Systematischer Überblick über Förderungsmöglichkeiten für Unternehmen in der BRD


Diplomarbeit, 1999

231 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einführung

2. Systematischer Überblick über Förderungs- möglichkeiten für Unternehmen in der BRD
2.1 Förderprogramme der EU
2.1.1 Existenzgründung, -sicherung und Konsolidierung
2.1.1.1 Anpassung kleiner und mittlerer Unternehmen an den Binnenmarkt
2.1.1.2 Drittes Mehrjahresprogramm für KMU in der EU
2.1.2 Arbeit, Aus- und (Weiter-) Bildung
2.1.2.1 Austausch- und Qualifizierungsmaßnahmen
2.1.2.2 Beschäftigung und Entwicklung von Humanressourcen
2.1.2.3 Leonardo da Vinci
2.1.2.4 Anpassung der Arbeitnehmer an den industriellen Wandel (ADAPT, ADAPT-BIS)
2.1.2.5 SAFE – Sicherheitsaktion für Europa
2.1.2.6 Programm Med-Campus
2.1.2.7 TEMPUS III
2.1.3 FuE und Umwelt
2.1.3.1 FuE-Rahmenprogramm
2.1.3.2 Intelligente Fertigungssysteme
2.1.3.3 Technische Forschung Kohle
2.1.3.4 Industrielle Zusammenarbeit und Investitionsförderung (AL-INVEST)
2.1.3.5 Beihilfen an die Eisen- und Stahlindustrie
2.1.3.6 Umweltpolitik und umweltgerechte Entwicklung
2.1.3.7 Finanzierungsinstrument für die Umwelt (LIFE)
2.1.3.8 Wissenschaftliche Kooperation mit den Mittelmeer-Drittstaaten (AVICENNE)
2.1.3.9 Wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit zwischen der EU und den USA
2.1.4 Venture Capital und Joint Ventures
2.1.4.1 Joint European Venture
2.1.4.2 European Venture Capital Association
2.1.4.3 Joint-Venture-Programm Phare – Tacis (JOP)
2.1.4.4 European Community Investment Partners (ECIP)
2.1.4.5 INTERPRISE
2.1.4.6 Finanzielle Unterstützung innovativer und arbeitsplatzschaffender Unternehmen
2.1.5 Energie
2.1.5.1 SYNERGY
2.1.5.2 CARNOT – Saubere und effiziente Nutzung fester Brennstoffe
2.1.5.3 SURE
2.1.5.4 ETAP
2.1.5.5 Mehrjahresprogramm für Maßnahmen im Energiebereich
2.1.5.6 Zusammenarbeit zwischen Kanada und EURATOM bei der Kernforschung
2.1.5.7 ALTENER II
2.1.5.8 Mehrjahresprogramm zur Förderung der Energie-Effizienz in der Gemeinschaft (SAVE II)
2.1.5.9 Transeuropäische Energienetze
2.1.6 Export-, Messe- und Ausstellungsförderung
2.1.6.1 Einkäufer-Fachmessen (IBEX)
2.1.6.2 Europäischer Entwicklungsfonds – EEF
2.1.6.3 Gateway to Japan
2.1.6.4 Bangkok-Fazilität
2.1.7 Sonstige förderprogramme der eu
2.1.7.1 EU-Strukturfonds
2.1.7.2 Gemeinschaftsaktion für interregionale Zusammenarbeit (SAPIC)
2.1.7.3 INTERREG II
2.1.7.4 MEDA – Partnerschaft mit Drittländern im Mittelmeerraum
2.1.7.5 Aktionen zur Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Türkei
2.1.7.6 MEDIA II – Projektentwicklung, Vertrieb und Fortbildung
2.1.7.7 Bosnien und Herzegowina – Phare Essential Aid Programm
2.1.7.8 Wirtschaftshilfe für bestimmte Staaten in Mittel- und Osteuropa (PHARE)
2.1.7.9 Hilfe für Bosnien-Herzegowina, Kroatien, die Bundesrepublik Jugoslawien und die ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien
2.1.7.10 Unterstützung der Neuen Unabhängigen Staaten und der Mongolei
2.1.7.11 Darlehen der EIB
2.1.7.12 Sprachliche Vielfalt der Gemeinschaft in der Informationsgesellschaft (MLIS)
2.1.7.13 RETEX
2.1.7.14 Förderung des Tourismus in Europa (Philoxenia)
2.1.7.15 Info
2.1.7.16 Förderung der Informationsgesellschaft in Europa (PROMISE)
2.1.7.17 Förderung einer dauerhaft tragbaren und sicheren Mobilität
2.1.7.18 Rüstungs- und Standortkonversion (KONVER)
2.1.7.19 Wirtschaftliche Umstellung von Kohlerevieren (RECHAR II)
2.1.7.20 Wirtschaftliche Umstellung von Stahlrevieren (RESIDER II)
2.1.7.21 FTE-Programm Stahl der EGKS
2.1.7.22 Umstrukturierung des Fischereisektors (PESCA)
2.1.7.23 Finanzinstrument für die Ausrichtung der Fischerei (FIAF)
2.2 Förderprogramme des Bundes
2.2.1 Existenzgründung, -sicherung und Konsolidierung
2.2.1.1 ERP-Aufbauprogramm
2.2.1.2 Eigenkapitalergänzungsprogramm
2.2.1.3 ERP-Eigenkapitalhilfeprogramm
2.2.1.4 ERP-Existenzgründungsprogramm
2.2.1.5 DtA-Existenzgründungsprogramm
2.2.1.6 DtA-Investitionsprogramm Steinkohle Standorte
2.2.1.7 KfW-Investitionsprogramm Steinkohle Standorte
2.2.1.8 Investitionszulagengesetz (InvZulG)
2.2.1.9 Sonderabschreibungen
2.2.1.10 Förderung von technologieorientierten Unternehmensgründungen – FUTOUR
2.2.1.11 Existenzgründungszuschüsse für Fachkräfte aus Entwicklungsländern
2.2.1.12 Fort- und Weiterbildung für kleine und mittlere Unternehmer und Führungs- kräfte sowie Existenzgründer
2.2.1.13 Förderung von Unternehmensberatungen
2.2.1.14 Meister-BaföG
2.2.1.15 KfW-Mittelstandsprogramm
2.2.1.16 KfW-Mittelstandprogramm – Leasing
2.2.1.17 DtA-Betriebsmittel-Ergänzungsprogramm
