Den Einstieg in die Arbeit stellt Kapitel zwei dar. Hier sollen die Benchmarking-Grundlagen verdeutlicht werden. Es wird der geschichtliche Hintergrund, die Entwicklung von Benchmarking und die in der Literatur existierenden unterschiedlichen Benchmarkingdefinitionen erwähnt. Im Anschluß daran wird die Beziehung von Benchmarking und Total Quality Management und der Unterschied zur klassischen Konkurrenzanalyse dargestellt. Außerdem werden die Gründe und Ziele von Benchmarking genannt und der sogenannte Benchmarking-Verhaltenskodex erläutert. Kapitel drei beschäftigt sich mit den vielen unterschiedlichen Benchmarking-Typen. Es wird hier eine Systematisierung der Benchmarking-Typen hinsichtlich verschiedener Unterscheidungskriterien vorgenommen, um ein besseres Verständnis für die verschiedenen Typen zu bekommen. Der Ablauf von Benchmarking-Prozessen stellt den Schwerpunkt des vierten Kapitels dar. Hier soll erläutert werden, wie ein Benchmarking-Prozeß vonstatten geht. Die Durchführung eines Benchmarking-Projektes mit den Phasen der Planung, Datensammlung, Datenanalyse und Umsetzung bilden den Kern des Kapitels.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen des Benchmarking
2.1 Geschichtlicher Hintergrund und Entwicklung
2.2 Benchmarkingdefinitionen – Was ist Benchmarking ?
2.3 Benchmarking und Total Quality Management (TQM)
2.4 Benchmarking via Konkurrenzanalyse – Wo liegt der Unterschied ?
2.5 Benchmarking-Verhaltenskodex (Code of Conduct)
2.6 Warum Benchmarking ?
2.6.1 Benchmarking im Rahmen der strategischen Planung
2.6.2 Prognose
2.6.3 Neue Ideen
2.6.4 Prozeß- und Methodenvergleiche
2.6.5 Produktvergleiche (Reverse Product Engineering)
2.7 Benchmarking-Ziele
3. Benchmarking-Typen und Systematisierungen
3.1 Systematisierung anhand des Benchmarking-Objektes
3.1.1 Produkt-Benchmarking
3.1.2 Prozeß-Benchmarking
3.1.3 Funktionales-Benchmarking
3.1.4 Strategisches-Benchmarking
3.2 Systematisierung anhand der Benchmarking-Quelle
3.3 Systematisierung anhand der Benchmarking-Partner
3.3.1 Internes Benchmarking
3.3.2 Branchenübergreifendes Benchmarking
3.3.3 Wettbewerbsorientiertes Benchmarking
3.4 Systematisierung anhand der Zielgröße
3.5 Systematisierung anhand des Meßkriteriums
4. Der Ablauf von Benchmarking-Prozessen
4.1 Die Planung des Benchmarking-Projektes
4.2 Die Sammlung notwendiger Daten
4.3 Die Analyse der Daten
4.4 Die Umsetzungsphase
5. Resümee
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen, die verschiedenen Typen und den systematischen Ablauf von Benchmarking-Prozessen. Ziel ist es, Benchmarking als Instrument zur Identifikation von Best-Practice-Methoden und zur kontinuierlichen Leistungsverbesserung in Unternehmen darzustellen.
- Geschichtliche Entwicklung und Definitionen von Benchmarking
- Abgrenzung zur klassischen Konkurrenzanalyse
- Systematisierung der Benchmarking-Arten nach verschiedenen Kriterien
- Detaillierte Phasen des Benchmarking-Ablaufs
- Bedeutung des Benchmarking-Verhaltenskodex
Auszug aus dem Buch
2.5 Der Benchmarking-Verhaltenskodex (Code of Conduct)
Um erfolgreiches Benchmarking zu gewährleisten, wurde ein Verhaltenskodex, bei dem es sich um eine Reihe von Übereinkünften hinsichtlich korrekten Verhaltens bei der Durchführung von Benchmarking-Studien handelt, entwickelt. Dieser Verhaltenskodex wurde gemeinsam vom International Benchmarking Clearinghouse (IBC) des American Productivity & Quality Center (AP&QC) und dem Strategic Planning Institute (SPI) Council on Benchmarking festgelegt.
Aufgrund des Austausches von relativ empfindlichen Daten, insbesondere unter direkten Wettbewerbern, ist ein derartiger Verhaltenskodex notwendig, denn er gibt den teilnehmenden Benchmarking-Partnern eine gewisse Sicherheit. Alle Mitglieder vom IBC des AP&QC haben sich verpflichtet, diesen zu befolgen und sich an diese Spielregeln zu halten.
