Betrachtungsgegenstand der hier vorliegenden Arbeit ist ein Küchenstudio in Burg bei Magdeburg und somit der Küchenhandel in Bezug auf den deutschen Küchenmöbelmarkt, Verbraucher und Konkurrenzsituation in der Region sowie spezifische Umweltbedingungen.
Das Küchenstudio ist bestrebt, in der konjunkturell schwierigen Wirtschaftslage seine Position in der Region zu festigen bzw. auszubauen und dadurch sein Überleben zu sichern. Angestrebt wird die Vermeidung eines Preiswettbewerbes, den das Küchenstudio aufgrund des Unternehmenscharakters auch gar nicht führen könnte. Vielmehr sollen über ein positives Unternehmensimage, besserwertige Küchen und kundenorientierte Leistungen, wie z.B. umfangreiche fachliche Beratung , die Verbraucher angesprochen und eine Kaufentscheidung herbeigeführt werden.
Um dieses Anliegen zu verwirklichen, bedarf es nicht vieler spontaner Handlungen, sondern einer zielgerichteten, mittel- bis langfristig angelegten, überlegten und terminierten Planung, die in einer Konzeption zusammengefaßt und schriftlich niedergelegt werden muß, da dadurch alle Mitarbeiter auf einen einheitlichen Kurs gebracht werden. Nur so kann das Vorhaben gelingen. Für eine solche Vorgehensweise wurde das Marketing als geeignetes Mittel identifiziert, da hierbei unter Berücksichtigung weiterer Einflußfaktoren der Verbraucher Maßstab für die strategische Planung ist und alle Unternehmensbereiche den Marketingforderungen folgen müssen.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist demzufolge nicht die Bestimmung des Marktvolumens o.ä., sondern die Bestimmung geeigneter Profilierungsmöglichkeiten zur Schaffung einer größtmöglichen Kundenzufriedenheit.
Die weitere Vorgehensweise wird in vier Kapiteln dargelegt, wobei in Kapitel 2 die Klärung einiger für das Thema wichtiger Begriffe erforderlich ist. Im 3. Kapitel wird das Küchenstudio in seiner Entwicklung und gegenwärtigen Organisation vorgestellt. Kapitel 4, das die Entwicklung einer Marketing-Konzeption zum Gegenstand hat, betrifft erstens die bereichsspezifischen Analysen. Hierbei werden die Untersuchungsgegenstände nach wichtigen Voraussetzungen und spezifischen Einflußfaktoren für die Konzeptionserarbeitung betrachtet und auch Eingrenzungen vorgenommen. Im weiteren werden dann unter Berücksichtigung der Untersuchungsergebnisse die konkreten Marketing-Ziele formuliert, die Strategie festgelegt und das Marketing-Instrumentarium bestimmt. Der vierte Punkt stellt eine letzte zusammenfassende Betrachtung der Arbeit dar.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
1.1. Vorbemerkungen
1.2. Problemdarstellung
2. Marketing und Handel
2.1. Zum Marketing-Begriff
2.2. Der Konzeptionsbegriff im Marketing
2.3. Besonderheiten des Handelsmarketing
2.3.1. Die Handelsleistung
2.3.2. Das Handelsmarketing
2.3.3. Das vertikale Marketing
2.4. Charakterisierung des Einzelhandels
2.4.1. Betriebsformen des Einzelhandels
2.4.2. Spezifikation eines Einzelhandelsunternehmens
2.4.3. Besonderheiten des Einzelhandelsmarketing
2.4.4. Trends im Einzelhandel
3. Darstellung des untersuchten Unternehmens
3.1. Geschichte des Unternehmens
3.2. Aufbau und Organisation des Unternehmens
3.3. Grundsätze des Unternehmens
4. Entwicklung einer Marketingkonzeption
4.1. Bereichsspezifische Betrachtungen
4.1.1. Marktanalyse
4.1.2. Eigensituationsanalyse
4.1.3. Zusammenfassung der Analyseergebnisse
4.2. Bestimmung einer Marketingstrategie
4.2.1. Marktselektion
4.2.2. Strategische Planung
4.3. Die Marketing-Instrumente
4.3.1. Standort-Marketing
4.3.2. Sortiment-Marketing
4.3.3. Preis-Marketing
4.3.4. Profil-Marketing
4.4. Anwendung der Marketing-Instrumente
4.5. Handlungsempfehlungen
4.6. Zur Marketingkontrolle
5. Schlußbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Diese Diplomarbeit zielt darauf ab, für ein spezifisches Küchenstudio in Burg eine fundierte Marketingkonzeption zu entwickeln, die zur langfristigen Standortsicherung und Profilierung beitragen soll. Durch die Analyse des Marktes, des Wettbewerbs und des Kundenverhaltens werden konkrete Strategien und Instrumente abgeleitet, um die Kundenzufriedenheit zu erhöhen und sich erfolgreich von der Konkurrenz abzuheben.