2.2.1.18 DtA-Bürgschaftsprogramm
2.2.1.19 Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur
2.2.1.20 KfW-Umschuldungsprogramm Altforderungen
2.2.1.21 ERP-Innovationsprogramm
2.2.1.22 DtA-Sozialprogramm
2.2.2 Arbeit, Aus- und (Weiter-) Bildung
2.2.2.1 ERP-Ausbildungsplätzeprogramm
2.2.2.2 Finanzierung zusätzlicher arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen
2.2.2.3 Sofortprogramm zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit (SPR)
2.2.2.4 Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen
2.2.2.5 Aktion Beschäftigungshilfen für Langzeitarbeitslose 1999 bis
2.2.2.6 Sonstige Arbeitsförderung
2.2.3 FuE und Umwelt
2.2.3.1 Forschung, Entwicklung und Innovation in KMU und externen Industrie- forschungseinrichtungen in den neuen Bundesländern
2.2.3.2 Informatiksysteme
2.2.3.3 Basistechnologien der Informationstechnik
2.2.3.4 Sub-Mikron-Siliziumtechnologie
2.2.3.5 Multimedia
2.2.3.6 INSTI-Verwertungsaktion
2.2.3.7 Polarforschung
2.2.3.8 Arbeit und Technik
2.2.3.9 Meerestechnik
2.2.3.10 Energieforschung und -technologien
2.2.3.11 Laser
2.2.3.12 Information als Rohstoff für Innovation
2.2.3.13 Innovationen für die Wissensgesellschaft - Förderprogramm IT -
2.2.3.14 BioMonitor
2.2.3.15 Forschung und Technologie für Mobilität und Verkehr
2.2.3.16 Mikrosystemtechnik
2.2.3.17 Gesundheitsforschung 2000
2.2.3.18 Förderung der Forschung durch die Stiftung Industrieforschung
2.2.3.19 Weltraumforschung und –technik
2.2.3.20 Neue Materialien für Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts (Ma Tech)
2.2.3.21 Luftfahrtforschung und –technologie
2.2.3.22 Humangenomforschung
2.2.3.23 Ökologische Forschung
2.2.3.24 Umwelttechnologien
2.2.3.25 Klima- und Atmosphärenforschung
2.2.3.26 Programm Meeresforschung
2.2.3.27 Physikalische und chemische Technologien
2.2.3.28 Biotechnologie 2000
2.2.3.29 Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet des Umweltschutzes
2.2.3.30 Nachwachsende Rohstoffe
2.2.3.31 Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Agrarbereich für Umweltschutz
2.2.3.32 ERP-Umwelt- und –Energiesparprogramm
2.2.3.33 DtA-Umweltprogramm
2.2.3.34 Umweltschutz-Bürgschaftsprogramm
2.2.3.35 KfW-Programm zur CO2-Minderung
2.2.3.36 Demonstrationsvorhaben zur Verminderung von Umweltbelastungen
2.2.3.37 KfW-Umweltprogramm (Investitionskredite für Umweltschutzmaßnahmen)
2.2.3.38 INSTI-KMU-Patentaktion
2.2.4 Venture Capital
2.2.4.1 Beteiligungskapital für kleine Technologieunternehmen
2.2.4.2 DtA-Technologie-Beteiligungsprogramm
2.2.4.3 ERP-Beteiligunsprogramm/ERP-Kredite an Kapitalbeteiligungsgesellschaften
2.2.4.4 KfW/BMBF-Technologie-Beteiligungsprogramm (BTU)
2.2.4.5 KfW-Risikokapitalprogramm
2.2.4.6 KfW-Beteiligunsfonds-Ost
2.2.5 Beratung
2.2.5.1 Sparsame und rationelle Energieverwendung vor Ort
2.2.5.2 Förderung des Beratungs- und Informationswesens im Handwerk
2.2.5.3 BMWi/KfW-Beratungsprogramm (GUS und Mittel- und Osteuropa)
2.2.6 Export-, Messe- und Ausstellungsförderung
2.2.6.1 Inlandsmesse-Förderprogramm
2.2.6.2 Auslandsmesseprogramm
2.2.6.3 Vermarktungshilfeprogramm
2.2.6.4 ERP-Exportfinanzierungsprogramm
2.2.6.5 AKA-Exportfinanzierungskredite/Lieferantenkredite
2.2.6.6 AKA-Exportfinanzierungskredit-Plafond C/Bestellerkredite
2.2.6.7 KfW-Mittelstandsprogramm (Ausland)
2.2.6.8 KfW-Niederlassungs- und Technologieprogramm
2.2.6.9 Public-Private Partnership: Zusammenarbeit mit der deutschen Wirtschaft
2.2.6.10 Garantien und Bürgschaften für ungebundene Finanzkredite an das Ausland
2.2.6.11 Übernahme von Ausfuhrgewährleistungen (Hermes Bürgschaften)
2.2.6.12 Bundesgarantien für Kapitalanlagen im Ausland
2.2.7 Sonstige Förderprogramme des bundes
2.2.7.1 ERP-Darlehen an mittelständische Bürgschaftsbanken
2.2.7.2 KfW-Sonderprogramm für Hochwasserschäden (Ost)
2.2.7.3 KfW-Infrastrukturprogramm
2.2.7.4 KfW-Wohnraum-Modernisierungsprogramm
2.2.7.5 100.000-Dächer-Solar-Programm
2.2.7.6 Hilfen an Bergbauunternehmen für Kohleverstromung, Kokskohle und Stillegungsaufwendungen
2.2.7.7 VIII. Werfthilfeprogramm, 8. Tranche
2.2.7.8 Wettbewerbshilfen im Schiffsbau
2.3 Förderprogramme der Bundesländer

3. Schlußbetrachtung

4. Anhang
4.1 Anwendermatrix
4.2 Fördergebiete im Rahmen der Strukturpolitik

Literaturverzeichnis

Erklärung

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einführung

Die Ressource Information – mittlerweile als vierter Produktionsfaktor fundamentaler Bestandteil der Betriebswirtschaftslehre – ist zweifelsohne in der heutigen Zeit eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche Unternehmensführung.

