Bildung, Kompetenzerwerb und wirtschaftliche Dynamik im sechsten Kondratieff


Diplomarbeit, 2001

147 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie: Unternehmertum und wirtschaftliche Entwicklung
2.1. Definitorische Abgrenzung Wachstum und wirtschaftlicher Entwicklung
2.2. Unternehmertum
2.2.1. Was versteht man unter Unternehmertum?
2.2.2. Zusammenhang zwischen Unternehmertum und wirtschaftlicher Entwicklung in verschiedenen theoretischen Ansätzen
2.2.2.1. Allokationstheorie - Routineunternehmer
2.2.2.2. Österreichische Schule - Arbitrageunternehmer
2.2.2.3. Schumpeter - innovativer Unternehmer
2.2.2.4. Evolutorischer Ansatz - Röpkeunternehmer
2.2.3. Zwischenfazit: Unternehmerfunktionen
2.3. Theorie der langen Wellen
2.3.1. Die Rolle der Basisinnovationen
2.3.2. Bisherige Kondratieffzyklen
2.3.2.1. Erster Kondratieff
2.3.2.2. Zweiter Kondratieffzyklus
2.3.2.3. Dritter Kondratieffzyklus
2.3.2.4. Vierter Kondratieffzyklus
2.3.2.5. Fünfter Kondratieffzyklus
2.3.3. Resumee und Ausblick auf zukünftige Knappheitsfelder

3. Intensität von Unternehmertum
3.1. Großunternehmen: Innovationsblockaden
3.2. Definition: Innovationsrate und Wachstumsrate
3.3. Dynamic Capitalism Typology
3.3.1.Economic Core
3.3.2. Ambitious
3.3.3. Constrained Growth
3.3.3.1. Resource Constrained Growth
3.3.3.2. Self-Constrained Growth
3.3.4. Glamorous
3.4. Empirische Betrachtungen in den USA: Beschäftigungswachstum und Existenzgründung
3.4.1. Grundlagen der Studie Kirchhoffs
3.4.2. Beziehung zwischen Innovativität und Wachstumsrate
3.4.3. Innovation und Beschäftigungswirkung
3.4.4. Erkenntnisse der Studie Kirchhoffs
3.5. Verschiedene Untersuchungen
3.6. Resümee

4. Lernen und Selbstevolution
4.1. Abgrenzung von Wissen, Information und Daten
4.1.1. Daten und Information
4.1.2. Wissen
4.2. Unternehmerisches Lernen
4.2.1. Begriff des Lernens
4.2.2. Lernebenen
4.2.2.1. Herkömmliches Lernen
4.2.2.1.1. Lernen 0
4.2.2.1.2. Lernen 1
4.2.2.2. Evolutorisches Lernen
4.2.2.2.1. Was ist Kompetenz?
4.2.2.2.2. Lernen 2
4.2.2.2.3. Lernen 3
4.2.2.2.4. Kommende Qualifikationsanforderungen
4.2.3. Interdependenz von Lernebenen
4.3. Selbstevolution als Entwicklungsmotor
4.3.1. Liebe, Lebenswerk, Leben, Lernen
4.3.2. Unternehmersysteme
4.4. Lernen und Innovation
4.5. Zwischenfazit

5. Bildungssystem und -strukturen
5.1. Begriff der Bildung
5.2. Schulsystem und -stufen
5.2.1. Grundschule
5.2.2. Sekundarstufe I
5.2.2.1. Kreativitätshemmende Faktoren
5.2.2.2. Neue Fächer und Strukturen
5.2.2.3. Praxis in die Schule einbeziehen
5.2.3. Sekundarstufe II
5.2.3.1. Oberstufe und evolutorisches Lernen
5.2.3.2. Der Schüler als Berater und Unternehmer
5.2.3.3. Die Rolle des Lehrers und Schülers
5.3. Die Hochschule
5.3.1. Universität und Umfeld
5.3.2. Die Universität als Betrieb
5.3.3. Silicon Valley
5.3.3.1. Entwicklung
5.3.3.2. Stanford University und Gründerkultur
5.3.3.3. Entrepreneurship-Programme und -Organisationen
5.3.4. Region München
5.3.4.1. Entwicklung
5.3.4.2. Bedeutung der TUM
5.3.4.3. Entrepreneurship-Aktivitäten
5.4. Institutionelle Voraussetzungen
5.5. Der ganzheitliche bayerische Ansatz
5.5.1. Rahmenbedingungen
5.5.2. Zukunft "Offensive Bayern"
5.6. Zwischenfazit

6. Schlußbetrachtung und Ausblick

Literaturverzeichnis

Internetquellen

Gesprächsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Die Zahl der Publikationen wächst in unserer Gesellschaft bzw. in vielen wissenschaftlichen Disziplinen nahezu exponentiell,[1] der Grad an Komplexität und Vernetzheit dieses verfügbaren Wissens steigt unaufhörlich. Wissen wird als wirtschaftlicher Standortfaktor gehandelt, am Wissen orientiert sich unser gesamtes Bildungssystem, selbst das Alltagsleben erfordert in einer komplexeren Gesellschaft wie der unsrigen ständig mehr und neues Wissen. Folgerichtig stellt der Betrachter von verschiedenen Volkswirtschaften unserer Welt fest, daß die zukünftigen Lebensgrundlagen stärker als bisher aus "reflektiertem und bewertetem" Wissen abhängig sind.[2] Wir befinden uns daher in einer "Wissensgesellschaft".[3] Wilke definiert die Wissensgesellschaft über den Innovationsbegriff wie folgt: "Von einer Wissensgesellschaft oder einer wissensbasierten Gesellschaft läßt sich sprechen, wenn zum einen die Strukturen und Prozesse der materiellen und symbolischen Reproduktion einer Gesellschaft so von wissensabhängigen Operationen durchdrungen sind, daß Informationsverarbeitung, symbolische Analyse und Expertensysteme gegenüber anderen Faktoren der Reproduktion vorrangig werden. Eine entscheidende zusätzliche Voraussetzung der Wissensgesellschaft ist, daß Wissen und Expertise einem Prozeß der kontinuierlichen Revision unterworfen sind und damit Innovationen zum alltäglichen Bestandteil der Wissensarbeit werden. "[4]

Gäbe es da nicht die Kluft zwischen Wissen und Handeln! Aus den verschiedensten Gesellschaftsbereichen mehren sich Hinweise und Klagen darüber, daß das Handeln dem Wissen hinterherhinkt oder gar zuwiderläuft. Ist etwa mit dem explosionsartigen Anwachsen von Information und Wissen gleichzeitig die Handlungsfähigkeit abhanden gekommen? Es stellt sich die Frage, woran es liegt, daß Schulen und Universitäten zwar immer mehr Wissen vermitteln, in Arbeit und Beruf aber ein Defizit an Handlungskompetenz vorliegen. Die Wirtschafts- und Arbeitswelt steht in diesem Kontext vor tiefgreifenden Veränderungen, für die Stichworte wie technologische Entwicklungssprünge, Globalisierung, Verschiebungen in Werthaltungen und Abkehr vom Taylorismus ein Synonym sind.[5] Wir befinden uns in einem neuen Jahrtausend und im Übergang zu einem neuen Wirtschaftszyklus, dem 6.Kondratieff,[6] dessen Kern die Gesundheitsbranche im weitesten Sinne darstellt.[7] Dieser Langzyklus umfaßt die Bereiche Neue Materialien, Optische Technologien, life sciences sowie die Umwelt, wobei der Informations- und Kommunikationstechnologie eine entscheidende Querschnittsfunktion in diesem Zyklus zukommen.

Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Thematik "Bildung, Kompetenzerwerb und wirtschaftliche Dynamik im Zeichen des 6.Kondratieff". Dabei möchte sie die Rolle der Ausbildung (Wissen, Fertigkeiten, Fähigkeiten, Schlüsselkompetenzen) in Bezug auf wirtschaftliche Entwicklung (siehe Kapitel 2) bzw. Unternehmertum, die Auswirkungen von Lernen bzw. Lernmethoden auf innovative und evolutorische unternehmerische Tätigkeit und den Erwerb von Kompetenzen, untersuchen und analysieren. Aufgrund dieser geschilderten Untersuchungen soll ein ganzheitliches bildungspolitisches Konzept insbesondere für Schule und Hochschule erarbeitet werden, das Unternehmertum bzw. innovative Neugründungen im Schumpeterschen Sinne unterstützt und begünstigt sowie Voraussetzungen einer besseren Wissensnutzung, -verknüpfung und -umsetzung schafft. Zur Verdeutlichung dieses Zusammenhanges werden Boomregionen wie München und Silicon Valley sowie deren universitäres Umfeld betrachtet und die Erfolgsfaktoren dieser Regionen herausgefiltert, um Schlüsse auf eine erfolgreiche zukünftige Entwicklungspolitik im 6.Kondratieff aufzuzeigen. Diese Arbeit beschäftigt sich exemplarisch mit der High-Tech-Offensive Bayerns im Zeichen des 6.Kondratieffs, um deutlich zu machen, inwieweit Politik Rahmenbedingungen setzen kann, innovatives unternehmerisches Potential zu fördern und zu entwickeln. Das Ziel der Arbeit liegt darin, aufgrund des theoretischen Gerüsts der wirtschaftlichen Entwicklung bzw. des Unternehmertums, der empirischen Wirkungen von innovativen Neugründungen und dem Zusammenhang zwischen Lernen und Selbstevolution, zu einem neuen bildungs- und wirtschaftspolitischen Ansatz für Deutschland im Zeichen des 6.Kondratieffs zu gelangen.

2. Theorie: Unternehmertum und wirtschaftliche Entwicklung

Der Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und Unternehmertum wird in diesem Kapitel vor allem theoretisch fundiert untersucht. Wertschöpfungspotentiale, wirtschaftliches Wachstum und somit neue Arbeitsplätze korrelieren sehr stark mit Neugründungen.[8] "Aber Gründer ist nicht gleich Gründer".[9] Röpke klassifiziert die unternehmerische Funktion in Routine-, Arbitrage-, innovatives Unternehmertum und Evolution.[10] Diese Unternehmerfunktionen werden im Hinblick auf ihren Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung analysiert. Bevor auf die Funktionen im einzelnen eingegangen wird, erfolgt die Unterscheidung Entrepreneur, Intrapreneur und Manager. Diese Arbeit setzt sich mit dem Beitrag des Entrepreneurs (siehe Kapitel 3), also des Gründers, zur wirtschaftlichen Entwicklung auseinander.[11] Vor allem der schöpferische Unternehmer im Sinne Schumpeters (siehe Kapital 2.2.2.3.) leistet einen intensiven Beitrag dazu. Die Studien in Kapitel 3 sollen die zentrale Rolle von Unternehmertum und Innovation bzw. Evolution im wirtschaftlichen Entwicklungsprozeß empirisch darlegen.[12] In diesem Kontext stellt sich die Frage, welche Determinanten ein Land, eine Region und eine Stadt, unternehmerisch machen und werden lassen. Dabei lassen sich die Determinanten grob in die drei Einflußvariablen Kultur, Handlungsrechte und (Aus-)Bildung gliedern. Diese wissenschaftliche Arbeit richtet ihr Hauptaugenmerk auf den Einfluß der Bildung und der Handlungsrechte auf schöpferisches sowie evolutorisches Unternehmertum. Ist Unternehmertum lernbar und was lernen Unternehmer sowie die Implementierung in unser Bildungssystem im Zeichen des 6.Kondratieff, sind die zentralen Fragen dieser Arbeit. Im folgenden sollen verschiedene entwicklungstheoretische Ansätze untersucht werden. Im Abschnitt 2.1. verhilft eine definitorische Abgrenzung zwischen Wirtschaftswachstum und wirtschaftlicher Entwicklung zu einem klareren Bild in der Begriffsverwendung.

