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Kaufkraftparität. Theorie und Empirie

Título: Kaufkraftparität. Theorie und Empirie

Tesis , 2001 , Calificación: 2

Autor:in: Miralem Leho (Autor)

Economía - Finanzas
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Nach fast zwei Jahren beinahe ununterbrochenen Kursverfalls stabilisiert sich 2001 der €/$-Wechselkurs. Auf einmal wird sogar wieder über die offenbar magische Parität zum Dollar - also einen Wechselkurs von eins zu eins - spekuliert. Doch ist Kursparität zu diesem Zeitpunkt realistisch? Die Beantwortung einer solchen Frage bedarf eines Maßstabs für Gleichgewicht. Trotz seiner Restringiertheit ist das Gleichgewichtsmodell der Kaufkraftparität häufig das erste, dessen sich Ökonomen in der Absicht bedienen, etwaige Fehlbewertungen von Währungen zu untersuchen.

Die Kaufkraftparität (KKP) stellt die einfache Behauptung auf, dass nationale Preisindizes, wenn sie in eine einheitliche Währung umgerechnet werden, übereinstimmen sollen. Bei genauerer Betrachtung verliert das Konzept jedoch viel von seiner ursprünglichen Einfachheit. KKP-Vergleiche werfen sämtliche Arten von Indexgrößen-Problemen auf, denen man sich bei internationalen Vergleichen gegenüber sieht, wobei durch die Betrachtung von Zeitreihendaten die Schwierigkeiten zunehmen.

Eine andere Frage ist die, ob die KKP überhaupt empirische Relevanz besitzt. Dornbusch kommentiert den Sachverhalt wie folgt: ”[...] the theory remains controversial, because strict versions are demonstrably wrong, whereas soft versions deprive it of any useful content [...] inbetween there is room for theory and empirical evidence to specify the circumstances under which, and the extent to which PPP provides a useful thought not exact description of exchange rate behaviour.“

Der vorliegende Aufsatz widmet sich dem Thema der KKP in vier Schritten. Der zweite Abschnitt stellt die Theorie vor. Der dritte Abschnitt befasst sich mit der Empirie. Abschnitt 3.1. gibt einen Überblick über empirische Untersuchungen. In Abschnitt 3.3. werden im Rahmen des Kointegrationskonzepts eigene Untersuchungen zur Frage der Validität der KKP durchgeführt, welche partielle Unterstützung zugunsten der KKP-Hypothese liefern. Die Grundlage hierfür bilden Quartals-Endwerte der um Verbrauchergeldpariäten modifizierten Konsumentenpreise der G7 Nationen für den Zeitraum 1975:I-2000:_. Durch diese Modifikation wird das Basisjahrproblem umgangen. Der vierte Abschnitt fasst zusammen und stellt Schlussfolgerungen an.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Geschichte und Theorie der Kaufkraftparität

2.1. Das Gesetz des einheitlichen Weltmarktpreises

2.2. Die absolute Kaufkraftparität

2.3. Die relative Kaufkraftparität

2.4. Abweichungen von der Kaufkraftparität

2.4.1. Transitorische Disparitäten

2.4.2. Strukturelle Disparitäten

2.4.3. Der Anpassungsprozeß von Kaufkraftdisparitäten

2.5. Zusammenfassung

3. Empirie der Kaufkraftparität

3.1. Ein Überblick über empirische Untersuchungen der KKP

3.1.1. Traditionelle Ansätze zur Untersuchung der KKP

3.1.2. Untersuchung der KKP in Langzeitstudien

3.1.3. Untersuchung der KKP im Kointegrationskonzept

3.1.4. Untersuchung der KKP mittels Panel-Einheitswurzeltests

3.2. Messprobleme

3.3. Eigene Untersuchung der Kaufkraftparitäten-Theorie

3.3.1. Daten

3.3.2. Test auf Stationarität der realen Wechselkurse

3.3.3. Residualer Test auf Kointegration der KKP-Varaiblen

3.3.3.1. Methodik des Engle-Granger Tests auf Kointegration

3.3.3.2. Ergebnisse der residualen Kointegrationstests der KKP

3.3.4. Multivariater Kointegrationstest der KKP-Hypothese

3.3.4.1. Methodik der multivariaten Kontegrationsanalyse

3.3.4.2. Ergebnisse der multivariaten Kointegratinsanalyse der KKP

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die empirische Validität der Kaufkraftparität (KKP) als Gleichgewichtsmodell für Wechselkurse. Das primäre Ziel ist es, unter Verwendung eines Kointegrationskonzepts und modifizierter Konsumentenpreisindizes für die G7-Nationen zu prüfen, ob langfristige Gleichgewichtsbeziehungen zwischen Wechselkursen und Preisniveaus bestehen, und dabei das Basisjahrproblem zu adressieren.

  • Historische Entwicklung und theoretische Grundlagen der KKP
  • Analyse von Abweichungsursachen (transitorisch und strukturell)
  • Überblick über den aktuellen empirischen Forschungsstand
  • Kritische Diskussion von Messproblemen bei Preisindizes
  • Eigene ökonometrische Untersuchung mittels Kointegrationsanalyse

Auszug aus dem Buch

2.4.2. Strukturelle Disparitäten

Obwohl Cassel drei Arten von Störungen (tatsächliche und erwartete In- bzw. Deflation, neue Handelsbeschränkungen, internationale Kapitalströme) antizipiert hatte, verharrte er auf dem Paradigma, daß Abweichungen von der KKP begrenzt und vorübergehend seien, und versäumte es den Determinanten der Kaufkraftdisparitäten eingehendere Aufmerksamkeit zu widmen. Durch die Implikationen der vorwiegend monetären Schocks der Jahre 1913-1928 sah er sich bestätigt.

