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Einsatz von Derivaten im Portfoliomanagement

Title: Einsatz von Derivaten im Portfoliomanagement

Diploma Thesis , 2002 , 138 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Christoph Schmitt (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Zunächst wird in Kapitel 2 eine Übersicht über derivative Finanzinstrumente und die Märkte, an denen diese gehandelt werden, gegeben. Dabei wird eine Kategorisierung der in dieser Arbeit angesprochenen Derivate anhand ihrer Merkmale und Funktionen vorgenommen. Die Kategorisierung wird zum einen anhand der Rechte und Pflichten der Vertragspartner und zum anderen anhand des Grades der Standardisierung des Vertrages vorgenommen.
Im anschließenden Kapitel 3 wird die grundlegende Einteilung von Termingeschäften in bedingte und unbedingte getroffen und deren Charakteristika spezifiziert. In den folgenden Kapiteln wird die jeweilige Untersuchung für die alternativen Vertragsausgestaltungen stets separat durchgeführt. Dieses Kapitel legt damit die Grundsteine für das Verständnis der Einsatzmöglichkeiten von Derivaten, so-weit sie in dieser Arbeit angesprochen werden. Da die Darstellung in den Bei-spielen der folgenden Kapitel größtenteils ohne die explizite Benennung von konkreten Basiswerten vorgenommen wird, werden in diesem Teil beispielhaft die Produkte der Terminbörse EUREX vorgestellt.
Das vierte Kapitel widmet sich der Bewertung von Derivaten. Dieser Teil der Arbeit legt den Schwerpunkt auf die Diskussion der Sensitivitätskennzahlen von Optionen, die sich aus dem Black&Scholes-Modell ableiten lassen. Die Sensitivitätskennzahlen geben bei dem Aufbau von komplexen Optionsstrategien Auskunft darüber, wie die Gesamtposition auf Veränderungen bestimmter Marktbedingungen reagiert.
Im fünften Kapitel werden die drei Untersuchungsgebiete des Einsatzes von Derivaten im Portfoliomanagement vorgestellt und formal erläutert, um im sechsten Kapitel ausgewählte Strategien innerhalb dieser drei Einsatzmöglichkeiten detailliert zu beschreiben und zu vergleichen.
Aus dem Bereich der Hedging-Strategien wird zum einen der Einsatz von Short-Futures und zum anderen der alternative Einsatz von Optionen zur Absicherung eines Portfolios aufgezeigt. Anschließend werden Strategien zur Spekulation auf die Kurs- und Volatilitätsveränderung mit Optionen konkretisiert. Möglichkeiten für die Erzielung von Arbitragegewinnen unter Einbeziehung von Futures und Optionen werden im letzten Teil des sechsten Kapitels aufgezeigt.
Den Abschluss bildet eine Zusammenfassung und ergänzende Kommentare.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Einführung in die Thematik

