Personalisierung eines Content-Management-Systems. Abbildung der Struktur in einer relationalen Datenbank und Implementierung einer Benutzerregistrierung


Diplomarbeit, 2001

76 Seiten, Note: 1.2


Leseprobe

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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis ... 2
Abbildungsverzeichnis ... 5
Tabellenverzeichnis ... 6
Abkürzungsverzeichnis ... 7
1 Einleitung ... 8
2 Personalisierung ... 9
2.1 Sinn und Zweck der Personalisierung ... 10
2.1.1 Erhöhen der Kundenbindung ... 11
2.1.2 Zielgerichtete Werbung ... 11
2.1.3 Schnellere Verteilung von Informationen im Intranet ... 11
2.1.4 Zielgerichtete Informationen ... 12
2.2 Probleme und Risiken der Personalisierung ... 12
2.3 Rechtliche Aspekte der Personalisierung ... 13
2.3.1 Datenschutz in Deutschland... 13
2.3.2 Datenschutz in der EU ... 14
2.3.3 Datenschutz in den USA ... 14
2.4 Planung der Personalisierung ... 15
2.5 Datenbestand analysieren und Kundengruppen bilden ... 15
2.6 Wiedererkennen des Benutzers ... 16
2.6.1 Erkennen des Benutzers über Benutzername und Passwort ... 16
2.6.2 Erkennen des Benutzers durch Cookies ... 17
2.6.3 Erkennen des Benutzers durch Feststellen der IP-Adresse ... 18
2.7 Benutzerdaten ermitteln ... 18
2.7.1 Technische Daten ermitteln ... 18
2.7.2 Explizite Datenerfassung ... 19
2.7.3 Implizite Datenerfassung ... 20
2.8 Verfahren zur Benutzerdatenanalyse - Matching ... 21
2.8.1 Regelbasierte Verfahren ... 22
2.8.2 Inhaltsbasierte Filterverfahren ... 23
2.8.3 Kollaborative Filterverfahren ... 24
2.8.4 Hybride Filterverfahren ... 25

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3 Grundlagen der Entwicklungsumgebung ... 26
3.1 Grundlagen Websphere Application Server ... 26
3.2 Websphere Personalization-Komponente ... 27
3.2.1 Personalisierung durch regelbasierte Verfahren ... 28
3.2.2 Personalisierung durch Filterverfahren ... 29
3.3 Websphere Commerce Suite ... 29
3.4 Grundlagen IBM DB2 UDB ... 29
3.5 Grundlagen Lotus Domino Server ... 30
3.6 Grundlagen Java Servlets ... 30
3.7 Grundlagen Java Server Pages (JSP) ... 32
3.8 Grundlagen Content-Management-Systeme ... 33
3.9 Die Gartenbauanwendung... 34
4 Planung der Personalisierung ... 37
4.1 Definition der Ziele ... 37
4.2 Definition der Personalisierungsobjekte ... 37
4.2.1 Eignung des Menupunktes ,,Home" für eine Personalisierung ... 38
4.2.2 Eignung des Menupunktes ,,Die Firma" für eine Personalisierung ... 38
4.2.3 Eignung des Menupunktes ,,News" für eine Personalisierung ... 39
4.2.4 Eignung des Menupunktes ,,Produkte" für eine Personalisierung ... 39
4.3 Definition der Software-Architektur ... 40
4.4 Segmentierung der Benutzer ... 41
4.5 Matching ­ Generieren von Empfehlungen ... 42
4.5.1 Regelbasiertes Verfahren ... 42
4.5.2 Kollaboratives Filtern ... 43
5 Zukünftige relationale Tabellenstruktur ... 44
5.1 Darstellung der relationalen Tabellenstruktur ... 44
5.2 Aufbau der Strukturtabellen... 45
5.3 Aufbau der Inhaltstabellen ... 47
5.4 Aufbau der Benutzertabellen ... 48
5.5 Aufbau der Personalisierungstabellen ... 50
6 Implementierung einer Benutzerregistrierung und -anmeldung ... 51
6.1 Registration.jsp ... 51
6.2 Servlet Registration ... 52
6.3 Login.html ... 53