2.1. Definitorische Abgrenzung Wachstum und wirtschaftlicher Entwicklung

Mit wirtschaftlichem Wachstum bezeichnet man die mit Hilfe geeigneter Indikatoren (BSP, BIP, Pro-Kopf-Einkommen) meßbare Ausweitung der wirtschaftlichen Aktivität.[13] Dieses Wachstum zielt daher auf einen rein quantitativen Aspekt ab, z.B. kann eine Volkswirtschaft mit mehr Ressourcen mehr Güter produzieren. Wirtschafliches Wachstum kann als exogen verursacht antizipiert werden, da durch die Änderung der Indikatoren keine neuen qualitativen Erscheinungen bzw. Veränderungen hervortreten. Es kann daher nicht als Entwicklungsvorgang in sich begriffen werden, sondern nur als eine Änderung der Daten.[14] Wirtschaftliche Entwicklung werden jedoch wie bei Schumpeter nur solche Veränderungen des Kreislaufs des Wirtschaftslebens betrachtet, welche die Wirtschaft aus sich selbst heraus zeugt oder gewinnt. Endogen wird sie aus dem in sich geschlossenen wirtschaftlichen System generiert, ohne daß es von außen, z.B. durch eine Steigerung der eingesetzten Faktoren (z.B. erhöhte Förderung von Öl), zu einer Veränderung des bisherigen Kreislaufes kommt.[15] Auf die Messung der wirtschaftlichen Entwicklung wird anhand der Studien (insbesondere Kirchhoffs) in Kapitel 3 eingegangen.

2.2. Unternehmertum

2.2.1. Was versteht man unter Unternehmertum?

In der Nationalökonomie herrscht allgemein Konsensus über die hervorragende Rolle des Unternehmers im sozialökonomischen Entwicklungsprozeß. Die Frage, welche Funktion, welche Tätigkeit und welche Persönlichkeitszüge einen Unternehmer definieren, wird in der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur höchst unterschiedlich bewertet.[16] Die Person des Unternehmers soll funktional hinsichtlich seiner Funktion im ökonomischen System[17] abgeleitet werden. An dieser Stelle der Arbeit soll bereits folgende Charakterisierung des Unternehmers laut Parloff Einzug erhalten: "The creative man is one who has not only proposed anovel integration of ideas; he has rigorously tested the hypothesized relationship and has also vigorously communicated his findings."[18] Im weiteren wird der Unternehmer in verschiedenen theoretischen Sichtweisen hinsichtlich seines Beitrages zur wirtschaftlichen Entwicklung untersucht.

2.2.2. Zusammenhang zwischen Unternehmertum und wirtschaftlicher Entwicklung in verschiedenen theoretischen Ansätzen

In diesem Abschnitt wird die Rolle des Unternehmers in dem Allokationstheoretischen, Österreichischen, Schumpeter´schen und Röpke´schen (Evolutorischen) Ansatz aus entwicklungstheoretischer Sichtweise beleuchtet und analysiert. Die Struktur der Untersuchung orientiert sich an dem Typus des Unternehmers, den vor allem Heuss, [19] Schumpeter [20] und Röpke, [21] in die ökonomische Analyse haben einfließen lassen. Heuss differenziert in vier Unternehmertypen, einerseits in den Pionierunternehmer und dem spontan imitierenden Unternehmer, welcher in seinem Modell zum initiativen Unternehmertypus aggregiert, andererseits den unter Druck reagierenden und immobilen Unternehmer, die er unter dem konservativen Unternehmer zusammenfaßt (Abbildung 1).

Abbildung 1: Unternehmertypen nach Heuss[22]

Der initiative Unternehmer ist laut Heuss ein Marktagitator, der aktiv seine Umwelt manipuliert. Vor allem der Pionierunternehmer führt Innovationen am Markt ein und bringt den bestehenden Markt aus dem Gleichgewicht.[23] Ihm folgt der spontan imitierende Unternehmer. Er weist ebenso wie der Pionierunternehmer ein hohes Maß an Beweglichkeit sowie Empfänglichkeit für Neues auf und zeichnet sich für die Diffusion von Neuerungen im Markt aus.[24]

Im Gegensatz zu den initiativen Unternehmern versucht der unter Druck reagierende Unternehmer sich durch Imitationen von Neuerungen, "die schon keine mehr sind",[25] am Markt zu bestehen. Völlige Handlungsunfähigkeit kann dem immobilen Unternehmer attestiert werden, der nicht in der Lage ist, sich an veränderte Situationen anzupassen. Sein Bestreben liegt in der Beibehaltung der routinemäßigen Abläufe.[26]

Schumpeter definiert zwei Unternehmertypen, den Pionier (Unternehmer) und den Wirt, wobei Schumpeter zwischen der routinemäßigen Kombination und der schöpferischen Neukombination der zur Verfügung stehenden Mittel unterscheidet. Der Schumpetersche Wirt operiert statisch und realisiert die Kombination "unterbewußt".[27] Die Schichten des Unterbewußten werden normalerweise durch Vererbung, Lehre, Erziehung und Umweltdruck reibungslos vermittelt.[28] Der Wirt handelt in einer gewohnten Bahn, also in festen Handlungsmustern bzw. Routine. Die Funktion des Wirts im wirtschaftlichen Entwicklungsprozeß wird in Kapitel 2.2.2.1. behandelt. Der Schumpetersche Unternehmer ("Pionier", "Revolutionär der Wirtschaft")[29] verläßt die gewohnte Bahn, geht neue Wege und stößt an Grenzen der Routine. Der Pionier kombiniert neu und setzt gegen sozialen Gegendruck (gesellschaftliche, rechtliche und politische Hindernisse)[30] seine Kombination in der Wirtschaft durch. Daher fällt ihm eine schöpferische Funktion zu. Der Beitrag und die Funktion dieses Pioniers zur wirtschaftlichen Entwicklung wird in Kapitel 2.2.2.3. ausführlicher beleuchtet.

Anknüpfend an Kapitel 2. soll die Typologie von Röpke , der in Routine-, Arbitrage-, innovatives Unternehmertum sowie Evolution klassifiziert, als Gliederung der einzelnen Unternehmertypen und ihrer wirtschaftlichen Funktion dienen. Dabei soll der evolutorische Unternehmer (Röpke-Unternehmer), in Kapitel 2.2.2.4. gesondert behandelt werden.

2.2.2.1. Allokationstheorie - Routineunternehmer

Der allokationstheoretische Ansatz (Ricardo, Smith) geht von der Aufrechterhaltung des Gleichgewichtszustandes aus und stellt den Wirtschaftsmensch als "homo oeconomicus" oder "hedonische Rechenmaschine"[31] dar.[32] Die Theorie orientiert sich an der Bedürfnisbefriedigung der Wirtschaftssubjekte und der optimalen Allokation der zur Verfügung stehenden Ressourcen. Die Verwirklichung der optimalen Allokation führt mit der Zeit zum Gleichgewicht und bleibt aufgrund der nutzenmaximierenden Kalküle der Wirtschaftssubjekte bei sich wiederholenden Ereignissen erhalten.[33] In diesem Gleichgewicht entstehen volkswirtschaftlich keine Gewinne, also fällt der individuelle Anreiz des Unternehmergewinns weg, da der "Unternehmer" für seine Tätigkeit lediglich einen "Arbeitslohn" erhält.[34] In diesem Zusammenhang kann vom Schumpeterschen Wirt bzw. vom Routineunternehmer gesprochen werden, welcher sich in gewohnten Bahnen des wirtschaftlichen Kreislaufs (Routine) bewegt und keine schöpferische Rolle in der Volkswirtschaft übernimmt. Dies verhindert die Möglichkeit der Entwicklung der Volkswirtschaft aus sich selbst heraus. Der Routineunternehmer handelt gemäß der Inputlogik als "Betriebsleiter" und erzielt mit der Veränderung des Inputs im Produktionsprozeß eine Veränderung des Outputs.[35]

Das Wachstum des Outputs ist daher nur auf eine Akkumulation der Inputfaktoren zurückzuführen, daher ist es nicht möglich, eine wirtschaftliche Entwicklung, welche das System aus sich selbst heraus generiert, zu erklären.[36] Es läßt sich daher festhalten, daß der Routineunternehmer keinen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung leistet, sondern lediglich die Funktion der optimalen Allokation der ihm zur Verfügung stehenden Ressourcen ausübt. Er vollzieht "unterbewußt" die zur Routine bzw. zur Handlungsgewohnheit gewordenen Kombination und operiert statisch.

2.2.2.2. Österreichische Schule - Arbitrageunternehmer

In der Österreichischen Schule erzielen die "findigen Unternehmer"[37] Gewinne, in dem sie noch nicht zur Routine gewordene Tauschmöglichkeiten mit einem zeitlichen Vorsprung erkennen und nutzen (Arbitrage).[38] Der österreichische Ansatz basiert auf Informationsasymmetrien und Unsicherheiten. Werden diese Koordinationslücken bzw. Bewertungsdiskrepanzen in Unternehmen und auf Märkten im Laufe der Zeit beseitigt, kommt es zu einer Tendenz zum Gleichgewicht. Arbitragemöglichkeiten entstehen durch exogene Veränderungen (Veränderungen, die außerhalb des ökonomischen Systems liegen, z.B. politischer Wandel), die Komplexität des wirtschaftlichen Systems und durch endogene Veränderungen der Wirtschaft (Innovationstätigkeit stört das alte Gleichgewicht). Die Intensität der Arbitragetätigkeit hängt vor allem von endogenen Veränderungen ab, das heißt, ohne einen innovativen Unternehmer gibt es keinen Arbitrageunternehmer. Durch Arbitrage setzen sich eingeführte Neuerungen schneller am Markt durch, doch im Laufe der Zeit mit Beseitigung der Koordinationslücken bewegt sich die Volkswirtschaft zum Gleichgewicht hin.[39] Der Arbitrageunternehmer wird bei fehlenden Arbitragemöglichkeiten in das statische Gleichgewicht überführt und seiner Existenzgrundlage beraubt.

Der österreichische Ansatz kann lediglich die Diffusion von Neuerungen im unvollkommenen Markt erklären. Es fehlt jedoch der Gedanke, wie Neuerungen entstehen und am Markt eingeführt werden. Der Arbitrageunternehmer hat für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung keine Primärfunktion, sondern nur eine Sekundärfunktion, da er lediglich am Diffusionsprozeß beteiligt ist. Die quantitative Bedeutung der Arbitrage übertrifft alle anderen unternehmerischen Tätigkeitsbereiche.[40] So sind weltweit im ersten Halbjahr 2000 Fusionen und Übernahmen im Wert von 643 Mrd. Dollar getätigt worden.[41]

2.2.2.3. Schumpeter - innovativer Unternehmer

Schumpeter hat seine "Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung" vor allem aufgrund des Erklärungsdefizits und der Wirklichkeitsfremde des vollkommenen Marktes entwickelt. Wie in Kapitel 2.2.2.1. bereits dargestellt, leistet der Routineunternehmer bzw. Schumpetersche Wirt keinen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung. Im Gegensatz zu dem Wirt verläßt der Unternehmer im Sinne Schumpeters die gewohnte Bahn, geht neue Wege und versucht gegen Widerstände, seine Neukombinationen (Innovationen) am Markt durchzusetzen. Schumpeter trennt zwischen der Invention (Erfindung, Ideenfindung) und der Innovation, die erstmals durchgesetzte und realisierte Erfindung.[42] Der Schumpetersche Unternehmer produziert oder imitiert somit neue Ideen und realisiert sie.[43] Bei Schumpeter kommt es lediglich auf die Durchsetzung neuer Kombinationen an, um als innovativer bzw. schöpferischer Unternehmer zu gelten. Welche Fälle entsprechen der "Durchsetzung neuer Kombinationen" ? Schumpeter nennt fünf mögliche Fälle einer Innovation:

I. Herstellung eines neuen Gutes, oder eines Gutes, welches dem Konsumenten noch nicht vertraut ist

II. Einführung einer neuen, dem betreffenden Industriezweig noch nicht bekannten, Produktionsmethode oder Verfahrensweise

III. Erschließung eines neuen Absatzmarktes, d.h. auf dem der betreffende Industriezweig des betreffenden Landes bisher noch nicht eingeführt war, unabhängig davon ob der Markt schon existiert hat oder nicht.

