Die Entwicklung der Managementlehre


Diplomarbeit, 1996

46 Seiten, Note: 1.7


Leseprobe

FACHHOCHSCHULE RHEINLAND-PFALZ
ABTEILUNG LUDWIGSHAFEN
FACHBEREICH BW I
MANAGEMENT UND RECHNUNGSWESEN
DIPLOMARBEIT
angefertigt im Sommersemester 1996
Thema der Arbeit
Die Entwicklung der Managementlehre
Bearbeiter:
Klaus Schöfer
Esthal, 15.07.1996

Inhaltsverzeichnis
Seite
Inhaltsverzeichnis ... II
Abkürzungsverzeichnis ...IV
Abbildungsverzeichnis ...V
1. Einleitung ... 1
1.1 Problemstellung ... 1
1.2. Abgrenzung des Themas und Gang der Untersuchung... 1
2. Begriffliche Grundlagen ... 2
2.1 Management ... 2
2.2 Organisation... 2
3. Entstehung des Managements und der Managementlehre... 4
3.1 Ökonomisch-gesellschaftlicher Hintergrund ... 4
3.1.1 Industrielle Revolution ... 4
3.1.2 Wandel der Produktionsformen ... 5
3.1.3 Konsequenzen der Industrialisierung... 6
3.2 Etablierung des Fachs an den Hochschulen ... 7
3.2.1 Geschichtliche Entwicklung ... 7
3.2.1.1 Anglo-amerikanischer Raum ... 7
3.2.1.2 Deutschsprachiger Raum... 8
3.2.2 Status und Einordnung des Fachs ... 9
4. Die Entwicklung von Lehrmeinungen... 11
4.1 Klassische Ansätze ... 12
4.1.1 Scientific Management... 12
4.1.2 Administrativer Ansatz ... 14
4.1.3 Bürokratiemodell von Max Weber ... 15

4.1.4 Psychotechnik ... 17
4.2 Neo-klassische Ansätze... 18
4.2.1 Brückenschlag durch Chester I. Barnard ... 18
4.2.2 Human-Relations-Bewegung ... 20
4.2.3 Human-Resources-Ansatz ... 22
4.3 Moderne Ansätze ... 25
4.3.1 Unternehmensorientierte Ansätze... 25
4.3.1.1 Quantitativer Ansatz... 25
4.3.1.2 Informationsökonomischer Ansatz ... 27
4.3.1.2.1 Theorie der Verfügungsrechte ... 27
4.3.1.2.2 Agenturtheorie ... 29
4.3.1.2.3 Transaktionskostentheorie... 30
4.3.1.3 Ressourcenbasierter Ansatz ... 32
4.3.2 Umweltorientierte Ansätze ... 34
4.3.2.1 Systemtheoretische Ansätze... 34
4.3.2.2 Situativer Ansatz ... 35
4.3.2.3 Evolutionstheoretischer Ansatz... 38
5. Schlußbemerkung ... 41
Literaturverzeichnis... 42

Abkürzungsverzeichnis
bzw.
beziehungsweise
d.h.
das heißt
etc.
et cetera
REFA
Verband für Arbeitsstudien und Betriebs-
organisation e.V.
sog.
sogenannt
u.a.
unter anderem
USA
Vereinigte Staaten von Amerika
z.B.
zum Beispiel