Im Bereich der in großer Anzahl und für verschiedenste Verwendungszwecke vorhandenen öffentlichen Finanzhilfen für Unternehmen, Freiberufler und solche in der Existenzgründung herrscht jedoch enorme Unübersichtlichkeit.

Hier heißt es aus der zur Verfügung stehenden Vielzahl der Daten und Informationen innerhalb kürzester Zeit diejenigen herauszufiltern, die für den jeweiligen Sachverhalt – zumeist eine geplante Investition oder ein Vorhaben – relevant sind.

Im Rahmen dieser Arbeit werden dem Anwender mit einer Art „Fördermittelkatalog“ komprimierte, systematisch aufgebaute Zusammen-fassungen der wichtigsten Förderprogramme

- der EU (Kapitel 2.1) und
- des Bundes (Kapitel 2.2)

zur Verfügung gestellt. Aus Gründen des Umfanges werden im Bereich

- der 16 Bundesländer (Kapitel 2.3)

die Förderprogramme nicht einzeln detailliert dargestellt; es wird lediglich auf die entsprechende Seite der „Generalübersicht“ verwiesen.

Diese übersichtlich gegliederte Anwendermatrix befindet sich im

- Anhang (Kapitel 4.1)

und listet ca. 700 der wichtigsten Förderprogramme kurz und prägnant auf. Diese kann den Ausgangspunkt einer Förderprogrammsuche darstellen, wobei – sofern es sich um ein Förderprogramm der EU oder des Bundes handelt – an Hand der dort angegebenen Seite sofort im vorderen Textteil zur detaillierteren Studie nachgeschlagen werden kann.

Da es sich um eine statische Betrachtung handelt, werden u.a. nur im Rahmen der Fördermittelvergabe des Bundes zur Zeit gültige Zinssätze[1] der jeweiligen Institute angegeben. Vereinzelt werden Förderprogramme aufgeführt, die eigentlich auf Grund ihrer zeitlichen Befristung schon ausgelaufen sind, jedoch i.d.R. weiterhin eine Förderung in Frage kommt, da z.B. noch Fördermittel vorhanden sind oder noch für Altfälle von Bedeutung sind.

Auch lag das Augenmerk auf Unternehmen im Sinne von Gewerbebetrieben, freiberuflich Tätigen und Existenzgründern, nicht jedoch z. B. auf Land- und Forstwirte.

Die für die meisten Förderprogramme des Bundes und der EU geltenden Abgrenzungsmerkmale betreffen die Größe des Unternehmens:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Vgl. BMBF (Hrsg.), Innovationsförderung für kleine und mittlere Unternehmen, 1998, S. 8.

Die drei Kriterien (Beschäftigtenzahl, Umsatz oder Bilanzsumme, Unabhängigkeit) müssen hierbei gleichzeitig erfüllt sein und haben – sofern keine abweichenden Erläuterungen angegeben sind – zumeist Gültigkeit.

Da auf grundsätzliche Erläuterungen und Hinweise (Förderverfahren, Ausschreibungen, Projektträger u.ä.) bewußt verzichtet wurde, kann diese Arbeit nur ein erster Anhaltspunkt sein, da oftmals erst umfangreiche weitere Recherchen Ausschlüsse oder Tücken erkennbar machen. Jedoch sollen durch die zahlreichen Angaben von Ansprechpartnern und Verweisen auf Informationsseiten im Internet weitergehende Studien durch den Nutzer möglichst effizient gestaltet werden.

So enthält z.B. die Förderdatenbank der Bundesregierung (http://www.bmwi.de) alle aktuellen Förderprogramme, der Internet-Service der Bundesstelle für Außenhandelsinformationen hilft export-orientierten Unternehmen bei allen Fragen rund um Auslandsgeschäfte (http://www.bfai.de), unter http://www.exchange.de können eigenkapital-suchende Unternehmen weltweit Kapitalgeber finden und weitere Fördermöglichkeiten (z.B. Stipendien und Wissenschaftspreise) können unter http://www.elfi.ruhr-uni-bochum.de/elfi/ abgerufen werden.

2. Systematischer Überblick über Förder-ungsmöglichkeiten für Unternehmen in der BRD

2.1 Förderprogramme der EU

2.1.1 Existenzgründung, -sicherung und Konsolidierung

2.1.1.1 Anpassung kleiner und mittlerer Unter-nehmen an den Binnenmarkt

KMU aus Industrie und Dienstleistungssektor und Erzeugergenossen-schaften[2] können für die erforderlichen Anpassungen an den Binnenmarkt und zur Sicherung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit für folgende Bereiche Förderungen der EU beantragen:

- Verbesserung des Zugangs zu Finanzmitteln und Krediten
- Erleichterung des Zugangs zu neuen Märkten
- Verbesserung von Produktionssystemen und der Organisation
- rationelle Energienutzung und Rücksichtnahme auf Umweltbelange
- Förderung der Zusammenarbeit zwischen Forschungszentren und KMU
- Förderung der Zusammenarbeit und Schaffung von Netzen zwischen:
- Dienstleistern und KMU
- Haupt- und Unterauftragunternehmen
- KMU und Herstellern
- Zulieferern und Kunden
- Verbesserung der beruflichen Qualifikationen im Kontext mit den oben genannten Bereichen.