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6.4 Servlet Login ... 53
7 Schlusswort ... 54
8 Anhang ... 55
8.1 Abbildungen ... 55
8.2 Begriffserklärungen ... 61
8.3 Literaturverzeichnis ... 65
8.3.1 Bücher ... 65
8.3.2 Webseiten ... 66
8.3.3 Zeitschriften ... 70
8.4 Programmcodes ... 71
8.4.1 Registration.jsp ... 71
8.4.2 Registration.java ... 72
8.4.3 Login.html ... 73
8.4.4 Login.java ... 74
Selbständigkeitserklärung ... 76

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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 2-1 Techniken zur Benutzeridentifikation ... 16
Abbildung 2-2 Benutzerdatenanalyse zur Anpassung der Webseite ... 21
Abbildung 3-1 Architektur des Websphere Application Server ... 26
Abbildung 3-2 Websphere Familie ... 27
Abbildung 3-3 Servlet - Anwendung zwischen Webbrowser und Datenbank oder
Anwendung ... 31
Abbildung 3-4 Dreiteilung der Daten eines Content Management Systems ... 33
Abbildung 3-5 Generierung von HTML Code beim bisherigen Szenario ... 35
Abbildung 4-1 Checkboxen zur Definition der Zuordnung des Inhalts ... 43
Abbildung 4-2 Darstellung der relationalen Tabellenstruktur ... 45
Abbildung 8-1 Explizite Datengewinnung bei www.daybyday.de ... 55
Abbildung 8-2 Lebenszyklus eines JSP beim ersten Aufruf ... 55
Abbildung 8-3 zukünftiges Szenario ... 56
Abbildung 8-4 Aufbau der Gartenbauanwendung ... 57
Abbildung 8-5 Ablauf der Registrierung ... 58
Abbildung 8-6 Ablauf der Anmeldung ... 59
Abbildung 8-7 Anzeige der Registration.jsp im Webbrowser ... 60

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Tabellenverzeichnis
Tabelle 1 Beispielbewertung von Filmen für inhaltsbasiertes Filtern ... 23
Tabelle 2 Beispielbewertung von Filmen für kollaboratives Filtern ... 24
Tabelle 3 Weitere Regeln für die Personalisierung ... 43
Tabelle 4 Struktur der Tabelle CONTENT_TYPE... 45
Tabelle 5 Struktur der Tabelle CONTENT_TYPE_ATTRIBUTE ... 46
Tabelle 6 Struktur der Tabelle STRUCTURE ... 46
Tabelle 7 Struktur der Tabelle CONTENT... 47
Tabelle 8 Struktur der Tabelle STRUCTURE_CONTENT ... 47
Tabelle 9 Struktur der Tabelle USER_GROUPS ... 48
Tabelle 10 Struktur der Tabelle USER ... 48
Tabelle 11 Struktur der Tabelle USER_DIVISION ... 49
Tabelle 12 Struktur der Tabelle USER_BOUGHTS ... 49
Tabelle 13 Struktur der Tabelle CONTENT_RECOMMENDATION ... 50

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Abkürzungsverzeichnis
AG
Aktiengesellschaft
BDSG
Bundesdatenschutzgesetz
CGI
Common Gateway Interface
CMS
Content Management System
DB2
Database
HTML
Hypertext Markup Language
HTTP
Hypertext Transport Protocol
IBM
International Business Machines
IIOP
Internet
Inter-ORB
Protocol
IP Internet
Protokoll
JDBC
Java Database Connectivity
JNDI
Java Naming and Directory Interface
JMS
Java Message Services
JSP
Java Server Pages
JTS
Java Transaction Services
ORB
Object Request Broker
PC
Personal
Computer
PDA
Personal Digital Assistant
SQL
Structured
Query
Language
SQLJ
Structured Query Language for Java
SSL
Secure Socket Layer
TCP/IP Transmission
Control
Protocol/Internet Protocol
TDDSG Teledienstdatenschutzgesetz
TDSV
Telekommunikationsdiensteunternehmendatenschutzverordnung
TKG
Telekommunikationsgesetz
UDB
Universal
Database
URL
Uniform Resource Locator
WAS
Websphere Application Server
WWW
World Wide Web
XML
Extensible Markup Language

