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Die Unternehmung im Netzwerk von Verträgen - Institutionentheoretisch basierte Analyse einer Existenzgründung in der deutschen Biotechnologie

Title: Die Unternehmung im Netzwerk von Verträgen - Institutionentheoretisch basierte Analyse einer Existenzgründung in der deutschen Biotechnologie

Diploma Thesis , 1998 , 85 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Michael Steinmetzer (Author)

Business economics - Company formation, Business Plans
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Eine Diplomarbeit ist eine Dokumentation des Aufeinandertreffens der studierten Theorie mit einem realen Gegenstand. Insofern ist sie Prüfung und Evaluierung für das zurück-gelegte Studium: Welchen Nutzen hat das Gelernte in der Anwendung auf (bis dato häufig nur abstrakt behandelte) konkrete Objekte? Und finden die Wirtschaftsakteure diese Reflexion hinreichend reell, sachgerecht und interessant, um daraufhin Berufsoptionen anzubieten? Denn dazu soll diese Diplomarbeit schließlich dienen: zu einem - seit Beginn des Studiums 1993 wesentlich schwieriger gewordenen - Einstieg ins Berufsleben zu verhelfen. Um sich diesem Ziel zu nähern, war es für mich nötig, zu warten, zu taktieren, sich in vielerlei Hinsicht sachte opportunistisch zu verhalten. Allen, die auf Seiten der Universität mit diesem Verhalten konfrontiert waren und es akzeptiert haben, ohne ihre Aufgeschlossenheit deshalb in Frage zu stellen, danke ich.

Excerpt


Gliederung

Einleitung

1. Branchenporträt deutsche Biotechnologie

1.1 Definitionen, Zielsetzungen, Fragen

1.2 Rahmenbedingungen

1.3 Marktstruktur

1.3.1 Zahl und Größe der Wettbewerber

1.3.2 Markteintrittsbarrieren

1.4 Marktverhalten

1.5 Marktergebnisse

2. Ökonomische Theorie und eigene Methodik

2.1 Abriß über die Entwicklung des Akteursbildes von der Neoklassik bis zum Netzwerkansatz

2.2 Elemente der Neuen Institutionenökonomik

2.2.1 Sachdienliche Aspekte von Property-Rights-, Transaktionskosten- und Principal-Agent-Theorie

2.2.2 Probleme in Kooperationsbeziehungen und Lösungen aus Sicht der Neuen Institutionenökonomik

2.2.3 Funktionen und Formen von Verträgen

2.2.4 Exkurs: Relevante Charakteristika von Netzwerken

2.3 Methodisches Vorgehen

3. Produktionsfaktoren und verbundene Vereinbarungen

3.1 Kapital

3.3.1 Klassisch: Kapitalmarkt und Kredit

3.3.2 Neoklassisch: Venture Capital

3.2 Technologisches Wissen

3.2.1 Kooperationsverträge

3.2.2 Lizenzverträge

3.2.3 Kaufverträge

3.2.4 Arbeitsverträge

4. Schlußbetrachtung und Kritik

4.1 Schlußbetrachtung

4.2 Ergebnisse und Kritik der Vorgehensweise

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist die institutionentheoretisch basierte Analyse der Beschaffung notwendiger Produktionsfaktoren einer fiktiven Existenzgründung in der deutschen Biotechnologie-Branche, wobei insbesondere die Rolle von Verträgen als Instrument zur Organisation komplexer Beziehungen und zur Sicherung von Wettbewerbsvorteilen in einer durch Informationsunsicherheit geprägten Umwelt untersucht wird.

  • Analyse der Rahmenbedingungen und Marktstrukturen der deutschen Biotechnologie
  • Anwendung der Neuen Institutionenökonomik und Netzwerktheorie auf Biotech-Unternehmensgründungen
  • Untersuchung von Finanzierungsformen wie Venture Capital und Corporate Venture Capital
  • Evaluierung vertraglicher Vereinbarungen zum Technologietransfer und zur Gewinnung von Humankapital

Auszug aus dem Buch

2.2.3 Funktionen und Formen von Verträgen

Ein Vertrag ist ein Mittel zur Organisation von Beziehungen zwischen zwei oder mehreren Parteien. Grundsätzlich dokumentiert ein Vertrag übereinstimmende Willenserklärungen, also auf das (gemeinsame) Erzielen von Folgen gerichtete Willensäußerungen. Ein Vertrag kann als Ausdruck einer komplexen Interessenlage aufgefaßt werden. In Verträgen können Rechte im Hinblick auf Handlungsmöglichkeiten spezifiziert und den Partnern zugeordnet werden. Diese wählen frei, mit wem sie Verträge schließen.

Im wirtschaftlichen Kontext dient ein Vertrag dem Zweck, die Hindernisse für das Zustandekommen von Markttransaktionen zu überwinden. Als Hindernisse werden dabei nicht so sehr die notwendigen Vereinbarungen über Leistung und Gegenleistung betrachtet. Hinderlich sind vielmehr jene Probleme, welche die Kontrolle der Einhaltung von Vereinbarungen und die Sanktionierung von Vertragsverletzungen aufwerfen, sowie alle Schwierigkeiten, die aus Unsicherheit aufgrund von Informationsasymmetrie resultieren. Das kann z.B. Unsicherheit über die Qualität von Produkten oder über die Fähigkeiten bzw. die Loyalität von Geschäftspartnern sein.

