In dieser Arbeit werden zwei aktuelle Technologien miteinander verknüpft, um ein betriebswirtschaftliches Problem zu lösen.
Die Schwachstellen der Büroarbeit bilden das Problem. Die Techniken,
deren Einsatzmöglichkeiten vorgestellt werden sollen, sind
Workflow-Management Systeme (WfMS) und die Internet-
Technologie.
Das Besondere eines WfMS ist, daß dieses EDV-System geeignet
sein kann, ausgewählte Abläufe eines Betriebes zu beschleunigen
und die Qualität deren Ausführung deutlich zu erhöhen.
Intranet und Internet-Technologie sind Begriffe, die z.Zt. nicht nur
im Brennpunkt der Informatik stehen. Das Internet mit all seinen
Entwicklungsmöglichkeiten beeinflußt viele Bereiche des Privatund
Berufslebens.
Das primäre Ziel, das in dieser Arbeit angestrebt wird, ist der Aufbau eines WfMS in einem Beispielunternehmen. Dieses WfMS
greift auf die Datenbank des Unternehmens zurück. Das Besondere
ist, daß nicht nur die Prozesse des WfMS über ein Intranet ablaufen,
sondern bereits die Erstellung und Pflege der notwendigen
Unternehmensdaten.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 WORKFLOW-MANAGEMENT SYSTEME
2.1 EINSATZVORAUSSETZUNGEN
2.2 MODELLIERUNG VON WORKFLOW-MANAGEMENT SYSTEMEN
2.2.1 Aktivitätenbezogene Aspekte
2.2.2 Aktorenbezogene Aspekte
2.2.3 Abhängigkeitsbezogene Aspekte
2.2.4 Kausaler Aspekt
2.3 ARCHITEKTUR EINES WORKFLOW-MANAGEMENT SYSTEMS
2.3.1 Der Workflow Enactment Service
2.3.2 Process Definition Tools
2.3.3 Workflow Client Functions
2.3.4 Eingebundene Applikationen
2.3.5 System Administration
3 DIE TCP/IP-PROTOKOLLFAMILIE
3.1 KONZEPT UND ARCHITEKTUR
3.2 DAS INTERNET PROTOCOL (IP)
3.3 DIE PROTOKOLLE DER TRANSPORTSCHICHT
3.4 HYPERTEXT TRANSFER PROTOCOL
4 ENTWURF UND REALISIERUNG DES PROTOTYPEN
4.1 PROBLEMANALYSE
4.1.1 Untersuchung des Ist-Zustandes
4.1.2 Entwicklung eines Soll-Konzepts
4.2 ANFORDERUNGSDEFINITION
4.2.1 Modellierung des Workflow-Management Systems
4.2.2 Entwicklung eines Datenflußdiagramms
4.2.3 Beschreibung der Datenspeicher
4.3 SYSTEMIMPLEMENTIERUNG
4.3.1 Hard- und Softwarekomponenten
4.3.2 Die Komponenten des Workflow-Management Systems
4.3.3 Die Implementierung in HTML und SQL
4.4 KRITISCHE BETRACHTUNG UND WEITERENTWICKLUNG
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten, Schwachstellen in der bürokratischen Verwaltung durch den Einsatz von Workflow-Management Systemen (WfMS) in Verbindung mit Internet-Technologien (Intranet) zu minimieren. Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines Prototyps für ein Beispielunternehmen, um Effizienzsteigerungen durch Prozessautomatisierung aufzuzeigen.
- Analyse der Schwachstellen herkömmlicher Büroprozesse
- Grundlagen und Architektur von WfMS (Referenzmodell der WfMC)
- Grundlagen der Internet-Technologien (TCP/IP, HTTP)
- Realisierung eines datenbankgestützten Workflows für ein Intranet
Auszug aus dem Buch
Abbildung 1: Schwachstellen der Büroarbeit
1. Dem einzelnen Mitarbeiter, nicht nur auf unterster Ebene, ist oft nicht bewußt, welchen Beitrag seine eigene Tätigkeit oder die seiner organisatorischen Einheit zum Unternehmenserfolg beiträgt. Gründe können sowohl das persönliche Desinteresse als auch eine schlechte Integration sein. Gerade dieses Manko ist eine Ursache für Demotivation bis hin zur sogenannten „inneren Kündigung.
