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Konzeption des Naturerlebnispfades "Herkules" im Naturpark Habichtswald

Titel: Konzeption des Naturerlebnispfades "Herkules" im Naturpark Habichtswald

Diplomarbeit , 1999 , 75 Seiten , Note: 1.3

Autor:in: Jens Bramenkamp (Autor:in)

Forstwirtschaft / Forstwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Konzeption eines Naturerlebnispfades mit dem Schwerpunkt ,Wald‘, die am Forstamt Kassel umgesetzt wird. Der Pfad soll ein ganzheitliches, positives und eigenes Naturerlebnis vermitteln sowie Naturliebe wecken.
Auf der Grundlage dieser Erlebnisse kann speziell das Interesse für den Wald, das Verständnis für seine Gesetzmäßigkeiten, seine biologischen, sozialen und wirtschaftlichen Funktionen geweckt und vertieft werden. Der Pfad soll jedoch nicht alleinig vermitteln, sondern auch zu eigenem Forschen und Handeln auffordern. Die Einbeziehung lokaler Besonderheiten, wie beispielsweise der Bergbau, eine große Sukzessionsfläche oder Hutebäume, sollen dem Pfad seine Eigenständigkeit und Einzigartigkeit verleihen.
Der Aufbau der Arbeit gliedert sich in drei große Bereiche: Der theoretische Teil beinhaltet Grundlagen zur Forstlichen Öffenlichkeitsarbeit, Umwelt- und Waldpädagogik.
Hier werden nicht nur die Aufgaben und Ziele, sondern auch die Notwendigkeit herausgestellt. Ferner werden Lehr-, Lern- und insbesondere Erlebnispfade charakterisiert und deren Unterschiede herausgearbeitet. Anschließend wird das Gebiet um den geplanten Pfad mit Hilfe betrieblicher Daten aus dem Forstamt Kassel sowie einer Veranschaulichung des Habichtswaldes und bestehender Erholungseinrichtungen beschrieben. Auf diesen Teil folgt die ausführliche Darstellung der Konzeption des Naturerlebnispfades. Der Schwerpunkt liegt in der Beschreibung der Stationen. Es folgen kritische Betrachtungen zum Entwurf im Diskussionsteil und eine Zusammenfassung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Ziel der Arbeit