1. Einleitung
1.1 Problemstellung
Die Entwicklung der Managementlehre und deren Techniken, sowie Ansätze
zur effizienten Führung und Koordination eines Unternehmens sind
Gegenstand dieser Untersuchung. Es wurden im Lauf der Zeit viele
verschiedene Konzepte entwickelt, die helfen sollen, eine Organisation wie
eine Unternehmung zu erklären und zu verstehen, und die zu einer
erfolgreichen Unternehmensleitung durch den Manager beitragen sollen. Die
Darstellung einiger ausgewählter Ansätze in ihrer Entstehungsgeschichte,
ihren Hauptaussagen und ihren wesentlichen Kritikpunkten, sowie die daraus
resultierenden Konsequenzen für eine praktische Anwendung sind der Inhalt
dieser Arbeit.
1.2 Abgrenzung des Themas und Gang der Untersuchung
Da eine große Anzahl von Theorien zum Thema Unternehmensführung
existieren, ist es notwendig eine Eingrenzung der Themenbereiche
vorzunehmen. Nachdem zunächst einige begriffliche Grundlagen, die im
Verlauf der Arbeit regelmäßig verwendet werden, zur Erleichterung des
Verständnisses aufgeführt werden, folgt ein kurzer historischer Überblick
über die Entstehungsgeschichte des Managements. Danach werden die drei
Hauptkonzepte vorgestellt: die Klassiker, die Neo-klassiker sowie die
modernen Ansätze. Innerhalb der inhaltlichen Darstellung der einzelnen
Hauptkonzepte wird neben deren Entstehungsgeschichte, ihrer Darstellung
und ihren Kritikpunkten auch auf praktische Anwendungen im Management
eingegangen. Außerdem sollen inhaltliche Verbindungen oder Unterschiede
1

aufgezeigt werden. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse beschließt die
Arbeit.
2. Begriffliche Grundlagen
2.1 Management
Synonym zu Management kann der Begriff Unternehmensführung verwendet
werden. Dabei ist zwischen Management als Institution und Management als
Funktion zu unterscheiden. Management als Institution umfaßt alle
Personengruppen in der Unternehmens-hierarchie, die über Entscheidungs-
und Anordnungsbefugnisse verfügen. Unter Management als Funktion
hingegen versteht man alle Handlungen, die der Steuerung des
Leistungsprozesses in einer Unternehmung dienen, wie beispielsweise
Planung, Kontrolle und Organisation. Wenn also der Begriff Management
verwendet wird, so können dies zum einen die Managementaufgaben sein,
die ausgeführt werden, als auch die Manager, die diese Aufgaben
ausführen.
1
2.2 Organisation
In der Organisationsliteratur existieren zwei Interpretationen des
Organisationsbegriffes. Zum einen wird die Organisation als Institution mit
bestimmten Eigenschaften verstanden. Etzioni definiert dieses
Begriffsverständnis mit ,,geplante, sorgsam aufgebaute und auf spezifische
Ziele gerichtete soziale Gebilde".
2
Im zweiten Fall geht es um bestimmte
Mittel bzw. Instrumente, mit deren Hilfe die Ziele dieser Institution erreicht
werden sollen. Unter Einsatz bestimmter Regelungen soll das Ziel der
1
Vgl. Staehle, W.H., Management, 1991, S. 65; Steinmann, H./Schreyögg, G.,
Management, 1993, S. 6
2
Etzioni, A., Soziologie, 1978, S. 13
2

Unternehmung erreicht werden. In Verbindung mit der Managementlehre
müssen beide Interpretationen berücksichtigt werden; die Organisation als
Institution, die durch das Management geführt wird und das Organisieren als
Bestandteil des Aufgabenbereichs des Managers.
3
3
Vgl. Macharzina, K., Unternehmensführung, 1995, S. 35 f.
3

