Die Arbeit gibt einen tiefen Einblick zum Verständnis des Internet und seiner Wirkung auf die Kommunikation als Austauschprozess (Organisation von Information). Da Webtechnologien unsichtbar sind, kann die Arbeit helfen, einen Überblick zu digitalen Technologien zu bekommen. Mithin sind die grundlegenden Erfolgsfaktoren hier beschrieben.
Selbst mich als Online-Pionier begleiten die Ergebnisse heute noch und sind überraschend stark bei der Lösung von Aufgaben im digitalen und analogen Bereich. Web 2.0, Social Web, integrierte Kommunikation, Sensemaking, Systemtheorie - das waren damals bereits die Werkzeuge dieser Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. ORGANISATION UND INTERPRETATION
2.1. Organisation und Umwelt
2.1.1. Organisationen
2.1.2. Umwelten
2.2. Information und Verarbeitung
2.2.1. Leitdifferenz
2.2.2. Informationslogistik
2.2.3. Informationsinterpretation
2.2.4. Das vertikale Informationsmodell
2.2.5. Das horizontale Informationsmodell
2.3. Organisationen als Interpretationssysteme
2.3.1. Interpretationsmodi
2.3.2. Weitere Charakteristiken
2.3.3. Zusammenfassung
3. INTRANET UND EXTRANET
3.1. Einleitung
3.2. Historie und Hype
3.2.1. Das Internet
3.2.2. Das Web
3.2.3. Dienste
3.3. Multi-Medium
3.3.1. Eine neue Dokumentform
3.3.2. Ein neues Multi-Medium
3.4. Netzwerk-Medium
3.4.1. Die technologische Infrastruktur
3.4.2. Die soziale Infrastruktur
3.5. Zusammenfassung
4. ORGANISATION UND INTRANET
4.1. Einleitung
4.2. Reduzierung von Unsicherheit
4.2.1. Komplexität, Turbulenz, Informationslast
4.2.2. Logistik und Intranet
4.3. Reduzierung von Bedeutungsvielfalt
4.3.1. Richness
4.3.2. Interpretation und Intranet
5. ZUSAMMENFASSUNG
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen des Intranet-Einsatzes zur Unterstützung organisatorischer Interpretationsprozesse. Ziel ist es, auf Basis der Theorie von "Organisationen als Interpretationssystemen" aufzuzeigen, wie digitale Technologien die Wahrnehmung von Unsicherheit und Bedeutungsvielfalt in Organisationen beeinflussen.
- Organisation als Interpretationssystem
- Informationsverarbeitung und Medienreichhaltigkeit
- Technologische vs. soziale Infrastruktur des Intranets
- Push- und Pull-Kommunikation im Intranet
- Einfluss des Intranets auf organisatorische Interpretationsmodi
Auszug aus dem Buch
3.2.1. Das Internet
Am Anfang stand die Vernetzung von Computern, um die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern zu ermöglichen. 1969 wurde ein Experiment der Regierung der USA initiiert, das Advanced Research Projects Agency Network (ARPANET). Dieses Netzwerk sollte weit voneinander getrennte Computerzentren unterschiedlicher Organisationen zur Verteilung von Hard- und Software-Ressourcen miteinander verbinden.
Das zugrundeliegende Problem bestand im Austausch von Computerdaten zwischen "Supercomputern", genannt Mainframe, damit die beteiligten Wissenschaftler sich diese Daten gegenseitig zur Verfügung stellen konnten. Der Austausch von Daten über Computernetzwerke erlaubte sowohl die Aufhebung der physischen Trennung durch Häuser, Städte oder US-Staaten, als auch die Beseitigung trennender Organisationsstrukturen, wie sie die vorgegebenen Informationswege innerhalb der beteiligten Organisationen darstellten.
Die grundlegende Methode der Datenverteilung wird "packet-switching" genannt. Im Gegensatz zum "circuit switching" das bei Telefonsystemen eingesetzt wird (permanente Direktverbindung- Daten kreisen im System), werden hierbei die Daten in kleine Pakete aufgeteilt. Diese Pakete haben eine bestimmte Maximallänge und besitzen eigene "Meta-Informationen" über ihre Herkunft und ihr Ziel. So ausgestattet strömen sie in das Netzwerk, von Computer zu Computer, bis sie ihr Ziel erreichen. Jedes Paket kann dabei einen anderen Weg nehmen. Gehen Pakete verloren, werden sie vom Urheber nachgereicht. Computer die als Übertragungspunkte dienen, bilden zusammen das sogenannte Backbone oder Rückgrat des Netzes.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Einleitung in den Wandel der Organisationen und die Rolle des Internets sowie die Einführung der Theorie der "Organisationen als Interpretationssysteme".
2. ORGANISATION UND INTERPRETATION: Theoretische Auseinandersetzung mit Organisationen als offenen Systemen und der Bedeutung von Informationslogistik sowie -interpretation.
3. INTRANET UND EXTRANET: Darstellung der historischen Entwicklung des Internets und der technologischen sowie sozialen Aspekte des Intranets.
4. ORGANISATION UND INTRANET: Analyse der Auswirkungen des Intranets auf die Reduzierung von Unsicherheit und Bedeutungsvielfalt innerhalb der Organisation.
5. ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse über den Nutzen und die Grenzen des Intranet-Einsatzes für organisatorische Interpretationsprozesse.
Schlüsselwörter
Intranet, Interpretation, Organisation, Informationsverarbeitung, Unsicherheit, Bedeutungsvielfalt, Medienreichhaltigkeit, Kommunikation, Internet, Wissensmanagement, soziale Systeme, Information, Netzwerk, Collaboration, Strategie
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?
Die Arbeit untersucht, wie ein Intranet als Medium zur organisatorischen Informationsverarbeitung eingesetzt werden kann, insbesondere im Hinblick auf Interpretationsprozesse.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Themen sind unter anderem die Organisation als offenes System, die Bedeutung von Informationslogistik und -interpretation sowie die technologische Basis und soziale Infrastruktur von Intranets.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Es soll untersucht werden, welche Möglichkeiten und Grenzen das Intranet bei der Unterstützung von Interpretationsprozessen in Organisationen bietet.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein theoretischer Ansatz gewählt, der auf der Organisationstheorie (insbesondere Daft, Weick und Telleen) basiert, um die organisatorische Informationsverarbeitung qualitativ zu analysieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden Konzepte wie Unsicherheit und Bedeutungsvielfalt erläutert, die Medienreichhaltigkeit (Media Richness) diskutiert und die Integration des Intranets in diese Prozesse analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Intranet, Interpretation, Organisation, Informationsverarbeitung, Unsicherheit, Bedeutungsvielfalt und Medienreichhaltigkeit.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Informationslogistik und Informationsinterpretation?
Die Informationslogistik wird als mechanische Sichtweise auf die Verteilung von Daten verstanden, während die Informationsinterpretation die kognitive Leistung der Sinnstiftung und Bedeutungsklärung durch soziale Interaktion beschreibt.
Welche Rolle spielt die "Reichhaltigkeit der Medien" (Media Richness) im Kontext des Intranets?
Sie beschreibt die Fähigkeit eines Mediums, Feedback zu geben, Inhalte anzupassen und Sprache zu nutzen. Das Intranet muss je nach Hierarchieebene und Interpretationsbedarf gezielt mit reicheren oder ärmeren Medien kombiniert werden.
- Quote paper
- Michael Domsalla (Author), 1998, Organisation und Information – Die Möglichkeiten und Grenzen des Intranet-Einsatzes zur Unterstützung organisatorischer Interpretationsprozesse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185254