2 Material und Methoden

3 Theoretische Grundlagen zum Thema

3.1 Aufgaben und Ziele der Forstlichen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit

3.2 Umweltbildung und Waldpädagogik: Definition und Inhalte

3.3 Lehr-, Lern- und Erlebnispfade

3.4 Der Naturerlebnispfad

3.5 Beschreibung des Gebietes für den Erlebnispfad im Naturpark Habichtswald

4 Konzeption des neuen Naturerlebnispfades „Herkules“

4.1 Zielgruppen und Zielsetzungen

4.2 Inhaltliche und didaktische Überlegungen

4.3 Präsentation und Informationsvermittlung

4.3.1 Das Präsentationslogo und Motto

4.3.2 Die Begleitbroschüre

4.4 Gelände, Wegführung, Themenangebot

4.4.1 Gestaltung des Eingangsbereiches und der Zugänge zum Pfad

4.5 Materialien, Bau und Unterhaltung

4.6 Kostenkalkulation und Finanzierung

4.7 Lage und Beschreibung der Erlebnis- und Informationsstationen

4.7.1 Station 1: „Wie die Zeit ihre Kreise zieht“

4.7.2 Station 2: „Bei den klingenden Hölzern & Steinen“

4.7.3 Station 3: „Krater in der Weide“

4.7.4 Station 4: „Die tote Buche lebt!“

4.7.5 Station 5: „Baum des Jahres“

4.7.6 Station 6: „Keine schönen Aussichten: Unser Wald in Gefahr“

4.7.7 Station 7: „Konkurrenzkampf der Bäume“

4.7.8 Station 8: „Sinnenhafte Walderkundung“

4.7.9 Station 9: „Holznutzung – die Axt im Walde“

4.7.10 Station 10: „Die Haut der Erde“

4.7.11 Station 11: „Lauschen & Meditieren“

4.7.12 Station 12: „Hutebäume – Schweine im Walde“

4.7.13 Station 13: „Sukzession – die Wildheit der Natur“

4.8 Maßnahmenkatalog

4.9 Erweiterungsmöglichkeiten

5 Diskussion

6 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit zielt auf die Konzeption eines Naturerlebnispfades mit dem Schwerpunkt „Wald“ am Forstamt Kassel ab. Ziel ist es, ein ganzheitliches, positives und eigenes Naturerlebnis zu vermitteln, das Naturliebe weckt und das Verständnis für die biologischen, sozialen und wirtschaftlichen Funktionen des Waldes vertieft, während gleichzeitig zu eigenem Forschen und Handeln aufgefordert wird.

  • Grundlagen der forstlichen Öffentlichkeitsarbeit sowie Wald- und Umweltpädagogik.
  • Konzeption eines interaktiven Naturerlebnispfades für unterschiedliche Zielgruppen.
  • Detaillierte Planung von 13 Erlebnisstationen unter Einbeziehung regionaler Besonderheiten.
  • Aspekte der Materialwahl, Finanzierung und Instandhaltung von Naturerlebniseinrichtungen.
  • Diskussion über das Spannungsfeld zwischen Naturschutz und der Notwendigkeit einer attraktiven pädagogischen Vermittlung.

Auszug aus dem Buch

4.7.4 Station 4: „Die tote Buche lebt!“

Die Station gliedert sich in zwei Teile, an zwei unterschiedlichen Standorten. Der erste Teil der Station (4a) liegt kurz vor der nächsten Weggabelung links abseits des Hauptweges. Hier befindet sich eine im Winter 1994/95 umgefallene Hutebuche (MOSCH 1995), die nun als liegendes Totholz verrottet. Sie liegt am Rande einer ehemaligen Weidefläche, auf der sich, aufgrund der Nutzungsaufgabe, inzwischen eine üppige Sukzession entwickelt. Die Buche ist nur im Winterhalbjahr vom Weg aus gut zu erkennen, so daß der geplante Stationsbereich von der teilweise recht starken Sukzessionsflora befreit werden muß. Außerdem ist es notwendig, einen leicht befestigten Pfad zur Station vom Hauptweg aus anzulegen, der rollstuhlgeeignet ist.

Der zweite Teil der Station (4b) befindet sich auf dem oberen Weg (Rückweg von Elfbuchen zum Ausgangspunkt) zwischen Station neun und zehn, in einer Linkskurve kurz vor Verlassen des Buchenbestandes auf der linken Seite. Im Gegensatz zu dem liegenden Totholz, besteht dieser Teil der Station aus stehendem Totholz. Dieses Objekt befindet sich etwas abseits vom Hauptweg in einem 140jährigen Buchenbestand, jedoch ist es nicht notwendig, die Straße zu verlassen.

Hintergrund: Abgestorbenes Holz in Form von Ästen, Stammteilen, ganzen Bäumen oder Stubben bezeichnet man als Totholz. Unterschieden wird zwischen stehendem und liegendem Totholz. In der Forstwirtschaft entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte die Tendenz, das gesamte Holz im Walde zu nutzen. Vor allem in Notzeiten (z.B. nach Kriegen) wurde beinahe jeder Ast aus dem Wald getragen, so daß tote Holzmasse fast kaum existierte. Bis vor ein paar Jahren war diese „saubere Waldwirtschaft“ noch üblich. Mit wachsendem ökologischen Bewußtsein ist in der Forstwirtschaft seit einiger Zeit eine Trendwende zu beobachten. Man weiß um die große ökologische Bedeutung des Totholzes. Daher verbleibt wieder mehr absterbende und tote Holzmasse im Wald. Teilweise wird sogar ein Totholzanteil von zehn Prozent (ähnlich dem Wert in Naturwäldern) angestrebt, doch sind diese Werte immer noch strittige Punkte unter Forstleuten und Naturschützern.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Ziel der Arbeit: Diese Einleitung beschreibt die Problematik der Naturdistanz und stellt die Konzeption des Naturerlebnispfades „Herkules“ als pädagogisches Mittel zur Vermittlung von Naturverständnis vor.