IV. Erschließung neuer Bezugsquellen (Rohstoffe, Halbfabrikate), welche bisher nicht genutzt, erschlossen bzw. vorhanden gewesen sind.

V. Durchführung einer Neuorganisation. Schumpeter führt hier als Beispiel die Schaffung und Durchbrechung eines Monopols.[44]

Zur Verwirklichung dieser Neukombination muß der Pionierunternehmer die dann benötigten Ressourcen aus bestehenden Produktionsprozessen herauskonkurrieren. Er tritt als Nachfrager von Produktionsfaktoren auf.[45] Der schöpferische Unternehmer orientiert sich nicht nur an der ausgehenden Nachfrage des Konsumenten, sondern er produziert zum Teil auch Güter, für die noch keine Nachfrage besteht.[46] Durch das Aufbrechen der optimalen Allokation schafft der Schumpetersche Unternehmer Unsicherheiten. Diese in der Wirtschaft bestehenden Unsicherheiten - einerseits für den Pionier, ob die Kombination sich durchsetzen wird und andererseits für den Wirt, welcher durch die Innovation eventuell aus dem Markt verdrängt wird - umfassen das Phänomen der "schöpferischen Zerstörung".[47] Der innovative Unternehmer bringt die Wirtschaft aus ihrem bestehenden Gleichgewicht und zerstört durch die geschaffenen Unsicherheiten bestehende Strukturen, er leitet also den Prozeß der "schöpferischen Zerstörung" ein. Den Wirten hingegen fällt es sehr schwer, die bestehenden Bahnen und den Kreislauf zu verlassen, da sie in bis dato gewohnten erfolgreichen Handlungsmustern verharren.[48] Dabei erwächst das Neue in den seltensten Fällen aus dem Alten heraus. "Vielmehr treten der Idee und der Regel nach die neuen Kombinationen, bzw. die sie verkörpernden Firmen bzw. Produktionsstätten usw., nicht einfach an die Stelle, sondern zunächst neben die alten, die aus sich heraus meist gar nicht in der Lage wären, den großen neuen Schritt zu tun."[49] Schumpeter veranschaulicht es damit, daß es nicht die Postkutscher waren, welche die Eisenbahn als neues Verkehrsmittel am Markt eingeführt haben. Es läßt sich für den weiteren Verlauf der Arbeit festhalten, daß das Neue neben das Alte tritt und es niederkonkurriert sowie einen Innovationsprozeß bzw -vorgang einleitet.[50] Schumpeters Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung erklärt die wirtschaftliche Entwicklung einer Volkswirtschaft, eines Landes und einer Region, wie in Kapitel 2.1. bereits angedeutet. Die Neukombination und das damit verbundene Aufbrechen der optimalen Allokation ermöglicht, eine endogen ausgelöste wirtschaftliche Entwicklung zu erklären. Nach Schumpeter ist keine Steigerung der Produktionsfaktoren notwendig, um den Output zu steigern, da diese Erhöhung durch die Umorganisation, Umstrukturierung und Neukombination (siehe S. 9) der bisherigen Faktoren möglich wird. Diese Theorie wendet sich somit von der Inputlogik ab hin zu inputlosen Systemen (Entwicklungslogik).[51] Aus ökonomischer Sichtweise wird der Innovator über die Einführung einer neuen Produktionsfunktion (Produktinnovation) oder Verschiebung der Alten (Prozeßinnovation) definiert. Dieser stellt selbst das "f" der Transformationsfunktion dar, also der Schöpfer und der Durchsetzer dieser Funktion.[52] Die Entwicklungsfunktion einer Volkswirtschaft steht daher in einem sehr engen Zusammenhang mit der Person des schöpferischen bzw. innovativen Unternehmers. Anknüpfend an den Schumpeter-Unternehmer soll der evolutorische Unternehmer Röpkes als vierter Unternehmertyp behandelt werden.

2.2.2.4. Evolutorischer Ansatz - Röpkeunternehmer

Der Röpke´sche bzw. evolutorische Ansatz versucht im Anschluß an die Ideen Schumpeters sowie der anderen früheren Ansätze anzuknüpfen und diese zu einer einheitlichen Theorie zu verbinden.[53] Grundlage vieler neuerer soziobiologischer und ökonomischer Evolutorik bildet Darwins Theorie der Evolution. Mit seinem Werk "On the Origin of Species"[54] setzt Charles Darwin der theologischen Sicht der Evolution ein mechanisches Prinzip der Evolution entgegen, das nicht mehr und nicht weniger als ein Naturprinzip ist und eben nicht von einer höheren Instanz gegeben.[55] Die Determinanten der Evolution sind Variation und Selektion. Wenn nur zwei Individuen einer Art Nachkommen hinterlassen, werden bei diesen einige Merkmale vorhanden sein bzw. variieren, allerdings in einer neuen zufälligen Kombination (keinen Einfluß auf die Weitergabe bestimmter Merkmale). Die Selektion wird hingegen von den gegebenen Umweltbedingungen determiniert. Das Überleben ist nicht zufällig, sondern hängt von seinen Fähigkeiten ab, sich auf diese Bedingungen einzustellen. Entscheidend für das Überleben einer Art ist der Reproduktionserfolg der Individuen. Das Zusammenspiel von Variation und Selektion ist dann jenes Phänomen, das als Evolution bezeichnet wird. Die Evolution bezieht sich auf alle Aspekte des Lebens, also auch auf unternehmerische Handlung sowie den Unternehmer.[56]

Im folgenden der Arbeit soll von der Position ausgegangen werden, daß jeder Mensch die potentielle Fähigkeit zur Selbstevolution besitzt, wobei die genetische Ausgangsstruktur beschränkt, aber nicht determiniert.[57] In diesem Sinne äußert sich auch Rudolf Steiner: "Denn die Geisteswissenschaft zeigt, daß der Mensch entwicklungsfähig ist, daß er sich neue Welten durch Entfaltung neuer Organe (im Sinne des Kompetenzerwerbes) erorbern kann."[58] Unter ökonomischer Evolution, aus der gleichen Denktradition wie Steiner, Wilber, Maturana usw., versteht Röpke dabei die Steigerung der innovativen Fähigkeiten des Unternehmers in der Zeit.[59] Diese evolutorischen Unternehmer als Träger der Selbstevolution entwickeln sich in sich selbst, entfalten Fähigkeitspotentiale zur Erfüllung der Funktionen von Allokation/Routine, Koordination/Arbitrage und Entwicklung/Invention.[60] Im (neo-) darwinistischen Modell, in dem Selbstevolution ausgeschlossen ist, entstehen Mutationen, also ganz neue Merkmalsausprägungen ("Fische lernen laufen"), spontan und zufällig durch Rekombination in einem biologischen Reproduktionsprozeß. Die Spezies des evolutorischen Unternehmers zeichnet sich selbstverantwortlich für die Mutation seines Bewußtseins ("evolution within") aus. Neue Seins- und Wirkungsbereiche evolviert er durch die Herausbildung von Kompetenzen. Jeder Unternehmer selbst kann seine Fähigkeitspotentiale in einem Evolutions- und Lernprozeß in Kompetenzen umwandeln (Kapitel 4.2). Dabei kann er sich von anderen (Berater, Coaches etc.) indirekt bei der Selbstevolution helfen lassen. Diese stark wachsende Evolutionsindustrie und ihre Produkte in den Bereichen Wissen, Ausbildung, Training, Erziehung usw. können im Zeichen des 6.Kondratieffs zu einem Schrittmacher im wirtschaftlichen Entwicklungsprozeß werden, da die bewußte Förderung der Selbstevolution des Individuums die Eigendynamik der Volkswirtschaft anregt, wie in Kapitel 4 und 5 ausführlicher dargestellt wird.[61]

Evolution sowie Innovation stehen in engem Zusammenhang mit der Lernfunktion (Kapitel 4.2; 4.4). Dabei erfolgt analog zu den Ebenen des Lernens eine Differenzierung in die Ebenen der Evolution. Röpke definiert sie wie folgt: "

- Evolution 1 (entsprechend Lernen 1): Evolution durch neues Wissen bei gegebenen Lern-/Innovationsfähigkeiten; in dieser Vorstellung sind Innovation und Evolution direkt verknüpft;
- Evolution 2 (auf der Ebene von Lernen 2): Entwicklung/Erwerb von Kompetenzen, insbesondere Fähigkeiten zur Durchsetzung von Neukombinationen;
- Evolution 3 (Lernen 3): Persönliche Entwicklung, Evolution von Bewußtsein, Lernen 2+3 definiert als evolutorisches Lernen "[62]

Die Abbildung 2 zeigt die Funktion des evolutorischen Unternehmertums. Das evolutorische Lernen (2+3) leistet einen wichtigen Beitrag für die personale Kompetenz zur Durchsetzung der Prozeß- und Produktinnovationen. Funktional gesehen sind reine Innovationssysteme evolutionslos.[63] Ein evolutorischer Unternehmer entwickelt im Gegensatz zum reinen Innovator seine gegebenen Kernkompetenzen weiter und entfaltet neue Kompetenzen. Da sich Entwicklungsabläufe in einer Volkswirtschaft laufend verändern, d.h. Kompetenzen evolvieren, führt die Konzentration auf bestehende Schlüsselqualifikationen zum Untergang des Unternehmens in dieser evolutorischen Wirtschaft.[64] Es gilt das Ertragsgesetz der Innovation: Lern- und Innovationserträge gehen bei erhöhtem Input (auch von Wissen; Lernen 1) bei einem konstanten Fähigkeitsprofil zurück. Die selbstevolutiven Aktionen und Handlungen des Unternehmers versprechen in diesem Entwicklungsszenario zu einem wichtigen Erfolgsfaktor zu werden.[65]

Die Funktion evolutorischen Unternehmertums

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Die Funktion evolutorischen Unternehmertums[66]

