Eine wissenschaftliche Arbeit über den Nutzen der Verwendung von XML gegenüber EDIFACT im inner- und interbetrieblichen Datenaustausch.
Im ersten Teil wird XML von der strukturellen und technischen Seite erläutert. Der Aufbau wird durch ein einleitendes Beispiel dargestellt. Ebenso ist die Abgrenzung von XML zu HTML2 und SGML3 Bestandteil der technischen Erläuterung. Verwandte Sprachen und die Problematik der Erweiterbarkeit von XML bilden den Schluß des ersten Abschnitts. Der zweite Teil beleuchtet intensiv die betriebswirtschaftliche Bedeutung von XML. Zunächst werden einige wichtige Begriffe definiert. Darauf folgt eine Betrachtung von EDI4 und EDIFACT5. Im Anschluß daran wird die Bedeutung von XML im konkreten Beispiel E-Procurement in Verbindung mit BMEcat6
dargestellt. Den Schluß bildet eine kritische Diskussion der Lösungsansätze zur Problemstellung der Arbeit.
Gliederung
1. Einleitung
2. XML-Einführung
2.1 Was ist XML?
2.2 Entwicklung von XML
2.3 Das World Wide Web Consortium (W3C)
2.4 Abgrenzung XML / HTML / SGML
3. Die Extensible Markup Language (XML)
3.1 Das Sprachkonzept
3.2 Einleitendes Beispiel
3.3 Struktur eines XML-Dokuments
3.3.1 Prolog
3.3.1.1 Deklaration
3.3.1.2 Document Type Definition (DTD)
3.3.1.3 Schema
3.3.2 Dokumenteninstanz
3.4 Syntaktische Grundlagen
3.4.1 Case Sensivity
3.4.2 Leerraum
3.4.3 Kommentare
3.5 Bestandteile des Deklarationskonzepts
3.5.1 Element
3.5.2 Attribut
3.5.3 Entity
3.6 Namespaces
3.7 XML Schema
3.7.1 Erläuterung
3.7.2 Aufbau
3.7.3 Abgrenzung XML Schema – Document Type Definition
3.7.4 Zusammenfassung
4. Auszeichnungssprachen und deren Zusammenhang zu XML
4.1 Cascading Style Sheets
4.2 Extensible Stylesheet Language (XSL)
4.3 Extensible Linking Language (XLL)
5. Problematik „Erweiterbarkeit“
5.1 Unvereinbare XML-Dialekte
5.2 Übergriff des Problems auf Geschäftsbereiche
6. Einleitung zu Teil 2
7. Einführung in das Internet-Business
7.1 Begriffsdefinitionen
7.2 Ausgewählte Marktbereiche des Electronic Commerce
7.2.1 Business-to-Business
7.2.2 Business-to-Consumer
7.2.3 Consumer-to-Consumer
7.3 Potentiale des E-Business
8. Electronic Data Interchange
8.1 Definition
8.2 Geschichte des EDI
8.3 EDI-Philosophie
8.4 Erfordernisse und Funktionsweisen
8.5 Vorteile von EDI
8.5.1 Wettbewerbsvorteile
8.5.2 Kundennutzen
8.5.3 Firmeninterne Vorteile
8.6 Beschränkungen des EDI-basierten Informationsaustauschs
8.6.1 Subsets / Standardabweichungen
8.6.2 Kostenaspekt
8.7 Web-EDI
9. EDIFACT – internationaler Standard für EDI?
9.1 Was ist EDIFACT?
9.2 Historie
9.3 Charakteristik von EDIFACT
9.4 Vorteile von EDIFACT
9.5 Verbreitung von EDIFACT
9.6 Hemmnisse der Verbreitung
10. Electronic Procurement – Elektronische Beschaffung als Anwendungsgebiet von XML
10.1 Begriffsbestimmung E-Procurement
10.2 Bestellvorgänge auf elektronischen Märkten
10.3 Voraussetzungen für E-Procurement
10.4 Charakteristiken des E-Procurement
10.5 Ein B2B-Procurement-Projekt von der Zielvorgabe bis zur Zielrealisierung
10.5.1 Projektinitiierung
10.5.2 Desktop Purchasing System und Katalogauswahl
10.5.3 Konzepterstellung