1.2 Bedeutung von Derivaten in der Portfoliomanagement-Praxis

1.3 Aufbau und Ziele der Arbeit

2. Überblick über derivative Finanzinstrumente und Märkte

2.1 Merkmale und Funktionen

2.2 Bedingte und unbedingte Termingeschäfte

2.3 Börsengehandelte und OTC-Termingeschäfte

3. Charakteristika von Termingeschäften

3.1 Charakteristika unbedingter Termingeschäfte

3.1.1 Kontraktspezifikationen

3.1.2 Future-Positionen

3.1.2.1 Long-Future

3.1.2.2 Short-Future

3.1.3 Clearing

3.1.4 Margining

3.1.5 Futures-Produkte der Eurex

3.2 Charakteristika bedingter Termingeschäfte

3.2.1 Kontraktspezifikationen

3.2.2 Options-Positionen

3.2.2.1 Kauf einer Kaufoption

3.2.2.2 Verkauf einer Kaufoption

3.2.2.3 Kauf einer Verkaufsoption

3.2.2.4 Verkauf einer Verkaufsoption

3.2.3 Margining

3.2.4 Optionsprodukte der EUREX

3.2.4.1 Aktien-Optionen auf deutsche Basistitel an der EUREX

3.2.4.2 Aktienindex-Optionen an der EUREX

4. Bewertung von Derivaten

4.1 Bewertung unbedingter Termingeschäfte

4.1.1 Cost-of-Carry-Ansatz

4.1.2 Unbiased-futures-pricing-Ansatz

4.2 Bewertung bedingter Termingeschäfte

4.2.1 Innerer Wert und Zeitwert

4.2.2 Einflussfaktoren der Optionspreisberechnung

4.2.3 Optionsbewertungsmodelle

4.2.4 Black&Scholes-Modell

4.2.5 Sensitivitätskennzahlen des Black&Scholes-Modells

4.2.5.1 Delta

4.2.4.2 Gamma

4.2.4.3 Theta

4.2.4.4 Vega

4.2.4.5 Rho

4.2.5.6 Zusammenfassung

4.2.6 Binomialmodell

4.2.7 Beurteilung der Optionspreismodelle

5. Motive des Einsatzes von Derivaten im Portfoliomanagement

5.1 Hedging

5.1.1 Long-Hedge und Short-Hedge

5.1.2 Mikro-Hedge und Makro-Hedge

5.1.3 Perfect-Hedge und Cross-Hedge

5.1.4 Hedge-Ratio

5.1.4.1 Hedge-Ratio bei Futures

5.1.4.2 Hedge-Ratio bei Optionen

5.1.4.2.1 Statisches Hedging

5.1.4.2.2 Dynamisches Hedging

5.2 Spekulation

5.3 Arbitrage

6. Einsatzmöglichkeiten von Derivaten im aktiven Portfoliomanagement

6.1 Hedging-Strategien

6.1.1 Hedging-Strategien mit Futures

6.1.2 Hedging-Strategien mit Optionen

6.1.2.1 Protective Put

6.1.2.2 Participating Forward

6.1.2.3 Risk Reversal

6.1.2.4 Covered Call Writing

6.2 Trading-Strategien

6.2.1 Preis-Strategien

6.2.1.1 Price Spreads

6.2.1.1.1 Bull Price Spread mit Calls

6.2.1.1.2 Bull Price Spread mit Puts

6.2.1.1.3 Bull Price Spread mit Calls

6.2.1.1.4 Bear Price Spread mit Puts

6.2.1.2 Time Spreads

6.2.1.2.1 Neutraler Time Spread mit Calls oder Puts

6.2.1.2.2 Bull Time Spread mit Calls

6.2.1.2.3 Bear Time Spread mit Puts

6.2.1.3 Diagonal Spreads

6.2.1.3.1 Diagonal Bull Spread mit Calls

6.2.1.3.2 Diagonal Bear Spread mit Puts

6.2.2 Volatilitäts-Strategien

6.2.2.1 Long Straddle

6.2.2.2 Short Straddle

6.2.2.3 Long Strangle

6.2.2.4 Short Strangle

6.2.3 Kombinierte Preis- und Volatilitäts-Strategien

6.2.3.1 Butterfly

6.2.3.2 Condor

6.2.3.3 Straps und Strips

6.3 Arbitrage-Strategien

6.3.1 Conversion

6.3.2 Reversal

6.3.3 Box

6.3.4 Arbitrage-Strategien mit Futures

7. Zusammenfassung und abschliessende Bemerkungen

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, die Möglichkeiten für den Einsatz von Derivaten – konkret Futures und Optionen auf Aktien oder Aktienindizes – im Rahmen einer aktiven Portfoliokonstruktion systematisch darzustellen. Die Arbeit untersucht dabei, wie diese Instrumente genutzt werden können, um das Risikoprofil von Portfolios gezielt zu steuern, Renditen zu steigern oder durch Arbitrage Preisungleichgewichte auszunutzen, wobei die strategische Anwendung im Portfoliomanagement im Fokus steht.

  • Grundlagen und Charakteristika von Termingeschäften (Futures und Optionen)
  • Methoden der Bewertung von Derivaten (einschließlich Black&Scholes und Binomialmodell)
  • Analyse der Sensitivitätskennzahlen („Die Griechen“) zur Risikosteuerung
  • Hedging-Strategien zur Absicherung gegen Marktpreisrisiken
  • Trading- und Arbitrage-Strategien im aktiven Portfoliomanagement

Auszug aus dem Buch

1.1 Einführung in die Thematik

In den ersten Jahren ihrer Existenz wurden die Derivatemärkte von individuellen Investoren dominiert, die auf die Bewegung einzelner Basiswerte spekuliert haben oder Arbitragegewinne erzielen wollten. Die Auswirkung von Derivaten auf die Renditecharakteristik von ganzen Portfolios wurde kaum in Erwägung gezogen. Ein großer Kreis der Öffentlichkeit steht Derivaten immer noch skeptisch gegenüber. So wird ein Future- oder Options-Kontrakt oft nur als eine Wette auf die Preisentwicklung des Basiswertes verstanden und eine Terminbörse damit als eine Art Kasino. Die volkswirtschaftliche Bedeutung wird nicht gesehen oder unterschätzt.

Die zentrale ökonomische Funktion von Derivaten besteht in der Trennung der Risikoübernahme von der Bestandshaltung der zugrundeliegenden Finanztitel. Die isolierte Bewertung von Marktpreisrisiken, deren Bündelung und Weitergabe wird hierdurch möglich. Daher ist der Hauptnutzen von Derivaten in der Allokation systematischer Risiken zu sehen. Aufgrund dieser Eigenschaft ist es möglich, Risiken zu handeln und die Bewertung von Risiken transparent werden zu lassen. Da nicht der risikobehaftete Basiswert selbst Gegenstand des Risikotransfers ist, sondern ausschließlich als rechnerische Bezugsbasis dient, ist zudem ein geringerer Einsatz von finanziellen Mitteln erforderlich.

