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Internationale Direktinvestitionen: Determinanten und Konsequenzen für die Herkunftsländer

Title: Internationale Direktinvestitionen: Determinanten und Konsequenzen für die Herkunftsländer

Diploma Thesis , 2001 , 67 Pages , Grade: 3

Autor:in: Dirk Wahrendorf (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Summary Excerpt Details

Das internationale Wirtschaftsgeschehen wurde in der Vergangenheit fast ausschließlich in der Form eines internationalen Handels, d.h. eines Warenimports und Warenexports durchgeführt. Seit etwa Anfang diesen Jahrhunderts lassen sich jedoch neben internationalen Handelsbeziehungen
auch internationale Produktionsbeziehungen feststellen. In den ersten Jahren nach dem zweiten Weltkrieg haben hauptsächlich Großunternehmen aus Industrieländern eine Produktionsverlagerung oder Produktionsteilverlagerung ins Ausland erwogen und auch durchgeführt. Bis zur heutigen Zeit blieb dies jedoch nicht nur den Großunternehmen vorenthalten. Auch kleine und mittlere Unternehmen aus Industrieländern und Entwicklungsländern verlagern mittlerweile vermehrt ihre Produktion ins Ausland. Eine solche Verlagerung der Produktion, durch Neugründung oder Ankauf von Tochtergesellschaften oder Erweiterung von Produktionsstätten im Ausland nennt man eine Auslandsinvestition oder auch internationale Direktinvestition. Anstatt anderen Internationalisierungsstrategien, wie z.B. einer erhöhten Exporttätigkeit, Vergabe von Lizenzen, Franchising oder Joint Ventures zu folgen, wählten Unternehmen in den letzten Jahren vermehrt die Internationalisierungsform einer Auslandsinvestition. Untersuchungen haben gezeigt, dass das Wachstum von ausländischen Direktinvestitionen in den letzten Jahren stark gewachsen ist, und mittlerweile über den Wachstumsraten der Exporttätigkeiten liegen. Fast täglich ist in der Presse von geplanten Auslandsinvestitionen, verbunden mit Produktionsschließungen oder -einschränkungen und/oder einem Stellenabbau im Inland zu lesen. Die Auswirkungen von Auslandsinvestitionen können jedoch sehr vielfältig und in ihren Wirkungsrichtungen verschieden sein. Ob, wie in der Presse des öfteren zu lesen ist, eine Auslandsinvestition für einem Job-Export im Herkunftslandes verantwortlich ist, soll in dieser Arbeit u.a. erörtert werden. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Gegenstand und Ziel

