Diese Arbeit soll nun hinterfragen, ob der Börsengang, vor allem unter dem Gesichtspunkt der damit verbundenen Kosten, der beste Weg zur Erreichung dieses Ziels ist. Hierzu werden zunächst die verschiedenen Nutzenaspekte, die das Going Public mit sich bringt erläutert. Daneben werden jedoch auch die damit verbundenen Nachteile neben den Kosten aufgezeigt. Anschließend soll detailliert auf die dadurch entstehenden einmaligen und laufenden Kosten eingegangen werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1. Motive für einen Börsengang
2.1.1. Eigenkapitalbeschaffung
2.1.2. Erhöhung des Bekanntheitsgrades
2.1.3. Mitarbeiterbeteiligung
2.2. Einwendungen gegen einen Börsengang
2.2.1. Auswirkungen auf die Rechnungslegung und Publizität
2.2.2. Überfremdung
2.2.3. steuerliche Nachteile
2.2.4. Kosten der Börseneinführung
2.3. Kosten-Nutzen-Analyse
3. Kosten des Going Public
3.1. Kosten der Due Diligence-Prüfung
3.2. Vorbereitungs- und Umwandlungskosten
3.3. Kosten der Emission
3.3.1. Konsortialgebühren
3.3.2. Börsenzulassungsgebühren
3.3.3. Werbekosten
3.3.4. sonstige Kosten der Emission
3.4. Folgekosten
3.4.1. Kosten der Hauptversammlung
3.4.2. Kosten des Jahresabschlusses
3.4.3. Kosten des Aufsichtsrats
3.4.4. sonstige laufende Kosten
3.5. Quantifizierung der Kosten anhand der fiktiven „Goingpublic AG“
4. Alternativen zur Börseneinführung als Mittel der langfristigen Eigenfinanzierung
4.1. Auswahlkriterien
4.2. klassisches Beteiligungskapital
4.3. Venture Capital
4.4. Angel Financing
4.5. strategische Partnerschaft
5. Ergebnisse
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Kostenstruktur eines Börsengangs im Vergleich zu verschiedenen alternativen Finanzierungsformen, um zu ermitteln, ob eine kostengünstigere Methode zur langfristigen Eigenkapitalbeschaffung für Unternehmen existiert.
- Analyse der Beweggründe und Nachteile eines Börsengangs (Going Public)
- Detaillierte Aufschlüsselung der einmaligen und laufenden Kosten bei der Börseneinführung
- Bewertung von Alternativen wie Venture Capital, Angel Financing und strategischen Partnerschaften
- Vergleichende Kosten-Nutzen-Analyse der Finanzierungsmöglichkeiten
Auszug aus dem Buch
3.3.1. Konsortialgebühren
Die Konsortialgebühren stellen den größten Kostenblock der Börseneinführung dar. Das Konsortium besteht aus mehreren Kreditinstituten, wovon eines als Konsortialführer auftritt. Grund für dessen Einschaltung ist, dass jeder Emittent der Platzierungskraft der Banken sowie deren Erfahrungen bei Strukturierung, Preisfestsetzung und Durchführung der Emission bedarf. Die Konsortialbanken sollen das Unternehmen dabei vor allem in folgenden Vorgängen unterstützen:
- Ausgabe und Platzierung der Aktien
- Prozess der Börsenzulassung
- Einführung in den Handel (Aufnahme der Notierung)
Die Kosten, die dem Unternehmen für die Bankbegleitung entstehen, setzen sich aus mehreren Faktoren zusammen:
- Die Kreditinstitute müssen als Emissionsbegleiter zunächst die Aktien übernehmen und platzieren. Für diese Aufgabe werden ca. 3-4 % des Emissionsvolumens fällig.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Tendenz von Unternehmen, an die Börse zu gehen, und identifiziert die Eigenkapitalbeschaffung als zentrales Motiv.
2. Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Beweggründe und potenziellen Nachteile eines Börsengangs sowie die theoretischen Grundlagen der Kosten-Nutzen-Analyse.
3. Kosten des Going Public: Hier erfolgt eine detaillierte Aufschlüsselung der einmaligen und laufenden Kosten eines Börsengangs, unterteilt in Prüfungs-, Umwandlungs-, Emissions- und Folgekosten.
4. Alternativen zur Börseneinführung als Mittel der langfristigen Eigenfinanzierung: Dieses Kapitel untersucht verschiedene Finanzierungsmodelle wie Beteiligungskapital und Venture Capital als Alternativen zum Börsengang.
5. Ergebnisse: Der abschließende Teil vergleicht die Kosten und Vorteile der verschiedenen Alternativen mit denen eines Börsengangs und liefert eine zusammenfassende Einschätzung.
Schlüsselwörter
Börsengang, Going Public, Eigenkapitalbeschaffung, Kosten-Nutzen-Analyse, Emissionskosten, Due Diligence, Venture Capital, Angel Financing, strategische Partnerschaft, Beteiligungskapital, Börseneinführung, Eigenfinanzierung, Unternehmensfinanzierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die finanziellen Aspekte eines Börsengangs und vergleicht diese mit anderen Methoden der langfristigen Eigenkapitalbeschaffung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Kostenstruktur eines Börsengangs, die Motive für einen Börsengang sowie die Prüfung alternativer Finanzierungsinstrumente.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob die Nutzenaspekte eines Börsengangs durch kostengünstigere Alternativen erreicht werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine betriebswirtschaftliche Analyse durchgeführt, inklusive einer quantitativen Untersuchung anhand eines fiktiven Beispiels der „Goingpublic AG“.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Kosten eines Börsengangs (einmalig und laufend) sowie eine detaillierte Untersuchung von Finanzierungsalternativen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Going Public, Eigenkapitalbeschaffung, Börsenkosten und verschiedene Beteiligungsformen.
Warum wird im Beispiel eine „fiktive Goingpublic AG“ verwendet?
Dies dient der praktischen Quantifizierung der verschiedenen Kostenpositionen, um einen realistischen Überblick über die finanzielle Belastung bei einem Börsengang zu geben.
Welche Rolle spielen Business Angels in der Arbeit?
Sie werden als alternative Finanzierungsquelle für Start-ups analysiert, wobei besonders ihre ergänzende Funktion zum Venture Capital hervorgehoben wird.
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- Martin Auracher (Author), 2001, Kosten-Nutzen-Analyse des Going Public, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185669