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1 Einleitung
Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Thema ,,Personalisierung eines Content-
Management-Systems und Abbildung dessen Datenstruktur in einer relationalen Daten-
bank sowie Implementierung einer Benutzerregistrierung".
Um eine erfolgreiche Internetpräsenz zu erreichen, ist es wichtiger denn je, die Wünsche
der Besucher einer Webseite, welche zu Kunden werden sollen, schnellstmöglich zu be-
friedigen. Wie dieses Ziel unter Verwendung eines Content Management Systems erreicht
werden kann, wird in den folgenden Kapiteln erläutert.
In diesem Zusammenhang werden im zweiten Kapitel die Grundlagen der Personalisierung
dargelegt. Neben rechtlichen Aspekten werden die Vorteile erläutert, welche sich aus der
Personalisierung ergeben. Weiterhin werden die Verfahren vorgestellt, mit denen Daten
über den Benutzer gesammelt und verwertet werden können.
Das dritte Kapitel befasst sich mit den Grundlagen des bisherigen und des zukünftigen
Systems.
Das vierte Kapitel beinhaltet Überlegungen zur Planung der Personalisierung des Content
Management Systems anhand der bestehenden Beispielanwendung.
Die zukünftige relationale Tabellenstruktur des Content-Management-Systems wird im
fünften Kapitel dargestellt.
Im sechsten Kapitel wird die Implementierung der Benutzerregistrierung und der Benut-
zeranmeldung beschrieben.

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2 Personalisierung
Personalisierung bedeutet das Anpassen einer Anwendung an eine bestimmte Person. Sie
ist im eigentlichen Sinn keine Errungenschaft des Internets. Bereits vor dem Internetzeital-
ter wurde der Kunde in einem ,,Tante-Emma-Laden" oder in der Bank persönlich ange-
sprochen.
Nach dem Untergang dieser ,,Tante-Emma-Läden" ging das Marketing mehr und mehr zu
einem Massenmarketing über. Das Augenmerk vieler Unternehmen richtete sich nicht auf
den Kunden mit seinen individuellen Wünschen, sondern vielmehr auf den Markt als Gan-
zes. Dieser wurde bestenfalls in mehrere kleine, vermeintlich homogene Marktsegmente
unterteilt. Im Vordergrund stand der Markt, während der Kunde lediglich als statische
Größe in Erscheinung tritt. Aus diesem Fokus entstand die Massenfertigung, welche sich
lange Zeit als erfolgreich erwiesen hat.
1
Erst mit dem Aufkommen des one-to-one Marketing, entscheidend mitgeprägt durch Don
Peppers und Dr. Martha Rogers in Ihrem Buch ,,The One to One Future: Building Relati-
onships One Customer at a Time", änderte sich diese Einstellung. Der Fokus der Unter-
nehmen war nicht mehr auf den scheinbar homogenen Markt, sondern auf den einzelnen
Kunden gerichtet. Die neue Herausforderung hieß Individualisierung. Für jeden Kunden
sollte ein maßgeschneidertes Produkt angeboten werden, welches die Bedürfnisse indivi-
duell befriedigt.
2
Kunden, denen ein speziell für ihre Wünsche passendes Produkt geboten
wird, schauen nicht in erster Linie auf den Preis.
Mit der Verbreitung des Internets wurde diese Entwicklung nochmals deutlich beschleu-
nigt. Durch dieses ist es möglich, jedem einzelnen Kunden ein einzigartiges Produkt, eine
individuelle Webseite, anzubieten.
3
Heute ist die Personalisierung ein bedeutender Bestandteil der Internetwelt. Benutzer kön-
nen gezielt mit Informationen versorgt, und gleichzeitig vor einem ,,Information Overload"
geschützt werden. Mehr denn je ist die Qualität der Daten wichtiger als die Quantität.
4
Wenn im Folgenden von Personalisierung gesprochen wird, ist das Anpassen einer Inter-
netseite an die Bedürfnisse des Kunden gemeint.
1
vgl. [Hildebrand] S. 1
2
vgl. [Hildebrand] S. 5
3
vgl. [PersSoap]
4
vgl. [Webfair]