Wissen ist spätestens seit dem Übergang vom vierten zum fünften Kondratieff (vgl. Kapitel 2.3.) in den 1970er Jahren zur wichtigsten Ressource geworden und substituiert zunehmend die drei traditionellen Produktionsfaktoren (Boden, Arbeit, Kapital). Dieser Übergang hat zu einem Paradigmenwechsel geführt: von einem energiebasierenden zu einem wissensorientierten Strukturwandel. Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch haben bis dorthin einen nahezu proportionalen Verlauf genommen. Die Entkoppelung dieses Phänomens beginnt mit dem Aufkommen der Informationstechnologie, also der Basisinnovation des 5.Kondratieffs.[67] Mit diesem 5.Kondratieff beginnt der Einstieg in die Wissensgesellschaft, wie in der Einleitung dieser Arbeit bereits angeschnitten, in der zwischenmenschliche Beziehungen einen immer wichtigeren Beitrag in der wirtschaftlichen Entwicklung einnehmen. Der wirtschaftliche Prozeß ist seit dieser Zeit primär von einem Spiel zwischen Personen dominiert.[68] Nicht mehr die Auseinandersetzung mit Bodenschätzen, Stoffumwandlungsprozessen und Energie prägt die Arbeitswelt bzw. das Unternehmertum, sondern die Hinwendung der Menschen zu anderen Menschen bzw. zu Symbolen.[69] Bell formuliert diesen Sachverhalt so: "Dieser Umstand, das heißt die Tatsache, daß die Individuen neuerdings miteinander reden statt auf eine Maschine zu reagieren, ist grundlegend für die Arbeit in der nachindustriellen Gesellschaft."[70] Im nahenden 6.Kondratieff sind die entscheidenden Standortfaktoren - Fachkompetenz, Kreativität, Motivation, Kooperation etc. - für den wirtschaftlichen Erfolg geistig-psychische Eigenschaften.[71] Dieser Konjunkturzyklus wird von einer neuen menschlichen Fähigkeit dominiert werden, die Erlangung psychosozialer Kompetenz.[72] Gerade im Menschen selber liegen derzeit noch große Produktionsreserven brach, die enorme Wachstumsmöglichkeiten verdecken. Gerade der evolutorische Unternehmer bzw. Gründer ist eine tragende Figur im kommenden Wirtschaftszyklus, da er mit der Evolution seines Bewußtseins (Selbstevolution) in der Lage ist, neue Fähigkeitspotentiale mit Hilfe des evolutorischen Lernens aufzudecken. Dies mündet in Kompetenzerwerb oder Kompetenzsteigerung, die zukünftige Wertschöpfung erst ermöglicht.

Die Fähigkeit der Wirtschaftssubjekte Innovationen hervorzubringen, hängt neben den personalen Fähigkeiten des Unternehmers vor allem von der sozialen und kulturellen Ordnung eines Landes sowie deren Ausgestaltung ab. Hier sind vor allem die Arbeiten Friedrich August von Hayeks (insbesondere "Die Verfassung der Freiheit") mit seiner Artikulation der "spontanen Ordnung" zu nennen.[73] Hayek charakterisiert den Prozeß der Herausbildung einer spontanen Ordnung als einen evolutorischen Prozeß. Diese Kennzeichnung bringt zwei voneinander zu unterscheidende Vorstellungen ein: Die spontane Ordnung kann als "unintendiertes Gesamtresultat"[74] und als "Evolutionskonzept-gewachsene Regeln"[75] verstanden werden. Die Diskussion der Handlungsrechte soll anhand der Bildungsinstitutionen Deutschlands im Abschnitt 6 noch beleuchtet werden. Der Einfluß der Kultur auf Unternehmertum bzw. Innovationen soll in dieser wissenschaftlichen Arbeit nicht vertieft werden.

Ökonomisch wird der evolutorische Unternehmer über die Verschiebung der Transformationsfunktion "f " und die Erschaffung der Metatransformationsfunktion definiert, d.h. wenn er bereits verfügbare Fähigkeiten weiter entwickelt bzw. optimiert sowie neue Fähigkeiten durchsetzt.[76] Die Entwicklungsabläufe einer Volkswirtschaft werden im Zeichen des 6.Kondratieffs zunehmend von der Kompetenzentwicklung des Unternehmers beeinflußt werden. Dieser nächste Innovationsschub wird im wesentlichen davon getragen, inwieweit die Wissenschaft und Unternehmertum gemeinsam, die weichen Faktoren besser nutzen können. Dafür sind weiche Faktoren bzw. Kompetenzen im Umgang mit Menschen, Kreativität, Motivation, Verantwortungsgefühl, und vor allem die Bereitschaft sich für eine Sache einzusetzen bzw. durchzusetzen, von tragender Bedeutung.[77] Die Person des evolutorischen Unternehmers korreliert wie der Innovator sehr stark mit der wirtschaftlichen Entwicklung einer Volkswirtschaft (mehr evolutorisches Unternehmertum, desto höheres Wirtschaftwachstum), was im weiteren Verlauf der Arbeit noch explizit herausgearbeitet wird.

2.2.3. Zwischenfazit: Unternehmerfunktionen

Nach der Klassifizierung Röpkes (Routine, Arbitrage, Innovation, Evolution) sind die Unternehmerfunktionen im Hinblick auf ihren Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung untersucht und analysiert worden. Systemtheoretisch gesehen entspricht jede der vier Funktionen einem wirtschaftlichen Teilsystem innerhalb eines gesamten Wirtschaftssystems. Teilsysteme sind in sich geschlossen. Sie stehen zwar in Beziehung zueinander, initiieren aber alle unternehmerischen Maßnahmen und Prozesse zur Erhaltung der Systeme intern.

Inwiefern ist die Differenzierung in verschiedene unternehmerische Funktionen für die Fragestellung - Bildung, Kompetenzerwerb und wirtschaftliche Dynamik im 6.Kondratieff- von zentraler Bedeutung? In diesem Kontext lassen sich drei zentrale Punkte anführen:

- Jeder Unternehmertypus leistet einen unterschiedlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung bzw. zur wirtschaftlichen Dynamik
- Die theoretischen und praktischen Erkenntnisse über Routine-Arbitrageunternehmertum sowie Innovation-Evolutionsunternehmertum sollten im 6.Kondratieff eine rechtliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Akzentuierung bzw. Akzeptanz innerhalb eines Landes erfahren
- Dies sollte sich dann bildungs- und förderungspolitisch auswirken

Die zentrale Person im wirtschaftlichen Entwicklungsprozeß stellt der innovative bzw. evolutorische Unternehmer dar (Kapitel 2.2.2.3./2.2.2.4). Als Träger des Prozesses der Schöpferischen Zerstörung kann er im Gegensatz zum neoklassischen Unternehmer "homo oeconomicus" nicht als Datenanpasser sondern als Datenveränderer verstanden werden.[78] Das Ausmaß schöpferischer Zerstörungskraft wird dabei sehr stark über den Innovationsgrad beeinflußt, was in Kapitel 2.3./2.4 ausführlich dargelegt wird.[79] Dieser Unternehmertypus definiert sich darüber, daß er den Schritt von der reinen Invention zur Innovation vollzieht oder anders ausgedrückt, die Neukombination am Markt durchsetzt. Seinen Antrieb bzw. seine Motivation unternehmerisch tätig zu werden sowie zu innovieren, bezieht er überwiegend aus intrinsischen Faktoren wie die "Freude am Gestalten".[80] Die Person des schöpferischen Unternehmers besitzt eine außergewöhnliche Persönlichkeitsstruktur sowie unternehmerische Schlüsselqualifikationen und wird somit zu einem Knappheitsfaktor einer Volkswirtschaft, da er die wirtschaftliche Entwicklung generiert. Schumpeter formuliert diesen Sachverhalt wie folgt: "Dies verlangt Fähigkeiten, die nur in einem kleineren Teil der Bevölkerung vorhanden sind und die sowohl den Unternehmertyp wie auch die Unternehmerfunktionen ausmachen."[81] Im weiteren Verlauf wird aufbauend auf dieser Erkenntnis, eine Implementierung im Ausbildungssystem erarbeitet. Dieser Unternehmer schafft Unsicherheiten bzw. verläßt die "gewohnte Bahn" und schafft somit die Grundlage für das Auftreten des Arbitrageunternehmers. Dieser findet und nutzt Arbitragemöglichkeiten. In einer Volkswirtschaft sorgt er für die schnelle Diffusion von Neuerungen. Mit der vollständigen Diffusion im Laufe der Zeit verschwinden die Mögklichkeiten zur Arbitrage. Hier schließt sich der Betriebsleiter/Routineunternehmer, der Allokationstheoretiker an. In diesem Gleichgewichtszustand überwacht er die Einhaltung der optimalen Allokation nach der von den schöpferischen Unternehmern determinierten Produktionsfunktion.

In den anschließenden Kapiteln 2.3/3 soll anhand der Kondratieffzyklen sowie den Erkenntnissen Kirchhoffs aufbauend auf der geschilderten Theorie erarbeitet werden, welche Rolle Basisinnovationen und hochinnovative Unternehmen in der Evolution einer Wirtschaft einnehmen.

2.3. Theorie der langen Wellen

Wie ein Blick in die Wirtschaftsgeschichte der letzten 200 Jahre und die bisherigen entwicklungstheoretischen Ansätze dieser Arbeit zeigen, hat es in der Realität kein ständiges Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bei Vollbeschäftigung gegeben, das wirtschaftliche Wachstum lief vielmehr in Form von Ungleichheiten und zyklischen Schwankungen ab. Aufgrund dieser Beobachtung hat Nicolai Dimitrijewitsch Kondratieff (1892-1938) im Jahre 1926 in seinem Artikel "Die langen Wellen der Konjunktur" die Öffentlichkeit erstmals von der Existenz langer Konjunkturbewegungen in Kenntnis gesetzt.[82] Kondratieff nennt in diesem Artikel "aufgrund der verfügbaren Daten das Vorhandensein langer zyklischer Wellen der Konjunktur als sehr wahrscheinlich."[83] Die wirtschaftliche Entwicklung insbesondere der westlichen Industrienationen erklärt sich seit dieser Entdeckung durch Kondratieff nicht allein aus kurzen und mittleren Konjunkturschwankungen. Durch die innovationstheoretischen Arbeiten J.Schumpeters (1883-1950) hat diese Beobachtung Kondratieffs ihre Bedeutung für die Konjunkturprogramme erhalten. Schumpeter benennt diese langen Wellen nach seinem Entdecker N.Kondratieff, als Kondratieffzyklen.[84] Diese Kondratieffzyklen sind nicht allein ein ökonomischer Vorgang, sondern vielmehr ein gesamtwirtschaftlicher Vorgang. Dieser Vorgang führt zu einem Reorganisationsprozeß (veränderte Managementmethoden, Bildungsinhalte, Produktionsmethoden, Schwerpunkte in Forschung und Entwicklung, neue Infrastruktur und neue politische Prioritäten)[85] in der gesamten Gesellschaft, mit dem Ziel, neue und große Knappheitsfelder zu erschließen.[86] Lange Phasen von Prosperität und Rezession kennzeichnen die Kondratieffzyklen. Jeder Kondratieffzyklus umfaßt einen zeitlichen Rahmen von 30-60 Jahren[87] und wird von einem tiefgreifenden Wandel, der einem bestimmten Ordnungsmuster folgt, ergriffen. Erkennt eine Volkswirtschaft, ein Land bzw. Region frühzeitig diese Muster und verwirklicht sie, so kann sie am ehesten von dem Aufschwung einer Welle profitieren.[88]

Das Netz technischer, organisatorischer und geistiger Innovationen sorgt für Produktivitätsfortschritte bzw. Wirtschaftswachstum und verändert sowie zerstört die bisherigen Strukturen. Ganz bestimmte technisch-wirtschaftliche Innovationen, welche Auslöser wirtschaftlicher Prosperität sind und somit umfassende Wirkungen (wie z.B. die Dampfmaschine; Basisinnovation des 1.Kondratieffs) haben, werden Basisinnovationen genannt. Jeder Kondratieffzyklus wird von mindestens einer Basisinnovation getragen, wie im weiteren dargelegt wird.[89]

2.3.1. Die Rolle der Basisinnovationen

Die Basisinnovationen sind Auslöser und Träger der Kondratieffzyklen. Folgende drei Kriterien entscheiden bei einer Neuerung, ob sie sich als Basisinnovation herauskristallisiert:

I. Ein eng vernetztes Technologiebündel welches die Innovationsaktivitäten einer Volkswirtschaft über mehrere Jahrzehnte maßgeblich determiniert > Indikator: F+E-Aufwendungen[90]

II. Eine Basisinnovation übernimmt über mehrere Jahre die Rolle des Motors im wirtschaftlichen Entwicklungsprozeß. Als Beweis dafür kann die Basisinnovation des 5.Kondratieffs, die Informations- und Kommunikationstechnik, angeführt werden. Sie macht in entwickelten Volkswirtschaften 5,5% der Gesamtinvestitionen aus. Diese Basisinnovation ist aber für 35 Prozent des Wirtschaftwachstums verantwortlich.[91] > Indikatoren: Dynamisierung der Märkte (Wachstum) und finanzielles Volumen eines Marktes[92]

III. Sie führt zu einem gesamt-gesellschaftlichen Reorganisationsprozeß (siehe Kapitel 2.3.)[93]

Wie stark oder wie schwach die Wirtschaft eines Landes prosperiert, entscheidet sich somit an der Frage, inwieweit sich die Gesellschaft rechtzeitig auf die Erfolgsmuster einer neuen Kondratieffwelle einstellt. Neben ihrer Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes lassen sich Basisinnovationen aus technologischer bzw. struktureller Sicht betrachten. In diesem Kontext können sie durch drei Komponenten differenziert werden:

- Einem Kern, der die praktische Anwendung eines allgemein gültigen Naturgesetzes darstellt, wie z.B. das Gesetz der Thermodynamik bei der Dampfmaschine.
- Aus einem Bündel neuer Technologien, die aus dem Kern hervorgingen.
- Einem Bündel älterer Technologien, welche im Zusammenhang mit der neuen Technologie transformiert werden und somit ein neues Technologiesystem bilden.[94]

Die neuen Technologien, die aus dem Kern hervorgehen, haben zweierlei Wirkung. Zum einen eröffnen sie neue Märkte und zum anderen bieten sie traditionellen Märkten, die im vorhergehenden Kondratieffzyklus bereits in der Reifephase gewesen sind, durch zahlreiche Innovationen neue Entwicklungsmöglichkeiten. Nefiodow formuliert diesen Sachverhalt sehr treffend: "Die gegenseitige Befruchtung und die zahlreichen Wechselwirkungen zwischen den Gliedern der Basisinnovation und dem gesellschaftlichen Umfeld führen zur Entwicklung zahlreicher neuer Produkte, neuer Dienstleistungen, neuer oder verbesserter Produktionsverfahren sowie zu weitreichenden organisatorischen, sozialen und mentalen

Veränderungen."[95] Dieser ganzheitliche Prozeß - von der Entstehung des technologischen Kerns z.B. Digitalcomputer bis zur Wandelung bzw. Erneuerung der Struktur einer Gesellschaft - stellt den Kondratieffzyklus dar, wie Abbildung 3 zeigt.

Abbildung 3: Definition eines Kondratieffzyklus am Beispiel des 5. Kondratieff [96]

Basisinnovationen können sich gegenseitig in einem Zyklus ergänzen oder unabhängig voneinander auftreten. So sind durchaus mehrere Basisinnovationen in einem Kondratieffzyklus zu finden. In der folgenden Abbildung werden die wichtigsten Basisinnovationen der letzten Kondratieffzyklen dargestellt.

Abbildung 4: Die Grundtechnologien der bisherigen Kondratieffzyklen[97]

Die "Theorie der langen Wellen" leistet neben den innovationstheoretischen Arbeiten Schumpeters, Röpkes etc. einen wichtigen Ansatz zur Erklärung wirtschaftlicher Entwicklung und Dynamik. Insbesondere unter wirtschaftlichen Aspekten soll mit dieser Theorie versucht werden, die Entwicklungstendenzen der nächsten Jahrzehnte abzuschätzen. Diese Theorien bilden einen guten Erklärungsansatz für derzeitige und zukünftige Entwicklungstendenzen einer Volkswirtschaft im Gegensatz zur statisch, makroökonomisch geprägten Wirtschaftspolitik und sollten auch endlich stärkere Beachtung sowie Implementierung in der gesamten Gesellschaft finden. Im späteren Verlauf der Arbeit werden aufbauend auf den entwicklungstheoretischen Theorien konkrete Handlungsmaxime für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft erarbeitet. Im kommenden Abschnitt 2.3.2. werden die Charakteristika der bisherigen 5 Kondratieffzyklen kurz aufgezeigt und analysiert. Dabei wird explizit in Kapitel 2.4. auf den Bruch zwischen dem 4. und 5.Kondratieff eingegangen, also dem Übergang von der Industrie- zur Dienstleistungs-, Informations- bzw. Wissensgesellschaft. Daraus leiten sich notwendige und hinreichende Bedingungen für Handlungsoptionen im 6.Kondratieff ab.

2.3.2. Bisherige Kondratieffzyklen

Im folgenden werden die ersten fünf Wellen wirtschaftlicher Entwicklung dargestellt. Die Kondratieffzyklen lassen sich anhand der Basisinnovationen in Kondratieff 1: Dampfmaschine, Baumwolle; Kondratieff 2: Stahl, Eisenbahn; Kondratieff 3: Elektrotechnik, Chemie; Kondratieff 5: Informationstechnik, Computer; einteilen.[98] Wie in Kapitel 2.3.1. bereits festgestellt worden ist, führen Basisinnovationen zu einem neuen Aufstieg der entsprechenden Welle: "Pionierunternehmer setzen im Tiefpunkt des Zyklus bereits vorhandene "inventions" in "basic innovations" um, die einen langfristigen Wachstumsschub auslösen. Sobald das Marktpotential der grundlegenden Innovationen ausgeschöpft ist, tritt der Abschwung ein, in dessen Verlauf die Bedingungen für den neuen Aufschwung geschaffen werden."[99] Neben den ökonomischen Veränderungen liegt der Schwerpunkt auf dem Kontext von Basisinnovationen und den damit verbundenen Auswirkungen auf Bildung, wirtschaftliche Dynamik und Beschäftigung, was im weiteren an den bisherigen Kondratieffzyklen behandelt wird.

2.3.2.1. Erster Kondratieff

Der erste Kondratieffzyklus umfaßt vor allem den Übergang von der agrarischen Gesellschaft zur Industriegesellschaft und verläuft in der Zeit vom Ende des 18.Jahrhunderts bis Mitte des 19.Jahrhunderts.[100] Der Anstieg dieser ersten langen Welle dauert vom Ende der 80er Jahre bzw. 90er Jahre des 18.Jahrhunderts bis 1810-1817, der Abstieg hingegen von 1810-1817 bis 1844-1851.[101] Die Basis dieser Welle liegt in der Erfindung der Dampfmaschine[102] durch Thomas Newcomen sowie den entscheidenden Verbesserungen James Watts[103] und der damit verbundenen Nutzung der Technik der stationären Dampfkraft begründet. Karl Marx formuliert diesen Sachverhalt gegensätzlich: "es war vielmehr umgekehrt die Schöpfung der Werkzeugmaschinen, welche die revolutionierte Dampfmaschine notwendig machte."[104] Von dieser Basisinnovation profitierte neben der Textilindustrie als "Konjunkturlokomotive" noch der Maschinenbau, die Hüttentechnik, die Eisenumformungstechnik und der Bergbau.[105] Parallel zu dieser Basisinnovation entstehen vor allem in England (Mutterland der Dampfmaschine ) in der Textilindustrie, dem Träger des 1.Kondratieffs, viele Innovationen wie die "spinning jenny" (Feinspinnmaschine),"waterframe" (Wasserspinnmaschine) sowie die Vereinigung dieser beiden, die "Mule-Spinnmaschine" (Wagenspinner), welche durch den Einsatz der Dampfmaschinentechik zu beachtlichen Produktivitätsfortschritten (die 200-fache Leistung eines herkömmlichen Spinnrades)[106] gelangte. Das Hauptelement dieses ersten Zyklus und der Industrialisierung stellt somit die Baumwolle dar. Diese Industrialisierungsweise läßt sich am besten an einem Beispiel erklären.

Einer der größten und erfolgreichsten Unternehmer seiner Zeit sowie ein Vertreter der neuen Klasse der Industriellen war Sir Robert Peel (1750-1830), der es bei seinem Tode auf ein Vermögen von 1,5 Millionen Pfund brachte. Sein Geld verdiente er mit dem Bedrucken von Baumwollstoffen. Dabei setzte er mit einigem Geschäftsverstand und Energie die technischen Neuerungen wie die Dampfmaschine und damit betriebene arbeitssparende Geräte rasch in seiner Firma ein, was zu riesigen Produktivitätsfortschritten und Reichtum führte. Er bot ein gutes Beispiel für die Gruppe von Menschen, die ihre eigenen und die Entdeckungen anderer ausnutzten (Durchsetzung von Neukombinationen), die Gewinn zogen aus den ortsgegebenen Möglichkeiten zur Herstellung und Bedruckung von Baumwollwaren wie aus Bedarf und Nachfrage nach Fabrikerzeugnissen, die seit einem halben Jahrhundert bestand, und die so zu großem Reichtum kamen, ohne verfeinerte Lebensart, Verstandeskultur oder mehr als gewöhnliche Kenntnisse zu besitzen.[107]

Diese industrielle Umwandlung brachte eine neue Gesellschaftsform - den Frühkapitalismus - hervor, der sich auf eine neue Produktionsform stützte: der Fabrik. Aus der Konzentration der Arbeiter in der Fabrik entstand in Folge eine neue soziale Klasse - die der Industriearbeiter. Für diesen neuen Typus standen nicht mehr landwirtschaftliche Tätigkeiten im Vordergrund, sondern angelernte einfache unselbständige Tätigkeiten in einem stark arbeitsteiligen Prozeß in der Fabrik (Taylorismus). Die höhere Bildung war in dieser Kondratieffwelle den wohlhabenden Klassen vorbehalten, da eine elementare Ausbildung der Masse der Bevölkerung ausreichte, um wirtschaftlichen Erfolg auch als Unternehmer zu erzielen.[108] Als Inbegriff dieser Ausprägung läßt sich die Industriestadt Manchester (Binnenwanderung: Land-Stadt-Wanderung) nennen, die zwischen 1760 und 1830 um das Zehnfache wuchs (von 17.000 auf 180.000 Einwohner). Hier bildete sich ein zentrales industrielles Zentrum heraus, welches die weltweite wirtschaftliche Führerschaft Englands und deren dynamische wirtschaftliche Entwicklung in dieser Zeit verdeutlichte. Diese drückt sich vor allem darin aus, daß zwischen 1830 und 1850 sechzig Prozent der Weltbaumwollproduktion, fünfzig Prozent der Weltkohleproduktion und fünfundsiebzig Prozent der Weltkohleproduktion auf Großbritannien entfielen.[109]

Diese technische und wirtschaftliche Vormachtstellung Englands in der Textilindustrie läßt sich anhand der quantitativen Entwicklung der mechanischen Webstühle deutlich zeigen, welche im Jahre 1813 von 2.400, auf 85.000 im Jahre 1833 und im Maximum im Jahre 1850 auf knapp eine Viertelmillion anstieg. In dieser Abstiegsphase sank hingegen die Zahl der Handweber vom Anfang der 20er Jahre des 19.Jahrhunderts von ca. 250.000 bis zum Beginn der 1840er Jahre auf unter 100.000 Beschäftigte, was den Strukturwandel und die wirtschaftliche Krise ab Mitte der 30er Jahre deutlich zeigt.[110] Zwischen zwei Kondratieffzyklen treten starke Spannungen in Wirtschaft und Gesellschaft auf, die sich vor allem in Großbritannien, im Deutschen Reich und Frankreich in einer Wachstumskrise äußerten. Die Zeit des Pauperismus[111] bedeutet das Ende des 1.Kondratieffs.