2 Material und Methoden: Das Kapitel erläutert die Herausforderungen bei der Literaturrecherche zu Erlebnispfaden, die auf intensiven Geländebegehungen sowie der Auswertung bestehender forstlicher Unterlagen basiert.

3 Theoretische Grundlagen zum Thema: Hier werden Aufgaben der forstlichen Bildungsarbeit, Waldpädagogik sowie die historische Entwicklung von Lehr- zu Erlebnispfaden dargelegt und das Zielgebiet beschrieben.

4 Konzeption des neuen Naturerlebnispfades „Herkules“: Der Hauptteil bietet die detaillierte Planung, inklusive didaktischer Ansätze, Zielgruppenanalyse, Materialwahl, Finanzierung und der detaillierten Beschreibung der 13 Stationen.

5 Diskussion: In diesem Kapitel werden die Rolle von Erlebnispfaden in der Industriegesellschaft, die Kritik an bisherigen Konzepten sowie die Grenzen und Widersprüche bei der Umsetzung analysiert.

6 Zusammenfassung: Abschließend wird die Realisierbarkeit der Konzeption bekräftigt und der Naturerlebnispfad als wertvolles Instrument der Wald- und Umweltpädagogik empfohlen.

Schlüsselwörter

Naturerlebnispfad, Waldpädagogik, Umweltbildung, Herkules, Habichtswald, Konzeption, Forstwirtschaft, Öffentlichkeitsarbeit, Erlebnispädagogik, Totholz, Nachhaltigkeit, Naturschutz, Waldsterben, Didaktik, Wald.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der theoretischen Begründung und praktischen Konzeption eines Naturerlebnispfades im Waldgebiet „Herkules“ bei Kassel, um ein zeitgemäßes Angebot für die Umweltbildung zu schaffen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft forstliche Öffentlichkeitsarbeit, Wald- und Umweltpädagogik sowie die praxisorientierte Gestaltung von Informations- und Erlebnisstationen im Wald.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Erstellung einer konkreten Arbeitsanleitung für das Forstamt Kassel zur Anlage eines Naturerlebnispfades, der Besucher emotional und interaktiv für den Lebensraum Wald sensibilisiert.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin stützte sich primär auf eine umfassende Analyse waldpädagogischer Literatur, intensive Standortuntersuchungen, Expertenbefragungen und den Vergleich mit bestehenden Erlebnispfad-Konzepten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die detaillierte Konzeption: von der Zielgruppenbestimmung über didaktische Kriterien und Kostenkalkulation bis hin zur ausführlichen Ausgestaltung der 13 einzelnen Erlebnisstationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Naturerlebnispfad, Waldpädagogik, Umweltbildung, Konzeption und Waldnutzung treffend charakterisieren.

Warum ist das Projekt im Bereich „Herkules“ in Kassel angesiedelt?

Der Standort bietet durch die hohe Frequentierung von Erholungssuchenden, das vorhandene Wegenetz und die landschaftliche Vielfalt ideale Bedingungen für eine hohe Öffentlichkeitswirkung des Pfades.

Wie geht die Konzeption mit dem Schutz der Natur um?

Die Arbeit reflektiert kritisch das Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit, Besucher durch attraktive Stationen aktiv einzubinden, und dem Schutz empfindlicher Lebensräume vor Übernutzung durch zu große Besuchermengen.

Ende der Leseprobe aus 75 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Konzeption des Naturerlebnispfades "Herkules" im Naturpark Habichtswald
Hochschule
HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fachhochschule Hildesheim, Holzminden, Göttingen
Note
1.3
Autor
Jens Bramenkamp (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1999
Seiten
75
Katalognummer
V185582
ISBN (eBook)
9783656990864
ISBN (Buch)
9783867464826
Sprache
Deutsch
Schlagworte
konzeption naturerlebnispfades herkules naturpark habichtswald
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jens Bramenkamp (Autor:in), 1999, Konzeption des Naturerlebnispfades "Herkules" im Naturpark Habichtswald, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185582
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Leseprobe aus  75  Seiten
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