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2.1 Sinn und Zweck der Personalisierung
In einem Werbeprospekt von IBM zur Personalisierung steht: ,,Bei einer personalisierten
e-business Site besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass Besucher aufmerksam wer-
den, ihr Interesse aufrechterhalten und dadurch letztlich Umsatz erzielt wird."
Sowohl für die Anbieter einer personalisierten Webseite, als auch für den Benutzer dieser
Seite entsteht ein gestiegener Nutzen. Unternehmen können durch die Personalisierung
eine bessere Beziehung zu ihren Kunden aufbauen, indem sie jeden Kunden persönlich
ansprechen und ihnen individuelle Informationen bieten. Durch das Befriedigen einzelner
Bedürfnisse kann das Unternehmen auf eine schnellere Kaufentscheidung des Kunden hof-
fen.
Der Nutzer der Webanwendung profitiert in der heutigen Zeit der Informationsüberflutung
dann von gefilterten Informationen, wenn seine wahren Interessen beachtet werden.
Zur Personalisierung eines Webangebotes wird eine bestimmte Personalisierungssoftware,
wie zum Beispiel die in Kapitel 3.2 vorgestellte Websphere Personalization-Komponente,
benötigt. Diese Software ermöglicht es, dass verschiede Surfer auf der gleichen Internetsei-
te unterschiedliche Inhalte angezeigt bekommen.
5
Durch das Anpassen der Inhalte an den
Benutzer verbessern die Unternehmen die bestehenden Beziehungen zum Kunden, und
können außerdem auf eine Erhöhung der Umwandlung von Besuchern der Webseite zu
Kunden des Unternehmens hoffen. Das Ziel eines Unternehmens ist nicht länger, ,,mehr
Käufer für seine Produkte zu finden, sondern mehr Produkte für seine Käufer."
6
Einen ge-
steigerten Umsatz pro Kunden kann das Unternehmen durch ,,cross-selling" und durch
,,up-selling" erreichen. ,,Cross-selling" bedeutet einen höheren Umsatz mit verschiedenen
Produkten, ,,up-selling" hingegen einen höheren Umsatz mit dem gleichen Produkt.
7
Im Rahmen einer Umfrage im Frühjahr 1999 bestätigte die Marktforschungsfirma Fletcher
Research, dass sich der Umsatz der Geschäfte über das Internet erhöht, wenn den Benut-
zern personalisierte Webangebote bereitgestellt werden. Danach haben 68 Prozent der
Kunden, welche ihre Homepage bei einem Geldinstitut oder einem Webhändler selber kon-
figurieren konnten, bei diesem auch etwas gekauft. Bei Webseiten ohne Personalisierung
liegt diese Rate bei nur 28 Prozent.
8
Im Folgenden werden weitere Gründe, eine Webseite an den Kunden anzupassen, erläutert.
5
vgl. [PersFAQ1]
6
[Tietgens]
7
vgl. [SAS]
8
vgl. [Tietgens]

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2.1.1 Erhöhen der Kundenbindung
Neben der Erhöhung des Umsatzes pro Kunde ist die Bindung des Kunden an das Unter-
nehmen das zweite wichtige Ziel der Personalisierung. Dieses kann durch eine individuelle
Betreuung des Kunden erreicht werden. Individuelle Betreuung bedeutet das persönliche
Ansprechen des Kunden, wodurch eine gewisse Verbundenheit geschaffen wird. Zusätz-
lich können dem Kunden durch das Auswerten seines Nutzerprofils und seiner bisherigen
Käufe Angebote für Produkte erstellt werden. Persönliche, auf diese Art generierte Pro-
duktempfehlungen, führen wesentlich öfter zum Kauf als das herkömmliche Bewerben von
Produkten. Zudem nimmt der Kunde wahr, dass er ohne großes Suchen sofort das be-
kommt, was er benötigt.
2.1.2 Zielgerichtete Werbung
Durch das Auswerten des Nutzerprofils ist es möglich, Werbeblöcke so zu schalten, dass
diese nur dem Nutzer, welcher sich für das beworbene Produkt interessiert, angezeigt wird.
Zielgerichtete Werbung wird schon seit längerem von Suchmaschinen eingesetzt. So wird
auf der Ergebnisseite abhängig vom Suchbegriff ein unterschiedlicher Werbeblock einge-
blendet.
2.1.3 Schnellere Verteilung von Informationen im Intranet
Die Personalisierung von Webangeboten ist nicht nur im Internet, sondern auch im Intranet
lohnenswert. Es ist so möglich, den Mitarbeitern Neuheiten, welche deren Berufsgruppe
betrifft, anzuzeigen, oder wichtige Dokumente und Formulare viel schneller zugänglich zu
machen. Das bisher zeitaufwendige Zusammensuchen von Informationen aus dem Intranet
wird durch das Anpassen der Webseite an den Mitarbeiter wesentlich verkürzt.
9
Auch bei IBM werden die Webseiten im Intranet seit geraumer Zeit an den Mitarbeiter
angepasst. Neben den Vorgaben durch die Personalisierungssoftware hat der Benutzer die
Möglichkeit die Webseite, wie in [W3IBM] zu sehen, nach eigenen Wünschen zu gestal-
ten.
9
vgl. [Tietgens]