Zuschuß/Zinsverbilligung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.1.2 Drittes Mehrjahresprogramm für KMU in der EU

KMU (auch Handwerk) können im Rahmen dieses Programmes[3] Zu-schüsse für Vorhaben aus folgendem Spektrum beantragen:

- Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der KMU und Verbesserung ihres Zugangs zu Forschung, Innovation, Informationstechnologie und Ausbildung (z.B. Modernisierung von KMU, Strukturfonds, Aktionspläne für Innovation, Umweltschutzauflagen, Ausbildung, Schulung auf neue Technologien).
- Förderung des Unternehmertums und Unterstützung bestimmter Ziel-gruppen (z.B. Zugang von Handwerksunternehmen zum Binnenmarkt, Unternehmerinnen).
- Unterstützung der KMU bei ihrer Europäisierung und Internationalisier-ung (insbesondere durch bessere Informationsdienste: Zugang zum Binnenmarkt, verstärkter Wettbewerb und Förderung des Abbaus von staatlichen Beihilfen, länderübergreifende Ausschreibung öffentlicher Aufträge, Normen und Zertifizierungen).

Zuschuß

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2.1.2 Arbeit, Aus- und (Weiter-) Bildung
2.1.2.1 Austausch- und Qualifizierungsmaß-nahmen

Förderung für Austausch- und Qualifizierungsmaßnahmen[4] im Bereich der Zusammenarbeit mit den Staaten Mittel- und Osteuropas in der beruflichen Bildung sind für folgenden Maßnahmen vorgesehen:

- Fortbildungen (berufliche Bildung)
- Austauschmaßnahmen:
- Ausländische Auszubildende
- Berufliche Vollzeitschüler
- Wissenschaftlern (Berufsbildungsforschung)
- Maßnahmen für:
- Ausbilder
- Meister
- Lehrpersonal
- Leiter von Berufsbildungseinrichtungen

Zuschuß

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.2.2 Beschäftigung und Entwicklung von Humanressourcen

Unternehmen, Beschäftigungsträger und -gesellschaften,[5] Bildungs-einrichtungen sowie integrative Sozial- und Arbeitsförderbetriebe können im Rahmen dieses operationellen EU-Programmes Zuschüsse für Vorhaben erhalten, die nachstehenden Zielgruppen förderlich sind:

- Programmteil „Now“ (Frauen):
- Frauen, die sich beruflich qualifizieren wollen
- Existenzgründerinnen
- Programmteil „Horizon“ (benachteiligte Gruppen):
- Behinderte (psychisch und geistig Behinderte, Gehörlose und Körperbehinderte)
- Programmteil „Integra“ (gefährdete Gruppen):
- Aussiedler, Migranten, Flüchtlinge, Drogenabhänigige, Obdachlose, (ehemalige) Strafgefangene, isolierte Menschen, Einelternfamilien, sozial benachteiligte Jugendliche, isolierte Menschen und andere Angehörige von Randgruppen
- Langzeitarbeitslose
- Programmteil „Youthstart“ (Jugendliche[6] ):
- ohne Berufs- und/oder Schulabschluß („geringe“ berufliche Start-bedingungen)
- andere sozial benachteiligte Jugendliche (z.B. lernbeeinträchtigt)
- ausländische Jugendliche
- junge Aussiedler

Als Förderbereiche sind u.a. Beschäftigungsgesellschaften, der Ausbau von interkulturellem Lernen, die Chancengleichheit, Schaffung und Verbesserung von Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen, die Schaffung neuer Arbeitsformen und neuer bzw. angepaßter Arbeitsplätze, die Errichtung von Selbsthilfefirmen und von Netzwerken sowie der Ausbau der Flüchtlings- und Integrationsarbeit zu nennen.

Zuschuß

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2.1.2.3 Leonardo da Vinci

Förderung privater Unternehmen aus[7] den EU-Staaten, Zypern, Malta, der Türkei sowie den assoziierten Ländern Mittel- und Osteuropas, die an Berufsbildungsaktionen teilnehmen um die soziale und berufliche Eingliederung Jugendlicher zu ermöglichen, den Ausbau und die Weiterentwicklung qualitativ hochwertiger Weiterbildung zu gewährleisten oder dauerhafte Wiedereingliederungen durch Berufsbildungssysteme in den Arbeitsmarkt unterstützen.

Zuschußfähige Maßnahmen sind u.a. die Förderung

- der („virtuellen“) Mobilität und innovativer transnationaler Pilotprojekte,
- des Kulturverständnisses und von Sprachkompetenzen sowie
- von Netzwerken zum Erfahrungsaustausch und beispielhafter Praktiken.

Zuschuß

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2.1.2.4 Anpassung der Arbeitnehmer an den industriellen Wandel (ADAPT, ADAPT-BIS)

Unternehmen können aus diesem EU-Programm über operationelle[8] nationale Programme für folgende Bereiche - zum Teil auf bestimmte Regionen beschränkte - Fördermittel erhalten:

- beschleunigte Anpassung der Arbeitnehmer an den industriellen Wandel (z.B. Weiterbildung von Fach- und Führungskräften)
- Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe
- Antizipierung und Beschleunigung der Entwicklung neuer Arbeitsplätze unter Nutzung des Potentials der KMU
- Vermeidung von Arbeitslosigkeit (z.B. Studien zur Prognose der Arbeitsmarktentwicklung, Transparenz über Weiterbildungsangebote, Kontaktbörsen zur Intensivierung des Fachkräfteaustausches zwischen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen)
- Erleichterung des Übergangs zur Informationsgesellschaft und Schmälerung der daraus resultierenden sozialen Ausgrenzungseffekte (ADAPT-BIS).

Antragsberechtigt sind bei ADAPT überbetriebliche Träger des privaten und öffentlichen Rechts, wobei insbesondere von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitnehmer, Teilzeitbeschäftigte und Arbeitslose begünstigt sind.

Informationen:

- Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Rochusstraße 1, 53123 Bonn
- Bundesanstalt für Arbeit, Nationale Unterstützungsstelle ADAPT, Oxfordstr. 12 – 16, 53111 Bonn

(e-mail: postmaster@adapt.bn.shuttle.de)

2.1.2.5 SAFE – Sicherheitsaktion für Europa

Private Unternehmen aus der EU, den mittel[9]- und osteuropäischen Ländern sowie Zypern und Malta können auf den Gebieten der Sicherheit, Hygiene und dem Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz Fördermittel erhalten.

