Spätestens seit Norbert Blüm seine Aussage „Die Renten sind sicher“ revidierte, ist auch dem letzten Optimisten klar geworden, daß weitere tiefgreifende Rentenreformen mit Leistungskürzungen unumgänglich sein werden. Die Notwendigkeit der eigenverantwortlichen individuellen Vermögensplanung gewinnt damit im Hinblick auf finanzielle Sicherheit im Alter immer stärker an
Bedeutung. Ist die Wichtigkeit der privaten Vorsorge erst einmal erkannt, kommt es v.a. auf das „Wie“ der Vermögensplanung an.
Seit der Öffnung der Binnenmärkte im Juli 1994 überschütteten zahlreiche Anlageformen die Finanzmärkte. Die Angebotsvielfalt ist dadurch nicht gerade überschaubarer geworden, so daß Anleger oftmals ratlos vor der Frage stehen welche Vor- und Nachteile die einzelnen Anlageformen mit sich bringen oder wie diese optimal zu einer strategischen Vermögensplanung ergänzt werden können. Um Anlegern einen Überblick zu verschaffen, werden in der vorliegenden Arbeit
diese Themenbereiche genauestens behandelt. Gängige Anlageformen für die Altersvorsorge werden anhand von vier Anlagekriterien kritisch dargestellt und dem Anleger, bezogen auf seine persönliche Risikobereitschaft, dadurch entweder näher gebracht oder entfremdet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Überblick über die Problematik der Altersvorsorge
2.1 Die Drei-Säulen-Theorie
2.1.1 Die gesetzliche Rentenversicherung
2.1.2 Betriebliche Altersversorgung
2.1.3 Private Altersvorsorge
2.2 Magisches Viereck der Kapitalanlage
2.3 Persönliche Kriterien
3 Versorgungsmodelle im Vergleich
3.1 Allgemeines
3.2 Möglichkeiten der Altersvorsorge durch verschiedene Arten der Lebensversicherung
3.2.1 Beurteilung der Kapitallebensversicherung unter verschiedenen Kriterien
3.2.1.1 Zum Kriterium Rentabilität der Anlage
3.2.1.2 Zum Kriterium Sicherheit der Anlage
3.2.1.3 Zum Kriterium Liquidität der Anlage
3.2.1.4 Zum Kriterium Minimierung der Einkommensteuerbelastung
3.2.2 Beurteilung der fondsgebundenen Lebensversicherung unter verschiedenen Kriterien
3.2.2.1 Zum Kriterium Rentabilität der Anlage
3.2.2.2 Zum Kriterium Sicherheit der Anlage
3.2.2.3 Zum Kriterium Liquidität der Anlage
3.2.2.4 Zum Kriterium Minimierung der Einkommensteuerbelastung
3.2.3 Beurteilung der privaten Rentenversicherung unter verschiedenen Kriterien
3.2.3.1 Zum Kriterium Rentabilität der Anlage
3.2.3.2 Zum Kriterium Sicherheit der Anlage
3.2.3.3 Zum Kriterium Liquidität der Anlage
3.2.3.4 Zum Kriterium Minimierung der Einkommensteuerbelastung
3.3 Möglichkeiten der Altersvorsorge durch Sparverträge
3.3.1 Beurteilung von Sparverträgen unter verschiedenen Kriterien
3.3.1.1 Zum Kriterium Rentabilität der Anlage
3.3.1.2 Zum Kriterium Sicherheit der Anlage
3.3.1.3 Zum Kriterium Liquidität der Anlage
3.3.1.4 Zum Kriterium Minimierung der Einkommensteuerbelastung
3.4 Möglichkeiten der Altersvorsorge durch festverzinsliche Wertpapiere
3.4.1 Beurteilung von festverzinslichen Wertpapieren unter verschiedenen Kriterien