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2.1.4 Zielgerichtete Informationen
Neben den genannten Vorteilen für die Unternehmen, bietet die Personalisierung auch dem
Benutzer deutliche Vorteile. Er bekommt nur die Informationen angezeigt, welche für ihn
relevant sind, ohne dass es einen hohen Arbeitsaufwand seinerseits erfordert.
In der heutigen Zeit der Informationsüberflutung sind weniger, aber dafür relevantere In-
formationen wichtiger denn je.
2.2 Probleme und Risiken der Personalisierung
Oft wird eine Personalisierung daran scheitern, dass der Benutzer seine Daten nicht preis-
geben will. Negative Schlagzeilen auf dieses Gebiet werfen zudem Firmen, welche die
gesetzlichen Bedingungen (siehe Kapitel 2.3) unzureichend beachten.
10
Des weiteren be-
reiten die unterschiedlichen Datenschutzbestimmungen der Länder Probleme beim gren-
zenlosen Verkehr im Internet. Möchte der Benutzer völlige Sicherheit, ist er bei jeder
Webseite gezwungen, nachzusehen, in welchem Land das Unternehmen seinen Geschäfts-
sitz hat und welches Datenschutzrecht in diesem Land gilt.
Ein weiteres Problem der Personalisierung liegt in den wechselnden Bedürfnissen der
Kunden. Oft haben die Kunden abhängig von der Tageszeit, Umwelteinflüssen oder den
gesellschaftlichen Rollen unterschiedliche Bedürfnisse.
Nicht zu unterschätzen sind die Kosten, die nötig sind, um die Webseite an die verschiede-
nen Bedürfnisse anzupassen. Neben der Anschaffung der Personalisierungssoftware ist ein
großer Zeitbedarf notwendig, um bestehende Daten für die Personalisierung aufzubereiten.
Ebenfalls sollte die Hardware verbessert werden, da die Informationsverarbeitung und ­
gewinnung nicht so lange andauern darf, dass die Kunden aufgrund der geringen Ge-
schwindigkeit des Seitenaufbaus die Webseite nicht mehr besuchen.
10
vgl. [Schüler] S. 200ff

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2.3 Rechtliche Aspekte der Personalisierung
Technisch gibt es für das Sammeln von Daten für die Personalisierung kaum Grenzen. Je-
doch hat der Gesetzgeber für gewisse Regeln gesorgt, die den Schutz der Daten betreffen.
Dieser Datenschutz birgt für die Firmen Vor- und Nachteile in sich. Neben den höheren
Kosten, welche durch das Beachten der gesetzlichen Bestimmungen entstehen, fällt es ei-
nigen Nutzern, durch das Vertrauen auf gesetzliche Regelungen und auf das Einhalten die-
ser durch die Unternehmen, weniger schwer, persönliche Daten preis zu geben.
2.3.1 Datenschutz in Deutschland
In Deutschland gibt es kein einheitliches Internet-Datenschutzrecht. Dieses ist vielmehr
aus einer Reihe einzelner Gesetze zusammengesetzt. Selbst in den einzelnen Bundeslän-
dern wird das Datenschutzrecht unterschiedlich geregelt.
11
Das wichtigste Gesetz zum Schutz persönlicher Daten ist das Bundesdatenschutzgesetz
(BDSG). Dieses Gesetz soll gewährleisten, dass jede natürliche Person selbst entscheiden
kann, in welchem Umfang von öffentlichen und nichtöffentlichen Stellen über seine per-
sönlichen Daten verfügt wird. Personenbezogene Daten können nur gesammelt werden,
wenn die betroffene Person ausdrücklich um Erlaubnis gefragt wurde, oder wenn es das
BDSG oder eine andere Rechtsvorschrift erlaubt.
12
Nicht geschützt sind dagegen juristi-
sche Personen (Aktiengesellschaften) oder persönliche Daten welche sich nicht auf eine
konkrete Person beziehen lassen (Daten aus Umfragen).
Im Rahmen von Internet-Datenschutz wird das BDSG durch eine Reihe von Spezialgeset-
zen konkretisiert. So wird die technische Übermittlung der Daten im Telekommunikati-
onsgesetz (TKG) und in der Telekommunikationsdiensteunternehmendatenschutzverord-
nung (TDSV) geregelt.
Hingegen werden Dienstleistungen per Internet vom Teledienstdatenschutzgesetz
(TDDSG), überwacht.
In der Praxis ist eine deutliche Abgrenzung jedoch kaum möglich, so dass die Unterneh-
men alle betroffenen Gesetze kennen und beachten müssen.
11
vgl. [Hengl]
12
vgl. [BDSG] Artikel 4 Absatz 1