Im Vordergrund steht dabei der physische und psychische Schutz der Arbeitnehmer und die Sensibilisierung der Arbeitgeber und –nehmer:

- Förderung von Aus- und Fortbildungsmaßnahmen (z.B. Rechtsvorschriften)
- Entwicklung praktikabler Lösungen von (neuen) Risiken am Arbeits-platz
- Prävention von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten (Ermittlung und Veröffentlichung)

Zuschuß

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2.1.2.6 Programm Med-Campus

Unter der Voraussetzung, daß sich mindestens[10] zwei Partner aus zwei unterschiedlichen EU-Mitgliedsländern und zwei Mittelmeerdrittländern zusammenfinden, kann ein EU-Unternehmen Fördermittel für die Zusammenarbeit im Hochschulbereich auf dem Gebiet der Ausbildung erhalten (Interuniversitäre Zusammenarbeit zwischen der EU und Mittelmeerdrittländern).

Zuschuß

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2.1.2.7 TEMPUS III

Gefördert wird die Zusammenarbeit[11] (Zusammenschluß für gemeinsame Vorhaben) im Hochschulbereich von Unternehmen und Hochschulen aus den EU-Mitgliedsländern und mittel- und osteuropäischen Ländern[12].

Es müssen mindestens eine Hochschule aus einem Empfängerland und eine aus einem weiteren EU-Staat sowie ein Unternehmen bzw. eine Hochschule aus einem weiteren Mitgliedsstaat beteiligt sein.

Gefördert werden dabei u.a. folgende Vorhaben:

- Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und der Industrie
- Reform und Weiterentwicklung des Hochschulwesens
- Lehrplanentwicklung und –überarbeitung
- Schaffung größerer Mobilität von Studenten und Dozenten im Kontext gemeinsamer europäischer Projekte

Zuschuß

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.3 FuE und Umwelt

2.1.3.1 FuE-Rahmenprogramm

4 „vertikale“ Programme:[13]

- Aufbau einer nutzerfreundlichen Informationsgesellschaft

(z.B. elektronischer Geschäftsverkehr, Multimedia, Infrastrukturen, Dienste für Bürger)

- Erforschung der biologischen Ressourcen und des Ökosystems

(z.B. Gesundheit, Umwelt, Ernährung, Entwicklung des ländlichen Raumes und der Küstengebiete, Viruskrankheiten)

- Wettbewerbsorientiertes und nachhaltiges Wachstum

(z.B. Mobilität, Produkte, Verfahren, Organisation, Luftfahrt und Meerestechnologien)

- Förderung fortgeschrittener Systeme und Dienstleistungen im Umwelt- und Energiebereich

3 „horizontale“ Programme:

- Sicherung der internationalen Rolle der Gemeinschaftsforschung
- Förderung der Innovation und Teilnahme von KMU an FuE-Projekten
- Ausbau des Humankapitals/Potentials an Humanressourcen

(u.a. „sozio-ökonomische Wissensbasis“)

2.1.3.2 Intelligente Fertigungssysteme

Im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit wird[14] gemeinsam an Lösungen für weltweit anzutreffende Probleme der Fertigung gearbeitet und zukunftsweisende und innovative Fertigungstechniken und –systeme entwickelt.

Die Zusammenarbeit geschieht in von speziellen Sekretariaten „moderierten“ und organisierten Projekten/Kreisen (indirekte Förderung), wobei die Kosten der eigentlichen Teilnahme von den jeweiligen Teilnehmern selbst zu tragen sind und neben KMU auch andere Institutionen, z.B. Hochschulen, antragsberechtigt sind.

Die (geplanten) Themen beinhalten u.a. folgende Problemfälle:

- virtuelle Unternehmen
- Planungs- und Strategieinstrumente
- Entwurfswerkzeuge
- Produktlebenszyklen
- Fertigungsprozesse
- personelle, soziale und organisatorische Fragestellungen

Indirekte Förderung

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2.1.3.3 Technische Forschung Kohle

Für die Forschung auf dem Gebiet[15] des Kohlesektors werden Unternehmen Fördergelder zur Verfügung gestellt (Darlehen). Die Thematik hat sich dabei an folgenden Bereichen zu orientieren:

- Umweltschutz und PR
- Bergtechnik
- Verwendungen der Kohle
- Öffentlichkeitsarbeit
- Verbesserung der Wettbewerbsposition
- Produktionskosten
- Produktqualität
- Kostensenkung bei Verwendung der Kohle
- rationelle Nutzung der Ressourcen in der Gemeinschaft

Darlehen

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2.1.3.4 Industrielle Zusammenarbeit und In-vestitionsförderung (AL-INVEST)

Antragsberechtigung besteht für Unternehmenszusammenschlüsse[16] und Fachberater für industrielle Zusammenarbeit und Investitionsförderung, wobei die industrielle Kooperation mit Ländern aus Lateinamerika[17] im Vordergrund steht:

- Kontaktpflege, -anbahnung und –erweiterung mit dem Ziel von Partnerschaften
- Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von lateinamerikanischen KMU (Export und heimischer lateinamerikanischer Binnenmarkt):
- Kooperationen mit EU-Unternehmen
- Bereitstellung von Informationsdienstleistungen
- Entwicklungsförderungen
- Innovationsförderungen (Personalausbildung und -einsatz)

Zuschuß

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2.1.3.5 Beihilfen an die Eisen- und Stahl-industrie

Unternehmen der Eisen- und Stahlindustrie[18] können für FuE- und Umweltschutzmaßnahmen sowie für Betriebsschließungen finanzielle Hilfen erhalten.