1.2. Vorgehensweise

2. Begriffliche Grundlagen der Direktinvestition

2.1. Definition der Direktinvestition

2.2. Klassifizierung der Direktinvestitionen

2.2.1. Horizontale, vertikale und konglomerate Direktinvestition

2.3. Definition multinationaler Unternehmen

2.4. Umfang und Struktur von Direktinvestitionen

3. Abgrenzung zu anderen internationalen Kapitalströmen und Handelsbeziehungen

3.1. Portfolioinvestitionen

3.2. Direktinvestitionen und alternative Internationalisierungsstrategien

4. Bestimmungsgründe internationaler Direktinvestitionen

4.1. Zielsetzungen bei Auslandsinvestitionen

4.2. Erklärungsansätze zur Direktinvestition

4.2.1. Theorie des internationalen Handels

4.2.1.1. Theorie der komparativen Kosten

4.2.1.2. Faktorproportionentheorem

4.2.1.3. Mundellsches Substitutionstheorem

4.2.1.4. Hirsch-Ansatz

4.2.1.5. Corden-Ansatz

4.2.1.6. Produktzyklustheorie

4.2.1.7. Kritische Betrachtung

4.2.2. Standorttheorie

4.2.2.1. Investitionsanreize der Zielländer

4.2.2.2. Marktgröße- und Marktwachstumshypothese

4.2.2.3. Handelsschrankenargument

4.2.2.4. Lohnkostendifferenzen

4.2.2.5. Steuersysteme

4.2.2.6. Politische Faktoren

4.2.2.7. Kritische Betrachtung

4.2.3. Kapitaltheorie

4.2.3.1. Währungsansatz von Aliber

4.2.3.2. Liquiditätshypothese

4.2.3.3. Zinssatztheorie

4.2.3.4. Profitabilitätstheorie

4.2.3.5. Kritische Betrachtung

4.2.4. Industrial-Organization-Theorie

4.2.4.1. Monopolistischer Ansatz

4.2.4.2. Oligopolistische Reaktions-Hypothese

4.2.4.3. Kritische Betrachtung

4.2.5. Theorie der Unternehmung

4.2.5.1. Verhaltenstheoretischer Erklärungsansatz von Aharoni

4.2.5.2. Managementorientierter Ansatz

4.2.5.3. Kritische Betrachtung

4.2.6. Eklektische Theorie

4.2.7. Zusammenfassung

5. Konsequenzen internationaler Direktinvestitionen auf die Herkunftsländer

5.1. Auswirkungen auf die inländische Beschäftigung und den Außenhandel

5.2. Technologieexport und wachsende Marktmacht

5.3. Direktinvestitionen als entwicklungspolitisches Instrument

5.4. Zusammenfassung

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die zentralen Bestimmungsgründe für die Durchführung internationaler Direktinvestitionen zu identifizieren und die daraus resultierenden Konsequenzen für die Herkunftsländer kritisch zu analysieren und zu bewerten.

  • Begriffliche Definition und Klassifizierung von Direktinvestitionen
  • Abgrenzung zu alternativen Internationalisierungsstrategien (z.B. Export, Lizenzen)
  • Systematische Analyse theoretischer Erklärungsansätze (Handels-, Standort-, Kapital- und Unternehmungstheorien)
  • Bewertung des Einflusses von Direktinvestitionen auf inländische Beschäftigung und Außenhandel
  • Diskussion entwicklungspolitischer Effekte und Auswirkungen auf die Marktmacht

Auszug aus dem Buch

4.2.1.1. Theorie der komparativen Kosten

Die Theorie der komparativen Kosten wurde von Ricardo aufgestellt. Sie besagt, dass sich in einem Zwei-Länder-Zwei-Güter-Modell die Wohlfahrtssteigerung durch Aufnahme internationalen Handels und somit auch von Direktinvestitionen dadurch begründen lässt, das jedes Land in die Lage versetzt wird, dasjenige Gut zu produzieren, bei dem eine intensive Nutzung des relativ reichlich vorhandenen Faktors möglich ist um somit einen absoluten Kostenvorteil gegenüber dem anderen Land zu erwerben. Jedes Land beschränkt sich demnach auf die Produktion des für sich selbst kostengünstigeren Gutes. Einen komparativen Vorteil kann ein Land auch dadurch erreichen, wenn bei der Produktion beider Güter der Kostenvorteil gegenüber dem des anderen Landes relativ größer ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert den Übergang von reinem Außenhandel zu internationalen Produktionsbeziehungen und definiert das Ziel der Arbeit, die Ursachen und Folgen von Direktinvestitionen zu untersuchen.

2. Begriffliche Grundlagen der Direktinvestition: Hier werden Definitionen und Klassifizierungen, wie horizontale und vertikale Direktinvestitionen, sowie die Abgrenzung zu multinationalen Unternehmen vorgenommen.

3. Abgrenzung zu anderen internationalen Kapitalströmen und Handelsbeziehungen: Dieses Kapitel unterscheidet Direktinvestitionen von Portfolioinvestitionen und stellt alternative Internationalisierungsstrategien vor.

4. Bestimmungsgründe internationaler Direktinvestitionen: Es erfolgt eine detaillierte theoretische Analyse verschiedener Erklärungsansätze, darunter die Außenhandelstheorie, Standorttheorie, Kapitaltheorie, Industrial-Organization-Theorie sowie die eklektische Theorie nach Dunning.