Grundsätzlich regeln Verträge zwischen wirtschaftlich kooperierenden Partnern in verbindlicher Weise die Rechte, Zuständigkeiten und Pflichten der Parteien. Darüber hinaus beinhalten sie Vereinbarungen über (1) die Aufteilung der aus der Transaktion resultierenden Gewinne oder Nutzen auf die Beteiligten, (2) die Verteilung des mit der Transaktion verbundenen Risikos auf die Partner und zusätzlich (3) „Vorkehrungen, die die Möglichkeit eigennützigen Handelns zu Lasten des Partners beschränken“.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation der Arbeit als Reflexion der ökonomischen Theorie an einem realen Gründungsvorhaben und definiert den Fokus auf die vertragliche Organisation einer biotechnologischen Existenzgründung.

1. Branchenporträt deutsche Biotechnologie: Dieses Kapitel liefert eine Bestandsaufnahme der deutschen Biotech-Branche, untersucht Rahmenbedingungen, Marktstrukturen sowie die Bedeutung politischer und wirtschaftlicher Akteure für die Marktentstehung.

2. Ökonomische Theorie und eigene Methodik: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Neuen Institutionenökonomik und der Netzwerktheorie dargelegt und deren Eignung zur Analyse des Akteursverhaltens in komplexen, unsicheren Umwelten begründet.

3. Produktionsfaktoren und verbundene Vereinbarungen: Das Kapitel analysiert spezifische Verträge für die Kapitalbeschaffung sowie den Erwerb von technologischem Wissen und Humankapital, wobei die unterschiedlichen Governance-Mechanismen in der Biotech-Industrie hervorgehoben werden.

4. Schlußbetrachtung und Kritik: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion der Ergebnisse und der methodischen Vorgehensweise, wobei die Rolle von Verträgen als statisches Element eines dynamischen ökonomischen Prozesses bewertet wird.

Schlüsselwörter

Biotechnologie, Institutionenökonomik, Vertragstheorie, Existenzgründung, Venture Capital, Corporate Venture Capital, Kooperationsverträge, Transaktionskosten, Principal-Agent-Theorie, Netzwerke, Innovationsmanagement, Wettbewerbsvorteile, Humankapital, Technologietransfer, Informationseffizienz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Analyse einer fiktiven Unternehmensgründung im Bereich der deutschen Biotechnologie aus institutionenökonomischer Sicht, mit besonderem Fokus auf die vertragliche Gestaltung der Beziehungen zu Partnern und Kapitalgebern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Branchenstruktur der deutschen Biotechnologie, die Anwendung der Neuen Institutionenökonomik auf dieses Feld sowie die detaillierte Betrachtung von Verträgen zur Beschaffung von Kapital und technologischer Expertise.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Biotech-Gründungsunternehmen in einem Umfeld hoher Unsicherheit und spezifischer Anforderungen Verträge nutzen, um Handlungsspielräume zu begrenzen, Opportunismus zu verhindern und Zugang zu kritischen Ressourcen zu erhalten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor verwendet die Ansätze der Neuen Institutionenökonomik – insbesondere die Transaktionskostentheorie und die Principal-Agent-Theorie – kombiniert mit der Netzwerktheorie, um ein fiktives Szenario einer Unternehmensgründung zu strukturieren und zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Modelle (Akteursbild, Institutionenökonomik) vorgestellt, gefolgt von einer praktischen Analyse, wie Biotech-Unternehmen Produktionsfaktoren wie Kapital und technologisches Wissen unter spezifischen Bedingungen beschaffen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Biotechnologie, Institutionenökonomik, Vertragstheorie, Venture Capital, Corporate Venture Capital, Kooperationsverträge, Transaktionskosten und Netzwerktheorie sind die prägenden Begriffe.

Welche Rolle spielt Venture Capital für die untersuchten Unternehmen?

Venture Capital wird als entscheidendes Finanzierungsinstrument für die Frühphasen der Biotechnologie identifiziert, da es über das reine Kapital hinaus auch strategische Unterstützung, Managementberatung und wichtige Kontakte in ein Beziehungsnetzwerk bietet.

Warum sind Kooperationsverträge in der Biotechnologie so wichtig?

Kooperationsverträge sind essenziell, weil Biotech-Firmen oft nicht über die Kapazitäten verfügen, Produkte von der Erfindung bis zur Vermarktung allein zu entwickeln, und sie zudem auf den Austausch komplementären Wissens und die Etablierung einer eigenen Reputation angewiesen sind.

Was unterscheidet Corporate Venture Capital von klassischem Venture Capital?

Während klassische VC-Gesellschaften primär auf finanzielle Rendite durch Exits abzielen, verfolgen Corporate Venture Capitalists (Industrieunternehmen) häufig strategische Ziele wie den Zugang zu neuen Technologien, die Beobachtung des Wettbewerbs oder die Sicherung exklusiver Informationsrechte.

Welchen Stellenwert räumt der Autor der Politik in diesem Markt ein?

Die Politik wird als maßgeblicher Impulsgeber für die Etablierung des Biotech-Standortes Deutschland durch Förderprogramme wie BioRegio 2000 angesehen, die entscheidend dazu beitrugen, die Innovationskultur zu stärken und den Existenzgründungsboom zu ermöglichen.

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Details

Title
Die Unternehmung im Netzwerk von Verträgen - Institutionentheoretisch basierte Analyse einer Existenzgründung in der deutschen Biotechnologie
College
University Witten/Herdecke
Grade
1.3
Author
Michael Steinmetzer (Author)
Publication Year
1998
Pages
85
Catalog Number
V185206
ISBN (eBook)
9783656994824
ISBN (Book)
9783867461122
Language
German
Tags
unternehmung netzwerk verträgen institutionentheoretisch analyse existenzgründung biotechnologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Steinmetzer (Author), 1998, Die Unternehmung im Netzwerk von Verträgen - Institutionentheoretisch basierte Analyse einer Existenzgründung in der deutschen Biotechnologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185206
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