2. Wiederkehrende geistige Rüstzeiten enstehen durch wiederholtes Wechseln eines Mitarbeiters zwischen verschiedenen Tätigkeiten, die sowohl unterschiedliche Fähigkeiten als auch Kenntnisse erfordern. Die Ursache ist in der Aufbau- oder auch in der Ablauforganisation des Unternehmens zu suchen. Diese „Fehlallokation“ eines Mitarbeiters kann diverse Folgen auslösen: Wie im Produktionsbereich kann sich die Durchlaufzeit erhöhen, die Qualität des Arbeitsergebnisses kann sich vermindern, trotz der hohen Auslastung des Mitarbeiters ist sein Output relativ gering.
3. Falls ein Mitarbeiter bei der Verrichtung seines Beitrages zur Gesamttätigkeit Informationen von vor- bzw. nachgelagerten Stellen oder auch eine Genehmigung einer höheren Instanz benötigt, muß er diese Partner entweder persönlich aufsuchen oder telefonisch erreichen. Aus einer Reihe von Gründen ist es möglich, daß der Gesprächspartner nicht erreichbar ist. Die fehlende Information führt nun dazu, daß der Mitarbeiter seine Funktion nicht vollständig ausführen kann. Je nach Dauer der Abwesenheit der Gegenstelle kann diese Nichterreichbarkeit zu äußerst langen Durchlaufzeiten führen.
4. Doppelarbeit kann bei schlechter Organisation der Differenzierung und Integration der Aufgaben sehr häufig auftreten. Der Informationsfluß eines Unternehmens kann so mangelhaft organisiert sein, daß jeder Mitarbeiter bei der Verrichtung seiner Tätigkeit selbst die relevanten Daten erfassen muß, um diese zu verarbeiten. Diese Doppelarbeit kann daher resultieren, daß Informationen zwar jedermann frei zugänglich sind, es müssen jedoch zusätzliche Anstrengungen gemacht werden, um diese Daten im richtigen Augenblick zur Verfügung zu haben.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Einleitung in die Verknüpfung von Workflow-Management-Systemen und Internet-Technologie zur Lösung betriebswirtschaftlicher Probleme durch Prozessoptimierung.
2 WORKFLOW-MANAGEMENT SYSTEME: Erläuterung der Voraussetzungen und Modellierung von WfMS unter Verwendung des Referenzmodells der Workflow Management Coalition.
3 DIE TCP/IP-PROTOKOLLFAMILIE: Technische Beschreibung des Internets und der genutzten Protokolle wie TCP/IP und HTTP, die die Basis für den Prototyp bilden.
4 ENTWURF UND REALISIERUNG DES PROTOTYPEN: Konzeption und technische Implementierung eines Workflow-Systems für ein fiktives Unternehmen sowie kritische Reflexion des Vorgehens.
Schlüsselwörter
Workflow-Management-System, WfMS, Intranet, Internet-Technologie, Prozessoptimierung, Stammdatenverwaltung, Datenbank, HTML, SQL, TCP/IP, HTTP, Bürorationalisierung, Workflow-Enactment-Service, Geschäftsprozess, Prototyp.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung betrieblicher Verwaltungsprozesse durch die Implementierung eines Workflow-Management-Systems in einem Intranet-Umfeld.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse administrativer Schwachstellen, der theoretischen Fundierung von WfMS und der praktischen Anwendung von Internetprotokollen für Unternehmensprozesse.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist der Bau eines WfMS-Prototyps für ein Beispielunternehmen, das auf eine unternehmenseigene Datenbank zugreift und Prozesse durch ein Intranet steuert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine Ist-Analyse der administrativen Abläufe durchgeführt, gefolgt von einer Anforderungsdefinition und einer prototypischen Systemimplementierung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen (WfMS und TCP/IP) sowie den detaillierten Entwurf und die Realisierung des Prototyps bei der „Nordwind GmbH“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Workflow-Management, Intranet, Prozessautomatisierung, Datenbanken und Internet-Schnittstellen (HTML/SQL) definieren.
Welche Rolle spielt die „Nordwind GmbH“?
Sie dient als fiktives Beispielunternehmen, um die theoretischen Anforderungen an ein Workflow-Management-System in einem konkreten, praxisnahen Szenario darzustellen.
Warum wird der "Internet Database Connector" (IDC) verwendet?
Der IDC ermöglicht es, dynamische Web-Anwendungen zu realisieren, bei denen Web-Browser direkt auf Datenbanken zugreifen können, was für die Prozesssteuerung unerlässlich ist.
- Citation du texte
- Axel Hengemühle (Auteur), 1997, Entwurf und Realisierung eines datenbankgestützten Workflow-Management-Systems für ein Intranet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185258