5. Konsequenzen internationaler Direktinvestitionen auf die Herkunftsländer: Dieses Kapitel analysiert die Auswirkungen auf Beschäftigung, Außenhandel, Technologieexporte und die Rolle als entwicklungspolitisches Instrument.

6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach eine pauschale Beurteilung der Determinanten nicht möglich ist, da eine Vielzahl von Faktoren die Investitionsentscheidung beeinflusst.

Schlüsselwörter

Direktinvestitionen, Auslandsinvestition, Herkunftsländer, Standorttheorie, Faktorproportionentheorem, Produktzyklustheorie, Eklektische Theorie, Multinationale Unternehmen, Beschäftigungseffekte, Außenhandel, Kapitaltransfer, Technologieexport, Marktgröße, Investitionsentscheidung, Wettbewerbsvorteile

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema dieser Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit internationalen Direktinvestitionen und deren Rolle in der modernen Weltwirtschaft, wobei der Fokus auf den Bestimmungsgründen für Unternehmen und den Auswirkungen auf die Herkunftsländer liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Themenfelder sind die theoretische Fundierung von Direktinvestitionen (einschließlich verschiedener ökonomischer Ansätze) sowie die empirische und wirtschaftspolitische Analyse ihrer Folgen für die Herkunftsländer.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Identifizierung der Faktoren, die ein Unternehmen zu einer Direktinvestition im Ausland bewegen, sowie die Analyse der positiven und negativen Konsequenzen für den Wirtschaftsraum des Herkunftslandes.

Welche wissenschaftliche Methodik wird primär angewandt?

Die Arbeit nutzt eine deduktive Herleitung durch die Analyse und kritische Betrachtung bestehender wirtschaftswissenschaftlicher Theorien und vergleicht diese mit empirischen Erkenntnissen.

Was ist der Inhalt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit verschiedenen ökonomischen Theorien (z.B. Handelstheorien, Standortlehre) und untersucht anschließend die Auswirkungen von Investitionen auf Beschäftigung und Handelsbilanz.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Direktinvestitionen, Standorttheorie, eklektische Theorie, Beschäftigungseffekte und Außenhandel charakterisieren.

Warum hält der Autor die klassischen Handelstheorien zur Erklärung von Direktinvestitionen für unzureichend?

Der Autor argumentiert, dass diese Theorien oft monokausal sind, wichtige Marktunvollkommenheiten ignorieren und die Entscheidung zwischen verschiedenen Internationalisierungsformen wie Export oder Direktinvestition nicht ausreichend differenzieren.

Welche Bedeutung misst die Arbeit der eklektischen Theorie von Dunning bei?

Dunnings "eclectic approach" wird als der derzeit umfassendste Ansatz bewertet, da er verschiedene Theoriebausteine bündelt und somit eine fallbezogene Analyse der Bestimmungsgründe für Auslandsinvestitionen ermöglicht.

Wie bewertet der Autor den Effekt von Direktinvestitionen auf die inländische Beschäftigung?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Wirkungsrichtung nicht global zu pauschalisieren ist; während primär negative Effekte (Job-Export) möglich sind, können Umstrukturierungen im Inland auch zu positiven Ergebnissen führen.

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Details

Title
Internationale Direktinvestitionen: Determinanten und Konsequenzen für die Herkunftsländer
College
University of Hagen
Grade
3
Author
Dirk Wahrendorf (Author)
Publication Year
2001
Pages
67
Catalog Number
V185738
ISBN (eBook)
9783656982074
ISBN (Book)
9783867466226
Language
German
Tags
internationale dierektinvestitionen determinanten konsequenzen herkunftsländer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dirk Wahrendorf (Author), 2001, Internationale Direktinvestitionen: Determinanten und Konsequenzen für die Herkunftsländer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185738
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