3.4.1.1 Zum Kriterium Rentabilität der Anlage
3.4.1.2 Zum Kriterium Sicherheit der Anlage
3.4.1.3 Zum Kriterium Liquidität der Anlage
3.4.1.4 Zum Kriterium Minimierung der Einkommensteuerbelastung
3.5 Möglichkeiten der Altersvorsorge durch Direktanlage in Aktien
3.5.1 Beurteilung von Aktien unter verschiedenen Kriterien
3.5.1.1 Zum Kriterium Rentabilität der Anlage
3.5.1.2 Zum Kriterium Sicherheit der Anlage
3.5.1.3 Zum Kriterium Liquidität der Anlage
3.5.1.4 Zum Kriterium Minimierung der Einkommensteuerbelastung
3.6 Möglichkeiten der Altersvorsorge durch verschiedene Formen von Investmentfonds
3.6.1 Beurteilung von Rentenfonds unter verschiedenen Kriterien
3.6.1.1 Zum Kriterium Rentabilität der Anlage
3.6.1.2 Zum Kriterium Sicherheit der Anlage
3.6.1.3 Zum Kriterium Liquidität der Anlage
3.6.1.4 Zum Kriterium Minimierung der Einkommensteuerbelastung
3.6.2 Beurteilung von Aktienfonds unter verschiedenen Kriterien
3.6.2.1 Zum Kriterium Rentabilität der Anlage
3.6.2.2 Zum Kriterium Sicherheit der Anlage
3.6.2.3 Zum Kriterium Liquidität der Anlage
3.6.2.4 Zum Kriterium Minimierung der Einkommensteuerbelastung
3.6.3 Beurteilung von Immobilienfonds unter verschiedenen Kriterien
3.6.3.1 Zum Kriterium Rentabilität der Anlage
3.6.3.2 Zum Kriterium Sicherheit der Anlage
3.6.3.3 Zum Kriterium Liquidität der Anlage
3.6.3.4 Zum Kriterium Minimierung der Einkommensteuerbelastung
3.7 Möglichkeiten der Altersvorsorge durch Immobilien
3.7.1 Beurteilung von Immobilien unter verschiedenen Kriterien
3.7.1.1 Zum Kriterium Rentabilität der Anlage
3.7.1.2 Zum Kriterium Sicherheit der Anlage
3.7.1.3 Zum Kriterium Liquidität der Anlage
3.7.1.4 Zum Kriterium Minimierung der Einkommensteuerbelastung
4 Konkrete Wege zur Optimierung der Altersvorsorge
4.1 Zusammenfassender Vergleich der verschiedenen Arten der Altersvorsorge
4.2 Gewichtung der Anlageformen bezogen auf verschiedene Anlegertypen
5 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist es, Anlegern eine fundierte Orientierung in der komplexen Welt der privaten Altersvorsorge zu bieten, indem verschiedene Anlageformen kritisch analysiert und unter Berücksichtigung persönlicher Risikobereitschaft bewertet werden.
- Analyse der Drei-Säulen-Theorie der Alterssicherung
- Einführung in die Kriterien des "Magischen Vierecks der Kapitalanlage"
- Vergleichende Untersuchung von Lebensversicherungen, Sparverträgen, Aktien und Immobilien
- Entwicklung von modellhaften Anlagestrategien für unterschiedliche Anlegertypen
Auszug aus dem Buch
3.2.2.1 Zum Kriterium Rentabilität der Anlage
Viel stärker im Vordergrund als bei der kapitalbildenden LV steht bei der fondsgebundenen LV das Erzielen einer möglichst hohen Rendite. Auf das Prinzip einer möglichst weitgehenden Mischung der Anlagen wird daher verzichtet. Die Vermögensanlage ist vielmehr auf eine oder wenige Anlagegattungen beschränkt, die einen Fonds bilden. Dabei handelt es sich v.a. um Aktien-, Renten-, und Immobilienfonds.