Da die Transportkosten zu hoch waren, konnten die Unternehmer bzw. Produzenten keine Kapizitätsausweitungen vornehmen, um neue Märkte zu erschließen. Mit dem Bau der Eisenbahn und dem Aufkommen der Dampfschiffe wurden diese rezessiven Tendenzen überwunden sowie neue Knappheitsfelder erschlossen. Neben die Postkutschen treten die Eisenbahnen , also der Beginn des 2.Kondratieffs.

2.3.2.2. Zweiter Kondratieffzyklus

Der zweite Kondratieffzyklus war gekennzeichnet von Kenntnissen über die Herstellung von Stahl und den damit verbundenen Boom im Schiffs- und Eisenbahnbau. Der Anstieg dieser Welle dauerte von 1844-1851 bis 1870-75, der Abstieg dieser Phase beginnend von 1870-75 bis 1890-96.[112] Dieser langfristige Aufschwung kann mit der Eisenbahn und den damit verbundenen "backward und forward linkages" in Verbindung gesetzt werden. Dies drückt sich vor allem in der Ausbreitung der Stahlindustrie (in Deutschland vor allem: Krupp, Thyssen, Hoesch usw.) und in einer massiven Absenkung der Transportkosten aus.[113] Vor allem der Bau der Eisenbahn ließ sich die Industrie auf weite Räume ausdehnen und durch die fortschreitende Industrialisierung kam es zu einem massiven Städtewachstum.

Den durch die zunehmende Industrialisierung Deutschlands hervorgerufenen Arbeitskräftebedarf der Industriezentren (Ruhrgebiet, Berlin, mitteldeutsche Städte: Leipzig, Chemnitz, Halle/Saale usw.) und der Hafenstädte (durch stark wachsendes Exportvolumen) sowie die starke Bevölkerungsentwicklung mündete in einer Urbanisierung Deutschlands.[114] Die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands im zweiten und dritten Kondratieff läßt sich anhand der deutschen Boomregion dieser Zeit des Ruhrgebietes (wie heute Oberbayern) veranschaulichen. Die anschließende Grafik zeigt die Entwicklung einiger Ruhrgebietsstädte für die Jahre von 1875 bis 1895 und 1907, in dem in diesem Ballungszentrum allein sieben Großstädte (mehr als 100.000 Einwohner zu dieser Zeit)[115] entstanden sind.

Für den zweiten Kondratieff sind in Deutschland der Name des Unternehmers Alfred Krupp (1812-1887) und die Stadt Essen Essen zum Synonym geworden. Im Alter von 14 Jahren mußte Alfred Krupp seine Schulbildung abbrechen und übernahm mit seiner Mutter wegen des Todes seines Vaters Friedrich Krupp das Gußstahlwerk im Jahre 1826. Im Jahre 1832 hatte das Unternehmen gerade 7 Beschäftigte. Im Jahre 1852 erfand und brachte er den nahtlosen Eisenbahnreifen (Markenzeichen und Firmensymbol Krupps) aus Stahl auf den Markt, dessen Produktion die Grundlage dafür war, zum größten Unternehmen Europas des 19.Jahrhunderts aufzusteigen.[116] Die Firma Krupp beschäftigte im Jahre der Reichsgründung(1871) bereits 8000, im Jahre 1887 (Tod Alfred Krupps) über 20.000 und 1907 wuchs der Konzern auf beachtliche 64.000 Mitarbeitern an. Er nahm mit 180.000.000 Mark Kapital den Spitzenplatz der Industrieunternehmen in Deutschland ein.[117] Die Dynamik der aufstrebenden Stadt Essen läßt sich vor allem an der Mobilitätskennziffer von 613,9 um die Jahrhundertwende, also dem Ausmaß des Wanderungsvolumens, und der Entwicklung der Firma Krupp ablesen.[118]

Auch im zweiten Kondratieff behielt Großbritannien noch seine wirtschaftliche Vormachtstellung, weil sie einen Vorsprung an technischem und ökonomischem Wissen, also Humanvermögen, besaßen. Die nun einsetzende Aufholjagd Deutschlands in der Mitte des 19. Jahrhunderts ging nicht nur um Invention und Innovation von Produkten und Prozessen, sondern auch um die Schaffung von Institutionen der technischen Bildung vor allem als Standbein des dritten Kondratieffs.[119] Durch die fortschreitende Industrialisierung und der damit eng verbundenen Technisierung entwickelte sich eine hohe Nachfrage nach wissenschaftlichen Qualifikationen (z.B. Universitätsdiplom), worauf Deutschland mit einer Bildungsoffensive antwortete, um das Bildungssystem besser auf den Arbeitsmarkt und die zukünftigen Erfordernisse abzustimmen.[120]

Die zweite lange Welle fand ihr Ende während der sogenannten "Großen Depression (1873-1895, drei Depressionsperioden)" mit einer hohen Zahl an Arbeitslosen, die mit einem verschärften Strukturwandel in der Landwirtschaft und dem Übergang zum dritten Kondratieff zu erklären sind.[121] Diese große Depressionsperiode wurde nur durch die Hochschwungphase (1886-1890) unterbrochen, die mit einem Gründerboom und einer starken Ausweitung des Produktionsvolumens einherging,[122] der im folgenden Abschnitt besprochen wird.

2.3.2.3. Dritter Kondratieffzyklus

Der dritte Kondratieffzyklus stand eindeutig im Zeichen der Elektrotechnik und der Chemie sowie den daraus entstandenen Produkten wie Impfstoffe, Telefon, Radio oder Beleuchtung.[123] Seit dieser dritten langen Welle, deren technologischer Kern die Entwicklung des Elektrodynamischen Prinzips (erste Erwähnung 4.12.1866) durch Werner von Siemens gewesen ist,[124] läßt sich die wirtschaftliche Entwicklung einer Volkswirtschaft zunehmend über die wissenschaftlichen Erkenntnisse und ihrer Umsetzung in Innovationen erklären. Der Anstieg dieser langen Welle dauerte von 1890-95 bis 1914-20,[125] der Abstieg von 1920-25 bis 1935-1940.

Mit dem Beginn der dritten langen Welle (1895) folgte bis zum Ersten Weltkrieg einer der längsten und stärksten Aufschwünge in der deutschen Geschichte, welcher nur durch die Stockungsjahre 1900/02 und 1908/09 unterbrochen wurde. Dieser Zeitraum war von einer "global triumphierenden privatkapitalistischen Industrialisierung" und einem prosperierenden Welthandel geprägt. Dieser wirtschaftliche Aufschwung, insbesondere im sekundären und tertiären Sektor, führte zu einer starken Steigerung des Arbeitskräftebedarfs, des Produktionsvolumens, des Exportanteils, der Wertschöpfung, des Reallohnniveaus und des Welthandelsanteils Deutschlands. Die Steigerungen ab den 90er Jahren hingen vor allem mit der Herausbildung neuer Führungssektoren in der deutschen Industrie zusammen. Dabei traten vor allem die Branchen Großchemie, Elektrotechnik und Maschinenbau in den Vordergrund. In diesen Branchen erlangten die deutschen neben den amerikanischen Unternehmen bis zum Ersten Weltkrieg die weltweite Marktführerschaft. Die Engländer hielten überwiegend an den etablierten Erfolgsmustern des ersten und zweiten Kondratieffs mit Dampfkraft, Kohle und Stahl fest. Englands Wirtschaft verharrte in alten Strukturen und war nicht in der Lage, die "gewohnte Bahn" zu verlassen (Routineunternehmertum, siehe Kapitel 2.2.2.1.). Die USA und Deutschland überholten England in diesem Kondratieff, weil ihre Gesellschaft die neuen Erfolgsmuster frühzeitig erkannte.[126]

Gerade der Maschinen- und Anlagenbau Deutschlands kam mit ständigen weltweiten Innovationen auf den Markt (z.B. Automobil, Verbrennungsmotoren usw.) und galt daher als eine der aufstrebendsten Zukunftsbranchen seiner Zeit. Die andere große Wachstumsbranche stellte die Elektrotechnik dar. Mit Siemens und AEG nahmen die Deutschen die führende Position nicht nur in Europa, sondern auch auf dem Weltmarkt ein. Diese beiden Elektroriesen zeichneten sich vor allem durch jährlich zweistellige Wachstumsraten aus. Diese Entwicklung verhalf ihnen, im Jahre 1913 einen Umsatzanteil von einem Drittel an der Weltproduktion ihrer Branche zu erlangen.[127] Der Aufstieg dieser Unternehmen ist unzertrennbar mit demErfinder Werner von Siemens (Siemens-Halske; 1816-1892[128] ) und dem Unternehmer Emil Rathenau (AEG; 1838-1915) verbunden. Die innovative Firma Siemens zeichnete sich durch zahlreiche Inventionen, wie die erste elektrische Lokomotive, weltweite Verlegung von Telegraphenleitungen (Nachrichtentechnik) sowie der ersten Straßenbahn der Welt aus. Die praktische Ausführung und Umsetzung übernahm federführend hingegen sein Mechaniker Halske. Im Gegensatz zu Siemens, dessen Geschäftserfolg auf eigenen Erfindungen aufbaut, kauft Rathenau Patente auf und setzt sie mit einer aggressiven Marketingstrategie am Markt durch. Als Beispiel hierfür kann der komplette Erwerb der Patente Edisons für die wirtschaftliche Nutzung auf dem deutschen Markt angesehen werden, welches die Voraussetzung zum Aufstieg eines international operierenden Konzerns (Kraftwerke, Eisenbahnen sowie elektrische Maschinen und Geräte) war.[129] In dieser "Wirtschaftswunderphase", die auf der einen Seite auf weltkonjunkturelle Gründe zurückzuführen war und auf der anderen Seite vor allem von strukturellen Entwicklungen getragen wurde, gelang Deutschland der Übergang vom Agrar- zum Industriestaat.

[...]


[1] Vgl. de Solla Price, D.: Science since Babylon, New Haven, 1961, S. 96

[2] Vgl. Frühwald, W.: Die Informatisierung des Wissens, Stiftungsfeier Alcatel SEL Stiftung, Stuttgart, 1995

[3] Vgl. zum Begriff der Wissensgesellschaft folgende Publikationen:
Vgl. OECD: The Knowledge-based Economy, in: Arbeitpapier Nr. OECD/GD(96)102, Paris, 1996, in: http://www.oecd.org/dsti/stp/tip/index.htm, Blatt 7, Stand 5.02.2001
Vgl. Rammert, W.: Produktion von und mit "Wissensmaschinen": Situation sozialen Wandels hin zur "Wissensgesellschaft", in: Konrad,W/Schumm, W. (Hrsg.): Wissen und Arbeit: Neue Konturen von Wissensarbeit, Münster, 1999, S. 40;44
Vgl. Knorr-Cetina, K.: Sozialität mit Objekten: Soziale Beziehungen in post-traditionalen Wissensgesellschaften, in: Rammert, W. (Hrsg.): Technik und Sozialtheorie, Frankfurt am Main/New York, 1998, S. 93
Vgl. Krohn, W.: Rekursive Lernprozesse: Experimentelle Praktiken in der Gesellschaft:Das Beispiel der Abfallwirtschaft, in: Rammert, W./Bechmann, G. (Hrsg.): Technik und Gesellschaft. Jahrbuch 9: Innovation – Prozesse, Produkte, Politik, Frankfurt am Main, 1997, S. 70

[4] Willke, H.: Systemisches Wissensmanagement, Stuttgart, 1998, S. 355

[5] Vgl. Schlaffke, W.: Welche Anforderungen stellt der Wirtschaftsstandort Deutschland ?, in: Der Bürger im Staat, Heft 4, 1997

[6] Nicolai D. Kondratieff(ein russischer Ökonom) gilt als Begründer der Theorie der langen Wellen. Nach dem auf ihm basierenden Modell kommt es alle 30-50 Jahre zu einer Basisinnovation.