Es folgt eine kurze Beschreibung verschiedener Prinzipien diese Benchmarking-Verhaltenskodex.
Das Prinzip der Rechtmäßigkeit:
Mit diesem Prinzip soll verhindert werden, daß sich die Benchmarking–Partner mit Hilfe der gewonnenen Informationen Wettbewerbsvorteile verschaffen. Alle dafür relevanten gesetzlichen Regelungen sind zu beachten. Die Partner verpflichten sich dadurch zur Verschwiegenheit über alle erfahrenen Informationen wie z.B. von Betriebsgeheimnissen oder die Verletzung von Patentrechten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den steigenden Konkurrenzdruck durch Globalisierung und Kundenanforderungen und führt Benchmarking als Instrument zur kontinuierlichen Verbesserung ein.
2. Grundlagen des Benchmarking: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung, Definitionen, die Verbindung zum Total Quality Management und die Abgrenzung zur Konkurrenzanalyse sowie den Verhaltenskodex.
3. Benchmarking-Typen und Systematisierungen: Hier werden die verschiedenen Arten des Benchmarking systematisch nach Objekt, Quelle, Partner, Zielgröße und Meßkriterium kategorisiert.
4. Der Ablauf von Benchmarking-Prozessen: Dieses Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise bei einem Benchmarking-Projekt, von der Planung über die Datensammlung und Analyse bis hin zur Umsetzung.
5. Resümee: Das Resümee fasst Benchmarking als lernende Methode zusammen, die bei kontinuierlicher Anwendung zur Spitzenleistung und Wettbewerbsfähigkeit führen kann.
Schlüsselwörter
Benchmarking, Best Practice, Konkurrenzanalyse, Prozessoptimierung, Unternehmensstrategie, Total Quality Management, Wettbewerbsvorteil, Leistungsverbesserung, Benchmarking-Verhaltenskodex, Prozess-Benchmarking, Produkt-Benchmarking, Reverse Engineering, Benchmarking-Partner, Leistungslücke, kontinuierlicher Verbesserungsprozess.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Ziel von Benchmarking?
Benchmarking dient dazu, durch den Vergleich mit den Besten der Branche oder darüber hinaus Spitzenleistungen zu identifizieren, diese zu analysieren und für das eigene Unternehmen nutzbar zu machen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
Was unterscheidet Benchmarking von einer klassischen Konkurrenzanalyse?
Während die Konkurrenzanalyse primär Informationen über Wettbewerber sammelt, zielt Benchmarking auf eine aktive Umsetzung neuer, überlegener Praktiken und Prozesse ab, um das eigene Unternehmen kontinuierlich zu verbessern.
Welche Bedeutung hat das Total Quality Management (TQM) für das Benchmarking?
TQM bietet den ganzheitlichen Rahmen, in den Benchmarking eingebettet ist; Benchmarking fungiert hierbei als ein zentrales Instrument zur Qualitätsverbesserung durch Lernen von Dritten.
Warum ist ein Benchmarking-Verhaltenskodex notwendig?
Da beim Benchmarking sensible Daten ausgetauscht werden – oft auch zwischen direkten Wettbewerbern –, schafft ein Kodex das notwendige Vertrauen und stellt sicher, dass rechtliche und ethische Grenzen gewahrt bleiben.
Wie werden Benchmarking-Prozesse in der Arbeit systematisiert?
Die Systematisierung erfolgt anhand von fünf Hauptkriterien: Benchmarking-Objekt, Benchmarking-Quelle, Benchmarking-Partner, Zielgröße und Meßkriterium.
Welche Phasen umfasst der Benchmarking-Prozess konkret?
Der Prozess wird in Anlehnung an den Deming-Zyklus in vier Phasen unterteilt: Planung, Datensammlung, Datenanalyse und die Umsetzungsphase.
Was ist mit "Reverse Product Engineering" gemeint?
Dabei handelt es sich um eine Form des Produkt-Benchmarkings, bei der Konkurrenzprodukte systematisch zerlegt und analysiert werden, um deren technische Lösungen zu verstehen und die eigene Produktion oder Entwicklung zu optimieren.
Warum wird empfohlen, nicht nur direkte Wettbewerber als Benchmarking-Partner zu wählen?
Ein branchenübergreifender Vergleich („Funktionales Benchmarking“) verhindert Betriebsblindheit und ermöglicht den Transfer innovativer Lösungen aus anderen Branchen, während Wettbewerber aus der eigenen Branche oft nur den Status quo widerspiegeln.
- Citar trabajo
- Christian Foertsch (Autor), 1999, Benchmarking. Grundlagen, Typen und Ablauf von Benchmarking-Prozessen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185381