Für die wissenschaftliche Bearbeitung wurde ein Thema gewählt, dessen Problematik sich in verschiedenen Bereichen des Facility Management (FM) wiederfindet.Die
"Erstellung eines Konzeptes zur Ermittlung spezifischer Kennzahlen für Dienstleistungskosten in der Gebäudebewirtschaftung als Grundlage der Vergleichbarkeit und Wirtschaftlichkeitsberechnung"
markiert einen Problemkomplex, dem von den Beteiligten am Facility Management allergrößtes Interesse entgegengebracht wird. Das Thema bildet ein Kernproblem ab, welches die größten Schwierigkeiten im Detail bereitet.
Eine intensive Einarbeitung ist deshalb unumgänglich, um einen solchen Standpunkt in der Thematik zu erarbeiten, von dessen Basis aus Analysen und Untersuchungen sicher durchgeführt werden können. Die betont akademische Sichtweise soll durch häufige Praxisbeispiele weiter aufgewertet werden. Es wird erwartet, daß dadurch auch das Interesse von Praktikern an dieser Arbeit geweckt wird und sie sich für diese wissenschaftlichen und praktischen Untersuchungen begeistern werden. Zusätzlich wird damit abgesichert, daß die Untersuchungsergebnisse auf die Wirtschaft übertragbar, anwendbar und marktfähig sind.
Es wird empfohlen den Lesefluß nicht zu unterbrechen, um die kapitelübergreifenden Zusammenhänge deutlicher hervortreten zu lassen. Diese aufbauende Struktur ermöglicht es, auf nochmalige Einleitungen zu Beginn eines neuen Kapitels zu verzichten. Somit stellt die Arbeit den Sachverhalt in einer kompakten und prägnanten Sichtweise dar.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Thema der Diplomarbeit
1.2 Ausgangssituation und Entwicklung
1.3 Problemanalyse und Aufgabenstellung
1.4 Zielsetzung der Diplomarbeit
2 Definition und Begriffsbestimmung des Facility Management
2.1 Leistungsspektrum und Dienstleistungsportfolio des Facility Management
2.2 Facility Management in der Wertschöpfungskette
2.3 Benchmarking im Rahmen des Facility Management
3 Kennzahlen und Kennzahlensysteme in der Gebäudebewirtschaftung
3.1 Der Kennzahlenbegriff
3.2 Kennzahlensysteme
3.3 Das Dilemma der Randbedingungen
4 Bestandserfassung vorhandener Kennzahlen und Kennzahlensysteme am Beispiel der Gebäudereinigung
4.1 Literaturrecherche
4.1.1 Walter Lutz: Handbuch Facility Management
4.1.2 Benchmarking-Workshop der Technischen Akademie Mannheim e.V.
4.1.3 Deutsches Institut für Normung e.V.
4.1.4 Arbeitsgemeinschaft Industriebau e.V.
4.1.5 German Facility Management Association
4.1.6 Kritische Wertung der Literaturrecherche
4.2 Interne Unternehmensrecherche
4.2.1 Das Modell der vorhandenen spezifischen Kennzahlen
4.2.2 Das Modell der Flächenaufnahme
4.2.3 Das Raumgruppenmodell
4.3 Externe Unternehmensrecherche
5 Bedarfsanalyse zur Kennzahlenverwendung
5.1 Organisationsstruktur und Hauptgeschäftsprozeß
5.2 Kennzahlenbedarf im Vertrieb
5.3 Kennzahlenbedarf in der Prozeß- und Produktentwicklung
5.4 Kennzahlenbedarf in den Betreibergesellschaften
5.5 Ergebnis der Bedarfsanalyse
6 Lösungskonzepte
6.1 Konzept Lohnquote
6.2 Konzept Reinigungsdichte
6.3 Konzept Äquivalenzziffern
6.4 Konzept Vorschubgeschwindigkeiten
6.5 Konzept Qualitätsvarianten
7 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit entwickelt ein System von Kennzahlen für Dienstleistungskosten in der Gebäudebewirtschaftung, um die Vergleichbarkeit zu erhöhen und eine effizientere Wirtschaftlichkeitsberechnung für FM-Anbieter und Nutzer zu ermöglichen.
- Methoden zur Kostenermittlung im Facility Management
- Entwicklung von Kennzahlensystemen zur Prozessoptimierung
- Analyse der Wertschöpfungskette in der Gebäudebewirtschaftung
- Einsatz von Benchmarking als Instrument der Steuerung
- Erstellung praxisnaher Konzepte zur transparenten Kalkulation
Auszug aus dem Buch
1.3 Problemanalyse und Aufgabenstellung
Die bisherigen Methoden zur Ermittlung von Dienstleistungskosten in der Gebäudebewirtschaftung basieren auf einer Vielzahl von Faktoren. Deshalb ist die Angebotserstellung für zu bewirtschaftende Objekte mit einem hohen Aufwand in der Bestandsaufnahme und in der Kalkulation verbunden. Es ist eine umfassende Auflistung aller beim potentiellen Auftraggeber vorhandenen Anlagen und durchzuführenden Tätigkeiten erforderlich, um die voraussichtlichen Gesamtkosten zumindest annähernd vorkalkulieren zu können. Damit dieses Aufmaß erstellt werden kann, sind in Abhängigkeit von der Größe des Objektes Mitarbeiter mehrere Tage vor Ort gebunden. Zu diesem Aufwand kommen die Kosten für die anschließende Durchführung der Kalkulation, welche wiederum mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann.
