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Barrierefreiheit - Die Umsetzung visueller Informationen in der Stadt Heidelberg

Title: Barrierefreiheit - Die Umsetzung visueller Informationen in der Stadt Heidelberg

Examination Thesis , 2011 , 134 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Moritz Döhner (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Summary Excerpt Details

Etwas sprichwörtlich „mit anderen Augen zu sehen“ ist oft sinnvoll, da es einem zu neuen Erfahrungen und Erkenntnissen verhilft. Indem ich mich im Zuge dieser wissenschaftlichen Arbeit in die Lage von sehbehinderten Menschen versetzte, konnte ich die Stadt Heidelberg, in der ich lebe, auf eine ganz neue Weise kennen lernen. Mein Blick wurde geschärft für die Gestaltung des öffentlichen Raumes im Bezug auf Sehbehinderte und, wie deutlich werden wird, auch im Bezug auf alle Menschen. Es ist erfreulich, dass die verantwortlichen Planer vermehrt ihr Augenmerk auf dieses Thema legen. Konkrete Vorschläge für eine sehbehindertengerechte Gestaltung der Umwelt liegen vor, dennoch besteht teilweise großer Nachholbedarf bei deren Umsetzung.

Die Hausarbeit besteht aus einem theoretischen Teil, in dem Kriterien aus der Fachliteratur zusammengestellt werden, und einem praktischen Teil, in dem über Untersuchungen an ausgewählten Orten in Heidelberg berichtet wird, die nach diesen Kriterien durchgeführt wurden. Wann immer das Fotografieren möglich und sinnvoll war, werden die Ergebnisse von Fotos begleitet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Barrieren und Barrierefreiheit