Vgl. zum 6.Kondratieff Nefiodow, Leo A.: Der sechste Kondratieff: Wege zur Produktivität und Vollbeschäftigung im Zeitalter der Information, Sankt Augustin, 2000

Vgl. Nefiodow, Leo A.: Der Sechste Kondratieff. Die großen neuen Märkte des 21. Jahrhunderts, in: Thomas, H./Nefiodow, L.(Hrsg.): Kondratieffs Zyklen der Wirtschaft. An der Schwelle neuer Vollbeschäftigung?, Herford, 1998, S. 155-196

[7] Vgl. Stumpf, R.: Der sechste Kondratieff, in: Multimind, Ausgabe 2, Februar, 2000, in: http://www.komet-hf.de/wellness-netzwerk/Tips/K6/k6.html, Stand, 29.03.2001

[8] Vgl. überarbeiteten Vortrag von Röpke, J.: Universitäten und Gründungsdynamik, Marburg, Fassung 19.02.2001, S. 3

[9] überarbeiteter Vortrag von Röpke, J.: Universitäten und Gründungsdynamik, Marburg, Fassung 19.02.2001, S. 4

[10] Vgl. Röpke, J.: Externes Unternehmenswachstum im ökonomischen Evolutionsprozeß, in: Ordo Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft, Band 41, Stuttgart/New York, 1990, S. 154

[11] Vgl. Roepke, J.: Der lernende Unternehmer, Kapitel 2, Marburg, Stand: 19.02.2001, S. 4

[12] Vgl. Reynolds, P. et al.: Global Entrepreneurship Monitor, Executive Monitor, Executive Report, 1999, S. 7

[13] Vgl. Walter, H.: Wachstums- und Entwicklungstheorie, Stuttgart/New York, 1983, S. 1

[14] Vgl. Schumpeter, J.: Die Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, 9. Aufl., Berlin, 1999, S. 96

[15] Vgl. Schumpeter, J.: Die Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, 9. Aufl., Berlin, 1999, S. 95 f.

[16] Vgl. Röpke, J.: Die Strategie der Innovation, Tübingen, 1977, S. 121

[17] Vgl. zum Begriff des Systems Kapitel ...

[18] Parloff, B. et al.: Personality Characteristics which differentiate Creative Male Adolescents and Adults, Vol. 36, S. 528-552, S. 549 f.

[19] Vgl. Heuss, E.: Allgemeine Markttheorie, Tübingen/Zürich, 1965

[20] Vgl. Schumpeter, J.: Die Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, 9. Aufl., Berlin, 1999

[21] Vgl. Röpke, J.: Cooperative Entrepreneurship, Marburg, 1992, S. 1-12
Vgl. Röpke, J.: Der lernende Unternehmer, Kapitel 2, Marburg, Stand: 19.02.2001

[22] Vgl. Heuss, E.: Allgemeine Markttheorie, Tübingen/Zürich, 1965, S. 10

[23] Vgl. Heuss, E.: Allgemeine Markttheorie, Tübingen/Zürich, 1965, S. 8

[24] Vgl. Heuss, E.: Allgemeine Markttheorie, Tübingen/Zürich, 1965, S. 9

[25] Heuss, E.: Allgemeine Markttheorie, Tübingen/Zürich, 1965, S. 10

[26] Vgl. Heuss, E.: Allgemeine Markttheorie, Tübingen/Zürich, 1965, S. 10

[27] Vgl. Schumpeter, J.: Die Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, 9. Aufl., Berlin, 1999, S. 117-124

[28] Vgl. Schumpeter, J.: Die Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, 9. Aufl., Berlin, 1999, S. 124

[29] Schumpeter, J.: Die Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, 9. Aufl., Berlin, 1999, S. 130

[30] Vgl. Schumpeter, J.: Die Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, 9. Aufl., Berlin, 1999, S. 126

[31] Schumpeter, J.: Das Wesen und der Hauptinhalt der theoretischen Nationalökonomie, Berlin, 1908, S. 86

[32] Vgl. Röpke, J.: Die Strategie der Innovation, Tübingen, 1977, S. 119 f., S. 260 f.

[33] Vgl. Röpke, J.: Externes Unternehmenswachstum im ökonomischen Evolutionsprozeß, in: Ordo Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft, Band 41, Stuttgart/New York, 1990, S. 154

[34] Vgl. Schumpeter, J.: Die Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, 9. Aufl., Berlin, 1999, S. 75-87

[35] Vgl. Röpke, J.: Der lernende Unternehmer, Kapitel 2, Marburg, Stand: 19.02.2001, S. 5

[36] Vgl. Röpke, J.: The East Asian "Miracle": Theorectical Challenges, in: Selected Issues of East Asian Economies, S. 113-121

[37] Vgl. Kirzner, I.: Wettbewerb und Unternehmertum, Tübingen, 1978, S. 159

[38] Vgl. Röpke, J.: Externes Unternehmenswachstum im ökonomischen Evolutionsprozeß, in: Ordo Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft, Band 41, Stuttgart/New York, 1990, S. 154

[39] Vgl. Wieandt, A.: Die Theorie der dynamischen Unternehmerfunktionen, in: WiSt, Heft 1, 1994, S. 20-24

[40] Vgl. Röpke, J.: Der lernende Unternehmer, Kapitel 2, Marburg, Stand: 19.02.2001, S. 6

[41] Vgl. o.V.: Fusionen und Übernahmen, in: FAZ, 18.8.2000, S. 13

[42] Vgl. Schumpeter, J.: Die Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, 9. Aufl., Berlin, 1999, S. 117-126

[43] Vgl. Röpke, J.: Die Strategie der Innovation, Tübingen, 1977, S. 122

[44] Vgl. Schumpeter, J.: Die Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, 9. Aufl., Berlin, 1999, S. 100-101

[45] Vgl. Schumpeter, J.: Die Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, 9. Aufl., Berlin, 1999, S. 102 f.

[46] Vgl. Schumpeter, J.: Die Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, 9. Aufl., Berlin, 1999, S. 99-100

[47] Vgl. Schumpeter, J.: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie, 6. Aufl., Bern, 1987, S. 134 ff.

[48] Vgl. Schumpeter, J.: Die Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, 9. Aufl., Berlin, 1999, S. 126

[49] Vgl. Schumpeter, J.: Die Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, 9. Aufl., Berlin, 1999, S. 101

[50] Vgl. Schumpeter, J.: Die Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, 9. Aufl., Berlin, 1999, S. 101; 322

[51] Vgl. Röpke, J.: Der lernende Unternehmer, Kapitel 2, Marburg, Stand: 19.02.2001, S. 7

[52] Vgl. Röpke, J.: Lernen in der unternehmerischen Wissensgesellschaft: Von der Inputlogik zur Selbstevolution, in: Klemmer, P. et al(Hrsg.): Liberale Grundrisse einer zukunftsfähigen Gesellschaft, Baden-Baden, 1998, S. 137

[53] Vgl. Röpke, J.: Primitive Wirtschaft, Kulturwandel und die Diffusion von Neuerungen, Tübingen, 1970, S. 145

[54] Vgl. Darwin, C.: On the Origin of Species by Means of Natural Selection, or the Preversation of Favoured Races in the Struggle for Life, Kent et al, 1859, Project Gutenberg, in: http://www.gutenberg.net, E-Text Nr. 1228, 1998, Kapitel III

[55] Vgl. Wutketits, F.: Gene, Kultur und Moral: Soziobiologie - pro und contra, Darmstadt, 1990, S. 30

[56] Vgl. Wutketits, F.: Gene, Kultur und Moral: Soziobiologie - pro und contra, Darmstadt, 1990, S. 27

[57] Vgl. Maturana, H :Ask Dr. Maturana, Chilean School of Biology of Cognition, Januar, 1997, in: http://www.inteco.cl/biology/ask9701.htm, Stand 25.3.2001, S. 216

[58] Steiner, R.: Die Erziehung des Kindes vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft, Dornach, 1992, S. 11 f.

[59] Vgl. Röpke, J.: Externes Unternehmenswachstum im ökonomischen Evolutionsprozeß, in: Ordo Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft, Band 41, Stuttgart/New York, 1990, S. 154

[60] Vgl. Röpke, J.: Der lernende Unternehmer, Kapitel 2, Marburg, Stand: 19.02.2001, S. 8

[61] Vgl. Röpke, J.: Der lernende Unternehmer, Kapitel 2, Marburg, Stand: 19.02.2001, S. 8 ff.

[62] Röpke, J.: Lernen in der unternehmerischen Wissensgesellschaft: Von der Inputlogik zur Selbstevolution, in: Liberale Grundrisse einer zukunftsfähigen Gesellschaft, Klemmer, P. et al(Hrsg.), Baden-Baden, 1998, S. 138

[63] Vgl. Röpke, J.: Der lernende Unternehmer, Kapitel 2, Marburg, Stand: 19.02.2001, S. 8

[64] Vgl. Röpke, J.: Der lernende Unternehmer, Kapitel 2, Marburg, Stand: 19.02.2001, S. 9

[65] Röpke, J.: Lernen in der unternehmerischen Wissensgesellschaft: Von der Inputlogik zur Selbstevolution, in: Liberale Grundrisse einer zukunftsfähigen Gesellschaft, Klemmer, P. et al(Hrsg.), Baden-Baden, 1998, S. 137

[66] Vgl. Röpke, J.: Der lernende Unternehmer, Kapitel 2, Marburg, Stand: 19.02.2001, S. 9

[67] Vgl. Nefiodow, L.: Der sechste Kondratieff: Wege zur Produktivität und Vollbeschäftigung im Zeitalter der Information, 4.Aufl., Sankt Augustin, 2000, S.12

[68] Vgl. Bell, D.: Die nachindustrielle Gesellschaft, Frankfurt, 1996, S. 136;375

[69] Vgl. Nefiodow, L.: Der sechste Kondratieff: Wege zur Produktivität und Vollbeschäftigung im Zeitalter der Information, 4.Aufl., Sankt Augustin, 2000, S. 8

[70] Bell, D.: Die nachindustrielle Gesellschaft, Frankfurt, 1996, S. 168

[71] Vgl. Händeler, E.: Was kommt nach der Informationstechnik?, in: Süddeutsche Zeitung Nr.231, 7.10.1997, S. 26

[72] Vgl. Nefiodow, L.: Der sechste Kondratieff: Wege zur Produktivität und Vollbeschäftigung im Zeitalter der Information, 4.Aufl., Sankt Augustin, 2000, S. 140

[73] Vgl. Hayek, F.A. von: Die Verfassung der Freiheit, Tübingen, 1971

[74] Vgl. Hayek, F.A. von: Die Verfassung der Freiheit, Tübingen, 1971, S. 40
Vgl. Hayek, F.A. von: Freiburger Studien: Gesammelte Aufsätze, Tübingen, 1969, S. 169

[75] Vgl Hayek, F.A. von: Recht, Gesetzgebung und Freiheit, in: Band 1:Regeln und Ordnung, Tübingen, München, 1980, S. 24
Vgl. Vanberg, V.: Liberaler Evolutionismus oder vertragstheoretischer Konstitutionalismus? Zum Problem institutioneller Reformen bei F.A. v. Hayek und J.M. Buchanan, Tübingen, 1981, S. 8 ff.