- Analyse der Marketing-Grundlagen im Einzelhandel mit Fokus auf den Küchensektor
- Untersuchung des Marktumfelds und der spezifischen Verbraucherbedürfnisse
- Bewertung von Standortfaktoren und Wettbewerbsstrategien (Benchmarking)
- Entwicklung eines konstitutiven und operativen Marketing-Mix
- Erarbeitung praktischer Handlungsempfehlungen für das Küchenstudio
Auszug aus dem Buch
4.3.4. Profil-Marketing
Im Aufbau und der Pflege eines Unternehmensprofils, wofür die für den Markenartikel geltenden Grundsätze anzuwenden sind, liegt die Kernaufgabe des Profil-Marketing, welches wie folgt definiert werden kann:
„Die Gesamtheit der absatzpolitischen Maßnahmen, die dem Ziel dienen, einem Handelsunternehmen ein eigenständiges, originelles und unverwechselbares Erscheinungsbild zu verschaffen, und die sich nicht auf das Standort-, das Sortiment-, und das Preis-Marketing beziehen, kann man als Profil-Marketing bezeichnen.“
Hieraus wird unter anderem ersichtlich, daß das Hauptziel des Profil-Marketing in der deutlichen Unterscheidung von Wettbewerbern zu sehen ist. Doch ist die Entwicklung eines erfolgreichen Profil-Marketing keine völlig losgelöste Aufgabe. Vielmehr muß die Abgestimmtheit mit den anderen Marketing-Instrumenten gewährleistet sein, denn nur so kann ein einheitliches Unternehmensprofil geschaffen werden.
Die Notwendigkeit eines Profil-Marketing ergibt sich aus verschiedenen Gründen, von denen die wichtigsten im weiteren eingehender betrachtet werden sollen:
(1) Die totale Unternehmenspräsentation reicht von der Fassade über Ordnung und Sauberkeit bis hin zum letzten Mitarbeiter, hierbei sind auch Zustand und Sauberkeit der Fahrzeuge mit eingeschlossen.
Vollständige und totale Präsentation bedeutet, daß der Kunde in das Unternehmen kommt. Somit können Schwachstellen nicht verborgen werden. Deshalb hat Profil-Marketing einen entscheidenden Anteil am Image des Unternehmens, an Kundenbindung und Kundenempfehlungen. Die Neukundengewinnung als Hauptaufgabe wird durch ein attraktives und sympathisches Unternehmensprofil erreicht, weil es den potentiellen Kunden veranlaßt, sich mit Sortiment und Preis zu beschäftigen und diese zu prüfen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Darstellung der schwierigen wirtschaftlichen Situation des Einzelhandels sowie der spezifischen Problemlage des untersuchten Küchenstudios im aktuellen Marktumfeld.
2. Marketing und Handel: Theoretische Grundlagen zu Marketing-Begriffen, den Besonderheiten des Handelsmarketing sowie eine Charakterisierung des Einzelhandels als Vermittler zwischen Industrie und Konsument.