In dieser Kalkulation werden für die erfaßten Arbeitsgänge die benötigten Zeiten und demzufolge die entstehenden Kosten errechnet oder es werden diese Dienstleistungen für Subunternehmer ausgeschrieben, die ihrerseits wiederum eine Kalkulation abgeben müssen. Trotz dieser intensiven zeit- und personalaufwendigen Übersicht (Survey) gelingt es dennoch nicht immer, die Objektkosten in zufriedenstellendem Maße genau zu ermitteln, infolge dessen der Auftrag häufig an einen Wettbewerber vergeben wird.
Desweiteren ist in der Praxis zu erleben, daß Kunden sich Angebote erstellen lassen, um zu testen, wie günstig das eigene Gebäude von „Wettbewerbern“ bewirtschaftet werden könnte. Ein Auftrag wird nach Erhalt der Angebotsunterlagen jedoch nicht vergeben; die gewonnenen Erkenntnisse werden intern ausgewertet und umgesetzt. Dieser Vorgehensweise stehen die hohen Kosten der FM-Anbieter für die Erarbeitung von Bewirtschaftungskonzepten entgegen. Da sich dieses Tun kaum ausschließen läßt, müssen demnach die anfallenden Kosten für Kalkulationen und Aufmaß minimiert werden. Dieses Problem bildet den „Einstieg“ und die „Rechtfertigung“ dieser Diplomarbeit.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Problematik der Kostenermittlung im Facility Management und Darlegung der Zielsetzung der Arbeit.
2 Definition und Begriffsbestimmung des Facility Management: Erläuterung des Facility Management Begriffs sowie dessen Bedeutung und Einordnung in die Wertschöpfungskette.
3 Kennzahlen und Kennzahlensysteme in der Gebäudebewirtschaftung: Theoretische Grundlagen zu Kennzahlen, deren Systematik und das Dilemma der Randbedingungen.
4 Bestandserfassung vorhandener Kennzahlen und Kennzahlensysteme am Beispiel der Gebäudereinigung: Analyse bestehender Literatur sowie interner und externer Unternehmensmodelle am Beispiel der Unterhaltsreinigung.
5 Bedarfsanalyse zur Kennzahlenverwendung: Ermittlung der Anforderungen an Kennzahlen in Vertrieb, Prozessentwicklung und Betreibergesellschaften.
6 Lösungskonzepte: Vorstellung neuer Ansätze zur Kostenermittlung wie Lohnquote, Reinigungsdichte, Äquivalenzziffern, Vorschubgeschwindigkeiten und Qualitätsvarianten.
7 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der entwickelten Konzepte und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im FM.
Schlüsselwörter
Facility Management, Gebäudebewirtschaftung, Kennzahlen, Dienstleistungskosten, Benchmarking, Wirtschaftlichkeitsberechnung, Gebäudereinigung, Kostenkalkulation, Wertschöpfungskette, Prozessoptimierung, Kostenreduktion, Gebäudelebenszyklus, Datenmanagement, Qualitätsvariante, Instandhaltung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Erstellung eines neuen Konzeptes zur Ermittlung spezifischer Kennzahlen für Dienstleistungskosten in der Gebäudebewirtschaftung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Felder umfassen die Definition des Facility Managements, die Analyse bestehender Kennzahlenmethoden und die Entwicklung neuer Ansätze zur effizienteren und genaueren Kalkulation von Dienstleistungsprozessen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Ziel ist es, die Grundlage für eine Systematik zu schaffen, mit deren Hilfe Dienstleistungskosten vereinfacht und zugleich genauer berechnet werden können.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine Kombination aus Literaturrecherche, internen und externen Unternehmensanalysen sowie die Erarbeitung und Evaluierung neuer praxisorientierter Kalkulationsmodelle angewandt.
Welche Inhalte bilden den Kern des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Bestandsaufnahme bestehender Kennzahlen-Modelle, eine Bedarfsanalyse der Akteure sowie die detaillierte Vorstellung fünf verschiedener Lösungskonzepte für die Gebäudebewirtschaftung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Facility Management, Gebäudebewirtschaftung, Kennzahlen, Benchmarking, Wertschöpfungskette, Kostenkalkulation und Gebäudereinigung.
Warum ist die Definition der „Randbedingungen“ für Kennzahlen so kritisch?
Ohne klare Definition der zugrunde liegenden Faktoren (z.B. welche Flächen oder Kosten enthalten sind) führen Kennzahlen zu Fehlinterpretationen und ungenauen Ergebnissen bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung.
Was ist das innovative Element der „Qualitätsvarianten“?
Das Konzept verknüpft die Flächeneinteilung nach DIN 277 direkt mit Raumgruppen, um eine zügige und kundenorientierte Kalkulation zu ermöglichen.
Wie unterscheidet sich die „Lohnquote“ von anderen Ansätzen?
Die Lohnquote dient als einfache, vorausschauende Kennzahl zur groben Abschätzung des Auftragswertes basierend auf dem Verhältnis von Personalkosten zum Gesamtumsatz.
Warum wird das Raumgruppenmodell in der Praxis bevorzugt?
Es bietet eine standardisierte Struktur für Leistungsverzeichnisse, auf die sich viele Auftraggeber bereits eingestellt haben, auch wenn es methodisch starr ist.
- Quote paper
- Roman Förster (Author), 1998, Erstellung eines Konzeptes zur Ermittlung spezifischer Kennzahlen für Dienstleistungskosten in der Gebäudebewirtschaftung als Grundlage der Vergleichbarkeit und Wirtschaftlichkeitsberechnung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185156