Zuschuß

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2.1.3.6 Umweltpolitik und umweltgerechte Ent-wicklung

Private Unternehmen können aus dem EU-Programm[19] für Umweltpolitik und Maßnahmen im Hinblick auf eine dauerhafte und umweltgerechte Entwicklung Zuschüsse erhalten, die für folgende Bereiche vorgesehen sind:

- Abfall- und Wasserwirtschaft
- städtische Umwelt
- Veränderungen des Klimas
- Natur-, Küsten- und Artenschutz
- Übersäuerung und Luftqualität

Zuschuß

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2.1.3.7 Finanzierungsinstrument für die Umwelt (LIFE)

Um die Entwicklung und Durchführung der[20] Umweltpolitik und den Schutz der Umwelt in der EU zu unterstützen, wird natürlichen und juristischen Personen[21] (insbesondere aus dem Industriesektor) dieses Förder-programm zur Verfügung gestellt.

Die Förderung erstreckt sich hierbei auf folgende Bereiche:

- Maßnahmen innerhalb der EU:
- Schutz der Umwelt (z.B. Pflanzen, Tiere, natürliche Räume, Luft, Wasser, Abfälle)
- innovative Maßnahmen und solche mit Demonstrationscharakter im Bereich der Raumordnungspolitik und der Flächennutzungsplanung
- Maßnahmen außerhalb der EU[22]:
- Wiederherstellung/Erhaltung von Lebensräumen
- Maßnahmen mit Demonstrationscharakter unter Umweltaspekten
- Aufbau von Verwaltungsstrukturen unter technischer Unterstützung im Umweltbereich
- Sonstige Maßnahmen zur Kontrolle und Veröffentlichung der ge-wonnenen Erfahrungen und Ergebnisse aus den Vorhaben.

Zuschuß

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2.1.3.8 Wissenschaftliche Kooperation mit den Mittelmeer-Drittstaaten (AVICENNE)

Ziel der Förderung ist die Unterstützung der wissenschaftlichen[23] Zusammenarbeit auf den Gebieten der FuE und im Umweltbereich der EU-Staaten mit den Mittelmeer-Drittstaaten (Algerien, Ägypten, Israel, Jordanien, Libanon, Marokko, Malta, Syrien, Türkei, Tunesien und Zypern).

Natürliche und juristische Personen können somit u.a. für nachstehende Vorhaben Fördergelder erhalten:

- wissenschaftliche und technische Zusammenarbeit und Informations-verbreitung und –aufbereitung zwischen Universitäten und Unter-nehmen
- Krankheiten
- Wasserversorgung
- Entsorgungstechnik
- Abfallbehandlung
- Auswirkungen von „Verschmutzern“ auf die Umwelt

Zuschuß

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.3.9 Wissenschaftlich-technische Zusammen-arbeit zwischen der EU und den USA

Gefördert werden Unternehmen, die mit Kooperationspartnern[24] aus den USA gemeinsame Vorhaben durchführen, z.B.:

- Studien
- Seminare
- Workshops
- Forschungsprojekte
- Ausbildung und Austausch von Wissenschaftlern
- Austausch von Wissen, Nutzen, Materialien und Programmen

Dabei werden u.a. folgende wissenschaftlich-technische Bereiche gefördert:

- Gesundheit (z.B. Aids, Infektionskrankheiten, Drogen)
- Biomedizin und -technologie
- Landwirtschaft und Fischerei
- Umwelt- und Klimaforschung
- Erforschung natürlicher Ressourcen
- Meteorologie und Meereswissenschaften
- Forschung im Bereich Ingenieurwesen
- Energien (ohne Nuklearenergien)
- Verkehr und Mobilität (auch: Mobilität von Wissenschaftlern)
- Telematik
- Informations- und Kommunikationstechnologien
- Werkstofftechnik
- Sozialwissenschaft
- Wissenschaftspolitik
- Management
- Ausbildung

Informationen: Europäische Kommission

2.1.4 Venture Capital und Joint Ventures

2.1.4.1 Joint European Venture

Beteiligen sich mindestens zwei KMU aus[25] zwei unterschiedlichen Mitgliedsstaaten an der Gründung eines neuen grenzüberschreitenden Gemeinschaftsunternehmen[26] in der EU, so können sie Zuschüsse zu den Kosten im Rahmen der Gründung erhalten.

Zuschuß

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.4.2 European Venture Capital Association

Das vordergründige Ziel der EVCA[27] ist die Entwicklung von Kapitalmärkte für aufstrebende innovative europäische KMU, insbesondere z.B. durch folgende Förderungen:

- Bereitstellung von Risikokapital
- Aktionen für Marktteilnehmer und Entscheidungsträger
- Kontaktförderung zwischen den Marktteilnehmern
- Aufforderung und Ermutigung institutioneller Anleger und Fonds, Banken und anderer zu Eigenengagement

So sollen u.a. wirksame Marktstrukturen eingeführt, die Rollen von Markt-teilnehmern gestärkt und Investitionen auf aufstrebende Unternehmen konzentriert werden.

Beispiele:

- Aus- und Weiterbildung im Beteiligungs- und Wagniskapital-management, Seminare und Symposien
- Informationsdienste über Risikokapital- und Beteiligungskapital-techniken
- MEDIA REVIEW (monatlicher Überblick über Presseartikel über Risiko-kapital)
- Austauschprogramme
- Datenbanken
- Umfragen
- Jahresberichte
- Pilotaktionen:
- VENTURE CAPITAL CONSORT
- EUROTECH CAPITAL

Darlehen/Beteiligung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.4.3 Joint-Venture-Programm Phare – Tacis (JOP)

Förderung im Rahmen dieses Programmes für die[28] Gründung und Entwicklung von privatwirtschaftlichen Joint Ventures zwischen aus der EU stammenden Unternehmen[29] und aus Drittländern[30]. Gefördert werden u.a.:

- Durchführ- und Machbarkeitsstudien
- Seminare und andere Veranstaltungen
- Know-how-Transfer
- Kapitalbasis (Kofinanzierungen)

Darlehen/Beteiligung/Bürgschaft/Venture Capital

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.4.4 European Community Investment Partners (ECIP)