Ende der 30er Jahre galt die Aufmerksamkeit von Sir Roy Harrod der Tatsache, daß internationale Produktivitätsdifferenzen - durch ihre Auswirkungen auf Löhne und Preisniveau der nicht handelbaren Güter - zu permanenten Abweichungen von der absoluten KKP führen. Balassa und Samuelson entwickelten jeweils 1964 ähnliche Ansätze, um zu zeigen, daß systematische Abweichungen von der KKP existieren. Bezüglich der Ursachen von Trends in realen Wechselkursen kann eine Unterscheidung zwischen dem Relativpreisverhältnis von handelbaren bzw. nicht handelbaren Gütern auf der einen Seite und der Kategorie der imperfekten Substitutionalität von Handelswaren auf der anderen Seite vorgenommen werden.

Die erste Gruppe von Faktoren kann den realen Wechselkurs auch dann, wenn international gehandelte Güter als perfekte Substitute angesehen werden, beeinflussen. Das wohl bekannteste Beispiel aus der Gruppe von Ursachen, welche die Kaufkraftdisparitäten über Veränderungen von realtiven Preisniveaus bewirken, ist der sog. Productivity Bias. Nachfrageseitige Verzerrungen, wie sie durch demographische Faktoren bedingt sein können, sind ebenfalls unter diese Kategorie zu subsumieren. Um den Productivity Bias zu zeigen, sei ein ricardianisches Modell, indem das GEP für die handelbaren Güter Gültigkeit besitzt und darüber hinaus ein nicht handelbares Gut existiert, einheitliche Löhne zwischen den Sektoren einer Volkswirtschaft, sowie vollständige Konkurrenz angenommen. Existieren Produktivitätsdifferenzen zwischen den handelbare bzw. nicht handelbare Güter herstellenden Sektoren, gehen Balassa und Samuelson davon aus, daß das allgemeine Preisniveau der Volkswirtschaft mit dem größeren Produktivitätswachstum über das der langsamer wachsenden Volkswirtschaft steigen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung motiviert die Relevanz der Kaufkraftparität für die Untersuchung von Währungsfehlbewertungen und erläutert den Aufbau der Arbeit.

2. Geschichte und Theorie der Kaufkraftparität: Dieses Kapitel behandelt die historischen Ursprünge sowie die theoretische Unterscheidung zwischen der absoluten und der relativen Form der KKP inklusive ihrer Voraussetzungen und Abweichungsursachen.

3. Empirie der Kaufkraftparität: Der Hauptteil bietet einen umfassenden Überblick über existierende empirische Studien und führt eigene multivariate Kointegrationstests auf Basis modifizierter G7-Daten durch.

4. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert die Ergebnisse der Arbeit und diskutiert die Erkenntnisse hinsichtlich der theoretischen und praktischen Anwendbarkeit der KKP.

Schlüsselwörter

Kaufkraftparität, Wechselkurse, Kointegration, Preisindizes, G7, Arbitrage, Produkivitätsbias, Preisrigiditäten, monetäre Schocks, stationäre Zeitreihen, Randomwalk, Basisjahrproblem, empirische Ökonomie, Devisenmarkt, Fehlerkorrektur-Modell

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die Theorie der Kaufkraftparität (KKP) – die Annahme, dass identische Güter in verschiedenen Ländern zum gleichen Preis gehandelt werden sollten – empirisch haltbar ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die theoretische Herleitung der KKP, die Analyse von Ursachen für Abweichungen (z. B. Handelshemmnisse) und die statistische Überprüfung mittels moderner Zeitreihenmodelle.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu klären, ob die KKP-Hypothese in der Post-Bretton-Woods-Ära empirisch nachweisbar ist, insbesondere unter Berücksichtigung methodischer Probleme bei der Preisindexmessung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden ökonometrische Verfahren zur Zeitreihenanalyse eingesetzt, insbesondere Einheitswurzeltests sowie Kointegrationstests im Rahmen von Vektor-Fehlerkorrektur-Modellen (VFKM).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen Literaturüberblick über verschiedene Testverfahren und eine eigene empirische Untersuchung, die modifizierte Konsumentenpreisindizes für G7-Länder verwendet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kaufkraftparität, Kointegration, reale Wechselkurse, Preisindizes, G7-Staaten und ökonometrische Zeitreihenanalyse.

Warum sind Preisindizes für KKP-Analysen problematisch?

Problematisch sind unterschiedliche nationale Erhebungsmethoden, verschiedene Warenkorb-Gewichtungen und die Einbeziehung nicht-handelbarer Güter, die das GEP verzerren.

Was besagt das Gesetz des einheitlichen Weltmarktpreises?

Es besagt, dass bei vollständigem Wettbewerb und Abwesenheit von Handelshemmnissen identische Güter in unterschiedlichen Nationen zum selben Preis gehandelt werden müssen.

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Detalles

Título
Kaufkraftparität. Theorie und Empirie
Universidad
University of Duisburg-Essen
Calificación
2
Autor
Miralem Leho (Autor)
Año de publicación
2001
No. de catálogo
V185627
ISBN (Ebook)
9783656983125
ISBN (Libro)
9783867465243
Idioma
Alemán
Etiqueta
kaufkraftparität theorie empirie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Miralem Leho (Autor), 2001, Kaufkraftparität. Theorie und Empirie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185627
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