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2.3.2 Datenschutz in der EU
Der Handel im Internet vollzieht sich ohne Rücksicht auf nationale Grenzen. Daher hat die
Europäische Union einen erheblich Einfluss auf die Gesetzgebung zum Datenschutz ihrer
Mitgliedsstaaten. Da ein geschlossener europäischer Wirtschaftsraum angestrebt wird,
muss auch das Recht der angeschlossenen Länder harmonisiert werden.
Zur Vereinheitlichung des Datenschutzrechtes hat die Europäische Kommission 1997 die
,,EG-Telekommunikations-Datenschutzrichtlinie"
13
verabschiedet. Nach den Bestimmun-
gen dieser Richtlinie müssen die EU-Mitgliedsstaaten den Schutz der Grundrechte und
Grundfreiheiten sowie den Schutz der Privatsphäre natürlicher Personen bei der Verarbei-
tung personenbezogener Daten gewährleisten. Zudem sieht sie eine unabhängige Kontroll-
behörde in Form eines staatlichen oder auch betrieblichen Datenschutzbeauftragten vor.
Die Verarbeitung personenbezogener Daten, aus denen Daten über Gesundheit und Sexual-
leben, ethnische oder rassische Herkunft sowie religiöse oder philosophische Überzeugun-
gen, politische Meinungen oder die Gewerkschaftszugehörigkeit hervorgehen, wird unter-
sagt.
14
Diese Richtlinie hat auf geltendes nationales Recht keine direkte Auswirkung, sollte jedoch
in die nationalen Gesetze eingebracht werden. Das ist in Deutschland innerhalb der Umset-
zungsfrist bis zum 24.10.1998 nicht erfolgt, soll aber noch im Herbst dieses Jahres gesche-
hen.
15
2.3.3 Datenschutz in den USA
Anders als in Europa sind in den USA kaum Gesetze zum Schutz der Privatsphäre vorhan-
den. Außerdem gibt es, ähnlich wie in Deutschland, in den einzelnen Bundesländern un-
terschiedliche Gesetze. Die USA bauen vielmehr auf die Selbstregelungskräfte des Mark-
tes. Man geht davon aus, dass nur die Unternehmen überleben werden, welche ausreichen-
de Verpflichtungen zum Schutz der Daten eingehen.
16
Datenschutz wird in der Regel
durch ein gegenseitiges Einverständnis vereinbart. Entweder der Kunde fordert den Schutz
seiner persönlichen Daten, oder das Unternehmen bietet dieses an.
17
13
vgl. [EGDatenschutz]
14
vgl. [EGDatenschutz] Artikel 8, Absatz 1
15
vgl. [Hengl]
16
vgl. [Cyberlaw]
17
vgl. [Volokh] S. 85