Eine der faszinierendsten Eigenschaften von Derivaten ist die Tatsache, dass die Kombination von einfachen Strategien auf unkomplizierte Weise dazu genutzt werden kann, völlig neue Strategien mit anderen Schwerpunkten bezüglich der Reaktion auf Marktveränderungen zu kreieren. TOMPKINS vergleicht die einzelnen derivativen Instrumente mit Bausteinen, die von einem Investor auf beliebige Arten zusammengesetzt werden können, um die gewünschte Zielrichtung zu erreichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Derivatemärkte ein, erläutert deren ökonomische Funktion zur Risikotrennung und definiert die Zielsetzung der Arbeit bezüglich des aktiven Portfoliomanagements.

2. Überblick über derivative Finanzinstrumente und Märkte: Hier werden die grundlegenden Merkmale von Derivaten wie Futures und Optionen definiert und nach ihrer Handelsform (börslich vs. OTC) sowie ihrer rechtlichen Ausgestaltung kategorisiert.

3. Charakteristika von Termingeschäften: Dieses Kapitel spezifiziert die Eigenschaften von unbedingten (Futures) und bedingten (Optionen) Termingeschäften sowie deren Abwicklungs- und Sicherungsmechanismen wie Clearing und Margining.

4. Bewertung von Derivaten: Der Fokus liegt auf der mathematischen Preisbestimmung, insbesondere durch das Black&Scholes-Modell, sowie der detaillierten Diskussion der Sensitivitätskennzahlen (Delta, Gamma, Theta, Vega, Rho).

5. Motive des Einsatzes von Derivaten im Portfoliomanagement: Die Arbeit beleuchtet die drei Hauptmotive für den Derivateeinsatz – Hedging, Spekulation und Arbitrage – als strategische Instrumente der Risikokontrolle und Renditeoptimierung.

6. Einsatzmöglichkeiten von Derivaten im aktiven Portfoliomanagement: Dies ist der Hauptteil, der spezifische Strategien für Hedging, Trading (Preis- und Volatilitätsstrategien) sowie Arbitrage detailliert anhand von Beispielen und Profilen erläutert.

7. Zusammenfassung und abschliessende Bemerkungen: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit solider Kenntnisse der Ertrags- und Risikoeigenschaften beim Einsatz komplexer Instrumente sowie die Rolle eines leistungsfähigen Risikomanagements.

Schlüsselwörter

Derivate, Portfoliomanagement, Hedging, Futures, Optionen, Black&Scholes-Modell, Sensitivitätskennzahlen, Delta, Gamma, Theta, Vega, Rho, Spekulation, Arbitrage, Risikomanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der strategischen und taktischen Nutzung von derivativen Finanzinstrumenten – konkret Futures und Optionen – zur Optimierung von Portfolios im aktiven Portfoliomanagement.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Themen umfassen die Definition und Kategorisierung von Derivaten, deren mathematische Bewertung, das Verständnis der sogenannten „Griechischen“ Sensitivitätskennzahlen sowie die praktische Umsetzung von Hedging-, Trading- und Arbitrage-Strategien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Einsatzmöglichkeiten von Derivaten aufzuzeigen, um das Risikoprofil eines Portfolios gezielt zu formen, Renditen zu steigern oder durch das Ausnutzen von Preisungleichgewichten (Arbitrage) einen Mehrwert gegenüber einer Benchmark zu erzielen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf theoretische Bewertungsmodelle wie das Black&Scholes-Modell und das Binomialmodell sowie auf eine systematische Analyse der Sensitivitätskennzahlen, um die Auswirkungen von Derivateinsätzen auf Portfolioebene darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische fundierte Bewertung von Derivaten, eine detaillierte formale Erläuterung der Einsatzmotive (Hedging, Spekulation, Arbitrage) und die anschließende praktische Anwendung dieser Motive in Form von spezifischen Handelsstrategien.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Derivate, Hedging, Futures, Optionen, Black&Scholes, Sensitivitätskennzahlen (Delta, Gamma, Theta, Vega, Rho), Spekulation und Arbitrage.

Warum ist das Black&Scholes-Modell für die Arbeit wichtig?

Es dient als mathematische Grundlage für die Preisbestimmung von Optionen und ermöglicht die Ableitung der Sensitivitätskennzahlen, welche wiederum für die Steuerung komplexer Portfolio-Positionen und die Umsetzung neutraler Strategien unerlässlich sind.

Wie unterscheidet sich die Absicherung mit Futures von der mit Optionen?

Während Futures eine symmetrische Risikostruktur aufweisen und somit Gewinn- und Verlustpotenziale gleichermaßen einschränken, bieten Optionen durch ihr asymmetrisches Risikoprofil die Möglichkeit, Verlustrisiken zu begrenzen, ohne das Gewinnpotenzial vollständig aufzugeben.

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Details

Title
Einsatz von Derivaten im Portfoliomanagement
College
Cologne University of Applied Sciences
Grade
1.3
Author
Christoph Schmitt (Author)
Publication Year
2002
Pages
138
Catalog Number
V185803
ISBN (eBook)
9783656983262
ISBN (Book)
9783867466868
Language
German
Tags
einsatz derivaten portfoliomanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Schmitt (Author), 2002, Einsatz von Derivaten im Portfoliomanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185803
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