3. Entstehung des Managements und der Managementlehre
Historiker weisen darauf hin, daß schon im Altertum managementähnliche
Funktionen durchgeführt wurden. Eine spezifisch ökonomische Ausrichtung,
typisch für das Managementverständnis unserer Zeit, existierte jedoch noch
nicht. Vielmehr standen, die bei der Verfolgung religiöser, politischer und
militärischer Ziele auftretenden Organsisations- und Führungsprobleme im
Vordergrund. Man denke hierbei nur an den Pyramidenbau der Ägypter oder
an die antike Kriegsführung. Aber erst die tiefgreifenden technologischen,
sozialen und politischen Veränderungen des 18. Jahrhunderts schufen
sowohl die Notwendigkeit als auch die Voraussetzungen für die Entwicklung
des Management in ökonomischen Organisationen.
4
3.1 Ökonomisch-gesellschaftlicher Hintergrund
3.1.1 Industrielle Revolution
England wurde als erstes Land von der industriellen Entwicklung erfaßt. Seit
Beginn des 18. Jahrhunderts wuchs hier die Bevölkerung stetig an. Die
steigende Nachfrage zu befriedigen war ein wichtiger Antrieb, um
wirtschaftlichere Produktionsformen zu entwickeln. In England ergriff das
aufgeklärte, finanzkräftige Bürgertum die Initiative und trieb die
Industrialisierung voran. Dieser Prozeß erfaßte mit einer zeitlichen
Verschiebung ganz Europa. Er veränderte in relativ kurzer Zeit die
wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Verhältnisse so
grundlegend, daß dafür auch der Begriff ,,Industrielle Revolution"
verwendet wird.
5
4
Vgl. Staehle, W.H., Management, 1991, S. 3
5
Vgl. Wren, D.A., Evolution, 1979, S. 42 ff.; Ausbüttel, F./Böhning, P./Emer, W./Horst,
U./Jung-Paarmann, H./Lengle, P./Weismantel, W., Geschichte, 1994, S. 142
4

3.1.2 Wandel der Produktionsformen
Im Zuge der Industrialisierung vollzieht sich auch ein Wandel der
Produktionsformen. An die Stelle der bislang vorherrschenden
Handwerksbetriebe treten nun Manufakturen und Fabriken, wobei die
Übergangsphase durch das sog. Verlagssystem markiert wird.
6
Im folgenden
sollen diese Stufen gewerblicher Organisation näher beschrieben werden:
7
·
Handwerksbetrieb: Diese Produktionsform umfaßt neben dem Meister
eine geringe Zahl von Gesellen und Lehrlingen. Der Handwerker fertigt
und kontrolliert sein Produkt von Anfang bis zum Ende selbst, wobei auf
den Einsatz von Maschinen verzichtet wird.
·
Verlag: Hier arbeitet der Heimarbeiter mit seinen eigenen
Produktionsmitteln zu Haus im Familienverband; die Fertigung ist also
dezentralisiert. Rohstoffbeschaffung und Vertrieb dagegen bleiben
zentralisiert. Es besteht eine große Abhängigkeit zu einem Kaufmann,
dem Verleger, der die Roh- und Zwischenprodukte beschafft und das
Endprodukt verkauft.
·
Manufaktur: Die bislang nur auf ganze Funktionsbereiche (Beschaffung,
Produktion, Absatz) beschränkte Arbeitsteilung wird hier vor allem im
Produktionsbereich weitergetrieben. Zur Herstellung der Produkte
werden in einer zentralen Fertigungsstätte zwar Werkzeuge, jedoch noch
keine Maschinen eingesetzt. Ein weiteres Kennzeichen ist die Trennung
von Leitungs- und Ausführungsarbeiten sowie von Wohn- und
Arbeitsplatz.
6
Das Verlagssystem setzte sich gegenüber dem Fabriksystem insbesondere deshalb nicht
durch, weil es die ökonomischen Vorteile der Arbeitsteilung und des Maschineneinsatzes
nicht bieten konnte.
5
Ende der Leseprobe aus 46 Seiten

Details

Titel
Die Entwicklung der Managementlehre
Hochschule
Hochschule Ludwigshafen am Rhein
Note
1.7
Autor
Jahr
1996
Seiten
46
Katalognummer
V185686
ISBN (eBook)
9783656981305
ISBN (Buch)
9783867465649
Dateigröße
1124 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
entwicklung, managementlehre
Arbeit zitieren
Dr. Klaus Schöfer (Autor:in), 1996, Die Entwicklung der Managementlehre, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185686

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