10.5.4 DPS-Entwicklung und -Anpassung
10.5.5 Produktivstart
10.5.6 Roll-Out
10.6 Potentiale des E-Procurement
10.7 Nachteile des Einsatzes elektronischer Beschaffung
10.8 Problem „einheitlicher Standard“ und Lösungsansätze
11. BMEcat – eine Lösung für die elektronische Beschaffung?
11.1 Begriffsklärung und Einführung
11.2 Initiatoren
11.3 Hintergrund
11.4 Ziele der BME-Initiative und BMEcat-Einsatzgründe
11.5 Charakteristika des BMEcat
11.6 Vorteile der BMEcat-Lösung
12. Vorteile von XML beim elektronischen Datenaustausch
13. Schlußbetrachtung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Potenzial von XML als Standard für die elektronische Datenübertragung im E-Commerce, um die Effizienz von Geschäftsprozessen zu steigern und die Probleme klassischer EDI-Systeme, wie etwa die fehlende einheitliche Standardisierung und hohe Implementierungskosten, zu überwinden.
- Technische Grundlagen und Konzepte von XML im Vergleich zu HTML und SGML.
- Die betriebswirtschaftliche Bedeutung von XML im E-Commerce und E-Business.
- Analyse klassischer EDI-Systeme und der EDIFACT-Norm als Vorläufer.
- XML als Lösungsansatz im Bereich Electronic Procurement (E-Procurement).
- Praktische Implementierung und Vorteile des BMEcat-Standards.
Auszug aus dem Buch
3.2 Einleitendes Beispiel
produkt.xml:
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="no"?>
<!DOCTYPE produkt SYSTEM "produkt.dtd">
<produkte>
<posten>
<name>Sprechpuppe</name>
<nr>32945-39</nr>
<hersteller>
<firma>Spielemüller</firma>
<ort>Lauterbauch</ort>
</hersteller>
<preis waehrung="DM">80</preis>
<preis waehrung="Euro">40</preis>
</posten>
<posten>
<name>Holz-Kasper</name>
<nr>32945-40</nr>
<hersteller>
<firma>Spielemüller</firma>
<ort>Lauterbauch</ort>
</hersteller>
<preis waehrung="DM">30</preis>
<preis waehrung="Euro">15</preis>
</posten>
</produkte>
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet das enorme Wachstum des Internets und die wachsende Bedeutung der elektronischen Datenübermittlung in verschiedenen Geschäftsbereichen.
2. XML-Einführung: Das Kapitel führt in XML ein und verdeutlicht, dass XML eine Metasprache ist, die anwendungsbezogen die inhaltliche Struktur von Daten beschreibt.
3. Die Extensible Markup Language (XML): Hier werden die technischen Grundlagen, der Aufbau und die Funktionsweise von XML sowie das XML-Schema detailliert beschrieben.
4. Auszeichnungssprachen und deren Zusammenhang zu XML: Dieses Kapitel diskutiert die Rolle von Style-Sheets wie CSS und XSL sowie Linking-Sprachen wie XLL im Kontext von XML.
5. Problematik „Erweiterbarkeit“: Hier wird thematisiert, dass die hohe Flexibilität von XML zu einer Vielzahl an inkompatiblen Dialekten führen kann, was die Geschäftskommunikation erschwert.
6. Einleitung zu Teil 2: Dieser Abschnitt überleitet zur betriebswirtschaftlichen Betrachtung der elektronischen Datenübertragung und stellt die Relevanz einheitlicher "Sprachen" für E-Business dar.
7. Einführung in das Internet-Business: Das Kapitel definiert grundlegende Begriffe des E-Business und E-Commerce und unterteilt diese in verschiedene Marktsegmente.