[76] Vgl. Röpke, J.: Lernen in der unternehmerischen Wissensgesellschaft: Von der Inputlogik zur Selbstevolution, in: Klemmer, P. et al(Hrsg.): Liberale Grundrisse einer zukunftsfähigen Gesellschaft, Baden-Baden, 1998, S. 138

[77] Vgl. Nefiodow, L.: Es gibt keinen Stillstand, in : Das MorgenWelt-Interview, 1999, in: http://www.morgenwelt.de/wissenschaft/9907-nefiodow.htm, Stand: 2.04.2001

[78] Vgl. Schumpeter J.: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie, 7. erw. Aufl., Basel/Tübingen, 1993, S. 215

[79] Vgl. Schumpeter J.: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie, 7. erw. Aufl., Basel/Tübingen, 1993, S. 140

[80] Vgl. Schumpeter, J.: Die Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, 9. Aufl., Berlin, 1999, S. 138/139

[81] Schumpeter J.: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie, 7. erw. Aufl., Basel/Tübingen, 1993, S. 215

[82] Vgl. Nefiodow, L.: Der sechste Kondratieff: Wege zur Produktivität und Vollbeschäftigung im Zeitalter der Information, 4.Aufl., Sankt Augustin, 2000, S. 2/208

[83] Kondratieff , N.: Die langen Wellen der Konjunktur, in: Lederer, E.(Hrsg.), Archiv für Sozialwissenschaften und Sozialpolitik, 56. Band, Tübingen ,1926, S. 599

[84] Vgl. hierzu Schumpeter, J.: Konjunkturzyklen: Zwei Bände, Göttingen, 1961

[85] Vgl. Händeler, E.: Epochenwechsel im Gesundheitswesen: Preisschrift zum ausgeschriebenen Holistica-Preis der Plantina Biologische Arzneimittel, München, 1998, S. 7

[86] Vgl. Perez, C.: Structural Change and the Assimilation of New Technologies in the Economic and Social System, in: Futures, Vol.15, No. 4, Oktober, 1983, S. 357-375

[87] Über den zeitlichen Rahmen der Kondratieffzyklen gibt es in der Literatur unterschiedliche Meinungen. Die angegebene Spanne liefert den niedrigsten und den höchsten Wert in der Literatur.
Vgl. Nefiodow, L.: der sechste Kondratieff: Wege zur Produktivität und Vollbeschäftigung im Zeitalter der Information, 4.Aufl., Sankt Augustin, 1998, S. 2
Vgl. Stumpf, R.: Der sechste Kondratieff, in: Multimind, Ausgabe 2, Februar, 2000, in: http://www.komet-hf.de/wellness-netzwerk/Tips/K6/k6.html, Stand, 29.03.2001

[88] Vgl. Händeler, E.: Epochenwechsel im Gesundheitswesen: Preisschrift zum ausgeschriebenen Holistica-Preis der Plantina Biologische Arzneimittel, München, 1998, S. 7 f.

[89] Vgl. Nefiodow, L.: der sechste Kondratieff: Wege zur Produktivität und Vollbeschäftigung im Zeitalter der Information, 4.Aufl., Sankt Augustin, 2000, S. 3

[90] Vgl. Nefiodow, L.: der sechste Kondratieff: Wege zur Produktivität und Vollbeschäftigung im Zeitalter der Information, 4.Aufl., Sankt Augustin, 2000, S. 83

[91] Vgl. Fisher, Andrew : Is the effort worthwile? The Financial Times, FT-IT Review 12, 03.03.1999

[92] Vgl. Nefiodow, L.: der sechste Kondratieff: Wege zur Produktivität und Vollbeschäftigung im Zeitalter der Information, 4.Aufl., Sankt Augustin, 2000, S. 83 f.

[93] Vgl. Nefiodow, L.: der sechste Kondratieff: Wege zur Produktivität und Vollbeschäftigung im Zeitalter der Information, 4.Aufl., Sankt Augustin, 2000, S. 15 f.

[94] Vgl. Nefiodow, L.: der sechste Kondratieff: Wege zur Produktivität und Vollbeschäftigung im Zeitalter der Information, 4.Aufl., Sankt Augustin, 2000, S. 224

[95] Nefiodow, L.: der sechste Kondratieff: Wege zur Produktivität und Vollbeschäftigung im Zeitalter der Information, 4.Aufl., Sankt Augustin, 2000, S. 224

[96] Vgl. Nefiodow, L.: der sechste Kondratieff: Wege zur Produktivität und Vollbeschäftigung im Zeitalter der Information, 4.Aufl., Sankt Augustin, 2000, S. 225

[97] Vgl. o.V.: Kondratieffzyklen: Die Grundtechnologien, in: http://www.noe-lak.at/wissensraum/slide/sld008.htm, Stand 12.04.2001

[98] Vgl. Nefiodow, L.: der sechste Kondratieff: Wege zur Produktivität und Vollbeschäftigung im Zeitalter der Information, 4.Aufl., Sankt Augustin, 2000, S. 3
Vgl. Stumpf, R.: Der sechste Kondratieff, in: Multimind, Ausgabe 2, Februar, 2000, in: http://www.komet-hf.de/wellness-netzwerk/Tips/K6/k6.html, Stand, 29.03.2001

[99] Kühne, G.: Lange Wellen der wirtschaftlichen Entwicklung: theoretische Erklärungsansätze und Verbindungslinien zur Geschichte der Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik, Göttingen, 1991, S. 29

[100] Vgl. Händeler, E.: Epochenwechsel im Gesundheitswesen: Preisschrift zum ausgeschriebenen Holistica-Preis der Plantina Biologische Arzneimittel, München, 1998, S. 7

[101] Vgl. Kondratieff , N.: Die langen Wellen der Konjunktur, in: Lederer, E.(Hrsg.): Archiv für Sozialwissenschaften und Sozialpolitik, 56. Band, Tübingen ,1926, S. 590

[102] Vgl. o.V.: Abbildung Dampfmaschine, in: http://www.weltchronik.de/dch/dch_1545.htm, Stand: 13.04.2001

[103] Vgl. Arbeitswelt Museum: Antrieb der industriellen Revolution, in: http://maw-server.museum-steyr.at/SA97/03_dampfmaschine.html, Stand: 13.04.2001

[104] Marx, K.: Das Kapital, Band 1, 1979, S. 396

[105] Vgl. Nefiodow, L.: der sechste Kondratieff: Wege zur Produktivität und Vollbeschäftigung im Zeitalter der Information, 4.Aufl., Sankt Augustin, 2000, S. 3

[106] Vgl. Kennedy, P.: Aufstieg und Fall der großen Mächte: Ökonomischer Wandel und militärischer Konflikt von 1500 bis 2000, Frankfurt, 1991, S. 232

[107] Vgl. Whittle, P.: Blackburn As It Is, Preston, 1852, S. 262

[108] Vgl. Maier, H.: Bildungsökonomie: Die Interdependenz von Bildung und Beschäftigung, Stuttgart, 1994, S. 14

[109] Vgl. Otten, D.: Die Welt der Industrie: Entstehung und Entwicklung der modernen Industriegesellschaften, Band 1: Aufstieg und Expansion, Reinbek, 1986, S. 209

[110] Vgl. Hobsbawn, E.: Industrie und Empire I: Britische Wirtschaftsgeschichte seit 1750, Frankfurt, 1969, Kapitel 3

[111] Vgl. Moltmann, G.: Der Aufbruch nach Amerika: Die Auswanderungswelle von 1816/17, Stuttgart, 1989, S. 189

[112] Vgl. Kondratieff , N.: Die langen Wellen der Konjunktur, in: Lederer, E.(Hrsg.), Archiv für Sozialwissenschaften und Sozialpolitik, 56. Band, Tübingen ,1926, S. 590

[113] Vgl. Kühne, G.: Lange Wellen der wirtschaftlichen Entwicklung: theoretische Erklärungsansätze und Verbindungslinien zur Geschichte der Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik, Göttingen, 1991, S. 112

[114] Vgl. Wehler, H.U.: Von der "Deutschen Doppelrevolution" bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges 1849-1914, 3.Band, München, 1995, S. 595 ff.

[115] Vgl. Keyser, E.: Bevölkerungsgeschichte Deutschlands, Leipzig, 1941, S. 421

[116] Vgl. Gall, L.: Krupp: Der Aufstieg eines Industrie-Imperiums, Berlin, 2000

[117] Vgl. Wehler, H.U.: Von der "Deutschen Doppelrevolution" bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges 1849-1914, 3.Band, München, 1995, S. 624

[118] Vgl. Heberle, R./Meyer, F.: Die Großstädte im Strome der Binnenwanderung: Wirtschafts und bevölkerungswissenschaftliche Untersuchungen über Wanderung und Mobilität in deutschen Städten, Leipzig, 1937, S. 120 ff.

[119] Vgl. Maier, H.: Bildungsökonomie: Die Interdependenz von Bildung und Beschäftigung, Stuttgart, 1994, S. 15

[120] Vgl. Maier, H.: Bildungsökonomie: Die Interdependenz von Bildung und Beschäftigung, Stuttgart, 1994, S. 17

[121] Vgl. Wehler, H.U.: Von der "Deutschen Doppelrevolution" bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges 1849-1914, 3.Band, München, 1995, S. 577 f.

[122] Vgl. Wehler, H.U.: Von der "Deutschen Doppelrevolution" bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges 1849-1914, 3.Band, München, 1995, S. 575 f.

[123] Vgl. Nefiodow, L.: der sechste Kondratieff: Wege zur Produktivität und Vollbeschäftigung im Zeitalter der Information, 4.Aufl., Sankt Augustin, 2000, S. 6

[124] Vgl. o.V.: Ernst Werner von Siemens, in: http://www.kbtext.de/wernsiem.htm, Stand 17.04.2001

[125] Vgl. Kondratieff , N.: Die langen Wellen der Konjunktur, in: Lederer, E.(Hrsg.): Archiv für Sozialwissenschaften und Sozialpolitik, 56. Band, Tübingen ,1926, S. 590

[126] Vgl. Händeler, E.: Epochenwechsel im Gesundheitswesen: Preisschrift zum ausgeschriebenen Holistica-Preis der Plantina Biologische Arzneimittel, München, 1998, S. 7

[127] Vgl. Wehler, H.U.: Von der "Deutschen Doppelrevolution" bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges 1849-1914, 3.Band, München, 1995, , S. 613-618

[128] Vgl. o.V.: Foto Werner von Siemens, in: wysiwyg://content.body.42/ http://www.hausgeraet.de/deutsch/unternehmen/geschichte_content.html, Stand: 19.04.2001

[129] Vgl. o.V.: Emil Rathenau, in: http://www.hdg.de/lemo/html/biografien/RathenauEmil/index.html, Stand 17.04.2001

Ende der Leseprobe aus 147 Seiten

Details

Titel
Bildung, Kompetenzerwerb und wirtschaftliche Dynamik im sechsten Kondratieff
Hochschule
Philipps-Universität Marburg
Note
1
Autor
Jahr
2001
Seiten
147
Katalognummer
V185649
ISBN (eBook)
9783668593763
Dateigröße
1791 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bildung, kompetenzerwerb, dynamik, kondratieff
Arbeit zitieren
Olaf Stiller (Autor:in), 2001, Bildung, Kompetenzerwerb und wirtschaftliche Dynamik im sechsten Kondratieff, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185649

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