Industrie- und Dienstleistungsunternehmen[32] – insbesondere KMU – aus der EU können für die Gründung neuer und die Erweiterung bestehender Joint Ventures mit Unternehmen aus den Entwicklungsländern Asiens, Lateinamerikas und des Mittelmeerraumes für folgende förderungswürdige Zusammenarbeiten Förderungen erhalten:

- Durchführbarkeitsstudien
- Projekt- und Partnerfindung
- Maßnahmen zur Gründung von Gemeinschaftsunternehmen
- Maßnahmen europäischer Direktinvestitionen in Entwicklungsländern
- technische Hilfen
- Ausbildung und Managementunterstützung
- Aufbringung des notwendigen Kapitals

Zuschuß/Darlehen/Beteiligung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.4.5 INTERPRISE

Für die Zusammenarbeit und[33] Partnerschaft zwischen mindestens drei Unternehmen[34] aus jeweils verschiedenen Ländern der EU können Zuschüsse vergeben werden, wobei lokale, regionale und nationale Aktionen zur Förderung von Kontakten und der Zusammenarbeit unterstützt werden (Initiative zur Unternehmenskooperation im Industrie- und Dienstleistungssektor).

Die Umsetzung soll durch Maßnahmen erfolgen, die die Leiter der Unternehmen in direkten Kontakt miteinander bringt, um sie zur Kooperation zu ermuntern.

Zuschuß/Darlehen/Beteiligung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.4.6 Finanzielle Unterstützung innovativer und arbeitsplatzschaffender Unternehmen

Gefördert werden wachstumsorientierte, innovative KMU und[35] Existenz-gründer, die Arbeitsplätze schaffen.

Venture Capital/Zuschüsse/Bürgschaft

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.5 Energie

2.1.5.1 SYNERGY

Förderung natürlicher und[37] juristischer Personen aus der EU und aus begünstigten Drittländern zur Erreichung folgender Ziele:

- industrielle Zusammenarbeit zwischen der EU und den Drittländern
- unterstützende energiepolitische Maßnahmen
- Verbesserung der Koordinierung von externen Maßnahmen der EU

Dabei können Zuschüsse u.a. für folgende Tätigkeiten gewährt werden:

- energiepolitische und –bezogene Beratungen, Ausbildungen, Analysen, Prognosen und Ausbau des Dialogs und Informations-austausches
- grenzüberschreitende Zusammenarbeiten

Zuschuß

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.5.2 CARNOT – Saubere und effiziente Nutz-ung fester Brennstoffe

Förderung natürlicher und juristischer Personen in der EU, Zypern[38] und den assoziierten Ländern Mittel- und Osteuropas in den folgenden Bereichen der sauberen und effizienten Nutzung fester Brennstoffe:

- Aufbau eines Informationsnetzes mit dem Ziel des Austausches kommerzieller und technischer Informationen auf nationaler, EU- und internationaler Ebene.
- Langfristig angelegte industrielle Zusammenarbeit (u.a. Business-Workshops, Seminare, Studien, Bewertungen) mit einem Beitrag für saubere Technologien fester Brennstoffe (z.B. Technologie-Export aus Europa und Kraft-/Wärmekopplung).

Zuschuß

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] Stand: 30. Juni 1999.

[2] Vgl. zum folgenden Härthe, D., Handbuch für die Wirtschaft, 1999, S. 312; http://www.bmwi.de (Förderdatenbank/Start/Suche/Suche nach Programmtiteln/Eingabe: Anpassung/Auswahl: Anpassung kleiner und mittlerer Unternehmen an den Binnenmarkt)

[3] Vgl. zum folgenden http://www.bmwi.de (Förderdatenbank/Start/Suche/Suche nach Programmtiteln/Eingabe: Mehrjahresprogramm/Auswahl: Drittes Mehrjahresprogramm für KMU in der EU (1997–2000))

[4] Vgl. zum folgenden http://www.bmwi.de (Förderdatenbank/Start/Suche/Suche nach Programmtiteln/Eingabe: Informationen/Auswahl: Finanzielle Informationen für Aus-tausch- und Qualifizierungsmaßnahmen)

[5] Vgl. zum folgenden http://www.bmwi.de (Förderdatenbank/Start/Suche/Suche nach Programmtiteln/Eingabe: Beschäftigung/Auswahl: Beschäftigung und Entwicklung von Humanressourcen)

[6] Jugendliche bis unter 20 Jahre, in Ausnahmefällen bis unter 25 Jahre.

[7] Vgl. zum folgenden http://www.bmwi.de (Förderdatenbank/Start/Suche/Suche nach Programmtiteln/Eingabe: Leonardo/Auswahl: Leonardo da Vinci, zweite Phase (2000 – 2004))

[8] Vgl. zum folgenden Härthe, D., Handbuch für die Wirtschaft, 1999, S. 317; http://www.bmwi.de (Förderdatenbank/Start/Suche/Suche nach Programmtiteln/Eingabe: Anpassung/Auswahl: Anpassung der Arbeitnehmer an den industriellen Wandel (ADAPT, ADAPT-BIS))

[9] Vgl. zum folgenden http://www.bmwi.de (Förderdatenbank/Start/Suche/Suche nach Programmtiteln/Eingabe: Safe/Auswahl: Safe – Sicherheitheitsaktion für Europa)

[10] Vgl. zum folgenden http://www.bmwi.de (Förderdatenbank/Start/Suche/Suche nach Programmtiteln/Eingabe: Med-Campus/Auswahl: Programm Med-Campus)

[11] Vgl. zum folgenden http://www.bmwi.de (Förderdatenbank/Start/Suche/Volltextsuche/ Eingabe: TEMPUS/Auswahl: TEMPUS III (2000–2006))

[12] Förderungsberechtigung besteht für Albanien, Bosnien Herzegowina, Mazedonien sowie die Länder des TACIS-Programmes.

[13] Vgl. zum folgenden Härthe, D., Handbuch für die Wirtschaft, 1999, S. 353f.; Anmerkung: Zeitrahmen 1998 - 2002.