Eine Fondspolice, die überwiegend auf Aktienbasis ausgerichtet ist, ist im Vergleich zur kapitalbildenden LV im langjährigen Durchschnitt weitaus rentabler. Das ist eine logische Folge daraus, daß Aktien bessere Gewinnchancen bieten als Rentenanlagen. Der Preis dafür ist selbstverständlich das „In Kauf nehmen“ eines erheblich höheren Risikos.1 Die Frage ist, ob es sinnvoll ist, eine Fondspolice lediglich auf Renten- und Immobilienfonds aufzubauen; schließlich investieren traditionelle kapitalbildende LV-Unternehmen auch in Rentenpapiere und Immobilien, allerdings –im Hinblick auf die Streuung- durch erheblich geringeres Risiko.
Die Rendite liegt bei fondsgebundenen LV’s i. d. R. zwischen 3 und 15 %, je nach Konjunktur und Börsenlage.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit eigenverantwortlicher Altersvorsorge angesichts zunehmender Probleme der gesetzlichen Rentenversicherung.
2 Überblick über die Problematik der Altersvorsorge: Dieses Kapitel erläutert die Drei-Säulen-Theorie sowie grundlegende Zielkriterien einer Kapitalanlage.
3 Versorgungsmodelle im Vergleich: Es folgt eine detaillierte Gegenüberstellung und Bewertung verschiedener Vorsorgeformen wie Versicherungen, Wertpapiere und Immobilien.
4 Konkrete Wege zur Optimierung der Altersvorsorge: Hier werden die Anlageformen zusammenfassend verglichen und Empfehlungen für verschiedene Anlegertypen gegeben.
5 Ausblick: Der abschließende Teil reflektiert die zukünftige Bedeutung privater Vorsorge vor dem Hintergrund demografischer Entwicklungen.
Schlüsselwörter
Altersvorsorge, Drei-Säulen-Theorie, Kapitalanlage, Rendite, Sicherheit, Liquidität, Steuerminimierung, Lebensversicherung, Investmentfonds, Aktien, Immobilien, Vermögensplanung, Rentenversicherung, Risikobereitschaft, Diversifikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Diplomarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit verschiedenen Formen der privaten Kapitalanlage zur Absicherung im Alter und vergleicht diese unter Berücksichtigung versicherungswirtschaftlicher Angebote.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Problematik der gesetzlichen Rentenversicherung, die Analyse verschiedener Anlagekategorien (Versicherungen, Fonds, Wertpapiere, Immobilien) sowie die individuelle Vermögensstrategie.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Anlegern bei der Auswahl geeigneter Anlageformen für die private Altersvorsorge zu helfen, indem Vor- und Nachteile der Produkte anhand definierter Kriterien objektiv gegenübergestellt werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Die Arbeit nutzt die vergleichende Analyse von Anlageformen anhand der vier Kriterien: Rentabilität, Sicherheit, Liquidität und Steuerminimierung.
Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?
Im Hauptteil werden spezifische Vorsorgemodelle wie kapitalbildende und fondsgebundene Lebensversicherungen, private Rentenversicherungen, Sparpläne, Anleihen, Aktien und Immobilienfonds detailliert bewertet.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Altersvorsorge, Vermögensplanung, Rendite, Sicherheit und Diversifikation beschreiben.
Wie unterscheidet sich die fondsgebundene von der kapitalbildenden Lebensversicherung in Bezug auf das Risiko?
Während bei der kapitalbildenden LV ein Garantiezins besteht und das VU das Risiko trägt, liegt das Kursrisiko bei der fondsgebundenen LV primär beim Anleger, da die Leistung direkt an die Fondsperformance gekoppelt ist.
Warum wird im Dokument zwischen "sicherheitsbewussten" und "wachstumsorientierten" Anlegern differenziert?
Weil unterschiedliche Anlegertypen eine abweichende Risikotoleranz und verschiedene Zielsetzungen (Kapitalerhalt vs. Vermögenswachstum) haben, woraus sich völlig verschiedene optimale Depotzusammensetzungen ergeben.
- Quote paper
- Anke Gaydoul (Author), 2000, Verschiedene Formen der Kapitalanlage zur Sicherung der Altersvorsorge , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185451