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2.4 Planung der Personalisierung
Bevor Daten über den Benutzer erfasst werden, sollte ein Unternehmen die Ziele festlegen,
welche mit der Personalisierung verfolgt werden. Möglich sind beispielsweise das Erhöhen
des Umsatzes pro Kunde oder eine Erhöhung der Verweildauer der Besucher auf dem We-
bangebot.
Nachdem die Ziele definiert sind, werden im nächsten Schritt die Personalisierungsobjekte,
unter anderem der Navigator, die Inhalte oder die Darstellung, festgelegt. Danach wird die
Software-Architektur zur zukünftigen Informationsgewinnung und ­verarbeitung definiert.
Ist dies erfolgt, werden die zu erwartenden Nutzer in verschiedene Gruppen unterteilt. Es
gilt zu Untersuchen, welche Daten für das Nutzerprofil explizit und welche Daten implizit
gewonnen werden können. Sodann folgt der Abgleich zwischen dem Informationsangebot
des Anbieters und dem Nutzerprofil, das sogenannte Matching.
Diese Maßnahmen sind zu verwirklichen, bevor die Webseite im Internet verfügbar ge-
macht wird. Anschließend wird analysiert, inwieweit die Ziele erreicht wurden, und wie
verwendeten Techniken verbessert werden können.
18
2.5 Datenbestand analysieren und Kundengruppen bilden
Nach der Analysierung der bestehenden Daten werden diese einzelnen Gruppen zugeord-
net. Dafür wird zuerst ermittelt, welche sogenannten Kundengruppen zu erwarten sind.
Dann können die Daten dementsprechend zugeordnet werden.
Um auch in Zukunft einer Umgruppierung und weitergehenden Differenzierung auf Grund
zusätzlich erhobener Daten zu ermöglichen, müssen die Nutzerprofile und die entspre-
chenden Individualisierungsregeln dynamisch und entwicklungsoffen angelegt sein.
19
Weiterhin ist eine ständige Pflege des Datenbestandes notwendig. In gewissen Abständen
sollten die Nutzerprofile dahingehend überprüft werden, ob die Angaben noch aktuell oder
überhaupt richtig sind. Ist der Name eines Benutzers Donald Duck, kann davon ausgegan-
gen werden, dass dieser nicht seinen wahren Namen angegeben hat.
Bei Bedarf müssen neue Daten bestehenden Gruppen zugeordnet oder bestehende Daten in
neue Gruppen eingeteilt werden.
18
vgl. [RedbookPersonalization] S. 51ff
19
vgl. [Tietgens]

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_________________________________________________________________________
2.6 Wiedererkennen des Benutzers
Um eine Internetseite personalisiert darzustellen, muss der Benutzer identifiziert werden.
Dies bereitet große Probleme.
Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Wege, den Benutzer zu identifizieren. Zum einen
kann man feststellen, welcher Rechner auf die Webseite zugreift. Dies ist durch sogenannte
,,Cookies" (siehe Kapitel 2.6.2) oder durch Feststellen der IP-Adresse (siehe Kapitel 2.6.3)
möglich. Zum anderen kann die Identifizierung anhand von Benutzername und Passwort
erfolgen (siehe Kapitel 2.6.1).
Laut einer Studie von ,,Jupiter", über die verwendete Technik der Benutzeridentifikation
(siehe Abbildung 2-1), sind Cookies am weitesten verbreitet, gefolgt von der Identifikation
anhand Namen und Passwort, gefolgt von der Feststellung der IP-Adresse.
Abbildung 2-1 Techniken zur Benutzeridentifikation
20
2.6.1 Erkennen des Benutzers über Benutzername und Passwort
Die einzige Methode, welche nach dem heutigen Stand der Technik mit Sicherheit den
Benutzer erkennt, verwendet Benutzername oder Kundennummer und Passwort.
21
Diese
Daten werden bei der Registrierung des Kunden vergeben.
Da Benutzer in der Regel höchst ungern ihre persönlichen Daten preisgeben, müssen durch
den Anbieter Anreize geschaffen werden. Ein solcher Anreiz kann zum einen durch
20
[JupiterSurvey]
21
vgl. [Tietgens]
Ende der Leseprobe aus 76 Seiten

Details

Titel
Personalisierung eines Content-Management-Systems. Abbildung der Struktur in einer relationalen Datenbank und Implementierung einer Benutzerregistrierung
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart, früher: Berufsakademie Stuttgart
Note
1.2
Autor
Jahr
2001
Seiten
76
Katalognummer
V185650
ISBN (eBook)
9783656981213
ISBN (Buch)
9783867465472
Dateigröße
1056 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
personalisierung, content-management-systems, abbildung, struktur, datenbank, implementierung, benutzerregistrierung
Arbeit zitieren
Mirko Vyskozil (Autor), 2001, Personalisierung eines Content-Management-Systems. Abbildung der Struktur in einer relationalen Datenbank und Implementierung einer Benutzerregistrierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185650

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