1.1 Barrieren

1.2 Barrierefreiheit

2. Wahrnehmung visueller Informationen

2.1 Prinzip der geschlossenen Informationskette

2.2 Prioritätenmodell

2.3 Kontraste

2.3.1 Leuchtdichtekontrast (photometrischer Kontrast)

2.3.2 Farbkontrast

2.3.3 Physiologischer Kontrast

3 Beschreibung des Personenkreises

3.1 Definition des Begriffs Sehschädigung

3.2 Vielfalt der Augenerkrankungen

4 Visuelle Barrieren

4.1 Verbesserte visuelle Informationen nützen allen

4.2 Finanzierung

5. Kriterienkatalog

5.1 Grundsätzliche Empfehlungen für die Gestaltung

5.1.1 Kontrast

5.1.2 Farben

5.1.3 Helligkeit

5.1.4 Schrift

5.1.5 Form

5.2 Informationsträger

5.2.1 Piktogramme

5.2.2 Anbringung

5.2.3 Pflege

5.2.4 Beleuchtung

5.2.5 Schilder als Teil von Leitsystemen

5.3 Gestaltung visueller Informationen in Fußgängerbereichen des öffentlichen Verkehrsraums

5.3.1 Gehwege

5.3.1.1 Breite des Gehwegs

5.3.1.2 Oberflächen

5.3.1.3 Bodenindikatoren

5.3.1.4 Begrenzung des Gehwegs

5.3.1.5 Radwegabgrenzungen

5.3.2 Verkehrsknotenpunkte

5.3.2.1 Fußgängerüberwege

5.3.2.2 Das Grazer T

5.3.2.3 Fußgängerfurten

5.3.2.4 Fußgängerschutzinseln

5.3.3 Hindernisse

5.3.3.1 Nicht auskragende Hindernisse

5.3.3.2 Hindernisse mit hüfthoher Beinfreiheit

5.3.3.3 Hindernisse in Kopfhöhe

5.3.3.4 Parkende Fahrzeuge

5.3.3.5 Negativhindernisse

5.3.3.6 Baustellenabschrankungen

5.3.3.7 Telefonzellen

5.3.3.8 Kunstwerke

5.4 Gestaltung visueller Informationen an Fahrzeugen und Anlagen des ÖPNV

5.4.1 Bushaltestellen

5.4.2 Straßenbahnhaltestellen

5.4.3 Straßenbahnen und Busse

5.4.4 Bahnhöfe

5.5 Gestaltung visueller Informationen in und um öffentliche Gebäude

5.5.1 Treppen

5.5.1.1 Stufenmarkierungen

5.5.1.2 Handläufe

5.5.2 Rampen

5.5.3 Aufzüge

5.5.4 Flure und Innenräume

5.5.4.1 Türen

5.5.4.2 Glaswände und Glastüren

5.5.4.3 Beleuchtung

5.5.5 Sanitärräume

6. Untersuchung

6.1 Öffentlich zugängliche Orte und Plätze

6.1.1 Adenauerplatz

6.1.2 Bismarckplatz

6.1.3 Hauptstraße

6.1.3.1 Richtlinien für das Aufstellen von Gegenständen vor Geschäften

6.1.4 Marktplatz

6.1.5 Kornmarkt

6.1.6 Mittermaierstraße

6.1.7 Marktplatz Neuenheim

6.1.8 Haltestellen und Straßenbahnen

6.1.8.1 Haltestelle Blumenthalstraße

6.1.8.2 Haltestellen an der neuen Linie 26 nach Kirchheim

6.1.8.3 Haltestelle Adenauerplatz

6.1.8 Straßenbahnen

6.1.9 Baustellen

6.2 Öffentlich zugängliche Gebäude

6.2.1 Augenklinik

6.2.2 Hauptbahnhof

6.2.3 Kurfürsten-Passage

6.2.4 Rathaus

6.2.5 Schloss Heidelberg

6.2.5.1 Bergbahn

6.2.5.2 Schloss

6.2.5.3 Deutsches Apotheker-Museum

6.2.6 Kundenzentrum der Stadtwerke

6.2.7 Stadtbücherei

6.2.8 Bürgerämter

6.2.8.1 Bürgeramt Handschuhsheim

6.2.8.2 Bürgeramt Kirchheim

6.2.9 Bank

6.2.10 Alte und neue Universität

6.2.11 Lebensmittel Einkaufen

6.2.11.1 Rewe-Supermarkt

6.2.11.2 Lokaler Hofladen

7. Zusammenfassung und Ausblick

8. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Umsetzung visueller Informationen in der Stadt Heidelberg im Hinblick auf deren Barrierefreiheit für sehbehinderte Menschen. Das primäre Ziel ist es, den öffentlichen Raum in Heidelberg anhand eines theoretisch fundierten Kriterienkatalogs auf visuelle Barrieren hin zu analysieren und konkrete Verbesserungsvorschläge aufzuzeigen.

  • Analyse von Grundlagen der Wahrnehmung visueller Informationen
  • Definition und Klassifikation von Sehschädigungen
  • Erstellung eines Kriterienkatalogs für eine barrierefreie visuelle Gestaltung
  • Untersuchung von öffentlichen Plätzen, Verkehrsanlagen und Gebäuden in Heidelberg
  • Bewertung von baulichen und gestalterischen Maßnahmen im öffentlichen Raum

Auszug aus dem Buch

5.3.3.1 Nicht auskragende Hindernisse

Hindernisse, die nicht auskragen, das bedeutet nicht heraus ragen, werden von Langstocknutzern gut erkannt, visuell sind sie aber für Sehbehinderte schwer wahrzunehmen, wenn sie nicht gut gestaltet sind (vgl. Bolay in Stemshorn 1995, 343). „Dies ist umso mehr der Fall, je niedriger (z.B. Poller), je dünner (z.B. Absperrpfosten) und je kontrastärmer sie im Vergleich zur Umgebung sind“ (ebd.). Rot/weiße, schwarz/weiße oder schwarz/gelbe Streifen an Masten und Pollern unterstützen auch Normalsichtige dabei, sie besser zu sehen. Böhringer (2003, 50) schlägt sogar vor, auf hüfthohe Poller entweder ganz zu verzichten oder sie bis auf Augenhöhe zu verlängern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Barrieren und Barrierefreiheit: Definition der Begriffe „Barriere“ und „Barrierefreiheit“ sowie Einordnung in den gesellschaftlichen und rechtlichen Kontext.