8. Electronic Data Interchange: Diese Sektion definiert EDI, erläutert dessen Philosophie, Vorteile, Beschränkungen sowie die Rolle von Web-EDI in der heutigen Geschäftswelt.
9. EDIFACT – internationaler Standard für EDI?: Das Kapitel befasst sich mit dem internationalen Standard EDIFACT, seiner Geschichte, Charakteristik sowie den Vor- und Nachteilen.
10. Electronic Procurement – Elektronische Beschaffung als Anwendungsgebiet von XML: Hier wird E-Procurement als praktisches Anwendungsgebiet für XML vorgestellt, inklusive der Darstellung eines exemplarischen Einführungsprojekts.
11. BMEcat – eine Lösung für die elektronische Beschaffung?: Dieses Kapitel beschreibt den BMEcat als standardisierte Katalogstruktur auf XML-Basis zur Optimierung des elektronischen Beschaffungsprozesses.
12. Vorteile von XML beim elektronischen Datenaustausch: Eine abschließende Zusammenfassung der Vorteile von XML gegenüber klassischen EDI-Technologien.
13. Schlußbetrachtung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Ablösung klassischer EDI-Standards durch XML.
Schlüsselwörter
XML, E-Commerce, E-Business, E-Procurement, EDI, EDIFACT, BMEcat, Datenaustausch, Standardisierung, Web-EDI, Metasprache, Katalogmanagement, Geschäftsprozesse, Internet-Technologie, Strukturierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit untersucht die Bedeutung von XML als Internet-Standard für die elektronische Datenübertragung und dessen betriebswirtschaftliche Relevanz für das E-Commerce.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind die technischen Grundlagen von XML, der Vergleich zu klassischen EDI-Systemen (insbesondere EDIFACT) sowie die praktische Anwendung von XML im Bereich des E-Procurement und Katalogstandards.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es herauszustellen, welche Potenziale XML im E-Business besitzt, wo die Einsatzmöglichkeiten liegen und wie XML zur Optimierung der elektronischen Datenkommunikation beitragen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse technischer Spezifikationen und einem Vergleich mit bestehenden betriebswirtschaftlichen Anwendungsszenarien sowie der Auswertung von Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die technischen Aspekte von XML, CSS und XSL dargelegt, anschließend wird die betriebswirtschaftliche Bedeutung in den Kontext von EDI, E-Commerce und spezifisch BMEcat im E-Procurement gesetzt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie XML, E-Commerce, E-Procurement, EDIFACT, BMEcat und elektronischer Datenaustausch charakterisiert.
Welche Rolle spielt der Standard EDIFACT im Vergleich zu XML?
EDIFACT wird als etablierter, aber komplexer und weniger flexibler Standard für EDI dargestellt, wohingegen XML als modernerer, flexiblerer und plattformunabhängiger Ansatz zur Datenbeschreibung und -übertragung beschrieben wird.
Warum ist das E-Procurement ein zentrales Beispiel für den Einsatz von XML?
E-Procurement ist ein prominentes Beispiel, da XML hier hilft, die Anforderungen an unterschiedliche Produktdaten, Katalogstrukturen und eine flexible Kommunikation zwischen Unternehmen effizienter zu handhaben als mit starren EDI-Formaten.
Was bedeutet BMEcat in diesem Kontext?
BMEcat ist ein auf XML basierender Katalogstandard für die elektronische Beschaffung, der vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. entwickelt wurde, um den Austausch von Produktdaten zu vereinfachen.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur Zukunft von EDI?
Der Autor prognostiziert eine kurz- bis mittelfristige Koexistenz von XML und klassischem EDI, sieht jedoch langfristig XML auf dem Weg, klassische EDI-Systeme aufgrund seiner überlegenen Flexibilität und Potenziale zu ersetzen.
- Citation du texte
- Stefan Pfänder (Auteur), 2001, XML - der Internet-Standard zur elektronischen Datenübertragung und seine betriebswirtschaftliche Bedeutung im E-Commerce, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185674