3. Darstellung des untersuchten Unternehmens: Vorstellung der Firmengeschichte, der internen Aufbauorganisation und der Grundsätze der Püth-Das Küchenstudio GmbH.
4. Entwicklung einer Marketingkonzeption: Analyse des Marktes, der Wettbewerbssituation und der Unternehmenseigenheiten, gefolgt von der Bestimmung strategischer Ziele und der Anwendung des Marketing-Mix.
5. Schlußbetrachtung: Zusammenfassende Einschätzung der Notwendigkeit einer konsequenten Marketingimplementierung für den langfristigen Erfolg im hart umkämpften Küchensektor.
Schlüsselwörter
Marketingkonzeption, Handelsmarketing, Einzelhandel, Küchenstudio, Profil-Marketing, Wettbewerbsanalyse, Kundenzufriedenheit, Marktanalyse, Standortmarketing, Marketing-Mix, Sortiment, Service, Unternehmensimage, Innovationsmanagement, Konsumentenverhalten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung einer systematischen Marketingkonzeption für ein spezifisches Einzelhandelsunternehmen im Bereich der Küchenmöbel, um dessen Wettbewerbsfähigkeit in einem konjunkturell schwierigen Umfeld zu stärken.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Arbeit behandelt die Grundlagen des Handelsmarketing, die Analyse des Marktes und der Konkurrenz, die Bedeutung von Standort- und Sortimentspolitik sowie die Notwendigkeit eines professionellen Profil-Marketings.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die Bestimmung geeigneter Profilierungsmöglichkeiten und eine zielgerichtete, langfristige Planung, um eine größtmögliche Kundenzufriedenheit und eine klare Abgrenzung vom Wettbewerb zu erreichen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse, Daten aus Expertenbefragungen (z.B. vom MMZ/Küchenring), Branchenstatistiken sowie die Anwendung bewährter Marketing-Instrumente und Benchmarking-Ansätze.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Marktanalyse, die Darstellung des spezifischen Unternehmens, die Entwicklung der Marketingstrategie und die detaillierte Ausgestaltung des Marketing-Mix (Standort, Sortiment, Preis, Profil).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Handelsmarketing, Profil-Marketing, Küchenmöbelmarkt, Kundenorientierung, Wettbewerbsvorteile und das Marketing-Mix als ganzheitlicher Steuerungsansatz.
Welche Rolle spielen die "soft facts" bei der Küchenplanung?
Laut Autor beeinflussen "soft facts" – wie die Schaffung eines Wohnerlebnisses, fachliche Beratungskompetenz und psychologisches Einfühlungsvermögen – die Kaufentscheidung stärker als rein rationale Faktoren wie der reine Möbelpreis.
Warum ist das "magische Viereck" für das Unternehmen relevant?
Das magische Viereck veranschaulicht die Interdependenz zwischen den Instrumenten Standort, Sortiment, Preisniveau und Profil; es unterstreicht, dass alle Komponenten auf einem harmonisierten Qualitätsniveau liegen müssen, um erfolgreich zu sein.
Welche Bedeutung hat das Profil-Marketing speziell für kleine Handelsbetriebe?
Für kleine Betriebe ist das Profil-Marketing entscheidend, da sie sich kaum über Preise gegen große Konzerne durchsetzen können und ihre Stärke in der individuellen, unverwechselbaren Außendarstellung und Kundenbindung liegt.
Wie bewertet der Autor die Rolle des Internets für das untersuchte Unternehmen?
Der Autor sieht das Internet als wichtiges Zukunftsthema, warnt jedoch vor einer Überbewertung für das spezifische lokale Küchenstudio, da die Kosten in einem ungünstigen Verhältnis zur regional begrenzten Kundenzahl stehen könnten.
- Citar trabajo
- Thomas Euen (Autor), 1998, Entwicklung einer Marketingkonzeption für ein Handelsunternehmen im Gebrauchsgütersektor, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185202