2. Wahrnehmung visueller Informationen: Darstellung der physiologischen Grundlagen visueller Informationsaufnahme und Einführung von Konzepten wie der geschlossenen Informationskette und dem Prioritätenmodell.

3 Beschreibung des Personenkreises: Erläuterung der verschiedenen Grade von Sehschädigungen und Vorstellung von Modellen zur funktionalen Sehvermögensbestimmung.

4 Visuelle Barrieren: Herleitung der Bedeutung barrierefreier visueller Gestaltung im öffentlichen Raum für alle Verkehrsteilnehmer.

5. Kriterienkatalog: Zusammenstellung technischer und gestalterischer Mindestanforderungen an Kontraste, Beleuchtung, Schrift und bauliche Elemente im öffentlichen Raum.

6. Untersuchung: Anwendung des Kriterienkatalogs auf verschiedene Standorte in Heidelberg, wie Plätze, ÖPNV-Anlagen, öffentliche Gebäude und Einzelhandel.

7. Zusammenfassung und Ausblick: Resümee über den Stand der Barrierefreiheit in Heidelberg mit Fokus auf die Notwendigkeit einer werbeorientierten, kontraststarken Informationsgestaltung.

8. Literatur: Verzeichnis der verwendeten Quellen und Rechtsgrundlagen.

Schlüsselwörter

Barrierefreiheit, Sehbehinderung, visuelle Informationen, Leitsysteme, Kontrast, Stadt Heidelberg, öffentlicher Raum, Bodenindikatoren, Inklusion, Orientierung, Bauliche Gestaltung, ÖPNV, Barriere, Sehschärfe, Orientierungshilfe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Gestaltung visueller Informationen im öffentlichen Raum in Heidelberg hinsichtlich ihrer Barrierefreiheit für Menschen mit Sehschädigungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Themen sind die Wahrnehmung visueller Informationen, rechtliche Rahmenbedingungen der Barrierefreiheit, Gestaltungskriterien für den öffentlichen Raum sowie die konkrete Untersuchung Heidelberger Orte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erstellung eines Kriterienkatalogs für barrierefreie visuelle Gestaltung und dessen praktische Anwendung auf Heidelberger Plätze und Gebäude.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Kombination aus einer theoretischen Literaturanalyse zur Definition von Gestaltungskriterien und einer empirischen Vor-Ort-Untersuchung (Praxisteil) an ausgewählten Objekten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Kriterien für Kontrast, Beleuchtung, Schrift und Bauelemente definiert und anschließend auf reale Orte wie Plätze, Bahnhöfe und Supermärkte übertragen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Barrierefreiheit, visuelle Informationen, Sehbehinderung, Inklusion, Kontrast sowie die städtische Gestaltung im Kontext von Heidelberg.

Wie werden Hindernisse für Sehbehinderte im öffentlichen Raum bewertet?

Die Arbeit betont, dass Hindernisse entweder hilfreiche Orientierungspunkte oder gefährliche Barrieren sein können; entscheidend sind Kontrast, Höhe, klare Formgebung und die Positionierung im Raum.

Warum ist das "Grazer T" ein relevantes Fallbeispiel?

Das Grazer T wird als Lösung für den Konflikt zwischen Sehbehinderten und Rollstuhlfahrern angeführt, da es taktile Leitinformationen mit einer Nullabsenkung für Rollstuhlfahrer kombiniert.

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Details

Title
Barrierefreiheit - Die Umsetzung visueller Informationen in der Stadt Heidelberg
College
University of Education Heidelberg
Grade
1,5
Author
Moritz Döhner (Author)
Publication Year
2011
Pages
134
Catalog Number
V185062
ISBN (eBook)
9783656099796
ISBN (Book)
9783656099666
Language
German
Tags
Barrierefreiheit blind sehbehindert Orientierung und Mobilität visuelle Informationen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Moritz Döhner (Author), 2011, Barrierefreiheit - Die Umsetzung visueller Informationen in der Stadt Heidelberg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185062
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