[14] Vgl. zum folgenden http://www.bmwi.de (Förderdatenbank/Start/Suche/Suche nach Programmtiteln/ Eingabe: Fertigungssysteme/Auswahl: Intelligente Fertigungssysteme (IMS-Programm 1997–2007))

[15] Vgl. zum folgenden http://www.bmwi.de (Förderdatenbank/Start/Suche/Suche nach Programmtiteln/Eingabe: Forschung/Auswahl: Mittelfristige Leitlinien für die technische Forschung Kohle)

[16] Vgl. zum folgenden Härthe D., Handbuch für die Wirtschaft, 1999, S. 323 f.; http://www.bmwi.de (Förderdatenbank/Start/Suche/Suche nach Programmtiteln/Eingabe: Rahmenprogramm/Auswahl: Rahmenprogramm für industrielle Zusammenarbeit und Investitionsförderung (AL-INVEST))

[17] Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Costa Rica, Ecuador, El Salvador, Guatemala, Honduras, Kolumbien, Kuba, Mexico, Nicaragua, Panama, Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela.

[18] Vgl. zum folgenden http://www.bmwi.de (Förderdatenbank/Start/Suche/Suche nach Programmtiteln/Eingabe: Beihilfen/Auswahl: Beihilfen an die Eisen- und Stahlindustrie)

[19] Vgl. zum folgenden http://www.bmwi.de (Förderdatenbank/Start/Suche/Suche nach Programmtiteln/Eingabe: Umweltpolitik/Auswahl: Umweltpolitik und umweltgerechte Entwicklung)

[20] Vgl. zum folgenden Härthe, D., Handbuch für die Wirtschaft, 1999, S. 327f.; http://www.bmwi.de (Förderdatenbank/Start/Suche/Suche nach Programmtiteln/Eingabe: Umwelt/Auswahl: Finanzierungsinstrument für die Umwelt (LIFE))

[21] Der Antragsteller muß den Sitz seines Unternehmens in der EU oder den assoziierten mittel- und osteuropäischen Ländern haben.

[22] Das Mittelmeergebiet und die Ostsee tangierend.

[23] Vgl. zum folgenden http://www.bmwi.de (Förderdatenbank/Start/Suche/Suche nach Programmtiteln/Eingabe: Kooperation/Auswahl: Wissenschaftliche Kooperation mit den Mittelmeer-Drittstaaten (AVICENNE))

[24] Vgl. zum folgenden http://www.bmwi.de (Förderdatenbank/Start/Suche/Suche nach Programmtiteln/Eingabe: Zusammenarbeit/Auswahl: siehe Programmtitel)

[25] Vgl. zum folgenden http://www.bmwi.de (Förderdatenbank/Start/Suche/Suche nach Programmtiteln/Eingabe: Venture/Auswahl: Joint European Venture)

[26] Konsortium, Partnerschaft oder Gemeinschaftsunternehmen im engen Sinne aus Industrie, Dienstleistung, Handel oder Handwerk.

[27] Vgl. zum folgenden http://www.bmwi.de (Förderdatenbank/Start/Suche/Suche nach Programmtiteln/Eingabe: Venture/Auswahl: European Venture Capital Association (EVCA))

[28] Vgl. zum folgenden http://www.bmwi.de (Förderdatenbank/Start/Suche/Suche nach Programmtiteln/Eingabe: Phare/Auswahl: Joint-Venture-Programm Phare - Tacis (JOP))

[29] Die getätigten Investitionen dürfen nicht in erster Linie dazu dienen, die Produkte des EU-Partners „nur“ zu vertreiben. Ausgeschlossen sind Unternehmen aus dem Finanz-, nicht jedoch aus dem Dienstleistungssektor, wobei vorrangig KMU berücksichtigt werden.

[30] Vorrangige Berücksichtigung von KMU in den GUS und MOEL.

[31] Eine Liste der teilnehmenden Finanzinstitute kann bei der unter „Informationen“ ange-gebenen Adresse angefordert werden.

[32] Vgl. zum folgenden Härthe, D., Handbuch für die Wirtschaft, 1999, S. 320; http://www.bmwi.de (Förderdatenbank/Start/Suche/Suche nach Programmtiteln/Eingabe: Investment/Auswahl: European Community Investment Partners (ECIP))

[33] Vgl. zum folgenden Härthe, D., Handbuch für die Wirtschaft, 1999, S. 309 f.; http://www.bmwi.de (Förderdatenbank/Start/Suche/Suche nach Programmtiteln/Eingabe: Interprise)

[34] Im wesentlichen KMU.

[35] Vgl. zum folgenden http://www.bmwi.de (Förderdatenbank/Start/Suche/Suche nach Programmtiteln/Eingabe: Unterstützung/Auswahl: Finanzielle Unterstützung innovativer und arbeitsplatzschaffender Unternehmen (KMU))

[36] Förderung grenzüberschreitender Joint-Ventures von KMU in der EG.

[37] Vgl. zum folgenden http://www.bmwi.de (Förderdatenbank/Start/Suche/Suche nach Programmtiteln/Eingabe: Synergy/Auswahl: Synergy (1998 – 2002))

[38] Vgl. zum folgenden http://www.bmwi.de (Förderdatenbank/Start/Suche/Suche nach Programmtiteln/Eingabe: Brennstoffe/Auswahl: CARNOT – Saubere und effiziente Nutzung fester Brennstoffe (1998–2002))

Ende der Leseprobe aus 231 Seiten

Details

Titel
Systematischer Überblick über Förderungsmöglichkeiten für Unternehmen in der BRD
Hochschule
Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut, ehem. Fachhochschule Landshut
Note
1
Autor
Jahr
1999
Seiten
231
Katalognummer
V185319
ISBN (eBook)
9783656999188
ISBN (Buch)
9783867462495
Dateigröße
1368 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
systematischer, überblick, förderungsmöglichkeiten, unternehmen
Arbeit zitieren
Wolfgang Andreas Graf (Autor), 1999, Systematischer Überblick über Förderungsmöglichkeiten für Unternehmen in der BRD, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185319

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