerechte Religionspädagogik der Vielfalt: Basierend auf den vorherigen Analysen werden konkrete pädagogische Konsequenzen und methodische Zugänge für den Religionsunterricht abgeleitet.

7. Gesamtfazit: Das Fazit führt die gewonnenen Erkenntnisse zusammen, bestätigt die Ausgangsthese und formuliert Anforderungen für eine zukünftige, geschlechtergerechte religionspädagogische Praxis.

Schlüsselwörter

Religionspädagogik, Gender, Geschlechtergerechtigkeit, Heterogenität, Pädagogik der Vielfalt, Gottesbilder, Feministischer Feminismus, Jungenarbeit, Sozialisation, Religiöse Entwicklung, Intersektionalität, Identitätsentwicklung, Geschlechtsidentität, Grundschule, Didaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Relevanz und Umsetzung von Geschlechtergerechtigkeit im evangelischen Religionsunterricht an Grundschulen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen Genderdiskurse in der Theologie, die religiöse Sozialisation von Kindern sowie Ansätze einer geschlechtergerechten Didaktik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Geschlechtergerechtigkeit als Teil von Lernen an Heterogenität fest in der religionspädagogischen Bildungspraxis verankert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die Forschungsstand und empirische Studien zur religiösen Entwicklung auswertet, um daraus didaktische Konsequenzen abzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Genderdiskurse, geschlechtsspezifische Unterschiede in psychologischen Merkmalen und die Ergebnisse empirischer Studien zur Gottesbildentwicklung bei Kindern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Geschlechtergerechtigkeit, Religionspädagogik, Gottesbilder, Heterogenität und Pädagogik der Vielfalt charakterisiert.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Sex und Gender eine Rolle?

Die Differenzierung zwischen biologischem Geschlecht (Sex) und sozialem Geschlecht (Gender) ist entscheidend, um die soziale Konstruktion von Rollenbildern von vermeintlichen biologischen Gegebenheiten zu trennen.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin für die Unterrichtspraxis?

Die Autorin plädiert für eine "Religionspädagogik der Vielfalt", die durch methodische Offenheit und die Irritation einseitiger Gottesbilder eine individuelle Identitätsbildung unterstützt.

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Résumé des informations

Titre
Geschlechtergerechter Religionsunterricht an Grundschulen
Université
Protestant University of Applied Sciences Berlin
Note
1,0
Auteur
Anna Wanke (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
84
N° de catalogue
V184951
ISBN (ebook)
9783656936602
ISBN (Livre)
9783656936619
Langue
allemand
mots-clé
geschlechtergerechter religionsunterricht grundschulen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anna Wanke (Auteur), 2011, Geschlechtergerechter Religionsunterricht an Grundschulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/184951
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Extrait de  84  pages
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